3. The Walt Disney Company

Umsatz 2015: $ 52,465 Mrd. (€ 47,287 Mrd.)

Überblick

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Die Walt Disney Company ist derzeit der drittgrößte Medien- und Unterhaltungskonzern der Welt. Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem die Walt Disney Filmstudios und deren Tochterunternehmen Touchstone, das auch für den internationalen Fernsehmarkt produziert, der Comic- und Filmverlag Marvel Entertainment und mit ABC (American Broadcasting Company) einer der drei größten Fernsehsender der USA, zahlreiche Spartenkanäle wie Disney Channel, Disney XD und Disney Junior, der amerikanische Sportkanal ESPN sowie darüber hinaus die Disneyland-Themenparks.

Basisdaten

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Hauptsitz:
500 South Buena Vista Street
Burbank, CA 91521, USA
Telefon: 001-818-560-1000
Telefax: 001-818-560-1930
Internet: http://corporate.disney.go.com/

Branche: Film, Free-TV/Pay-TV-Sender, TV-Produktion, Rechtehandel, TV-Sendestationen, Video/DVD, Radio,   Multimedia, Internet-Services, Buchverlage, Zeitschriften, Merchandising, Freizeitparks, Hotels
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.10. - 30.09.
Gründungsjahr: 1923 (Disney Brothers Cartoon Studio), 1986 (Walt Disney Company)

Tab. I: Ökonomische Basisdaten (in Mio. USD)
20162015201420132012201120102009200820072006
Umsatz 55.63252.46548.81345.04142.27840.89338.06336.14937.84335.51034.285
Gewinn (Verlust) 9.7908.8527.5016.1365.6825.2583.9633.3076.7814.6873.374
Aktienkurs (Jahresende)104,22105,0894,1975,4451,4937,5037,5132,2515,0532,2831,82
Beschäftigte195.000185.000180.000175.000166.000156.000149.000144.000137.000137.000130.000
Tab. II: Umsatz nach Sparten (Beträge in Mio. US-Dollar)
Media NetworksParks & ResortsStudio EntertainmentInteractive MediaConsumer Product
200513.2079.0237.587--2.127
2006

14.638

9.925

7.529

--

2.193

200715.046 10.626 7.491 4902.347
200816.116 11.504 7.348 7192.875
200916.20910.6676.1367122.425
201017.16210.7616.7017612.768
201118.71411.7976.3519823.049
201219.43612.9205.8258453.252
201320.35614.0875.9791.0643.555
201421.15215.0097.2781.2993.985
201523.26416.1627.3661.1744.499
201623.68916.9749.4411.9655.528

Geschäftsführung

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Management:

  • Robert A. Iger, President and Chief Executive Officer, The Walt Disney Company
  • Andy Bird, Chairman Walt Disney International
  • Thomas O. Staggs, Chief Operating Officer (bis 6. Mai 2016)
  • Alan Braverman, Senior Executive Vice President, General Counsel and Secretary, The Walt Disney Company
  • Bob Chapek, Chairman, Walt Disney Parks and Resorts
  • Alan F. Horn, Chairman, The Walt Disney Studios
  • Ronald L. Iden, Senior Vice President, Global Security
  • Kevin Mayer, Executive Vice President, Corporate Strategy, Business Development and Technology Group, The Walt Disney Company
  • Christine M. McCarthy, Executive Vice President, Corporate Finance and Real Estate and Treasurer, The Walt Disney Company
  • Zenia Mucha, Executive Vice President, Corporate Communications, The Walt Disney Company
  • Jayne Parker, Executive Vice President and Chief Human Resources Officer
  • Ben Sherwood, Co-Chair, Disney Media Networks and President, Disney/ ABC Television Group
  • Brent Woodford, Senior Vice President, Planning and Control, The Walt Disney Company
  • James Pitaro, Chairman, Disney Consumer Products and Interactive Media
  • John Skipper, President, ESPN, and Co-Chairman, Disney Media Networks

 

Aufsichtsrat:

