Deutsche Medienkonzerne erwirtschaften Umsatzplus im 1. Quartal

12.05.2010

Nach einem durch die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise geprägten Geschäftsjahr 2009 haben die wichtigsten deutschen Medienkonzerne im ersten Quartal 2010 ihre Umsätze gesteigert. Die Bertelsmann AG, der Axel-Springer-Verlag und ProSiebenSat.1 legten in den vergangenen Tagen ihre Zahlen vor und meldeten bis zu sieben Prozent mehr Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres. Ausschlaggebend für diesen Start in das Geschäftsjahr 2010 waren nach Einschätzung der Medienkonzerne vor allem die Entspannung auf dem Werbemarkt und die massiven Sparmaßnahmen der Unternehmen.

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 steigerte den Umsatz im ersten Quartal um fünf Prozent auf rund 658 Millionen Euro und schrieb schwarze Zahlen. Trotz des positiven Trends auf dem Werbemarkt will man bei ProSiebenSat.1 aber auch 2010 weiterhin sparen. Man wisse nicht, ob die Entwicklung nachhaltig sei, warnte CEO Thomas Ebeling.

Ebenfalls ein deutliches Umsatzplus konnte die Axel Springer AG verzeichnen. Das Unternehmen steigerte den Quartalsumsatz um sieben Prozent auf 663,7 Millionen Euro. Das Unternehmen gab sich bei der Präsentation der Zahlen optimistisch und hob seine Prognose für 2010 leicht an. Neben den Kosteineinsparungen und der Werbemarktentwicklung war nach Angaben des Verlags vor allem das Wachstum im Segment Digitale Medien für das positive Ergebnis verantwortlich.

Die Bertelsmann AG konnte die Umsatzerlöse leicht - um 2,7 Prozent - auf 3,62 Milliarden Euro steigern. Das Konzernergebnis lag bei 45 Millionen Euro – im Vorjahreszeitraum war Bertelsmann in den roten Zahlen. Der Gütersloher Mediengigant erwartet nun eine stabile Entwicklung des Umsatzes und ein deutlich höheres Konzernergebnis als im vergangenen Jahr.

Mehr dazu:

Handelsblatt: Bertelsmann kommt langsam aus der Defensive (12.05.2010)
Die Welt: Rekordquartal bei Axel Springer (12.05.2010)
Financial Times Deutschland: Wie die deutsche Wirtschaft abhebt (07.05.2010)
focus.de: Privatsender sehen Anfang vom Ende der Werbekrise (06.05.2010)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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