1. Apple Inc.

Umsatz 2013/14: $ 182,759 Mrd. (€ 137,567 Mrd.)

Überblick

Apple Inc. ist einer der führenden Anbieter von Computer-Hardware und Software. Seit 2000 ist das Unternehmen aus Cupertino, Kalifornien auch im Bereich von Unterhaltungselektronik aktiv. Mit der Veröffentlichung des iPod und des iPhone hat Apple die Art und Weise, Musik zu hören und mobil zu telefonieren, revolutioniert.

Basisdaten

Hauptsitz:
Apple Inc.
1 Infinite Loop
Cupertino, CA 95014
Tel.: 001 408 996 1010
www.apple.com

Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 25.9. – 24.9.
Gründungsjahr: 1976

Tab. I: Ökonomische Basisdaten
201420132012201120102009200820072006
Umsatz (Mrd. $)182.795170.910156,508108,24965,22542,90537,49124,57819,315

Gewinn (Verlust)

(Mrd. $)

39.51037.03741.73325.92214.0138.2356.1193.4951.989
Mitarbeiter92.60080.30072.80060.40046.60034.30032.00021.60017.787

Geschäftsführung

Management:

  • Timothy D. Cook, Chief Executive Officer
  • Angela Ahrendts, Senior Vice President, Retail and Online Stores
  • Eddy Cue, Senior Vice President Internet Software and Services
  • Joanthan Ive, Senior Vice President Design
  • Luca Maestri, Senior Vice President and Chief Financial Officer
  • Craig Federighi, Senior Vice President, Software Engineering
  • Dan Riccio, Senior Vice President, Hardware Engineering
  • Philip W. Schiller, Senior Vice President, Worldwide Marketing
  • Bruce Sewell, Senior Vice President and General Counsel
  • Jeff Williams, Senior Vice President Operations


Board of Directors:

  • Arthur D. Levinson, Chairman of the Board, ehemaliger CEO Genentech
  • Tim Cook, CEO Apple
  • Susan L. Wagner, BlackRock
  • Albert Gore Jr., ehemaliger Vizepräsident der USA 
  • Andrea Jung, Chairman & CEO Avon Products
  • Ronald D. Sugar, Ph. D., ehemaliger Chairman & CEO Northrop Grumman Corporation
  • Robert A. Iger, President & CEO The Walt Disney Company

Geschichte und Profil

Anfang der 1970er Jahre begegnete Steve Jobs Stephen "Woz" Wozniak in dessen Garage, nachdem ihm ein Freund von einem Computer namens "Cream Soda" erzählt hatte, den Wozniak in Eigenregie gebaut hatte. In den Schulferien arbeiteten beide gemeinsam bei Hewlett-Packard, wo sie sich besser kennen lernten und Freunde wurden. Ihr erstes gemeinsames Projekt war der Bau von „Blue Boxes“, mit denen man Gratis-Ferngespräche führen konnte, da die Geräte die entsprechenden Töne der Telefongesellschaft simulierten. Hier zeigte sich erstmals die Arbeitsteilung, die das Gespann Jobs/Wozniak so erfolgreich werden ließ: Wozniak war mit seinem technischen Know-how für die Herstellung der Geräte verantwortlich, während Jobs die Materialien zur Verarbeitung organisierte und den Verkauf leitete. An jeder verkauften Blue Box verdienten die beiden Jung-Unternehmer 90 Dollar. Doch da sie sich in einer rechtlichen Grauzone bewegten, stellten sie Herstellung und Verkauf schnell wieder ein.

In den folgenden Jahren verloren sich Jobs und Wozniak erst einmal aus den Augen. Jobs besuchte das Reed College, wo er sein Studium jedoch nach nur einem Semester wieder abbrach. Er langweilte sich in seinen Kursen und bekam ein schlechtes Gewissen, das Vermögen seiner nicht sehr wohlhabenden Adoptiveltern für die horrenden Studiengebühren zu opfern. Nachdem er offiziell nicht mehr als Reed-Student eingeschrieben war, verließ Jobs jedoch nicht die Universität, sondern blieb noch einige Zeit auf dem Campus, um ohne Notendruck die Kurse zu besuchen, die ihn wirklich interessierten. So nahm er unter anderem an einem Kalligraphie-Seminar teil, eine Erfahrung, die ihm später bei der Entwicklung von Apples grafischen Betriebssystemen helfen sollte. Jobs war zu dieser Zeit weitgehend mittellos. Er hatte kein eigenes Zimmer im Studentenwohnheim und schlief bei Freunden auf dem Boden, sammelte leere Cola-Flaschen, um an das Pfand zu gelangen und aß regelmäßig Gratis-Mahlzeiten in einem Hare-Krishna-Tempel. Mitte der Siebziger Jahre reiste er mit Daniel Kottke, der später der erste Apple-Angestellte wurde, nach Indien, um, damals unter Jugendlichen nicht unüblich, den Pfad spiritueller und philosophischer Erleuchtung zu beschreiten. Bei seiner Rückkehr nach Cupertino in Kalifornien trug Jobs traditionelle indische Gewänder, rasierte seinen Kopf und nahm in unregelmäßigen Abständen LSD zu sich.

Zu dieser Zeit heuerte Jobs wieder bei Atari an, wo er den Auftrag bekam, Schaltkreise für den Spielautomaten "Breakout" zu konstruieren. Dem technisch vergleichsweise unbegabten Jobs wuchs diese Aufgabe schnell über den Kopf. Also besann er sich seiner alten Kontakte und rief seinen alten Freund Stephen Wozniak an, um ihn um Hilfe zu bitten. Er versprach, Wozniak an fünfzig Prozent seines Honorars zu beteiligen, wenn er den Job erfolgreich erledigen würde. Daraufhin schlug sich Wozniak vier Nächte in Folge um die Ohren und Jobs schaffte es, das fertige Produkt pünktlich bei Atari abzuliefern. Wozniak bekam absprachegemäß seinen Anteil von 350 Dollar, da Jobs behauptete, seine Prämie würde sich auf 700 Dollar belaufen. Erst später erfuhr Wozniak, dass Jobs in Wirklichkeit 5.000 Dollar von Atari erhalten hatte.

Jobs und Wozniak gehörten 1975 zu der ersten Generation von Mitgliedern des Homebrew Computer Clubs. Dort konnten technikbegeisterte Hobby-Computeringenieure ihre Projekte Gleichgesinnten vorstellen und ihr Know-how austauschen. Eines Tages präsentierte dort Stephen Wozniak einen selbst gebastelten Computer, der mit einer Tastatur versehen war und an einen Fernseher angeschlossen werden konnte. Jobs war begeistert von dem Prototypen und überredete Wozniak dazu, eine eigene Firma zu gründen, um den Rechner serienmäßig herzustellen.

Apple Computer, so der Name der Firma, wurde 1976 im Schlafzimmer von Jobs' Elternhaus in der Nähe von San Francisco gegründet. Jobs gab später an, den Namen "Apple" unter anderem deswegen gewählt zu haben, um vor Atari im Telefonbuch zu erscheinen. Neben Jobs und Wozniak gehörte Ronald Wayne zu den Gründungsmitgliedern von Apple. Der Grafiker war ein Freund von Steve Jobs, den er bei ihrem gemeinsamen Arbeitgeber Atari kennengelernt hatte. Jobs stattete Wayne, der auch das erste Apple-Logo designte, mit zehn Prozent der Unternehmensanteile aus, um im Ernstfall mit ihm zusammen ein Vetorecht gegenüber Wozniak ausüben zu können, der wie Jobs 45 Prozent am Unternehmen hielt.

Erstes Produkt wurde also der von Wozniak entwickelte Computer, der "Apple I" getauft wurde. Auf der Suche nach Abnehmern wurde Jobs schnell fündig. Paul Terrell, Eigentümer der Computereinzelhandelskette Byte Shop, orderte 50 Exemplare des Apple I inklusive Gehäusen und Kassettenlaufwerken. Um an das notwendige Kapital zu gelangen, verkaufte Jobs seinen Wagen, lieh sich Geld von Freunden und erhielt letztendlich einen Bankkredit über 5.000 Dollar. Ronald Wayne trat nach nur zwei Wochen nach der Gründung von Apple aus dem Unternehmen aus. Er war von Apples Geschäftsmodell nicht überzeugt und hatte akute Angst, sich zu verschulden. Also trat er seinen Anteil für 800 Dollar an Jobs und Wozniak ab. Zehn Jahre später hätte er mit dem Verkauf des Anteils 200 Millionen Dollar einnehmen können.

Nachdem die Bestellung von Terrel problemlos von Apples Zwei-Mann-Team bearbeitet werden konnte, wollte Steve Jobs schnell expandieren und brauchte ein dementsprechend höheres Kapital. Just zu diesem Zeitpunkt wurde Mike Markkula auf das Start-Up-Unternehmen aufmerksam. Der finnischstämmige Markkula befand sich mit Anfang dreißig eigentlich im Vorruhestand, da er als Marketing-Chef von Intel bereits zum Multimillionär avanciert war. Er investierte knapp 100.000 US-Dollar in Apple Computer und ließ seine Kontakte spielen, um Jobs zu einem weiteren Bankkredit von über 250.000 US-Dollar zu verhelfen.

Der Grund, der den aus dem Berufsleben ausgeschiedenen Markkula dazu bewog, eine derart große Summe in Apple zu investieren, lag in Stephen Wozniaks neuester Kreation. Markkula wusste, dass der Nachfolger des Apple I das Potenzial besaß, der erste Heimcomputer zu werden, den man kostengünstig an Kunden in aller Welt absetzen konnte. 1977 kam der Apple II zu einem Preis von 1.300 US-Dollar auf den nordamerikanischen Markt. Markkula hatte inzwischen wichtige Positionen innerhalb des Unternehmens mit Vertrauten aus der IT-Branche besetzt, die eine seriöse Geschäftsführung bei Apple garantierten.