  • Susan Arnold, former President, Procter & Gamble
  • Robert W. Matschullat, former CEO The Clorox Company
  • Fred H. Langhammer, The Estee Lauder Companies Inc.
  • John S. Chen, Sybase Inc.
  • Jack Dorsey, Twitter
  • Aylwin B. Lewis, former President, Potbelly Sandwich Works
  • Sheryl Sandberg, Facebook
  • Orin C. Smith, former President, Starbucks Corporation
  • Mark G. Parker, Nike
  • Maria Elena Lagomasino, WE Family Offices
  • Robert A. Iger, Walt Disney Company

 

 

Geschichte und Profil

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Alles begann 1923 in einem Hinterzimmer in Hollywood, wo der 21-jährige Walter („Walt“) Elias Disney mit seinem Bruder Roy das Disney Brothers Cartoon-Studio gründete. Bereits drei Jahre später hatte das Unternehmen ein eigenes Studio auf der Hyperion Avenue und wurde in Walt Disney-Studio umbenannt. 1928 brachte Disney seinen ersten Mickey Mouse-Cartoon „Steamboat Willie“ in die Kinos, gleichzeitig einer der ersten Tonfilme. Die Maus war die zentrale Figur für die Entwicklung einer der stärksten Marken im weltweiten Mediengeschäft und Ausgangspunkt für die umfangreichen Merchandising-Geschäfte des Disney-Konzerns. Animierte Spielfilme wie „Schneewittchen“ oder „Bambi“ wurden große Kinoerfolge und machten weitere Figuren populär, die im Einzelhandel oder in Vergnügungsparks vermarktet werden konnten. Das erste Disneyland öffnete 1955 in Kalifornien seine Pforten. Im Fernsehen konnte sich Disney seit den 50er Jahren mit der wöchentlichen Show "Disneyland“ beim landesweiten Network ABC und mit dem „Mickey Mouse Club" etablieren.

Garant für die nahtlose Verwertungskette des Disney-Konzerns ist die starke Marke Disney. Bereits unter Gründer Walt Disney wurde eine starke Markenphilosophie entwickelt. „Onkel Walt“, der auf einer Farm in Missouri in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen war, liebte die heile, puritanische Welt, die ihm nicht vergönnt gewesen war. Entsprechend schuf er die Marke Disney, die sehr auf der Reinheit der Produkte beruhte und zu einem amerikanischen Mythos wurde. Erotische Freizügigkeiten und Gewaltdarstellungen galten als Tabu in Disney-Produktionen, die als „Filme für die ganze Familie" Erfolg hatten. Bis zu seinem Tod 1966 hatte Walt Disney das Unternehmen durch seinen Ideenreichtum geprägt. Später hemmte jedoch der stets präsente „Geist Walts" die Entwicklung Disneys. Eine Modernisierung wurde lange Zeit verpasst, unter Schauspielern und Autoren galt Disney als verstaubt und altmodisch. Vielversprechende Projekte wie Spielbergs „E.T.“ wurden abgelehnt, stattdessen erfolglose Filme nach bekanntem Strickmuster produziert. Das Unternehmen geriet ins Schlingern.

So durchlief der Disney-Konzern in den 80er Jahren eine tiefe Krise. Der Aktienkurs fiel tief und eine feindliche Übernahme mit anschließendem Ausverkauf drohte. Doch konnte die Disney-Spitze 1984 den texanischen Immobilienmogul Sid Bass für Investitionen in den maroden Konzern gewinnen. Mit dem „Team Disney“, dem neuen Management um Michael Eisner (ehemals Paramount) und Frank Wells (ehemals Warner Bros.), begann, verbunden mit einem Wiederaufblühen des Filmstudios, die Modernisierung des Unternehmens. Die Walt Disney Company expandierte zur heutigen Größe. Ein entscheidender Schritt war die 19-Milliarden-Dollar-Übernahme der Capital Cities/ABC-Gruppe 1997, die dem Disney-Konzern die Kontrolle über zahlreiche TV-Sender sicherte, darunter das landesweite Network ABC und der Sport-Kabelsender ESPN.

