Vivendi mit Umsatzsteigerung in 2008

03.03.2009

Das französische Telekom- und Medienunternehmen Vivendi hat im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz gesteigert. Dies teilte der Konzern gestern bei der Vorstellung seiner Bilanz mit. Demnach stieg der Umsatz um 18,3 Prozent von 20,8 auf 25,4 Mrd. Euro. Auch das EBITDA konnte gesteigert werden und liegt nun bei 4,95 Mrd. Euro. Das bereinigte Nettoergebnis fiel leicht von 4,39 Mrd. im Vorjahr auf 4,26 Mrd. Euro.
Im vergangenen Jahr war Vivendi in Sachen Zukäufe recht aktiv. Der Konzern übernahm den Festnetzanbieter Neuf in Frankreich sowie die Mehrheit am Spieleanbieter Activision. Die Integrationskosten der Zukäufe summierten sich auf insgesamt 245 Mio. Euro.
Auch für 2009 rechnet das Unternehmen mit einer positiven Entwicklung. Laut Vivendi-CEO Jean-Bernard Lévy sei dies vor allem auf die Qualität der Inhalte und Services sowie auf eine konstituierende Kostenkontrolle zurückzuführen.
Das Geschäftsmodell der Vivendi-Units, das vor allem auf Abo-Einnahmen beruht, beweist in der Krise seine Widerstandskraft. 70% des Umsatzes werden von den mehr als 64 Mio. Abonnenten der verschiedenen Dienste generiert. Die Werbung trägt mit 0,5% nur zu einem sehr kleinen Teil am Umsatz bei. Zum Konzern gehören unter anderem der Mobilfunker SFR, der Bezahlsender Canal Plus, das Musiklabel Universal und der Spiele-Entwickler Activision Blizzard.

Mehr dazu finden Sie hier:

Vivendi: Umsatzsteigerung in 2008 und positive Prognose für 2009 (IT Times)
Vivendi meistert die Wirtschaftskrise spielerisch (Handelsblatt)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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