Premiere mit deutlichen Verlusten

16.02.2009

Die Premiere AG hat im vierten Quartal 2008 einen operativen Verlust von 44,5 Mio. Euro verbucht, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 13,5 Mio Euro ausgewiesen werden konnte. Der Umsatz ging auf 236,1 (Vorjahr: 261,3) Mio. Euro zurück.
Der Bezahlsender, an dem die von Rupert Murdoch geführte News Corp. mit 29 % beteiligt ist, befindet sich mitten in einem Restrukturierungsprozess. Vorstandsvorsitzender Mark Williams stellte Anfang Oktober eine neue Klassifizierung der Abonnenten vor, nach der 940.000 alte Abonnenten nicht mehr berücksichtigt werden. Eine neue Finanzstruktur soll dem Medienunternehmen die Umsetzung eines neuen Geschäftsplanes ermöglichen, dessen Hauptziele die Steigerung der Zahl der Abonnenten mit Laufzeitverträgen und die Erhöhung des Umsatzes pro Kunde sind.
Durch eine erste Kapitalerhöhung hat der Sender im Januar bereits 38,4 Mio. Euro erlöst. Über die zweite, welche noch im ersten Halbjahr 2009 stattfinden soll, werden die Aktionäre im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Februar abstimmen.
Für das Jahr 2009 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem erheblichen operativen Verlust. Die Abonnentenzahlen dürften im ersten Halbjahr stagnieren und erst danach auf Grund einer neuen Marketing-Kampagne zunehmen, prognostizierte Premiere. Erst 2011 können schwarze Zahlen geschrieben werden.

Mehr dazu finden Sie hier:

Premiere verfünffacht den Verlust (FTD)
Premiere verbucht im vierten Quartal operativen Verlust (FAZ)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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