Einigung zwischen GE und Vivendi: Weg frei NBC-Comcast-Deal?

01.12.2009

Der US-amerikanische Mischkonzern General Electric und das französische Medienunternehmen Vivendi haben US-Medienberichten zufolge in einem vorläufigen Übereinkommen die letzten Hindernisse aus dem Weg geräumt, die einem Verkauf von NBC Universal an den Kabelnetzbetreiber Comcast im Weg standen. Demnach erklärt sich Vivendi bereit, seinen 20-prozentigen Anteil an NBC Universal fur 5,8 Milliarden an General Electric zu veräußern, wie aus Konzernkreisen verlautet wurde.

Der Einigung waren wochenlang zähe Verhandlungen vorausgegangen. Ursprünglich hatte Vivendi seinen Anteil an NBC Universal auf 6,1 Milliarden US-Dollar beziffert, während General Electric nur bereit war, 5,6 Milliarden US-Dollar zu bezahlen. Ein weiterer Streitpunkt betraf den Zeitpunkt der Zahlung: Vivendi favorisierte ursprünglich, den vollen Betrag unmittelbar nach Verkauf zu erhalten. General Electric hingegen wollte den Betrag erst begleichen, wenn die Übernahme von NBC Universal durch Comcast tatsächlich abgeschlossen sei. Letztendlich war es ein persönliches Gespräch zwischen General Electric-Chef Jeffrey Immelt und Vivendi-CEO Jean-Bernard Levy vergangener Woche in Paris, das den entscheidenden Durchbruch brachte. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, bezahlt General Electric ein Drittel des Verkaufspreises unmittelbar an Vivendi, während die übrigen zwei Drittel überwiesen werden, wenn der Deal zwischen NBC Universal und Comcast offiziell ist. Dies könnte laut Angaben der New York Times bereits am Donnerstag, den 3. Dezember der Fall sein.

Mehr dazu:

- New York Times: With Deal, G.E. Clears Path to Sale of NBC
- Reuters: GE, Vivendi agree to value NBCU stake at $5.8 bln 
- Wall Street Journal: GE, Vivendi Forge Tentative Deal on NBC Stake 

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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