Bertelsmann rutscht im 1. Quartal mit 78 Millionen Euro ins Minus

12.05.2009

Die Wirtschaftskrise macht dem Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann schwer zu schaffen. Im ersten Quartal sind Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesunken. Der Umsatz summierte sich auf 3,5 Mrd. Euro nach 3,8 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.Auch beim Operating Ebit, das im 1. Quartal bei 115 Mio. Euro lag, schneidet der Konzern schlechter ab als im Vorjahr, als noch 253 Mio. Euro erwirtschaftet wurden. Das Konzernergebnis betrug minus 78 Mio. Euro - 2008 hatte Bertelsmann im ersten Quartal noch ein Plus von 35 Mio. Euro ausgewiesen.Wie Bertelsmann-Vorstandschef Hartmut Ostrowski bereits Anfang Mai angekündigt hatte, will der Konzern in den nächsten Monaten "strikte Kostendisziplin" einhalten. Das Sparpaket habe ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro. Damit sollen die Auswirkungen der Krise auf das Geschäft minimiert werden. Positive Impulse kommen laut Unternehmen aus dem Servicegeschäft, das eine steigende Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen verzeichnet.Die Aussichten für 2009 sind alles andere als rosig: Für das Gesamtjahr rechnet Bertelsmann mit einem Rückgang beim Umsatz und beim operativen Ergebnis. Das Ausmaß der Veränderung gegenüber dem Vorjahr werde dabei "von Stärke und Dauer der konjunkturellen Schwächephase" abhängen, so Ostrowski.Die Konzern-Tochter RTL Group hatte bereits in der Vorwoche seine Zahlen vorgelegt: Hier sank das Ergebnis im 1. Quartal um 53,7 Prozent auf nur noch 87 Mio. Euro. Weitere wichtige Unternehmensbereiche von Bertelsmann sind Random House, Gruner + Jahr, Arvato und die Direct Group.

Mehr dazu finden Sie hier:

Pressemitteilung zur Verkündung der Quartalszahlen (Bertelsmann AG)
Bertelsmann im Griff der Krise (Meedia)
Bertelsmann schreibt rote Zahlen (Die Presse)
Bertelsmann droht der Abstieg (Handelsblatt)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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