Neues von Vivendi

05.01.2022

Einigung zwischen Vivendi und Mediaset

Anfang Mai 2021 gaben das französische Medienunternehmen Vivendi (Universal Music Group, Gameloft, Dailymotion, Canal+ Group) und der italienische Medienkonzern Mediaset (Tochter von Fininvest, im Besitz der Berlusconi-Familie) bekannt, sich nach einem fünfjährigen Streit geeinigt zu haben. Im November hieß es dann: Die Franzosen, zu 30 Prozent an Mediaset beteiligt, wollen jetzt jährlich ein Fünftel ihrer indirekten Mediaset-Beteiligung von 19,19 Prozent abgeben. Ein Mindestpreis von 1,375 Euro pro Aktie im ersten Jahr wurde ausgehandelt, der allmählich erhöht werden soll: 1,40 Euro pro Aktie im zweiten Jahr, danach soll der Mindestpreis pro Jahr um jeweils 5 Cent erhöht werden. Gelingt es Vivendi, die Aktien für mehr als 1,60 Euro zu verkaufen, dürfen sie auch mehr als ein Fünftel der Papiere abstoßen. Sollte es Vivendi nicht gelingen, die Aktien zu dem Mindestpreis zu veräußern, kann Mediaset diese kaufen.

Des Weiteren möchte der italienische Konzern die direkte Beteiligung von fünf Prozent erwerben, die Vivendi an Mediaset hält. Vivendi würde letztlich einen Anteil von 4,61 Prozent an Mediaset behalten. Außerdem gab es einen Urheberrechtsstreit von Dailymotion mit den Mediaset-Töchtern RTI und Medusa. Das Vivendi-Tochterunternehmen stimmte einer einmaligen Zahlung von 26,3 Millionen Euro zu, um den Streit beizulegen.

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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