Tribune Co. meldet Insolvenz an

09.12.2008

Der US-Medienkonzern Tribune Co. droht unter der Last seines Schuldenberges zusammenzubrechen. Das Unternehmen hat auf Konkurs spezialisierte Berater der Investmentbank Lazard damit beauftragt, die verbleibenden finanziellen Optionen von Tribune zu analysieren. Jetzt wurde offiziell Insolvenz angemeldet. Der Betrieb des Medienhauses soll aber wie bisher aufrechterhalten werden. Seitdem Immobilien-Tycoon Samuel Zell (Foto) das Zeitungshaus im Dezember 2007 übernommen hat, plagen den Konzern Schulden in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar. Das Hauptproblem von Tribune ist weniger das Tagesgeschäft, als die Rahmenbedingungen des Kredits, der für Zells Übernahme aufgenommen wurde. Die durch die Akquisition entstandenen Schulden dürfen die EBITDA-Erträge des Unternehmens nicht um ein neunfaches übersteigen. Das zum Portfolio des Konzerns gehörenden Baseball-Teams Chicago Cubs soll daher verkauft werden.

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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