WAZ streicht 300 Stellen

18.02.2009

Die WAZ-Mediengruppe wird rund 300 Redakteurstellen in den Mantel- und Lokalredaktionen ihrer Zeitungstitel in Nordrhein-Westfalen einsparen. Dies teilte das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung mit. Da bislang nur 200 Mitarbeiter Aufhebungsverträgen oder vorgezogenen Altersteilzeitregelungen zugestimmt hätten, seien auch betriebsbedingte Kündigungen nicht auszuschließen, so die WAZ. Die Online-Redaktion dagegen soll 20 Stellen hinzu bekommen.
32 Millionen Euro will die WAZ in diesem Jahr durch die Umstrukturierung einsparen. Eine gemeinsame "Content-Redaktion" mit 83 Redakteuren soll gemeinsam für die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ und die „Westfälische Rundschau“ produzieren. Hinzu kommen „Titelredaktionen“ für die einzelnen Zeitungen.
„Wir stellen jetzt die Weichen dafür, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen“, sagte WAZ-Geschäftsführer Guido Hombach. Man wolle durch diese Maßnahmen alle Titel wieder in Gewinnzone bringen. Der WAZ-Konzern beschäftigt insgesamt 18.000 Mitarbeiter und kommt mit seinen vier NRW-Titeln auf eine Auflage von einer Million Exemplaren.

Mehr dazu finden Sie hier:

Pressemitteilung WAZ zur zum Umbau der NRW-Titel
(WAZ)
WAZ-Kahlschlag: 300 Stellen fallen weg (Meedia)
"Weg aus den roten Zahlen" - 300 Stellen weniger (FAZ)
WAZ reduziert Redakteurspool (FTD)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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