Bertelsmann verkauft Softwareunternehmen Empolis

16.03.2009

Der Medienkonzern Bertelsmann trennt sich von seinem Softwareunternehmen Empolis, das bisher zur Konzerntochter Arvato gehörte. Dies berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe unter Berufung auf Aussagen des Konzerns. Käufer sei die in der Schweiz ansässige Holding Attensity Empolis Europe AG des US-Investors Ian Bonner. Der vom früheren IBM-Manager und heutigen Vorstandschef geführte Datenmanagementkonzern Attensity Empolis übernehme rückwirkend zum 1. Januar 2009 alle Anteile des Unternehmens. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Empolis hatte sich auf das semantische Web spezialisiert und galt bislang als Hoffnungsträger innerhalb des Konzerns. Der Verkauf sei aus strategischen Gründen notwendig geworden, sagte ein Konzernsprecher gegenüber dem "Handelsblatt". "Wir sind kein Softwarehaus", hieß es in Gütersloh zur Begründung.
Mit dem Verkauf von Empolis gibt die Bertelsmann-Tochter Arvato einen weiteren Hoffnungsträger auf. Der Druck- und Mediendienstleister soll nach den Plänen von Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski zu einer Ertrags- und Wachstumsperle werden. Offenbar konnte Empolis die hoch gesteckten Erwartungen immer weniger erfüllen.
Das Softwarehaus beschäftigt in Gütersloh, Kaiserslautern, Würzburg und Poznan (Polen) 200 Mitarbeiter und erzielte laut Unternehmerkreisen zuletzt einen Umsatz von rund 30 Mio. Euro.

Mehr dazu finden Sie hier:

Bertelsmann verkauft Softwareschmiede (Handelsblatt)
Bertelsmann trennt sich von Empolis (Meedia)
Bertelsmann verkauft Softwarehaus Empolis (Heise)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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