„Washington Post“ stellt National Weekly Edition ein

11.08.2009

Die „Washington Post Company“ wird die wöchentlich erscheinende nationale Ausgabe der Tageszeitung „Washington Post“ einstellen. Zum Jahresende solle die Wochenzeitung wegen sinkender Leserzahlen und der Anzeigenkrise vom Markt genommen werden, teilte der Ombudsmann der „Washington Post“ im Internet mit. Die Auflage der „National Weekly Edition“ sei in den vergangenen zehn Jahren von 150.000 Exemplaren auf rund 20.000 gesunken. Der Verlag rechne in diesem Jahr mit roten Zahlen und einer weiter schrumpfenden Auflage, auch wenn das Wochenblatt in den vergangenen zwei Jahren einen kleinen Gewinn erwirtschaftet habe.

Ende Juli hatte die „Washington Post Company“ ihre aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. Die Umsätze im Tageszeitungsgeschäft sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 168,77 Millionen US-Dollar. Die Print-Werbeeinnahmen der „Washington Post“ fielen um 20 Prozent auf 80 Millionen US-Dollar (2. Quartal 2008: 99,8 Millionen US-Dollar). Insgesamt legte das Medienunternehmen jedoch positive Zahlen vor: Dank der „Education“-Sparte und der Einnahmen im Kabel-TV-Geschäft verbuchte „The Washington Post Company“ einen leicht steigenden Umsatz und einen Netto-Gewinn in Höhe von 11,4 Millionen US-Dollar.

Mehr dazu:

- Washington Post Omblog: Post`s National Weekly Edition to Close (10.08.2009)
- Süddeutsche Zeitung: Washington Post im Plus (03.08.2009)
- W.P.: The Washington Post Company Reports Second Quarter Earnings (31.07.2009)


Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

Zur Instituts-Website

mediadb.eu wird gefördert von der Bundeszentrale für Politische Bildung

und der Stadt Köln.