27. Universal Music Group

Umsatz 2021: € 8,504 Mrd.

Überblick

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UMG bzw. die Universal Music Group ist eines der „Big Three”-Major-Label, neben Sony Music (Platz 10 des IfM-Rankings) und der Warner Music Group (Teil von Access Industries, Platz 39), der größte Musikkonzern weltweit mit über 50 weiteren Labels. Z.B. den Abbey Road Studios, der Capitol Music Group, Deutsche Grammophon, Def Jam Recordings, Decca Records, EMI, Motown, Interscope Geffen A&M Records, Island Records, Polydor, Polygram Entertainment, Republic Records, der Verve Label Group. Berühmte Künstler unter Vertrag sind unter anderem die Rolling Stones, U2, Taylor Swift, Madonna, Lady Gaga, Drake, Justin Bieber, Metallica, Aerosmith.

 

Basisdaten

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Corporate headquarters:
Universal Music Group N.V.
‘s-Gravelandseweg 80
1217 EW Hilversum
Niederlande
Telefon: 0031 35 799 4200
Website: www.universalmusic.com

Operational headquarters:
2220 Colorado Avenue
Santa Monica, California
USA

Branchen: Musik
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.
Gründungsjahr: 1934 (Decca Records)

 

Ökonomische Basisdaten (in Mio. €)

 

2021 2020

Umsatz

8.504 7.432

Gewinn

1.339 1.221

Aktienkurs (in €, Jahresende)

24,78 n/a

Umsatz nach Geschäftsbereichen (in Mio. Euro)

 

2021 2020

Recorded Music

6.822 5.967
Music Publications 1.335 1.186
Merchandising and Other 363 292

Geschäftsführung

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Geschäftsführung :

  • Sir Lucian Grainge, Chairman & Chief Executive Officer
  • Philippe Flageul. EVP, Controller
  • Jody Gerson, Chairman & Chief Executive Officer Universal Music Publishing Group
  • Jeffrey Harleston, General Counsel, EVP of Business & Legal Affairs
  • Eric Hutcherson, EVP, Chief People and Inclusion Officer
  • Boyd Muir, EVP, Chief Financial Officer and President of Operations
  • Michael Nash, EVP of Digital Strategy
  • Will Tanous, EVP, Chief Administration Officer
  • Vincent Vallejo, Deputy EVP, Corporate

 

Aufsichtsrat:

  • Sir Lucian Grainge, Chairman & Chief Executive Officer
  • Vincent Vallejo, Deputy EVP, Corporate
  • Judy Craymer
  • Antoine Flévet
  • Anna Jones
  • Cathia Lawson-Hall
  • Luc van Os
  • Margaret Frerejean-Taittinger
  • James Mitchell
  • Manning Doherty

Geschichte

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Musik und Tonträger:
2012 stieg der Umsatz beim weltgrößten Musikkonzern Universal Music (mit einem weltweiten Marktanteil von über 30%) von 4,2 Mrd. Euro auf 4,544 Mrd. Euro. Der Grund dafür? Frank Briegmann, Europa-Chef von Universal Music, spricht im März 2013 in einem Interview mit der Welt über die Digitalisierung, unter der die Musikbranche seit der Jahrtausendwende zu leiden hatte („es wurde raubkopiert, was das Zeug hält“), über „attraktive legale Angebote“, die es mittlerweile im Internet gebe. Darüber, dass „die Talsohle erreicht“ sei und dass Universal „gegen den Trend“ wachse. Und mit dem Markt in Deutschland werde es „in ein bis drei Jahren“ wieder bergauf gehen.

Und dabei schlägt der spektakuläre Kauf der Tonträgersparte des traditionsreichen Plattenkonzerns EMI im Herbst 2012 nicht einmal zu Buche. Zur Erinnerung: EMI war eine der vier Musikfirmen, die sich den Weltmarkt im schon lange kriselnden Musikgeschäft aufteilten (Universal, Sony Music, Warner, EMI). Nach monatelangen, komplizierten Bietergefechten war der lukrative Musikverlag (mit Rechten an 1,3 Millionen Alben) für 2,2 Mrd. Dollar an ein Konsortium um den Sony-Konzern gegangen. Universal übernahm die EMI-Tonträgersparte für 1,9 Mrd. Dollar; ein neuer Riese entstand. Allerdings zunächst unter Vorbehalt. Das EMI/Vivendi-Geschäft galt als kartellrechtlich schwierig: Universal und EMI würden gemeinsam fast 40 Prozent des Weltmarkts kontrollieren. Am 21.9.2012 aber gaben die EU-Kartellwächter grünes Licht, unter den folgenden Auflagen: Die renommierten EMI-Plattenlabels Parlophohne (Pink Floyd, Coldplay, Tina Turner), EMI France, Chrysalis und Mute mussten verkauft werden.

Erwähnenswert auf dem Feld digitaler Vertriebswege (online und mobil, Musik und Video) ist der Launch der Musikvideo- und Entertainment-Website Vevo im Dezember 2009. Vevo wird betrieben von den Musik-Majors UMG und Sony Music Entertainment, und steht weltweit zur Verfügung. Fast: Für Deutschland ist die Plattform wegen eines Rechtsstreits zwischen Youtube und der GEMA bis auf Weiteres nicht freigeschaltet.
Seagram (Spirituosen, Universal Studios und Universal Music). Die Firma benannte sich in Vivendi Universal um und gliederte sich fortan in sechs Bereiche: Universal Music Group,

Im Februar 2020 beschloss Vivendi, sein Tochterunternehmen der Universal Music Group abzuspalten und an die Börse zu bringen. 60 Prozent des Kapitals von UMG könnten an die Aktionäre des Konzerns verteilt werden. Dieser Spin-Off gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht. Nachdem in zwei Schritten bereits 20 Prozent des Unternehmens an den chinesischen Internet-Riesen Tencent verkauft wurde, sollten vor dem Börsengang weitere 10 Prozent an den Investmentfirma Pershing Square Tontine Holding (PSTH) veräußert werden. Doch die Börsenaufsicht SEC machte dem einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen übernahm Star-Investor Bill Ackman den Anteil. Am 21.09.2021 dann der UMG-Börsengang, verbunden mit einem Kurssturz der Vivendi-Aktie, die zeitweilig umfast zwei Drittel einbrach. Am Mittag des Tages allerdings ergaben die Kurse der Vivendi- und UMG-Aktien addiert ein Plus von 15 Prozent auf den Vortagesschluss der Vivendi-Aktie. Die Universal Music Group findet sich jetzt mit einem Umsatz von rund 6 Milliarden Euro auf Platz 37 des aktuellen IfM-Rankings.

Management

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Geschäftsfelder

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Aktuelle Entwicklungen

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