Die zehn größten Game Publisher 2013

29.05.2013

Die Redaktion von mediadb.eu hat das Ranking der zehn größten Game Publisher der Welt aktualisiert. Neuer und alter Spitzenreiter unter den Produzenten und Verlegern von Videospielen ist Sony Computer Entertainment. Die Games-Sparte von Sony erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von umgerechnet 7,1 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt Microsofts "Entertainment und Devices"-Sparte mit 6,8 Milliarden Euro. Sowohl Sony als auch Microsoft haben für das Ende diesen Jahres neue Generationen ihrer Konsolen Playstation, bzw. Xbox angekündigt. Beide Unternehmen liegen damit weiterhin vor dem langjährigen Spitzenreiter Nintendo, der im zweiten Jahr in Folge Umsatzverluste verzeichnete und sich mit der Veröffentlichung der neuen, in Sachen Verkaufszahlen jedoch den Erwartungen hinterherhinkenden Spielkonsole Wii U bisher nicht aus der Krise manövrieren konnte. Mit Activision Blizzard, einem US-Unternehmen, das zum französischen Medienkonzern Vivendi gehört (mit einem Umsatz von 3,8 Mrd. Euro auf Rang vier) sowie mit Ubisoft (mit 1,25 Mrd. auf Rang acht) stehen nur zwei europäische Unternehmen in den Top 10.

Insgesamt setzten die zehn größten Game Publisher 2012/2013 umgerechnet 34,3 Milliarden Euro um. Im Vorjahr betrug der Gesamtumsatz 32,25 Milliarden, was einem leichten Anstieg von knapp sieben Prozent entspricht. Dennoch bleibt die Lage in der Industrie angespannt. Die Hälfte der im Ranking vertretenden Publisher verzeichneten Gewinnrückgänge (Sony, Microsoft, Konami) oder sogar Verluste (Square Enix, Zynga) Der wachsende Markt für Casual bzw. Social Games in sozialen Netzwerken und für Smartphones macht den vornehmlich für den Konsolenmarkt produzierenden Konzernen Marktanteile weiterhin streitig. Von dieser Entwicklung profitieren konnte bisher jedoch nicht Zynga, der führende Anbieter von Facebook-Spielen. Das US-Unternehmen generierte 2012 bei einen Umsatz von umgerechnet 945 Mio. Euro erneut Verluste und landete auf Platz 10. 

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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