YouTube sperrt Musik-Videos in Großbritannien

10.03.2009

Das Video-Portal YouTube hat nach gescheiterten Verhandlungen mit der britischen Musik-Industrie bis auf weiteres den Zugriff auf Musikvideos gesperrt. Seit Montagabend sind die Clips vieler bekannter Künstler nicht mehr zugänglich.
Grund dafür ist eine Auseinandersetzung mit der Gebühren-Gesellschaft "Performing Right Society" (PRS). Diese vertritt in Großbritannien rund 50.000 Musiker und hatte zuletzt eine Erhöhung der Lizenzgebühren von YouTube gefordert, weil die Nutzerzahlen so stark gestiegen sind. Dem Mutterkonzern Google waren die Forderungen zu hoch, berichtet die BBC.
Die Gebühren an die PRS bezahlt Google für das Streamen von Musik-Videos von drei der vier größten Labels und einigen Independent Labels. PRS-Vorstand Steve Porter sagte in einer ersten Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, er sei "empört, schockiert und enttäuscht" von der Sperre. Google scheint jedoch hart zu bleiben: "Wir sind nicht bereit, neue Lizenzabkommen zu einem erhöhten Preis abzuschließen", so in einer öffentlichen Stellungnahme.

Mehr dazu finden Sie hier:

Youtube blockiert Musikvideos (Spiegel Online)
Ende der Youtube-Disko (taz)
Britisches Youtube sperrt kommerzielle Musikvideos (NZZ)
Stellungnahme PRS (Performing Right Society)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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