EU gestattet Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia

26.01.2010

Der Kabelkonzern Liberty Global darf den zweitgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber Unitymedia kaufen. Die EU-Kommission genehmigte das Geschäft am Montag in Brüssel, da der Zusammenschluss nicht zu wettbewerbsrechtlichen Problemen führen werde. Der Konzern des US-Medienmogul John Malone zahlt 3,5 Milliarden Euro für das Kölner Unternehmen Unitymedia und bekommt damit die Kontrolle über die Kabelnetze in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Nach Medienberichten soll Malone planen, weitere Kabelanbieter in Deutschland zu übernehmen. Im Visier des Medienunternehmers sei insbesondere Kabel Baden-Württemberg. Liberty Global dementierte die Expansionspläne jedoch. Der internationale Kabelnetzbetreiber Liberty Global entstand 2005, als Liberty Media International – ein ehemaliges Tochterunternehmen des Medienkonzerns Liberty Media Corp. – mit dem Kabelkonzern UGC (UnitedGlobalCom) zu Liberty Global fusionierte.

Mehr dazu:  

- Heise Online: Brüssel gibt grünes Licht für Übernahme von Unitymedia (25.01.2010)
- Handelsblatt: Liberty: Derzeit keine Pläne für Kabel-Zukäufe (10.01.2010)
- Der Spiegel: US-Konzern will deutsches Kabelgeschäft kontrollieren (10.01.2010)

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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