Zu dieser Zeit kristallisierte sich auch die für Apple mittlerweile typische Unternehmenshierarchie heraus. Der erste Geschäftsführer Michael Scott veranlasste, dass jeder Mitarbeiter einen Ausweis bekam, auf dem eine Nummer abgebildet war, die die Rangfolge der Einstellung repräsentierte. Wozniak bekam als Entwickler der Apple-Computer die Nummer Eins zugewiesen. Steve Jobs weigerte sich jedoch die Nummer Zwei zu erhalten, was zu einer mittelschweren Krise führte, die Scott beilegte, indem er Jobs die Nummer Null zuteilte. Bereits zu dieser Zeit zeichnete sich die egomanische und herrschsüchtige Seite von Steve Jobs' Persönlichkeit ab, die ihm knapp zehn Jahre später zum Verhängnis werden sollte.

Von 1977 bis 1980 wurden etwa 50.000 Exemplare des Apple II abgesetzt. Lag die Zahl der Apple-Mitarbeiter 1977 noch bei rund 50 Angestellten, so waren es 1979 bereits mehr als 1.000 Menschen, die für Apple arbeiteten. Das Elternhaus von Steve Jobs war längst zu klein geworden, also zog die Belegschaft bereits Ende 1977 in die neue Firmenzentrale in Cupertino, Kalifornien. 1980 wagte Apple den Schritt an die Börse und war damit das erste Start-Up-Unternehmen aus Silicon Valley, dessen Wertpapiere an der Wall Street gehandelt wurden. Zahlreiche Mitarbeiter und insbesondere Steve Jobs wurden über Nacht zu Multimillionären.

Die Konkurrenzsituation auf dem Computermarkt war zu Beginn der 1980er Jahre eine ganz andere als noch Mitte der 1970er Jahre. Inzwischen boten Unternehmen wie Commodore, Atari und IBM ähnliche und teilweise leistungsstärkere Rechner an. Um keine Marktanteile auf die Wettbewerber zu verlieren, startete Apple mit dem Apple III sein bis dato ambitioniertestes Projekt. Steve Jobs bildete ein fünfzig Mann starkes Team, das für die Entwicklung verantwortlich war, während Stephen Wozniak Chef der Apple II-Division blieb.

Es lag zum Teil an Wozniaks fehlender Expertise, dass der Apple III sich zu einem monumentalen Flop entwickelte und seine Produktion bereits 1984 wieder eingestellt wurde. Doch waren die Gründe für die schwachen Absatzzahlen vielfältig. Zum einen bedingten die technisch anspruchsvollen Rahmendaten einen enormen Verkaufspreis, der je nach Ausstattung bei zwischen 4.500 und knapp 8.000 US-Dollar lag. Zum anderen hatte Steve Jobs während der Entwicklungsphase ständig darauf gepocht, auf den Einbau eines Kühlungssystems zu verzichten. Dies hatte katastrophale Auswirkungen, da sich die Geräte dermaßen überhitzten, dass sich die Mikrochips verformten. Der Apple III hatte seit seiner Einführung einen derart miserablen Ruf, dass auch eine verbesserte und technisch einwandfreie Nachfolgeversion, der Apple III Plus, von den Kunden weitgehend ignoriert wurde.

Eine besondere Herausforderung stellte es für Apple dar, als IBM 1981 den "IBM PC" vorstellte. Der IBM PC war als reiner Business-PC konzipiert, verfügte mit dem von Microsoft hergestellten DOS über ein benutzerfreundliches Betriebssystem und erfüllte damit alle Vorraussetzungen, in großen Firmen und Verwaltungsbehörden zum Einsatz zu kommen. Als erste Reaktion schaltete Apple eine ganzseitige Anzeige in einer amerikanischen Tageszeitung, die den Einstieg IBMs in den Personal Computer-Markt auf arrogante Art und Weise mit der Überschrift „Welcome IBM, seriously“ kommentierte.

Apple konnte zu dieser Zeit kein vergleichbares Produkt anbieten. Der Apple II fand zwar weiterhin reißenden Absatz, jedoch nur unter technikbegeisterten Privatanwendern. Um mit IBM mithalten zu können, sollte 1982 ein Computer auf den Markt gebracht werden, der im Gegensatz zum Apple III ein würdiger Nachfolger des Apple II war. Die Entwicklung des Apple Lisa (wahlweise nach der Abkürzung für "Local Integrated Software Architecture" oder nach der Tochter von Steve Jobs benannt)  hatte bereits 1978 begonnen und wurde in den Folgejahren mit dem Ziel forciert, Benutzern eine völlig neuartige Erfahrung im Umgang mit Computern zu ermöglichen. Wichtigster Bestandteil des Lisa sollte ein mausbasiertes, grafisches Betriebssystem sein, wie es zuvor nur der Computerhersteller PARC in sein Modell "Xerox Alto" integriert hatte. Um an die technische Expertise für die Implementierung eines solchen „Graphical User Interface“ (GUI) in den Lisa zu gelangen, stattete Steve Jobs persönlich der Firmenzentrale von Xerox mehrere Besuche ab, um sich diesbezüglich zu informieren. Im Gegenzug erhielten die PARC-Manager Optionen auf Apple-Aktien. Wenig später wechselten zudem mehrere Programmierer von PARC zu Apple, um das Entwicklungsteam für den Lisa zu unterstützen.

Apple-CEO Michael Scott betrachtete Steve Jobs' Involvierung in das Lisa-Projekt mit Argwohn. Jobs war schon für das gescheiterte Apple III-Modell verantwortlich, das dem Unternehmen mehrere Millionen Dollar gekostet hatte. Scott war nicht ein zweites Mal bereit, Jobs mit allen Freiheiten bei der Entwicklung eines neuen Computers auszustatten. Er zog ihn aus der Lisa-Abteilung ab und machte ihn zum Pressesprecher. Doch nach einem kurzen Intermezzo als Chef der PR-Abteilung begann sich Jobs für ein Computerprojekt im Hause Apple zu interessieren, das bis dahin mit nur vier verantwortlichen Programmierern ein Schattendasein gefristet hatte. Seit 1979 arbeitete das kleine Team unter der Führung von Jef Raskin an dem nach einer Apfelsorte benannten „Macintosh“-Computer, der nach Vollendung über hochwertige Grafikkapazitäten verfügen und zudem noch mit einem Preis von 500 Dollar für jeden erschwinglich sein sollte. Angetrieben von Trotz und Wut darüber, aus dem Lisa-Projekt verbannt geworden zu sein, riss Steve Jobs die Führung des Macintosh-Teams an sich, das er in den Jahren zuvor ironischerweise mehrfach auflösen wollte. Jef Raskin, der eigentliche Vater des Macintosh, wurde von Jobs umgehend in eine andere Abteilung versetzt und verließ Apple kurze Zeit später.

Jobs forcierte in der Folgezeit den Konkurrenzkampf zwischen seinem Macintosh-Team und den übrigen Lisa-Mitarbeitern. Die Programmierer aus Jobs' Abteilung genossen bestimmte Privilegien. So wurde das eigens eingerichtete, separate Macintosh-Hauptquartier mit hochwertigem Mobiliar, kostspieligen Gemälden und einem Flügel im Eingangsbereich versehen. Regelmäßig lud Jobs eine Riege von Masseusen ein, die die Entwickler an ihren Schreibtischen massierten. Jobs' Mitarbeiter trugen zu dieser Zeit T-Shirts, auf die der Slogan „90 hours a week and loving it“ gedruckt war, um ihren unbegrenzten Arbeitswillen zum Ausdruck zu bringen, wobei die meisten von Ihnen von Jobs zu Überstunden gezwungen wurden. Die Macintosh-Programmierer wurden von Jobs zu "Piraten" hochstilisiert, während er die übrigen Apple-Beschäftigten als einfältige Krawattenträger betrachtete.

Mit dem von ihm initiierten, unternehmensinternen Konkurrenzkampf sorgte Steve Jobs für eine Vergiftung des Betriebsklimas. Das Lisa-Team blickte mit Verachtung auf die Macintosh-Ingenieure, die die besten Ideen und Bestandteile des Lisa kopierten und als eigenständige Errungenschaften proklamierten. Ebenso benachteiligt fühlte sich die Apple II-Abteilung, die nach wie vor das profitabelste Produkt aus dem Hause Apple produzierte. Als Steve Jobs dann auch noch Stephen Wozniak in die Macintosh-Abteilung holte, verlor das Apple II-Team seinen wichtigsten Mitarbeiter. Die negative Stimmung hatte auch personelle Konsequenzen. CEO Scott musste seinen Hut nehmen, da es ihm nicht gelungen war, den Betriebsfrieden aufrechtzuerhalten.

