SVG Capital stuft Beteiligung an ProSiebenSat.1 als wertlos ein

10.03.2009

Die Beteiligungsgesellschaft SVG Capital setzt den Wert ihres Anteils an der ProSiebenSat.1 Media AG mit null an. SVG hatte Geld in Fonds des Private Equity-Unternehmen Permira angelegt, das 2006 gemeinsam mit Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) die ProSiebenSat.1 Media AG übernommen hatte. Noch im Dezember 2007 wurde der Wert des Anteils der in London ansässigen SVG am Münchner Fernsehunternehmen auf 118 Millionen britische Pfund geschätzt (ca. 133 Mio. Euro). Im Jahresbericht 2008 wurde der Anteil im Frühjahr 2009 als wertlos eingestuft, „da eine Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektive nicht in Sicht ist“. Unter anderem als Konsequenz aus dem erfolglosen Einstieg bei ProSiebenSat.1 trat der CEO von SVG, Andrew Williams, zurück. Im Geschäftsjahr 2008 musste der Medienkonzern Verluste von 129 Millionen Euro hinnehmen, die die dramatische Lage des mit 3,8 Milliarden Euro verschuldeten Unternehmens weiter verschärfen.
Quellen: PrivateEquityOnline, Sueddeutsche.de

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