Condé Nast stellt deutsche "Vanity Fair" ein

18.02.2009

Der Verlag Condé Nast wird die deutsche Ausgabe der "Vanity Fair" einstellen, wie er mitteilte. Eine Sprecherin des Verlages bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Branchendienstes "Kress Report". In dieser Woche werde die Zeitschrift zum letzten Mal erscheinen. Betroffen von dem Schritt ist die Redaktion in Berlin und die Verwaltung in München.
Die wöchentlich erscheinende "Vanity Fair" war erst im Februar 2007 mit einer Auflage von 500.000 Exemplaren gestartet. Als Zielgruppe wurde vor allem "die neue Leistungselite Deutschlands" angepeilt. Doch das Projekt konnte dieses Ziel nicht erreichen: Die Auflage lag zuletzt bei 203.000 Exemplaren, nur 76.000 Hefte konnten durchschnittlich an den Kiosken abgesetzt werden. Damit lag das Magazin deutlich hinter der Konkurrenz um "Gala" und "Bunte".
Condé Nast-Vorstand Jonathan Newhouse begründete den Schritt mit den aktuell schwierigen Rahmenbedingungen. Die Wirtschaftskrise und die damit ausbleibenden Werbeeinnahmen hätten keine andere Möglichkeit zugelassen.

Mehr dazu finden Sie hier:

Condé Nast stellt "Vanity Fair" ein (Spiegel)
Condé Nast beerdigt deutsche "Vanity Fair" (Welt)
Condé Nast beerdigt deutsche Version von "Vanity Fair" (Stern)
Presseerklärung Jonathan Newhouse (via Horizont)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

Zur Instituts-Website

mediadb.eu wird gefördert von der Bundeszentrale für Politische Bildung

und der Stadt Köln.