Nach einer Übergangsphase, während der Kapitalgeber Mike Markkula die Geschicke des Unternehmens leitete, wurde 1981 auf Drängen von Steve Jobs John Sculley als neuer CEO verpflichtet. Sculley kam vom Getränkeriesen PepsiCo, wo er als Vize-Präsident für das Marketing verantwortlich war. Jobs' Wahl fiel auf Sculley, weil ihm imponierte, wie Sculley in den 1970er Jahren mit intelligenten Werbemaßnahmen Pepsi zu einer Getränkemarke ausgebaut hatte, die es mit dem Marktführer Coca-Cola aufnehmen konnte. Legendär ist in diesem Zusammenhang Steve Jobs' Frage geworden, mit der er Sculley für das Engagement bei Apple begeisterte: „Willst du den Rest deines Leben damit verbringen, Zuckerwasser zu verkaufen oder willst du eine Chance haben, die Welt zu verändern?“

1983, als Sculley sein Amt aufnahm, war Stephen Wozniak bereits seit zwei Jahren nicht mehr in das Tagesgeschäft von Apple involviert. Hobby-Pilot Wozniak hatte zuvor einen schweren Unfall erlitten, als seine Propellermaschine an einem Bahndamm zerschellte. Er verlor für eine Weile sein Kurzzeitgedächtnis, was jedoch später wieder hergestellt wurde. Dennoch entschied sich Wozniak dafür, seinen Universitätsabschluss nachzuholen und nicht mehr regelmäßig für Apple zu arbeiten.

In seinen ersten Monaten nach Amtsbeginn musste Sculley erkennen, dass der Apple Lisa ebenso wie der Apple III einen kommerziellen und technologischen Reinfall bedeutete. Obwohl der Lisa als einer der ersten Computer über ein grafisches Betriebssystem und eine Maus zur Steuerung verfügte, verlief der Verkauf nach einer schnell nachlassenden Euphorie nur schleppend. Das lag unter anderem am enorm hohen Preis von rund 10.000 US-Dollar.

CEO Sculley blieb nichts anderes übrig, als von da an auf das Macintosh-Team rund um Steve Jobs zu setzen. Beide verstanden sich anfangs sehr gut und wurden von der Presse und anderen Mitarbeitern als „dynamisches Duo“ bezeichnet. Sie teilten ihre Leidenschaft für ausgeklügelte Werbekampagnen und beauftragten die Agentur Chiat/Day damit, die Einführung des Macintosh im Jahr 1984 entsprechend zu vermarkten. Diese engagierte Regisseur Ridley Scott, um einen Werbespot zu drehen, der einmalig in der Halbzeitpause des Super Bowls ausgestrahlt wurde. Der Spot war in einer von George Orwells „1984“ inspirierten Zukunftswelt angesiedelt, in der eine Frau mit einem Hammer den Bildschirm von "Big Brother" zerstört. Am Ende des Spots wurde der inzwischen berühmt gewordene Slogan eingeblendet: "On January 24th, Apple Computer will introduce Macintosh. And you’ll see why 1984 won’t be like ’1984’"

Anfangs verkaufte sich der Macintosh sehr gut. Die Einführung der neuen Serie verhalf Apple zu einem Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 1984. Sculley und Jobs fantasierten von einer Welt, in der der Macintosh ein Gebrauchsgegenstand wie Telefon oder Fernseher war und jede Familie oder Person über ein Exemplar verfügte. Doch ein Jahr später sah sich Apple mit einem riesigen Lager von Macintoshs konfrontiert, die partout nicht über die Ladentheke wandern wollten. Es hatte sich inzwischen herumgesprochen, dass der Macintosh äußerst langsam war und kaum Speicher besaß. Hinzu kam ein durch unzählige Überstunden entkräftetes und durch Steve Jobs' soziopathisches Verhalten völlig demotiviertes Macintosh-Produktionsteam, das sich nicht mehr in der Lage sah, regelmäßig notwendige Updates zu veröffentlichen. Der ursprüngliche Plan, innerhalb von zwei Jahren zwei Millionen Exemplare abzusetzen, wurde weit verfehlt.

Das Management sowie der Vorstand von Apple wurden bei der Suche nach einem Verantwortlichen für die Misere schnell fündig. Steve Jobs hatte die Nerven von Entscheidungsträgern, Aufsichtsrat und einfachen Angestellten dermaßen strapaziert, dass er zur unerwünschten Person innerhalb des Unternehmens geworden war, das er selbst knapp zehn Jahre zuvor ins Leben gerufen hatte. Von der Freundschaft zwischen Sculley und Jobs war nichts mehr zu erkennen. Sculley konfrontierte den Verwaltungsrat mit Rücktrittsgedanken, sollte Jobs nicht umgehend die Verantwortung für das operative Geschäft entzogen werden. Ohne lange Diskussionen erfüllte das Gremium Sculleys Wunsch und degradierte Jobs zu einem de facto einflusslosen "Chairman", der nur repräsentative Aufgaben wahrnehmen konnte. Es handelte sich um einen Schlag ins Gesicht für Jobs, der es schon seit einiger Zeit auf Sculleys CEO-Posten abgesehen hatte. Wenige Wochen später, als Sculley sich geschäftlich in China aufhielt, sah Jobs den richtigen Zeitpunkt gekommen, Sculley von der Konzernspitze zu putschen. Jobs führte konspirative Treffen mit zahlreichen hochrangigen Apple-Managern durch und versuchte sie von einer Neuordnung in der Führung von Apple zu überzeugen, mit ihm an der Spitze des Unternehmens. Als Sculley von Jobs' möglichem Coup erfuhr, brach dieser seinen Trip nach Fernost sofort ab und vereitelte den Umsturzversuch. Wenige Tage später reichte Steve Jobs seinen Rücktritt ein und der letzte der drei Gründer von Apple verließ die Computerfirma.

Unmittelbar nach Jobs' Rauswurf erlebte Apple eine Blütephase. Hauptgrund dafür war die Entwicklung des technisch verbesserten Macintosh II, der sich bis 1993 zwölfeinhalb Millionen Mal verkaufte. Auch der Apple II blieb bis zum Jahr seiner Einstellung relativ erfolgreich und verkaufte sich insgesamt fünf Millionen Mal. Erfolgreiche neue Mac-Applikationen wie HyperCard (1987) oder die QuickTime-Software (1990) taten ihr übriges. Sculley ersetzte Jobs' Position mit Jean-Louis Gassée, der im Alleingang die französische Division von Apple in Paris aufgebaut hatte. Einziger Wermutstropfen während dieser Ära war das erste von Apple produzierte Notebook "Mac Portable" (1989), das mit Batterien betrieben wurde und deshalb mehr als sieben Kilogramm wog. 1991 präsentierte Apple dann mit dem „Power Book“ eine weitaus benutzerfreundlichere und erfolgreichere Laptop-Serie.

Die Sculley-Ära war außerdem durch einen jahrelangen Streit zwischen Apple und dem Software-Produzenten Microsoft geprägt. Bis zum heutigen Tag behaupten Apple-Mitarbeiter, Microsoft hätte das grafische Macintosh-Betriebssystem Mac OS von Apple gestohlen. Ganz so eindeutig spielten sich die Vorgänge, die in einem der größten Urheberrechtsstreite der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte mündeten, nicht ab. Fakt ist, dass Microsoft-Chef Bill Gates bei der Entwicklung von Windows stark von Apples Betriebssystem Mac OS inspiriert wurde, als Steve Jobs ihm persönlich frühe Prototypen des Macintosh gezeigt hatte. Als Windows 1.0 1985 auf den Markt kam, war das Programm voller Fehler und arbeitete langsam. Im Prinzip handelte es sich bei der ersten Windows-Version um eine erweiterte Form von MS-DOS. Um Windows zu verbessern, traf sich Gates zu geheimen Verhandlungen mit Apple und lizenzierte einige Features von Mac OS, so zum Beispiel den "Papierkorb", überlappende Fenster und Multitasking-Funktionen. Im Gegenzug erhielt Apple Garantien, dass Microsoft sein Schreibprogramm Word für den Macintosh entwickeln und die Veröffentlichung der Excel-Software auf das Jahr 1986 verschieben würde.

Die Windows-Version 2.0, die 1987 veröffentlicht wurde, war fast deckungsgleich mit Mac OS, sichtbar für Laien daran, dass sie erstmals Icons, die Dateien darstellten, beinhaltete. Apple, das der Meinung war, der Lizenz-Deal würde sich nur auf Windows 1.0 beschränken, warf Microsoft Urheberrechtsverletzungen vor und verklagte das Unternehmen. Die Folge war ein sechsjähriger Prozess, der unter dem Namen „Apple Computer, Inc. vs. Microsoft Corporation“ in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Der zentrale Vorwurf der Apple-Anwälte lautete, dass Microsoft das Copyright-geschützte „Aussehen und Gefühl“ (look and feel) des Macintosh-Betriebssystems kopiert hätte. Microsoft behauptete hingegen, dass Apple den Prozess initiiert hätte, um an die geistigen Eigentumsrechte für graphische Benutzeroberflächen im Allgemeinen zu gelangen. 1994 wies das zuständige Gericht bis auf unbedeutende Details alle wesentlichen Vorwürfe von Apple zurück. Der zuständige Richter Vaughn R. Walker argumentierte, dass die Mehrzahl der Elemente, die Microsoft von Mac OS übernommen hatte, in der Lizenzvereinbarung beider Konzerne von 1985 enthalten war. In Bezug auf weitere Bestandteile von Windows, die denen von Mac OS ähnelten, urteilte das Gericht mit Verweis auf die "Merger-Doktrin", diese könnten nicht urheberrechtlich geschützt werden, da sie den einzigen Weg darstellten, eine bestimmte Idee auszudrücken.

