USA: Gannett streicht mehr als 1000 Stellen

02.07.2009

Der US-amerikanische Medienkonzern Gannett will einem Bericht des „Wall Street Journals“ zufolge mehr als 1000 Mitarbeiter entlassen. Grund dafür seien die schrumpfenden Erlöse aus dem Anzeigengeschäft. Im ersten Quartal 2009 war der Anzeigenverkauf um 34 Prozent auf 723 Millionen US-Dollar eingebrochen, der Umsatz sank insgesamt um 18 Prozent. Die Zahlen für das zweite Quartal sollen Mitte Juli veröffentlicht werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Gannett 4.600 Jobs gestrichen und die Belegschaft damit um etwa zehn Prozent reduziert. Nun sollen zwischen 1000 und 2000 Mitarbeiter entlassen werden, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Unternehmensinsider. Gannett ist der größte Tageszeitungsverlag der Vereinigten Staaten. Das Unternehmen mit Sitz in Virginia publiziert landesweit 85 Tageszeitungen und etwa 850 weitere Blätter. Das Flaggschiff des Medienkonzerns, die „USA Today“, bleibe von den Kürzungen allerdings verschont, heißt es in dem Bericht.

Mehr dazu:

Wall Street Journal: Gannett Will Cut More Than 1,000 Jobs (01.07.2009)
Handelsblatt: US-Zeitungsverlag Gannett streicht 1000 Stellen (01.07.2009)  
 

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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