Burda: Mit Jobabbau und Zukäufen durch die Krise

27.05.2009

Die Verlagsgruppe Hubert Burda Media hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz trotz Krise leicht gesteigert. Die Diversifizierung habe dazu geführt, dass der Konzernumsatz um 3,7 Prozent auf nun 1,75 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Zum Gewinn macht Burda traditionell keine genauen Angaben, im operativen Geschäft habe man aber ein "befriedigendes Ergebnis" erzielt, heißt es.
Dabei konnte sich Burda der Krise auf den Zeitschriftenmärkten im Inland natürlich auch nicht entziehen. Im Inland ging der Umsatz um 3,3 Prozent zurück, die Brutto-Werbeeinnahmen sanken gar um 6,7 Prozent. Das inländische Verlagsgeschäft trägt nun weniger als 40 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Dafür wuchs Burda im Ausland und im Digitalbereich, der nun fast schon jeden fünften Euro zum Gesamtumsatz beisteuert.
Für die Zukunft sieht der Konzern anhaltend harte Zeiten. Deutschland werde sich dem Abwärtssog der Weltwirtschaft mehrere Jahre lang nicht entziehen können. Daher werde man das 2008 begonnene Restrukturierungsprogramm weiter "konsequent in allen Geschäftsbereichen" fortsetzen und "in aller Entschlossenheit die bestehenden Möglichkeiten zur Ergebnisoptimierung" nutzen, heißt es in einer Mitteilung.
Finanzvorstand Paul-Bernhard Kallen kündigte gegenüber dem "Handelsblatt" weitere Stellenstreichungen an. "Wir bauen in allen Bereichen, in denen es wirtschaftlich notwendig ist, mit Augenmaß Personal ab", so Kallen. Verlagsvorstand Welte schließt unterdessen auch die Einstellung weiterer Blätter nicht aus, auch wenn derzeit alle Titel schwarze Zahlen schreiben würden. "Aber niemand weiß, wie sich die Märkte entwickeln werden", so Welte.
Insgesamt sieht sich Burda aber in einer guten Ausgangslage für, um durch die wirtschaftliche Krise zu kommen. Auch Zukäufe sind in den nächsten Monaten denkbar. Die aktuelle Schwäche der in- und ausländischen Verlagsmräkte führe schließlich zu einer verstärkten Konzentration, was gute Akquisitionsmöglichkeiten biete, so Burda in einer Mitteilung.

Mehr dazu finden Sie hier:

Pressemitteilung (Hubert Burda Media Group)
Burda gibt sich krisenfest (Handelsblatt)
Burda will sparen und Rendite halten (Meedia)
Burda baut weiter um (w&v)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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