1993 neigte sich John Sculleys Amtszeit als CEO von Apple dem Ende zu. Grund dafür war die erfolglose Einführung eines PDAs (personal digital assistent) mit dem Arbeitstitel "Newton". Als Sculley den Minicomputer 1992 vorstellte, steckten fünf Jahre und mehrere Millionen Dollar Forschungsarbeit darin. Das Gerät sollte über herkömmliche Funktionen eines PCs verfügen, jedoch klein und handlich daher kommen. Als der PDA 1993 endlich in Kooperation mit Sharp unter dem Namen „Message Pad“ in die Läden kam, verkaufte es sich anfangs beachtlich. Doch schnell wurden die Kunden auf die gravierenden technischen Defizite des Geräts aufmerksam und die Absatzzahlen stagnierten. Die vermeintlich revolutionäre Schrifterkennungs-Software (Besitzer des Newtons konnten mit einem Stift Notizen auf das Display schreiben) stellte sich als Farce heraus, das Gerät ließ sich nicht mit Desktop-PCs synchronisieren und war zu groß, um in eine Hosentasche zu passen. Zudem war der Batteriebetrieb mangelhaft und garantierte nur wenige Stunden Stand-By-Zeit.

Sculley hatte alles auf die "Newton"-Karte gesetzt und stand nun vor einem finanziellen Scherbenhaufen. Apple schrieb rote Zahlen. Hinzu kam, dass der Aufsichtsrat zunehmend das Gefühl bekam, Sculley würde seine Aufgaben bei Apple mehr und mehr vernachlässigen. Zu dieser Zeit investierte er in der Tat eine Menge Zeit und Geld in das Unterfangen, seinen Freund Bill Clinton ins Weiße Haus zu verhelfen. Clinton erwog sogar kurzzeitig, Sculley als Informationsminister in sein Kabinett aufzunehmen. Der Vorstand hatte genug von Sculleys „Newton“-Eskapaden und ersetzte ihn durch Michael Spindler.

Spindler (Spitzname: "The Diesel") war deutscher Herkunft und hatte zuvor die Europazentrale von Apple geleitet. Er zeichnete sich durch das Abhalten von Meetings aus, die sämtliche Mitarbeiter frustrierten. Dennoch erlebte Spindler einen relativ erfolgreichen Start in seine Amtszeit. Er sanierte das von Sculley heruntergewirtschaftete Unternehmen, indem er Kosten senkte und Tausende von Mitarbeitern entließ. Außerdem wurde unter seiner Ägide der sehr erfolgreiche und leistungsstarke „Power Mac“ veröffentlicht. Der Power Mac war das Resultat einer bereits von Sculley zu Beginn der 1990er Jahre initiierten Zusammenarbeit zwischen Apple, IBM und Motorola (die sogenannte AIM-Allianz). Gemeinsam entwickelten die drei Firmen eine Prozessor-Architektur für Personal Computer, die auch im Power Mac zur Anwendung kam. Spindler war von der Zusammenarbeit mit IBM derart überzeugt, dass er eine Fusion beider Konzerne vorantrieb. Diese scheiterte aber an Spindlers überzogenen Preisforderungen für Apple-Aktien. Spätere Fusionsgespräche mit Hewlett-Packard oder Compaq verliefen im Sande.

Spindler leistete sich weitere Managementfehler, die katastrophale Auswirkungen für Apple hatten. Das Hauptproblem bestand darin, dass Spindler die Nachfrage nach Power Macs nicht befriedigen konnte. Mit einem besseren Maß an Voraussicht hätte Apple zu dieser Zeit weit mehr als die rund zehn Millionen Exemplare des Power Macs absetzen können. Massive Lieferrückstände führten zu großen Verlusten. Des Weiteren kündigte Spindler unüberlegt diverse Projekte an, die nie veröffentlicht wurden und dennoch Unmengen an Forschungsmitteln verschluckten. Dazu gehörten das Mac OS-Nachfolge-Betriebssystem Copland, eine Spielkonsole ("Codename Pippin") und eine Digitalkamera. Zum Eklat kam es im Sommer 1995, als eine neue Version des Laptop „PowerBook“ die Endkunden erreichte. Das PowerBook 5300 musste zurückgerufen werden, da sich bei einem Großteil der Käufer die Batterien erhitzten und explodierten. 1995, zu einem Zeitpunkt, an dem das große Potenzial des Internets immer deutlicher wurde, hatte Apple zudem so gut wie keine Onlinestrategie. Windows 95 vom Konkurrenten Microsoft hatte sich als das vorherrschende Betriebssystem durchgesetzt, während Copland nicht fertig gestellt wurde. Spindler wurde im Januar 1996 seines Amtes enthoben.

Um Apple wieder auf stabile wirtschaftliche Beine zu stellen, setzte der neue CEO Gil Amelio zahlreiche unpopuläre Maßnahmen durch. Er entließ rund ein Drittel aller Mitarbeiter, stellte die Arbeit am Betriebssystem Copland endgültig ein und erlaubte es Fremdanbietern, eine Lizenz für die Herstellung von Mac-Klonen zu erwerben. Amelio erkannte, dass Apple über kein zeitgemäßes Betriebssystem verfügte und auch nicht in der Lage war, ein solches zeitnah zu entwickeln. Also sah sich Amelio nach Firmen um, die ein Betriebssystem entwickelt hatten, das auf dem technisch neuesten Stand war. Zwei Übernahmekandidaten kamen in die engere Auswahl. Ironischerweise wurden beide von ehemaligen hochrangigen Apple-Führungskräften gemanagt. An der Spitze des Unternehmens Be stand Jean-Louis Gassée, der ehemalige Präsident für die Produktentwicklung von Apple. Die Firma NeXT wiederum wurde von Apple-Gründer Steve Jobs betrieben. Beide verfügten über ein ausgereiftes Betriebssystem, das Amelio möglichst schnell mit den funktionierenden Bestandteilen des eingestellten Copland zu einem eigenen Produkt verbinden wollte. Amelio sah sich genötigt, schnell zu handeln, da eine Übernahme durch den Software-Produzenten Oracle in der Luft lag. Die Apple-Verantwortlichen trafen sich Ende 1996 gleichzeitig mit Gassée und Jobs, um sich für den Kauf einer der beiden Firmen zu entscheiden. Die Wahl fiel am Ende auf Jobs' Unternehmen NeXT, unter anderem weil Gassée einen überzogenen Kaufpreis verlangte.

Steve Jobs hatte es zwölf Jahre nach seinem Rauswurf geschafft, wieder Teil von Apple zu werden. Anfangs war er offiziell nur in beratender Funktion tätig. Doch als Amelio rund ein Jahr nach Amtsantritt aufgrund ausbleibender Erfolge seinen Posten als CEO wieder räumen musste, war Jobs als Nachfolger zur Stelle. Zuvor hatte er geschickt ehemalige NeXT-Führungskräfte mit hochrangigen Positionen bei Apple ausgestattet.

Jobs' erste Maßnahme als alter und neuer Chef von Apple bestand darin, eine Allianz mit Erzfeind Microsoft zu schmieden. Jobs und Gates hatten einen Vertrag ausgehandelt, der vorsah, dass auf jedem Macintosh-Modell Microsofts Internet Explorer als Standardbrowser vorinstalliert war. Als Gegenleistung versprach Gates, das Office-Paket weitere fünf Jahre auch für Apple-User anzubieten. Außerdem brach Jobs die Verbindungen zu Drittanbietern, die Apple-Klone anboten, rapide ab. Bereits nach weniger als einem Jahr unter der Führung von Jobs hatte sich der Aktienkurs verdreifacht und Apple konnte wieder Gewinne verbuchen.

Im Sommer 1998 präsentierte Jobs eine neue Generation des Macintosh, die der ursprünglichen Idee des Apple II entsprechen sollte: ein Computer für alle, der so selbstverständlich Teil der Lebensumgebung ist wie eine Stehlampe oder ein Telefon. Der iMac brach mit der Tradition aller Vorgängermodelle. Er verfügte über ein Design, das von runden Formen dominiert war. Der Computer wurde in verschiedenen bunten Farben hergestellt und konnte mit einer geringen Zahl von Kabeln in Minutenschnelle aufgebaut und mit dem Internet verbunden werden. Die Idee und das Aussehen des iMac trugen eindeutig die Handschrift von Steve Jobs, der die Partnerschaft mit der Werbeagentur Chiat/Day reanimiert hatte. Deren konzipierter Slogan "Think Different" half Apple, mehr als zwei Millionen Exemplare des iMacs und der Laptop-Version iBook zu verkaufen. Parallel zum iMac/iBook wurde 1999 das neue Betriebssystem Mac OS X angekündigt, das zu großen Teilen auf den von Jobs' alter Firma NeXT entwickelten Technologien beruhte. 2000, als Jobs unter tosendem Applaus hunderter Anhänger verkündete, auch künftig CEO bleiben zu wollen, erwirtschaftete Apple Rekordgewinne.

Doch bereits 2001 befand sich die gesamte Computerbranche in einer Krise, die auch Apple schwer traf. Zu dieser Zeit war der Markt für internetfähige Heimcomputer bis auf Weiteres gesättigt. Kommerzielle Flops wie der Power Mac G4 Cube, ein in der Versenkung verschwundener, würfelförmiger Computer, verschärften die Mini-Krise. Zu dieser Zeit sprachen einige Computerhersteller bereits vom Ende des PCs. Doch Jobs parierte diese pessimistische Sicht mit dem Hinweis darauf, dass der Heimcomputer künftig andere Aufgaben erfüllen müsse als bisher. Das Zauberwort, das Jobs in zahlreichen Präsentationen prägte, lautete „Digital Lifestyle“: Apple-Computer sollten künftig mit Unterhaltungselektronik kompatibel sein und mit dieser interagieren. Zu diesem Zweck entwickelte Apple die Videosoftware iMovie und das Programm iTunes, mit dem man MP3s auf seinem Rechner kategorisieren und brennen kann.