Fortan prägte vor allem CEO Michael Eisner die Entwicklung. Mit Eifer und eigenwilligen Management-Methoden führte Eisner Disney aus dem Tal der Bedeutungslosigkeit und machte es erneut zum Powerhouse der Entertainment-Industrie. Doch in den letzten Jahren seiner Amtszeit kämpfte Disney vergeblich gegen sinkende Gewinne. Hinzu kamen Management-Fehler wie etwa die miserable Planung des Prestige-Objekts Eurodisney. In die Kritik geriet Eisner zudem wegen seines selbstgefälligen Umgangs mit kreativen Produktionspartnern wie Miramax und Pixar. Das ehemals unabhängige Studio Miramax war 1993 von Disney übernommen worden und für Oscar-prämierte Erfolge wie „Shakespeare in Love“ und die Klassiker von Quentin Tarantino verantwortlich. Das damals zum Apple-Konzern gehörige Animationsstudio „Pixar“ produzierte Kassenschlager wie „Toy Story“, deren Vertrieb Disney übernahm. Ende 2004 kam es zur Revolte unter den Aktionären, angeführt vom Disney-Neffen Roy E. Disney. Verbissen kämpfte Eisner um seinen Verbleib im Amt, musste aber nachgeben und nach über 20 Jahren an der Konzernspitze als Chairman und später auch als CEO abtreten. 

Als Eisners Nachfolger wurde mit Robert Iger im März 2005 ein Disney-Insider der Öffentlichkeit vorgestellt. Der ehemalige Wettermann und TV-Manager hatte sich seine Sporen bei ABC verdient und bei Disney emporgearbeitet, zuletzt als COO an der Seite von Michael Eisner. Igers erste Amtshandlung bestand darin, auf Versöhnungskurs mit dem Pixar-Chef Steve Jobs zu gehen und mit ihm gemeinsam Strategien zu entwickeln. So wurde unter Igers Führung Pixar Ende Januar 2006 Teil der Walt Disney Company. Durch die Fusion mit Pixar wurde Steve Jobs, dem Pixar zu 50,1 Prozent gehörte, mit ca. 7 Prozent zeitweise stärkster privater Anteilseigner am Disney-Konzern.  Deshalb traf der Tod von Steve Jobs am 5. Oktober 2011 auch Disney hart. Die Anteile von Jobs an Disney wurden an eine Stiftung überschrieben, die von seiner Witwe, Larene Powell Jobs, geleitet wird. 

Igers Gesamstrategie steht vor allem dafür, die Kernmarke "Walt Disney" zu stärken: So wurde Disneys weltweiter Filmverleih "Buena Vista International" im Herbst 2007 in "Walt Disney Studios Motion Pictures " umbenannt, da man sämtliche Handelsmarken vereinheitlichen wollte. Das Produkt Disney wurde in den Vordergrund gerückt, alle Geschäftsbereiche stärker zusammengeführt und zu einem Vermarktungszyklus über alle Vertriebsstufen hinweg gebündelt. Die wohl wichtigste Amtshandlung von Iger war jedoch die Übernahme von Marvel Entertainment (2009) und LucasArts (2012). Neben Mickey Mouse, Donald Duck und Co. hält der Konzern nun auch die Rechte an sämtlichen Marvel-Superhelden, dem "Star Wars"- Universum und "Indiana Jones". Nach dem Erwerb der Firmen began Disney umgehend ein aus bislang 22 Kinofilmen und diversen TV-Serien bestehendes "Marvel Cinematic Universe" zu etablieren und Sequels, Prequels und Spin-Offs der Sternenkrieger-Saga zu produzieren. "The Force Awakens", der Ende 2015 veröffentlichte siebte Teil der Serie avancierte zum kommerziell dritterfolgreichsten Film aller Zeiten.

Management

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Unter Robert Iger hat sich Disney zweifelslos prächtig entwickelt. Beobachter beschreiben Iger abwechselnd als smarten, zurückhaltenden Managerg, der sein Unternehmen eher team- und konsensorientiert leitet, als autokratisch zu regieren oder - wie Journalist James B. Stewart in seinem Buch "DisneyWar" - als charakterlosen Emporkömmling, der sich 2005 trotz Inkompetenz und cholerischer Anfälle schließlich in internen Machtkämpfen als einziger Kandidat für die Nachfolge von Michael Eisner durchsetzte. Iger ist seither einer der bestbezahltesten Manager der Branche: 2014 verdiente er inklusive Boni knapp 47 Millionen Dollar.

