Die zehn größten Medienkonzerne mit Umsatzplus im 3. Quartal

09.11.2011

Die zehn größten Medienkonzerne der Welt haben in den vergangenen Tagen ihre Geschäftsergebnisse aus dem dritten Quartal des Kalenderjahres 2011 veröffentlicht. Insgesamt erwirtschafteten die Top 10 der globalen Medienunternehmen in diesem Zeitraum zusammen einen Umsatz von 66,2 bzw. einen operativen Gewinn von 10,8 Mrd. US-Dollar. Mit Ausnahme des Musikgeschäfts von Sony konnte jeder der Konzerne Umsatz und Gewinn signifikant steigern. Die Redaktion von mediadb.eu hat die Ergebnisse zusammengefasst.

Comcast
Dank mehr Internet-Kunden und Besuchern der Universal-Freizeitparks konnte das Unternehmen aus Philadelphia seinen Umsatz um 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern (14,3 Mrd. US-Dollar). Der Gewinn stieg um 35 Prozent auf 2,6 Mrd. US-Dollar an.

Walt Disney
Umsatz und Gewinn der Walt Disney Company stiegen um sieben Prozent auf 10,4, bzw. um 30 Prozent auf 1,09 Mrd. US-Dollar. Wichtigste Wachstumssegmente waren hierbei die Sportsenderkette ESPN sowie die Disney-Themenparks.

News Corp.
Aufgrund positiver Ergebnisse in den Segmenten Kabel-Fernsehen, Film und Satelliten-TV konnte News Corp. seinen Umsatz um sieben Prozent auf 7,9 Mrd. US-Dollar steigern. Der Gewinn stieg um 21 Prozent auf 1,39 Mrd. US-Dollar

Viacom/CBS
Umsatz und Gewinn von Viacom stiegen aufgrund von starker Performance der TV-Kanäle MTV, Nickelodeon, Comedy Central, BET und TV Land um 22 Prozent auf 4,05 Mrd., bzw. um mehr als 200 Prozent auf 576 Mio. US-Dollar an. Tochterunternehmen CBS konnte ebenfalls Umsatz- und Gewinnsteigerungen von zwei Prozent (3,4 Mrd. US-Dollar), bzw. 25 Prozent (837 Mio. US-Dollar) verbuchen. Im Fall von CBS trugen dazu insbesondere hohe Gewinne aus dem Kabel-TV-Geschäft sowie dem Buchverlag Simon & Schuster bei.

Time Warner
Wichtigstes Zugpferd für Time Warner ist momentan das Film- und Fernsehproduktionsstudio Warner Bros. Der von Warner produzierte letzte Teil der Verfilmung der "Harry Potter"-Reihe avancierte im dritten Quartal zum dritterfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten. Auch deshalb stiegen Umsatz und Gewinn um 11 Prozent auf 7,1, bzw. um 18 Prozent auf 1,6 Mrd. US-Dollar.

Sony
Sonys Filmsparte konnte ihren Umsatz um 17 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar steigern, der Gewinn lag bei 268 Mio. US-Dollar. Umsatz und Gewinn der Musiksparte ging hingegen um sechs Prozent auf 1,3 Mrd., bzw. um 22 Prozent auf 82 Mio. US-Dollar zurück.

(Bertelsmann, Vivendi und Cox veröffentlichten keine Zahlen für das dritte Quartal 2011.)

Thompson Reuters
Dank positiver Ergebnisse in den Segmenten "Legal", "Tax" und "Science" konnte Thompson Reuters seinen Umsatz um fünf Prozent auf 3,3 Mrd. US-Dollar steigern. Der Gewinn stieg um zwölf Prozent auf 717 Mio. US-Dollar. Sorgenkind des Unternehmens ist im Moment die Nachrichtenagentur Reuters, deren Umsatz und Gewinn im dritten Quartal zurückgingen.

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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