Google gibt Geschäft mit Radiowerbung auf

13.05.2009

Der Online-Konzern Google gibt das Geschäft mit der Vermittlung von Radiowerbung auf. Man habe keinen guten Weg gefunden, im Radio die Effizienz der Werbespots zu messen, begründete Konzernchef Eric Schmidt den Schritt am Dienstag im "Wall Street Journal". Zahlreiche Rundfunksender hätten sich geweigert, ihre Werbefenster mit Hilfe des Google-Systems zu befüllen, berichtete die Zeitung. Auch große Werbung schaltende Unternehmen seien nicht eingestiegen.
Die Idee von Google war es, die eigene, im Internet so gut funktionierende Werbevermittlung auch auf Radio, TV und Printmedien aufzuweiten. Im Kern werden Werbezeiten dabei versteigert. Das Geschäft entwickelte sich jedoch schwächer als von Google vor einigen Jahren noch erwartet. In diesem Jahr stellte Google bereits die Vermittlung von Zeitungsanzeigen ein.
Um in das Geschäft mit Radiowerbung einzusteigen, hatte der Internet-Konzern im Jahr 2006 die spezialisierte Firma dMarc gekauft. Der Kaufpreis lag bei 102 Mio. US-Dollar.

Mehr dazu finden Sie hier:

Radion Tunes Out Google in Rare Miss for Web Titan (WSJ)
Google beendet Radiowerbungs-Geschäft (Meedia)
Radiowerbung: Google gibt auf (Manager Magazin)
Google stoppt sein Geschäft mit Radiowerbung (Die Welt)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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