Wirtschaftskrise und Premiere-Gewinnwarnung senken Jahresprognose von News Corp.

17.11.2008

Im November hat Rupert Murdoch die Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr 2008 signifikant gesenkt, wobei auch für 2009 kein Anstieg des Gewinns zu erwarten ist. Anstatt wie letztes Jahr prophezeit (vier bis sechs Prozent Gewinnsteigerung) wird News Corp. 2008 einen Gewinn erwirtschaften, der um einen zweistelligen Prozentbetrag geringer als 2007 ausfällt. Der Grund dafür liegt laut Konzernangaben in sinkenden Werbe- und Anzeigeneinnahmen, insbesondere bei News Corps lokalen Fernsehsendern in den USA, bzw. den Zeitungen in Großbritannien und Australien. Der Geschäftszweig Fox Interactive Media, in den auch Myspace eingegliedert ist, konnte im dritten Quartal 2008 einen Umsatzwachstum von 17 Prozent verzeichnen, prognostiziert wurden jedoch 30 Prozent. Das operating income der Filmsparte Fox/20th Century Fox sank von 362 auf 251 Millionen US-Dollar. Zu dem schlechten Ergebnis von News Corp. trägt auch der 25,1-prozentige Anteil am deutschen Pay-TV-Betreiber Premiere bei, der im Oktober eine Gewinnwarnung veröffentlichten musste. Zudem zieht sich News Corp. komplett aus Osteuropa zurück. Begonnen mit dem Rückzug wurde in Polen, wo ein 35-prozentiger Anteil an TV Puls verkauft wurde. Lehman Brothers wurde damit beauftragt, sämtliche Geschäftsaktivitäten auf dem osteuropäischen Fernsehmarkt abzustoßen.

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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