Das wichtigste Produkt, das im Zuge der Digital Lifestyle-Offensive herausgebracht wurde, war der 2001 vorgestellte iPod. Der Musikplayer verfügte mit seiner fünf Gigabyte-Festplatte über so viel Speicherplatz wie kein MP3-Gerät zuvor. Das von Jonathan Ive entwickelte Design, das weißen Kunststoff und Chrom verband, machte den iPod zu einem Prestigeobjekt. Eine ausgeklügelte Werbekampagne sorgte für einen Hype, wie er zuvor wohl nur bei der Einführung des Sony Walkman Ende der 1970er Jahre zu beobachten war. Von 2001 bis 2008 verkaufte Apple mehr als 170 Millionen Exemplare des iPod. Ein wichtiger Bestandteil des Phänomens iPod ist das virtuelle Musikgeschäft iTunes Store, das es iPod-Besitzern erlaubt, legal Musiktitel gegen Bezahlung herunterzuladen (sowie Videos und Filme zur beschränkten Nutzung anbietet). Seit 2001 hat Apple auf diese Weise mehr als zehn Milliarden Songs verkauft. Apple wurde so zum Vorreiter in Sachen Musikvertrieb über das Internet. Der iPod war dermaßen erfolgreich, dass die gesamte Produktpalette von Apple nach dessen Design ausgerichtet wurde. Die iMac-Generation aus dem Jahr 2004, sowie der Mac mini, eine Miniaturversion, waren in ihrem Aussehen stark an den iPod angelegt und sollten die iPod-Besitzer zum Kauf bewegen.

Kurz nach der Veröffentlichung des iPod begann Steve Jobs, sich über ein Gerät Gedanken zu machen, das die Funktionen des iPod mit denen eines BlackBerry und eines Mobiltelefons verband. Er konnte dabei auf den großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, den das Entwicklungsteam des Newton-PDA seit Ende der 1980er Jahre begonnen hatte, anzuhäufen. Den Anfang von Apples Ausflug in die Handy-Branche machte 2005 das ROKR, das von Motorola hergestellt wurde und mit Apples iTunes-Format kompatibel war. Doch schnell realisierte Jobs, dass das ROKR von den Kunden nicht angenommen wurde und über zu wenig Speicherplatz für Musik verfügte. Also fasste Jobs den Entschluss, selbst ein Mobiltelefon zu produzieren. Er wusste, dass er auf Apple-Chefdesigner Jonathan Ive vertrauen konnte, der das Äußere des Handys so hochwertig gestaltete, dass es sich schnell zum Statussymbol entwickeln würde. Außerdem konnte er sich der Touchscreen-Technologie bedienen, die die Entwickler für die diversen Apple-PDAs erfunden hatten. Während die technische Ausprägung des iPhones immer weiter voranschritt, führte Steve Jobs Gespräche mit Mobilfunkbetreibern bezüglich einer exklusiven Kooperation. Seine Wahl fiel auf den Mobilfunkkonzern AT&T, der damals noch unter dem Namen Cingular firmierte. Jobs handelte einen für die Handy-Branche revolutionären Vertrag aus. Das noch intakte Abkommen besagte, dass AT&T für die kommenden fünf Jahre der einzige Netzanbieter für das iPhone sei und an zehn Prozent der iPhone-Verkäufe in den AT&T-Shops beteiligt werde. Im Gegenzug verpflichtete sich AT&T dazu, eine zeit- und kostenintensive „Visual Voicemail“-Technologie zu entwickeln und rund zehn US-Dollar pro Monat für jeden AT&T-Kunden, der ein iPhone benutzt, an Apple zu zahlen. Nachdem das iPhone ab Juni 2007 in den Läden auslag, entwickelte es sich zum profitabelsten Gerät der Unternehmensgeschichte. Inzwischen wurde bereits die vierte Version des Smartphones produziert.

Auf Profit ist auch die Einführung der interaktiven Werbung iAd ausgerichtet, mit der Steve Jobs offiziell den Entwicklern kostenfreier Anwendungen ("Applications" bzw. "Apps") entgegenkommen will. So wird Unternehmen die Möglichkeit geboten, Werbung in die Apps zu integrieren. Sie erhalten dann laut Jobs nach „Industriestandard“ 60 Prozent des Umsatzes, wobei 40 Prozent bei Apple verbleiben. Im Dezember 2010 wurde die neue Werbeform nach mehreren Verzögerungen nun auch in Europa eingeführt. Auf den Launch im Vereinigten Königreich und Frankreich folgte im Januar 2011 Deutschland. Die ersten Werbepartner für Europa waren L’Oréal, Renault, Louis Vuitton, Nespresso, Citi, Evian, AB InBev, Absolute Radio und Turkish Airlines. Bei der Vermarktung setzt Apple auf den Erfolg der iAd Plattform in den USA, wo sich über die Hälfte der 25 größten Werbetreibenden innerhalb von vier Monaten nach der Einführung im Juli eingeschrieben haben sollen.

iAd ist in das Betriebssystem iOS 4 integriert und ermöglicht es den Nutzern, innerhalb einer App auf die Werbung zu klicken sowie nach beispielsweise dem Kauf von Produkten im iTunes Store oder der Erneuerung des Wallpapers über einen Button problemlos wieder in die App zurückzukehren. Mit der Werbung können potenziell mehr als 500.000 Apps in über 90 Ländern abgedeckt werden. 16 Prozent aller iPhone-Apps sind Spiele. Jede Sekunde werden weltweit 200 neue Apps heruntergeladen, wobei der durchschnittliche Nutzer 30 Minuten pro Tag mit der Nutzung von Apps verbringt.  Insgesamt wurden Anfang März 2012 nach dreieinhalb Jahren Laufzeit 25 Milliarden Apps heruntergeladen. Vereinfacht wird durch die Werbung insbesondere die Zielgruppenansprache durch Lokalisierungsfunktionen. Die Werbung kann an den jeweiligen Aufenthaltsort des Nutzers angepasst werden. Weitere Möglichkeiten ergeben sich durch die Abfrage von demografischen Daten, bevorzugten Apps, der Untersuchung des Musikgeschmacks des Nutzers und dessen Vorlieben bei Film- und Fernsehgenres. Darüber hinaus bietet Apple ein Tracking System an, bei dem die Anzahl der Visits, Impressions, Klicks, Interaktionen wie betrachtete Videos oder Bilder, Downloads sowie die durchschnittliche in dem jeweiligen App verbrachte Zeit gespeichert werden. Weniger attraktiv ist für Werbetreibende jedoch der finanzielle Aufwand einer Kampagne. Schätzungen zufolge muss der Werbende pro Jahr mindestens eine Million US-Dollar aufbringen. Inwiefern diese mobile Werbeform Zukunft haben wird, hängt also vor allem von der Werbeindustrie ab. Diese muss ihre Werbung auf die Anforderungen des iOS 4 Betriebssystems zuschneiden und sich zudem inhaltlich auf mobile Endgeräte spezialisieren. Mit Apples schärfstem Konkurrenten Google gibt es jedoch auf dem mobilen Werbemarkt auch andere Vermarktungsplattformen.

Vor allem die Herausgeber von Verlags-Apps sind nicht immer gut auf Apples Apps zu sprechen, da der Konzern seit der Einführung des Abonnementmodells Mitte Februar 2011 wenig Spielraum innerhalb der neuen App-Store-Regeln zulässt. So können Verleger zwar Laufzeit und Preis des Abonnements bestimmen, jedoch behält Apple sich einen Anteil von 30 Prozent vor und verbietet Abo-Werbung innerhalb der App. Demnach darf in der App durch keine Inhalte oder Links auf ein Abo, das unabhängig von der App erworben werden kann, hingewiesen werden. Im Februar 2011 beschwerte sich der Europäische Zeitungsverlegerverband über die Vorschriften Apples in den Geschäftsmodellen und plädierte für einen freien Zugang zum iPad. Eine Änderung wird sicher erst in Sicht sein, wenn das Tabloid-Jahr 2011 seine ersten Früchte trägt und die Konkurrenz für Apple durch Googles Android ein Einlenken Apples zur Folge hat.

Apple steht mehr als 30 Jahre nach seiner Gründung besser denn je da. Das Angebot des Unternehmens wurde erfolgreich diversifiziert und verzeichnete im Jahr 2011 ein Rekordhoch in den Erträgen. Heute stellt Apple nicht nur Computer-Hard- und Software her, sondern ist zusätzlich in die Märkte für Unterhaltungselektronik und Fernsehen eingestiegen. Die Markentreue und Loyalität der Apple-Kunden, deren Basis durch die Einführung des iPod, des iPhone und des iPad massiv ausgeweitet wurde, ist auf der Welt einmalig und wird wohl auch in Zukunft dafür sorgen, dass es langfristig eine breite Abnehmerschaft für Produkte aus dem Hause Apple geben wird. Die aktuellen Geschäftszahlen des ersten Quartals 2013 stellen seit fast zehn Jahren erstmalig einen Gewinnrückgang dar. Ob das Ende des Hypes um Apple-Produkte bevorsteht, welches Kritiker kommen sehen, wird sich langfristig zeigen.

