Axel Springer erwartet 2009 kräftigen Ergebnisrückgang

14.05.2009

Der Medienkonzern Axel Springer AG hat die Wirtschafts- und Anzeigenkrise zu Jahresbeginn zu spüren bekommen und erwartet für dieses Jahr einen kräftigen Ergebnisrückgang. Der Umsatz sei im ersten Quartal um 3,4 Prozent von 641,7 Mio. auf 620 Mio. Euro gesunken, teilte der Verlag heute mit. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern damit, dass Umsatz und Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau liegen. "Die nächsten Monate werden für die Medienbranche äußerst schwierig bleiben", erklärte Verlagschef Mathias Döpfner.
Seinen Betriebsgewinn (Ebitda) baute das Verlagshaus im ersten Quartal um 2,1 Prozent auf 80,3 Mio. Euro aus. Allerdings war der Vergleichswert von 78,7 Mio. Euro vor Jahresfrist unter anderem durch den Umzug der "Bild"-Redaktion von Hamburg nach Berlin belastet worden. Zum Nettogewinn von 213 Mio. Euro im ersten Quartal 2009 trug vor allem der Verkauf des Regionalzeitungsgeschäfts bei.
Der Verlag erklärte, er habe dank des wachsenden Internet-Geschäfts Werbeeinbrüche bei den Printmedien zu einem großen Teil kompensieren konnte. Außerdem profitiere Springer von der starken Stellung seines Flagschiffs "Bild", da Werbetreibende in der Krise verstärkt auf den Marktführer setzten.

Mehr dazu finden Sie hier:

Springer steigert Gewinn trotz Krise (Meedia)
Axel Springer steigert EBITDA im ersten Quartal (Die Welt)
Axel Springer: Ergebniswachstum und sinkender Umsatz im ersten Quartal (Horizont)
Springer kann trotz Krise den Gewinn steigern (DWDL)
Pressemitteilung (Axel Springer AG)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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