Presse-Grosso vereinbart neue Konditionen mit Verlagen

02.03.2009

Der Bundesverband Presse-Grosso hat mit auflagen- und umsatzstarken Verlagen neue Konditionen und Leistungen für den Vertrieb von Zeitschriften vereinbart. Dies teilte er in einer heute erschienenen Pressemitteilung mit. Demnach habe sich der Verband mit den Verlagshäusern Axel Springer AG, Hubert Burda Media, Klambt sowie dem Spiegel- und Jahreszeiten-Verlag geeinigt. Die Bertelsmann-Tochter Gruner & Jahr sowie die Verlagsgruppe Bauer stimmten dem neuen Angebot nicht zu.
Damit kommt es im deutschen Zeitschriftenmarkt zum ersten Mal zu uneinheitlichen Verhältnissen zwischen Grosso und Verlagshäusern. Vor allem mit den Verlagen Bauer und Gruner & Jahr gestalteten sich die Verhandlungen weiter schwierig.
Olaf Conrad, Chef der G+J-Vertriebstochter Deutscher Pressevertrieb, bemängelte jüngt, dass durch die Neuregelungen vor allem hochauflagige Wochentitel profitieren würden, also solche, die im Gruner & Jahr-Portfolio nicht stark vertreten sind.
Die neuen Handelskonditionen sollen ab März in Kraft treten. Wie diese im Genauen aussehen, will der Grosso-Verband am 5. März mitteilen. Teil der Neuregelungen sollen aber unter anderem neue Vertriebskonditionen für die BILD-Zeitung sein, wie der Bundesverband in seiner Mitteilung verlauten ließ.

Mehr dazu finden Sie hier:

Pressemitteilung Presse-Grosso (Bundesverband Presse-Grosso)
Grosso raucht Friedenspfeife mit Verlagen (Meedia)
Zwei Verlage boykottieren Grosso-Vereinbarungen (Werben & Verkaufen)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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