Management

Gründer und CEO Steve Jobs war ohne Zweifel die wichtigste Person bei Apple. Die mehr als zehn Jahre, in denen Jobs gezwungenermaßen eine Auszeit von Apple nehmen musste, nutzte er, um das (inzwischen an Disney weiterverkaufte) Filmanimationsstudio Pixar erfolgreich aufzubauen. Gleichzeitig war die Dekade ohne Steve Jobs die schwierigste der Unternehmensgeschichte, so dass sich mit einiger Sicherheit behaupten lässt, dass es Apple in seiner heutigen Form nicht mehr geben würde, wäre er 1997 nicht zurückgekehrt. Er übernahm das Unternehmen als beinah-bankrotten Übernahmekandidaten und machte es in nur zehn Jahren so profitabel und wachstumsstark wie es zuvor nie war. Die alljährlich stattfindenden Macworld Conventions verwandelten sich durch Jobs' Auftritte zu einer Art religiöser Gottesdienste.

Jobs kontrollierte bei Apple jeden Aspekt der Produktion, von den Fernsehspots bis hin zur Gestaltung der überall auf der Welt verstreuten Apple-Geschäfte, die teilweise wie Museen anmuten. Seine erfolgreichste Kreation bis jetzt ist der iPod, mit dem er ein Quasi-Monopol auf dem Markt für MP3-Player geschaffen hat.

Der Aufstieg von Jobs bei Apple wurde jedoch auch kritisch gesehen. Die meisten Biographen beschreiben Jobs als Soziopathen mit Borderline-Störung, der Mitarbeiter spontan während einer Fahrstuhlfahrt entlässt, Geschäftspartner manipuliert und sich mit den Erfindungen und Ideen anderer rühmt. Geradezu legendär war seine Fähigkeit, Angestellte in Tränen ausbrechen zu lassen. 1985 machten ihn seine Eskapaden dermaßen unbeliebt, dass er aus dem von ihm selbst gegründeten Unternehmen gedrängt wurde, nur um zehn Jahre später bei seiner Rückkehr wie ein Messias gefeiert zu werden. Für die Positionierung des Unternehmens in den Medien eignete sich Jobs ausgezeichnet, da er durch wiederholte und bewusst inszenierte Sticheleien gegenüber Konkurrenten wie Google, Research in Motion und vor allem Adobe Aufmerksamkeit für sein Unternehmen und dessen Produkte erregte. So meinte er gegenüber Research in Motion, dass Apple sie nicht nur überholt hätte, sondern er sie "in absehbarer Zukunft nicht aufholen sehen" würde.

Wie wichtig die Person Steve Jobs für das Unternehmen war, zeigte sich auch 2004, als beim Apple-Chef Bauchspeicheldrüsen-Krebs diagnostiziert wurde. Die durch eine erfolgreiche Operation überwunden geglaubte Krankheit Jobs' hatte heftige Auswirkungen auf den Aktienkurs. Für die meisten Aktionäre stand fest, dass Apple nur mit Jobs an der Spitze weiter erfolgreich sein kann. Bei der Mac World Conference and Expo im Januar 2009 präsentierte erstmals nicht Jobs, sondern Marketing-Chef Phil Schiller Apples neue Produkte. Der Grund für das Fernbleiben von Jobs wurde in einer Pressemitteilung durch rapiden Gewichtsverlust von Jobs durch hormonelle Störungen erklärt. Kurz darauf verkündete Jobs selbst eine bis Juni 2009 andauernde sechsmonatige Pause, in der er sich komplett aus dem Tagesgeschäft zurückzog. Aus gesundheitlichen Gründen zog er sich im Januar 2011 aus dem Tagesgeschäft zurück und verkündete im August 2011 seinen Rücktritt. Am 5. Oktober 2011 erlag Steve Jobs den Folgen des Bauchspeicheldrüsenkrebses. In der medialen Berichterstattung wurde er als Visionär und als "Mann, der die Zukunft erfand" (Spiegel, Heft 41/2011) bezeichnet oder auch mit einem Popstar gleichgesetzt. Schließlich wurde er posthum sogar mit einem Grammy geehrt.


Jobs' Nachfolge hat Timothy („Tim“) D. Cook, das „Genie hinter Steve“ (laut US-Magazin Fortune), angetreten. Der Sohn eines Werftarbeiters studierte Maschinenbau (Industrial Engineering), absolvierte einen Master of Business Administration und war für IBM als Direktor im nordamerikanischen Vertrieb sowie bei Intelligent Electronics tätig. Persönlich von Steve Jobs angeworben, ist er seit 1998 bei Apple aktiv und gilt er als einer der wichtigsten Architekten des wirtschaftlichen Erfolgs von Apple. Jahrelang sorgte er in seiner Funktion als Chief Operating Officer für ein erfolgreiches Tagesgeschäft des Konzerns. Er schaffte es als Jobs' Vertretung während dessen Auszeiten problemlos, den Konzern auf Kurs zu halten. ALs CEO entschied er sich bald nach seinem Amtsantritt, auf Dividendenansprüche in Höhe von 75 Millionen Dollar in den nächsten zehn Jahren zu verzichten. Seine Beweggründe sind unklar. Über sein Privatleben ist kaum etwas bekannt. Er lässt sich jedoch als sportbegeistert und als unermüdlicher Workaholic mit einem Durst nach Exzellenz beschreiben. Im Umgang soll er sich ähnlich schwierig wie Steve Jobs verhalten. Er ist öffentlichkeitsscheu und sein fordernder und kühler Stil im Management lässt sich mit folgender Anekdote aus den 90er Jahren exemplarisch darstellen: Während einer Besprechung auf Manager-Ebene sagt Tim Cook, dass sich jemand direkt in China darum kümmern sollte, die dortigen Probleme bei der Produktion von Apple-Produkten zu lösen. Nach einer halben Stunde fragt er den Manager für das operative Geschäft Sabih Khan, warum er noch dort sei. Dieser fährt daraufhin sofort zum Flughafen und kauft sich ein Flugticket nach China – ohne Rückflug.

Geschäftsfelder

Mac
Die Mac-Division umfasst den gesamten Computer-Hardwarebereich (Mac Pro, MacBook Air, MacBook Pro, iMac, Mac mini) und die Programme iLife, iWork, Aperture, Apple QuickTime, Final Cut Pro X, Logic Pro, MainStage, Remote Desktop. Um den Trend der Integration des mobilen Betriebssystems iOS in Mac OS X fortzusetzen, gibt es seit 06. Januar 2011 auch Apps für den Mac. Über 1.000 kostenlose und -pflichtige Apps können im Mac App Store über den iTunes Account erworben, heruntergeladen und installiert werden. Im Dezember 2011 wurden nach weniger als einem Jahr Laufzeit 100 Millionen Apps aus dem Mac App Store heruntergeladen. Im vierten Quartal 2011 hat Apple 4,89 Millionen Macs verkauft, das sind 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

iPod
Das iPod-Geschäftssegment beinhaltet den Music-Player iPod in allen seinen Ausführungen (shuffle, nano, classic, touch). Mit dem iPod touch will Apple in das Videospielgeschäft einsteigen. Steve Jobs betonte, dass mehr iPod touch verkauft wurden als tragbare Spielekonsolen von Nintendo und Sony zusammen. Apple hat vor, eine Gamer-Gemeinschaft für den iPod touch und das iPhone aufzubauen. Das könnte angesichts der Anzahl der bereits jetzt verkauften iPods und iPhones den Markt im mobilen Spielebereich stark beeinflussen. Im vierten Quartal 2011 nahmen die iPod-Verkäufe im Vergleich zu Q4/2010 um 27 Prozent ab: 6,62 Millionen iPods wurden verkauft.

Apple TV
Auf der Apple-Homepage wird Apple TV nicht als eigenes Geschäftssegment, sondern unter iPod angeführt. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine eigenständige Hardware, die an den Fernseher angeschlossen wird. Diese von Apple als Hobby bezeichnete Sparte reflektiert den Versuch, in den Wohnzimmern der Nutzer Fuß zu fassen. Die Hardware ermöglicht das Ausleihen, Kaufen und Abspielen von Filmen direkt aus dem Internet. Apple TV schafft außerdem die Grundlage für das Streamen von Fotos und Filmen über Mac, iPhone, iPod, iPod touch und iPad auf den Fernseher. Das im August 2011 erfolgte Update 4.3  befähigt das Gerät auf die iCloud zuzugreifen. Gekaufte TV-Sendungen werden demnach auf Apple-Servern gespeichert. Nutzer sollen auf diese Weise zum Kauf angehalten werden und weniger die von vielen Herstellern bereits in TV-Geräten integrierten Videodienste Hulu und Netflix nutzen. Zum Streaming wurde darüber hinaus die AirPlay Technologie entworfen, welche das drahtlose Streamen von Filmen, Musik usw. von einem Apple-Gerät auf den Fernseher oder bestimmte Lautsprecher ermöglicht.

iTunes
Ein weiteres Geschäftsfeld stellt die Musikverwaltungssoftware iTunes und der dazugehörige iTunes Store, mit dem man online Musiktitel, Filme, Fernsehsendungen, Podcasts, Hörbücher und Spiele für Mac, iPod, iPad, iPhone oder Apple TV erwerben kann, dar. Beim iTunes Store kooperiert Apple mit den vier großen Plattenfirmen EMI, Universal, Warner und Sony BMG. Für den Bereich iTunes U, der den Download von 350.000 Audio- und Videodateien ermöglicht, wurden weltweit Kooperationen mit Universitäten, kulturellen Institutionen und Museen geschlossen. Mit einem Katalog von über 13 Millionen Songs verfügt Apple über das größte Portal für den kostenpflichtigen Download von Musiktiteln. Seit Bestehen hat der iTunes Store über sechzehn Milliarden Songs verkauft (Stand: Oktober 2011). Ähnlich erfolgreich entwickelt sich der Verkauf von Videomaterial in Form von Musikvideos, Serien-Episoden und Filmen. Diese können User kaufen oder für eine beschränkte Zeit "ausleihen" und sich auf dem PC, einem videofähigen iPod oder auf dem heimischen Fernseher (mittels der Hardware Apple TV) anschauen. Apple arbeitet hierbei mit den Hollywood-Produktionsstudios 20th Century Fox, Walt Disney, Warner Bros., Paramount, Universal, Sony Pictures Entertainment, MGM, Lionsgate und New Line Cinema zusammen. Seit Herbst 2013 gibt es mit iTunes Radio auch ein in den iTunes-Store integriertes, werbefinanziertes Musikportal.