Lange Zeit galt Thomas Staggs als potenzieller Nachfolger für Iger, der 2018 abtreten wird. Staggs, zunächst lange Jahre für die lukrativen Themenparks zuständig, wurde im Februar zum Chief Operating Officer befördert, um ihn schrittweise auf die CEO-Position vorzubereiten. Doch Iger und der Aufsichtsrate schienen nicht gänzlich überzeugt und Staggs verkündete nur ein Jahr später überraschend seinen vollständigen Rückzug aus dem Disney-Konzern an. Das Unternehmen verkündete im Zuge des Rücktritts sich bei der Suche nach einem Nachfolger für Iger auch außerhalb umzusehen. Die aussichtsreichste Kandidatin sitzt jedoch bereits seit 2010 im Disney-Aufsichtsrat: Facebook-Managerin Sheryl Sandberg könnte 2018 die erste Frau an der Spitze des Unternehmens werden.

Geschäftsfelder

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Media Networks

Die Media Networks-Sparte vereint Disney TV- und Kabelsender und Radiostationen. Dazu gehören die Sportsenderkette ESPN, sechs Disney Channels sowie die mit 242 Regionalsendern kooperierende ABC-Senderfamilie und eine 50-prozentige Beteiligung am A&E Network (A&E, History, Lifetime). Zudem hält Disney Anteile am Streamingportal Hulu.com und dem spanischsprachigen News- Kanal Fusion.

Parks and Resorts

Die Themenpark-Sparte hat in den vergangenen Jahren konzernintern an Bedeutung gewonnen. Disney betreibt fünf Parks und Resort sowie eine Kreuzfahrtlinie selbst (u.a. Walt Disney World in Florida; Disnelyland in Kalifornien; Aulani in Hawaii) sowie hält Anteile, bzw. vergibt Lizenzrechte für vier weitere Parks (Disneyland Paris, Disneyland Hong Kong, Shanghai Disney Resort und Disney Resort Japan).

Studio Entertainment

Disney betreibt insgesamt fünf Hollywood-Studios (Walt Disney Pictures, Pixar, Lucasfilm und Touchstone) eine Broadway-Produktionsfirma (Disney Theatrical Group sowie eine Plattenfirma, die diverse Label unter ihrem Dach vereint (Walt Disney Records, Hollywood Records, Disney Music Publishing und Buena Vista Concerts).

Interactive

Die Interactive-Sparte vereinte Disneys Videospiel- und Onlineaktivitäten. Wichtigste Zugpferde war hierbei die "Disney Infinity"-Reihe, ein Spielzeug/Games-Hybrid der klassische Disney-Charaktere mit Marvel-Helden und Star Wars-Figuren vereinte sowie die Kinder-Onlinecommunity Club Penguin. Überraschend zog sich Disney jedoch im Mai 2016 aus der Gamesproduktion zurück und stellte "Infinity" ein. Künftig wird der Konzern seine Charaktere nur noch für Games von externen Publishern lizenzieren. Auf dem YouTube-Markt ist Disney weiterhin aktiv. 2014 erwarb man für 500 Millionen Dollar die Online-Produktionsfirma Maker, die auf die Herstellung von YouTube-Videos spezialisiert ist.

Engagement in Deutschland

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In Deutschland ist Disney neben der Lizenzierung seiner Charaktere für verschiedenste Produkte vor allem im Zeitschriftenmarkt für Kinder und Jugendliche präsent. Die Egmont-Mediengruppe, die zu den führenden Medienholdings in Skandinavien zählt, verfügt über ein umfangreiches Lizenzabkommen mit Disney und veröffentlicht über die Deutschland-Tochter Egmont-Ehapa sämtliche Disney-Comics und Zeitschriften, darunter das Micky-Maus-Magazin und die Lustigen Taschenbücher.

Auch im deutschen Fernsehmarkt ist Disney seit Jahren aktiv. Gemeinsam mit der zu Bertelsmann zählenden RTL-Gruppe betreibt Disney in Deutschland seit 1995 den Kinder- und Familiensender Super RTL. Beide Partner halten je 50%. Am 17. Januar 2014 startete zusätzlich mit dem neuen frei empfangbaren Disney-Channel (der gleichnahmige Pay-TV-Kanal wird gleichzeitig eingestellt) ein 24-stündiges Familienprogramm. Weiterhin ist Disney über eine 50%-Beteiligung an der Tele-München Fernsehen GmbH & Co Medienbeteiligungs-KG an dem Sender RTL 2 beteiligt.

