"Seattle Post-Intelligencer" stellt Druckausgabe ein

17.03.2009

Der "Seattle Post-Intelligencer" wird mit dem heutigen Tag das letzte Mal in gedruckter  Form erscheinen. Nach 146 Jahren soll es die Zeitung künftig nur noch online geben - in verkleinerter Form und stattdessen mit Blogs sowie Links zu anderen Nachrichtenangeboten. Damit ist der "Seattle Post-Intelligencer" die bislang auflagenstärkste US-Zeitung, die zugunsten eines Internet-Auftritts den traditionellen Zeitungsmarkt verlässt.
Das Ende der gedruckten Ausgabe kommt nicht überraschend. Der Verleger, die Hearst Corporation, gab bereits im Januar bekannt, dass man dringend auf der Suche nach einem Käufer sei. Begründet wurde dies unter anderem mit einem Verlust von 14 Mio. US-Dollar im vergangenen Jahr sowie erwartbar höheren Verlusten in diesem Jahr, sollten keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Die Hearst Corp. teilte nun mit, es sei nicht gelungen, einen Käufer für die Zeitung zu finden.
"Heute abend machen wir die letzte Ausgabe, lasst es uns also richtig machen", sagte Verleger Roger Oglesby in der Redaktion. Der 1863 gegründete "Seattle Post-Intelligencer" beschäftigte zuletzt 181 Mitarbeiter. Für die künftige Online-Ausgabe sollen nur noch 20 Arbeitsplätze in der Redaktion sowie 20 im Anzeigenvertrieb erhalten bleiben.

Mehr dazu finden Sie hier:

Seattle Paper Shifts Entirely to the Web (New York Times)
Hearst Shuts Down a Seattle Paper (Wall Street Journal)
End of an ero of Hearst's Seattle paper (Financial Times)
"Seattle Post-Intelligencer" stellt Druckausgabe ein (Spiegel Online)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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