Ein neues Feature ist das soziale Netzwerk Ping, das die Vernetzung der über 160 Millionen iTunes Accounts ermöglicht. So kann der Nutzer jeweils einen 30-sekündigen Ausschnitt der Lieblingssongs seiner Freunde hören, Konzerte in der Nähe finden, Bilder hochladen oder auch die letzten Einträge registrierter Künstler lesen. Apple ist eine Kooperation mit Twitter eingegangen, sodass sich Nutzer mittels Tweets über ihre Lieblingsmusik austauschen können.

Im Zuge der 85 Millionen US-Dollar teuren Übernahme des Musik-Streaming-Portals Lala Media im Dezember 2009 überlegte der Konzern, den Verkauf von Musiktiteln über Webbrowser zu organisieren. Auf diese Art und Weise wäre die spezifische iTunes-Software für den Erwerb von iTunes-Titeln obsolet geworden. Stattdessen entschied man sich für die Einstellung des Portals, welches seit Juni 2010 nicht mehr zugänglich ist, und stärkte somit die Marktmacht von iTunes.

iPhone
Die eigenständige iPhone-Abteilung ist für die Produktion und Vermarktung von Apples Mobiltelefon zuständig. 2007 konnte Apple acht Millionen Exemplare der ersten Generation des iPhones absetzen. Ähnlich gut verkaufte sich auch der Nachfolger iPhone 3G, der im Juli 2008 veröffentlicht wurde. Die inzwischen vierte Auflage des Geräts, das iPhone 4, war ab dem 24. Juni 2010 in Deutschland erhältlich und verkaufte sich innerhalb der ersten drei Tage 1,7 Millionen Mal. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2011 verkaufte Apple mit 17,07 Millionen iPhones 21 Prozent mehr Geräte als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Lukrativ für Apple ist auch der Verkauf diverser iPhone-Apps, die über den iTunes-Store erhältlich sind. Seit Bestehen des App Store wurden bereits mehr als 25 Milliarden Applikationen heruntergeladen. Das entspricht durchschnittlich 200 Apps pro Sekunde. Insgesamt stellt der App Store über 500.000 Apps zur Verfügung, wobei mehr als 140.000 extra für das iPad entworfen wurden. Inzwischen ist ein regelrechter Markt für die Entwicklung von iPhone-Programmen entstanden, von dem auch klein- und mittelständische Softwarefirmen profitieren.

Im Oktober 2009 verklagte der finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia Apple wegen angeblicher Verletzung von Urheberrechten bei der Ausgestaltung der Wireless-Technologie des iPhones. Apple reagierte im Januar 2010, indem es seinerseits Nokia wegen der Verletzung von 13 Patenten verklagte. Im Oktober 2010 verklagte Apple zudem Motorola, da deren Droid Smartphone die Touchscreen Software und andere Display Technologien des iPhone nutze. Im aktuellsten Patentstreit erwirkte Apple im Dezember 2011 ein Importverbot in die USA für bestimmte Smartphones des taiwanesischen Herstellers HTC.

Neben Googles Android gibt es nun seit November 2010 ein weiteres konkurrierendes Betriebssystem im Smartphone-Sektor: Microsofts Windows Phone 7. In Zusammenarbeit mit Samsung Electronics Co., LG Electronics Ltd., HTC Corp. und Dell Inc. werden seit November 2010 neun verschiedene Telefone mit Windows Phone 7 verkauft. Derzeit kontrolliert Apple ein Drittel des Smartphone-Marktes in den USA. Bereits jetzt werden dort mehr Android-Smartphones als iPhones verkauft.

iPad
Im gesamten Angebot von Apple befand sich lange kein Computer, der günstiger war als 999 US-Dollar. So hat sich der wieder genesene Steve Jobs daran gemacht, unter höchster Geheimhaltungsstufe einen "Tablet PC" zu entwickeln, der für rund 500 US-Dollar zunächst auf dem US-Markt erschien und der in seiner größeren Version des iPod touch dazu benutzt werden kann, im Internet zu surfen, Emails abzurufen, Filme zu sehen oder Spiele zu spielen. Mit dem iPad kann man außerdem Apps abrufen oder digitalisierte Bücher lesen, wodurch Apple in Konkurrenz zu Amazons E-Reader Kindle tritt. Unter Kritikern ist das iPad als Großeltern-Rechner verpönt, weil es den Nutzern einige Barrieren auferlegt, darunter die Unmöglichkeit, Flash zu verwenden.

Der von Steve Jobs als „magical und revolutionary device“ bezeichnete tragbare Computer dominiert laut Strategy Analytics derzeit 57 Prozent des Tablet-PC-Marktes. Der Anteil fiel um etwa 11 Prozent, wobei sich der Verkauf von Android-basierten Tablets im vierten Quartal 2011 verdreifachte. Damit ist Android auf dem Vormarsch und deckt inzwischen 39 Prozent des Tablet-Marktes ab. Auch das im Oktober 2011 gelaunchte Galaxy Tab von Samsung bleibt hinter den Verkaufszahlen des iPad. Im ersten Monat wurden 600.000 Galaxy Tabs im Vergleich zu einer Million iPads verkauft. Weitere Tablet-PCs werden beispielsweise von Archos, HP, Toshiba oder Acer angeboten. Als direkte Konkurrenz zum iPad kam Anfang 2011 in den USA und im zweiten Quartal in weiteren Ländern das PlayBook des BlackBerry-Herstellers Research in Motion auf den Markt. Im Gegensatz zu dem etwa DIN A4 großen iPad ist das kleinere PlayBook (DIN A5) mit Adobes Flash-Software ausgestattet, sodass es gegenüber dem iPad zu mehr Webseiten kompatibel sein wird. Auch Motorola plant, dieses Jahr einen Tablet-PC herauszubringen. Die Grenzen zum Smartphone werden immer fließender, was das DELL Streak Tablet mit seinem 5-Zoll-Bildschirm beweist. Um die Verkaufszahlen für das iPad nicht einbrechen zu lassen, soll es künftig auch von Verizon Wireless angeboten werden. Darüber hinaus bringt Apple stets neue Versionen auf den Markt. Das aktuelle iPad3 sorgte für Rekordverkäufe, indem in den ersten vier Tagen mehr als drei Millionen Geräte verkauft wurden.

Engagement in Deutschland/ Europa

Apples Betriebssysteme haben im Jahr 2011 in Europa mehr Marktanteile gewonnen als die des Konkurrenten Microsoft. Laut Betriebssystem-Barometer für Europa des Marktforschungsunternehmens AT Internet Surveys nutzten noch im Juni 2011 87,9 % die Betriebssysteme von Microsoft (Windows XP, 7, Vista) und 10 % von Apple (Mac OS X, iOS). Im Vergleich zum November 2011 konnte Apple Prozentpunkte aufholen (11,3 %), wobei die Microsoft Betriebssysteme von 86,2 % der Nutzer verwendet wurden. Nichtsdestotrotz dominiert Microsoft den europäischen Markt.

Auf dem europäischen Markt sinkt der Marktanteil des iPhones. In Deutschland nutzt zwar immer noch jeder Fünfte (22 %) ein iPhone, jedoch musste Apple einen Rückgang von fünf Prozentpunkten verkraften. Auch in Frankreich, dem europäischen Land, in dem Apples Smartphone europaweit am beliebtesten war, ist der Marktanteil von 29 auf 20 % gesunken.

Für Aufsehen sorgte im August 2009 die EU-Kommission für die Sicherheit von Konsumgütern, die Apple bat, die Serie von mutmaßlichen Explosionen von iPhone-Geräten zu untersuchen. Weltweit berichteten iPhone-Besitzer davon, ihre Geräte würden heiß werden und explodieren. Apple-Verantwortliche sprachen dagegen jedoch von Einzelfällen.

Engagement in Asien

Vor allem auf dem chinesischen Markt sieht das Unternehmen ein hohes Potenzial, seine Position auszubauen. Damit sind jedoch auch besondere Herausforderungen verbunden. So hat es sich in der Vergangenheit als schwierig erwiesen, geeignete chinesische Partner zu finden, sodass Produkte erst verzögert auf den chinesischen Markt kamen. Chinas starker Mobilfunkmarkt mit etwa 920 Millionen Mobilfunknutzern (im Vergleich: 485 Millionen Internet-Nutzer) wird von staatlichen Unternehmen kontrolliert und bereits von Konkurrenten wie Nokia, Motorola oder HTC bedient. Massive Probleme bereiten dem Konzern jedoch der Schwarzmarkt sowie Kopien der Apple-Produkte. So konnte der Verkauf des iPhone-Klons Meizu M8 zwar gestoppt werden, jedoch erschien im Januar 2011 das Meizu M9, das sich technisch dem iPhone 4 noch mehr annähert. Der Versuch Apples, sich ein rechteckiges, an den Seiten abgerundetes Gerät mit speziell nur einem Knopf unter dem Display patentieren zu lassen, scheint vorerst auch gescheitert. Die chinesische Patentbehörde kam Apple in der Durchsetzung des Patents zu sehr entgegen, sodass die Behörde und Apple vor Gericht standen (s. Artikel).