Engagement in Asien

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Insbesondere der chinesische Markt gestaltet sich aufgrund der dortigen Restriktionen für ausländische Investitionen jedoch weiter schwierig, Fortschritte können jedoch auch hier vermeldet werden. Disney kündigte im April 2012 ein neues Joint Venture mit der staatlichen China Animation Group und dem Internet-Provider Tencent an. Ziel der Kooperation sei es, den chinesischen Animationsfilm auf ein international konkurrenzfähiges Niveau zu bringen. Unter der Bezeichnung "Animation Creative Research and Development Cooperation" will man lokale Talente ausbilden und chinesische Geschichten und Franchises internationalem Standards anpassen. In einem weiteren Abkommen sicherte sich Disney die Rechte an der beliebtesten chinesischen Zeichentrickserie, "Pleasant Goat and Big Big Wolf", die zukünftig auf Disney-Sendern in der Asien-Pazifik-Region ausgestrahlt werden soll.

Besonderes Augenmerk hat Disney in letzter Zeit insbesondere dem indischen Markt gewidmet. Millionen von indischen Haushalten empfangen bereits den "Disney Channel" über Kabel und Satellit. Mit "Luck Luck Ki Baat" startete dort 2012 auch das erste indische "Disney Channel Original Movie". Disney übernahm 2006 den erfolgreichen Kinderkanal "Hungama" für 30,5 Mio. Dollar mitsamt dem heimischen Medienunternehmen "United Home Entertainment".  Im Februar 2012 hat Disney die Mehrheit und operative Kontrolle an dem Sendernetzwerk UTV übernommen. Bereits seit 2006 war man hier als Minderheitsaktionär engagiert. UTV-Gründer Ronnie Screwvalav bleibt zwar als CEO an Bord, die Gruppe wird aber im Rahmen einer komplexen Restrukturierungsmaßnahme Disneys in Indien, in "The Walt Disney Co. India" umbenannt. Neben den zu UTV zählenden Fernsehsendern wird auch das von Disney übernommene indische Gamer-Netzwerk "Indiagames" in die neue Unternehmenstruktur eingebunden, die digitalen Beteiligungen werden dabei unter der Bezeichnung "Disney UTV Digital" als eigenständige Sparte geführt.

Aktuelle Entwicklung

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Trotz zuletzt sinkender Aktienkurse hält Walt Disney an seiner Strategie für die kommenden Jahre fest. Im Frühjahr 2015 bestätigten die Aktionäre die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Eckpfeiler der kommenden Jahre: Star Wars, ESPN und Themenparks. Die siebte Teil der Star Wars-Reihe, der Disney bisher Umsätze von weltweit mehr als zwei Milliarden US-Dollar beschert hat, besserte die Bilanzen in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2016 deutlich auf. Auch Streaming-, Blu-Ray- und DVD-Start spülte weitere hunderte Millionen in die Kassen . So ist es nicht verwunderlich, dass Disney plant, fünf weitere Filme zu veröffentlichen, die im Star Wars-Universum angesiedelt sind (bisher waren neben der Veröffentlichung von drei Fortsetzungen nur zwei weitere Spin-Offs geplant). Fans sollen bis weit nach 2020 jedes Jahr mit mindestens einem Film versorgt werden.

Disneys Themenparks sollen ebenfalls von dem Star Wars-Hype profitieren. CEO Robert Iger kündigte jüngst an, die Parks in Kalifornien und Florida um riesige Star Wars-Areale zu vergrößern. Zudem sollen zwei weitere Disney-Kreuzfahrtschiffe für jeweils eine Milliarde Dollar gebaut werden. Höhere Eintrittspreise für die Parks sind ebenfalls geplant. Hierbei orientiert sich Disney an Ubers Preis-Strategie: Je nach Besucheraufkommen müssen Gäste tiefer in die Tasche greifen. Die neue Preispolitik ist auch als Versuch zu verstehen, die immer größer werdenden Besucheranstürme zu bewältigen. Themenparks in den USA sind so beliebt wie nie zuvor; auch Disneys Konkurrent Comcast erzielte im letzten Jahr in seinen Universal-Parks Besucher-Rekorde.

