"New York Times" mit 74,5 Millionen Dollar Verlust im ersten Quartal

21.04.2009

Die "New York Times" hat im ersten Quartal des Jahres starke Verluste verzeichnet. Der Umsatz des Medienhauses sank von 747,9 Mio. im Vorjahresquartal um 18,6 Prozent auf 609 Mio. US-Dollar. Die Einnahmen gingen um 19 Prozent zurück, der Werbeumsatz gab um 27 Prozent nach. Insgesamt wuchs der Nettoverlust von 0,3 Mio. auf 74,5 Mio. US-Dollar. Dies gab der Konzern auf einer Pressekonferenz bekannt. Das Quartalsergebnis wird von Sondereffekten – wie den Kosten für die Entlassung oder Pensionierung von Mitarbeitern – belastet.
Noch am Tag zuvor hatte die "New York Times" Grund zum Feiern. Die Tageszeitung war die große Gewinnerin der diesjährigen Pulitzer-Preise. Die Redaktion gewann am Montag 5 der insgesamt 15 Journalistenpreise.
Besondere Beachtung fand die schnelle und umfangreiche Berichterstattung der Zeitung über den Sexskandal, der New Yorks Gouverneur Eliot Spitzer zum Rücktritt zwang. Weiterhin wurde die "New York Times" für eine Enthüllungsgeschichte aus dem Pentagon, ihre Kunstkritiken, Fotoreportagen und Berichte über die politische und militärische Herausforderung der USA in Afghanistan und Pakistan geehrt.

Mehr dazu finden Sie hier:

Pressemitteilung zur Verkündung der Quartalszahlen (New York Times)
New York Times rutscht in die Verlustzone (Stock World)
Pulitzer-Preise trotz Krise (w&v)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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