Vor allem der Markenrechtsstreit des chinesischen Computerherstellers Proview Electronics um die Namensgebung des iPad sorgt weiterhin für Aufruhr. Jüngst forderte der Apple-Kläger in einem Drohbrief einen Verkaufsstopp von iPads in China und drohte mit „ernsthaftesten“ rechtlichen Konsequenzen. Apple erklärte, im Jahr 2009 die Marke von Proview abgekauft zu haben. Im Mai 2012 soll Apple laut Informationen der Beijing Times 100 Millionen Yuan (12 Millionen Euro) geboten haben, um dem Streit beizulegen. Proview hat jedoch Schulden in zweistelliger Millionenhöhe und fordert das Vierfache (400 Millionen Yuan).

Aufgrund des Patentstreits mit dem südkoreanischen Hersteller Samsung Electronics rechnet Apple derzeit mit Verlusten in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Der US-Konzern wirft dem eigenen Zulieferer vor, durch Patentverletzungen in Konkurrenz mit Apple zu treten. Somit habe Samsung Apple als weltgrößten Smartphone-Hersteller überholt, wodurch Apple wiederum 500 Millionen Dollar weniger Überschuss einfahren konnte.

Neben dem Exklusivvertrag mit AT&T (siehe Geschichte) ist  es vor allem die günstige Massenproduktion des iPhones in China, die Apple hohe Gewinne beschert. Sämtliche Geräte wurden lange Zeit ebenso wie iPods und iPads ausnahmslos in einem Sweatshop in der Provinzstadt Shenzen hergestellt. Rund 300.000 Mitarbeiter von Hon Hai Precision Industry (firmiert an der Londoner Börse unter dem Namen Foxconn) sollen dort laut einem Bericht der „Mail on Sunday“ durch Stacheldraht geschützt jeden Tag 16-Stunden-Schichten für ein geschätztes Monatsgehalt von 50 bis 100 US-Dollar verrichtet haben. Der milliardenschwere Fabrikbesitzer Terry Gou führe sein Unternehmen im Stile eines Militärdiktators, der seine Belegschaft, die zum größten Teil auf dem Firmengelände übernachtet, morgens zum Rapport antreten ließe. Rund 1.000 Sicherheitskräfte sorgten dafür, dass Mitarbeiter, die bei der Produktion Fehler begangen hätten, bestraft würden, unter anderem indem sie gezwungen würden, mehrere Stunden an bestimmten Plätzen im Stehen auszuharren. Als die Vorwürfe bekannt wurden, leitete Apple eine eigene Untersuchung der Umstände in Shenzen ein, die zu dem Ergebnis kam, dass der Unternehmenskodex von Apple nicht verletzt worden sei.

Doch die Kritik an Apples Partnerschaft mit Foxconn reißt seitdem nicht ab. Im Juli 2009 beging der 25-jährige Foxconn-Angestellte Sun Danyong Selbstmord, nachdem er offensichtlich von der Geschäftsleitung massiv unter Druck gesetzt worden war. Wie die Shanghai Daily berichtete, sprang Danyong aus dem Zimmer seiner Wohnung, nachdem er von Foxconn-Verantwortlichen des Diebstahls eines neuen iPhone-Prototyps beschuldigt wurde. Danyong hatte den Auftrag bekommen, 16 Prototypen der vierten Generation des iPhones von Shenzen an die Apple-Unternehmenszentrale nach Cupertino zu schicken. Als dort jedoch nur 15 Exemplare ankamen, kontaktierte der notorisch auf Geheimniskrämerei bedachte Apple-Konzern das Foxconn-Unternehmen, das sich daraufhin für eine härtere Gangart entschied. Sun Danyong, der in chinesischen Blogs beteuert hatte, nichts mit dem Verschwinden des iPhones zu tun zu haben, wurde - so Medienberichte - kurz vor seinem Freitod vom Foxconn-Sicherheitsdienst in einem Keller festgehalten, verhört und geschlagen, während seine Wohnung durchsucht wurde. Im April 2010 wurden weitere besorgniserregende Fälle bekannt. Einem Bericht des "Telegraph" zufolge gab es allein im Monat März 2010 insgesamt vier Selbstmordversuche von Foxconn-Angestellten. Apple und Foxconn versprachen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. So wurden am Foxconn-Hauptwerk in Shenzhen bei Hongkong an der Fassade Netze installiert, um weitere Todessprünge zu vermeiden. Der Lohn wurde dort auch verdoppelt. Jedoch ist dies noch nicht in allen Werken der Fall.

Ende Februar 2011 wandten sich nun auch chinesische Arbeiter des Apple-Zulieferers Wintek in einem Brief direkt an Steve Jobs. Bereits jetzt sind 137 Arbeiter erkrankt, weil sie mit der Chemikalie n-Hexan die Touchscreens von iPhones reinigen und deren giftige Dämpfe einatmen. Neben Schwellungen und Taubheitsgefühl leiden sie u.a. an Lähmungserscheinungen. Bisher hat Apple dieses Problem stets auf das Konto des Zulieferers geschoben. Die negative Publicity blieb: Im September 2012 kam es in einer Fabrik in Taiyuan zu Ausschreitungen nachdem ein Arbeiter von einem Wachmann verprügelt worden war.

Als auch in den Medien zunehmend der Schaden der Marke Apple aufgrund der Bedingungen bei den Zulieferern thematisiert wurde, setzte der neue CEO Tim Cook auf mehr Transparenz und ließ im Februar 2012 die Arbeitsbedingungen bei seinen Auftragsfertigern überprüfen. Apple schickte ein Team der US-Arbeitsrechtsorganisation Fair Labor Association (FLA) in die Fabriken und befragte tausende Beschäftigte nach ihren Arbeits- und Lebensbedingungen. Zudem ist für jeden auf der Homepage eine Liste der meisten Zulieferer einsehbar. Apple will mit dem Beitritt in der FLA sowie einem Verhaltenskodex neue Standards setzen. Das misslang jedoch gründlich: im Sommer 2013 berichtete die NGO China Labor Watch von unverändert furchtbaren Arbeitsbedingungen der teilweise minderjährigen Arbeiter in einer Fabrik in Shanghai, wo derzeit im Akkord die kostengünstige Version des iPhones hergestellt wird.

Aktuelle Entwicklungen

Die drei Milliarden Dollar teure Übernahme des Kopfhörer-Herstellers und Streamingdienst Beats soll 2015 endlich Früchte tragen. Apple plant einen Musik-Streamingdienst, der es mit Marktführer Spotify aufnehmen soll. Allerdings hat Apples verspätete Einstieg in den Internetradio-Markt die Verhandlungsposition des Unternehmens geschwächt. Versuche, die Musikindustrie von geringeren Lizenzgebühren zu überzeugen, scheiterten. Der monatliche Preis für die Nutzung wird deshalb nicht wie gehofft unter den 10 Dollar von Spotify und Co. liegen. Das Beats-Team um Trent Reznor, Jimmy Iovine und Dr. Dre plant Kunden vor allem durch exklusive Alben von Superstars anzulocken.

Das erste Halbjahr 2013 wurde durch den E-Book-Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium überschattet. Ein Bundesgericht verurteilte Apple in erster Instanz und sah es als bewiesen an, dass der Konzern noch zu Lebzeiten von Steve Jobs gemeinsam mit internationalen Großverlagen ein Kartell ins Leben gerufen hatte, um die Preise für E-Books künstlich in die Höhe zu treiben und Konkurrent Amazon zu schaden. Während alle Verlage sich individuell mit dem Justizministerium auf die Zahlung von Geldstrafen geeinigt hatten, weigerte sich Apple vehement und beteuert auch nach der Verurteilung, unschuldig zu sein. Sollte die Revision scheitern, wird der Konzern wohl eine kolportierte Geldstrafe in Höhe von 840 Millionen US-Dollar berappen müssen. Zudem musste Apple in einer Anhörung vor dem Senat im Mai 2013 dazu Stellung nehmen, warum das Unternehmen in den vergangenen Jahren mit dubiosen - jedoch legalen - Manövern Milliarden an Steuern am US-Fiskus vorbeigeschleust hat.

Technische Innovationen für die Zukunft wurden derweil auch bekannt: Apple wird genauso wie Konkurrent Google in den Spiele-Markt einsteigen und plant eine iOS-basierte Gameskonsole im Rahmen des nächsten Apple-TV-Release zu veröffentlichen. In Japan wurde außerdem bereits ein Patent für eine Smartwatch (iWatch) angemeldet. Mit der angestrebten Übernahme des Kopfhörer-Hersteller und Musik-Streaming-Anbieter Beats. Apple ist bereit, 3,2 Milliarden US-Dollar für das von Produzent Dr. Dre gegründete Unternehmen zu bezahlen.

Weiterführende Literatur

  • Erdmann, Charlotte (2011): One more thing: Apples Erfolgsgeschichte vom Apple I bis zum iPad. Addison-Wesley, München.
  • Isaacson, Walter (2011): Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. C. Bertelsmann Verlag.
  • Moritz, Michael (2011): Apple: Die Geburt eines Kults. Börsenmedien.
  • Kahney, Leander (2008): Inside Steve’s Brain, Portfolio, New York.
  • Young, Jeffrey S./Simon, William L. (2006): iCon Steve Jobs: The Greatest Second Act in the History of Business, Wiley, New Jersey.
  • Wozniak, Steve/Smith, Gina (2007): iWoz: How I Invented the Personal Computer, Co-Founded Apple, and Had Fun Doing It, W.W. Norton, New York.