Der Grund warum Disneys Aktienpreis trotz des Erfolgs von Star Wars und Vergnügungsparks zuletzt gefallen ist, heißt ESPN. Der Kabel-Sportkanal musste im Zuge der Migration jüngerer Zuschauer vom TV ins Netz massive Zuschauereinbußen verkraften. Robert Iger hält dennoch weiter am Sportsender fest. Die Wachstumsraten würden nicht mehr so stark ausfallen, wie in den letzten 20 Jahren, so Iger. Dennoch handele es sich bei ESPN weiterhin um eine zuverlässigen Einkommensquelle für die Zukunft.

Weiterführende Literatur

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  • James B. Stewart 2006: DisneyWar. London: Simon & Schuster.
  • Bob Thomas 1998: Building a Company: Roy O. Disney and the Creation of an Entertainment Empire. New York: Hyperion.

Inhalte

Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2015*

  1. Alphabet Inc.
  2. Comcast
  3. The Walt Disney Company
  4. News Corp. Ltd. / 21st Century Fox
  5. AT&T Entertainment Group (DirecTV)
  6. Time Warner Inc.
  7. Viacom Inc./CBS Corp.
  8. Sony Entertainment
  9. Apple Inc.
  10. Altice Group
  11. Bertelsmann SE & Co. KGaA
  12. Cox Enterprises Inc.
  13. Facebook, Inc.
  14. Liberty Media Corp./Liberty Interactive/Starz
  15. Tencent Holdings Ltd.
  16. Dish Network Corporation
  17. Thomson Reuters Corporation
  18. Vivendi S.A.
  19. The Hearst Corporation
  20. Rogers Comm.
  21. Baidu Inc.
  22. Microsoft Corporation
  23. Charter Comm. Inc.
  24. RELX Group
  25. Bloomberg L.P.
  26. Essel Group
  27. Lagardère Media
  28. BBC
  29. ARD
  30. Pearson plc
  31. Netflix
  32. Advance Publications
  33. Amazon.com Inc.
  34. Discovery Communications
  35. iHeart Media
  36. Nielsen Holdings plc
  37. Shanghai Media Group
  38. The Naspers Group
  39. Nippon Hoso Kyokai
  40. Grupo Televisa
  41. S&P Global
  42. Fuji Media Holdings, Inc.
  43. Yahoo! Inc.
  44. Globo Communicação e Participações S.A.
  45. Wolters Kluwer nv
  46. Activision Blizzard Inc.
  47. ITV plc
  48. Electronic Arts
  49. Verizon (AOL)
  50. Nintendo Company Ltd.
  51. Mediaset SpA
  52. Axel Springer SE
  53. ProSiebenSat.1 SE
  54. Phoenix Publishing & Media Group
  55. France Télévisions S.A.
  56. Nippon Television Holdings
  57. IAC/InterActiveCorp.
  58. Time Inc.
  59. Bonnier AB
  60. TEGNA
  61. Quebecor Inc.
  62. Grupo Clarin
  63. Scripps Networks Interactive
  64. Gannett Co. Inc.
  65. Tokyo Broadcasting System Holdings, Inc.
  66. Univision Communications
  67. Daily Mail & General Trust plc
  68. RAI Radiotelevisione Italiana Holding S.p.A.
  69. Bandai Namco Holdings Inc.
  70. Graham Holdings Company
  71. Bauer Media Group
  72. Hubert Burda Media Holding Gmbh & Co.
  73. China Central Television
  74. ZDF
  75. Lionsgate Entertainment Corporation
  76. Bell Media
  77. TF1 S.A.
  78. Twitter
  79. Hunan Broadcasting System
  80. Spotify AB
  81. tronc, Inc.
  82. Modern Times Group
  83. Georg von Holtzbrinck GmbH
  84. Sanoma Group
  85. Schibsted Media Group
  86. Grupo Planeta
  87. Egmont Group
  88. John Wiley & Sons, Inc.
  89. SRG SSR
  90. Asahi Shinbun Company
  91. Tribune Media
  92. Scholastic Corporation
  93. NOS
  94. Meredith Corporation
  95. New York Times Company
  96. Gazprom-Media
  97. Grupo PRISA
  98. China Publishing Group
  99. Ubisoft Entertainment
  100. De Persgroep