Gruner + Jahr mit Umsatz- und Ergebnisrückgang

06.04.2009

Das Verlagshaus Gruner & Jahr hat im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Dies teilte der Konzern letzten Donnerstag mit. Das Gesamtabschneiden des Hamburger Verlags war bereits in der vergangenen Woche im Rahmen der Bilanzpräsentation der Konzernmutter Bertelsmann bekannt geworden. Demnach sank der G+J-Gesamtumsatz 2008 um 2,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro, wobei 54,6 Prozent im Ausland erzielt wurden (2007: 54 Prozent). Das operative Ergebnis fiel um 14,8 Prozent auf 225 Millionen Euro, die Umsatzrendite von 9,3 auf 8,1 Prozent und das Betriebsergebnis (Ebit) um 25,4 Prozent auf 170 Millionen Euro. Besonders das Geschäft in den G+J-Kernmärkten Deutschland, Spanien und Frankreich litt unter der Wirtschaftskrise. "Das Ergebnis ist vor dem Hintergrund der Krise okay", sagte Bernd Buchholz, seit Januar Vorstandsvorsitzender von G+J, vor der Presse. Aber: "Für das größte europäische Zeitschriftenhaus ist ,okay' langfristig nicht gut genug."
Beim stark gesunkenen Betriebsergebnis schlugen unter anderem „Restrukturierungskosten" und Abfindungen mit insgesamt 35 Millionen Euro negativ zu Buche, etwa für den Umbau der deutschen Wirtschaftsredaktionen, die Einstellung von sechs Magazinen (unter anderem die „Park Avenue") sowie im Druckbereich. Allein die Investitionen (plus 11,3 Prozent auf 138 Millionen Euro) und die Zahl der Mitarbeiter (plus 3,4 Prozent auf 14.941) sind 2008 gestiegen.

Mehr dazu finden Sie hier:

Pressemitteilung (Gruner & Jahr)
G+J-Vorstandschef Bernd Buchholz auf Bergtour (Süddeutsche)
Anzeigenmarkt bricht um über 10 Prozent ein (tagesschau.de)
Großverlag Gruner + Jahr 2008 von Wirschaftskrise eingeholt (Reuters)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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