10. Sony Corporation

Umsatz 2018/19: ¥ 4.105,234 Mrd. (€ 31,480 Mrd.)

Überblick

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Die Sony Corporation ist der drittgrößte japanische Unterhaltungselektronik-Hersteller (nach Hitachi und Panasonic). Seit Ende der 1980er Jahre ist Sony auch im Mediengeschäft aktiv, zunächst im Musik-, dann im Filmbereich. Für das IfM-Ranking werden insofern die Umsatzzahlen der Sparten Pictures, Music und Games addiert.

http://www.sony.net/SonyInfo/CorporateInfo/index.html

Basisdaten

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Hauptsitz:
7-1 Konan 1-Chome, Minato-ku
Tokyo 108-0075
Japan
Telefon: 0081 3 67482111  
Internet: sony.net/SonyInfo/IR/

Branchen: Audio, Video, Fernsehen, Unterhaltungselektronik (Hardware), Videospiele (Hardware, Software), Film, Finanzdienstleistungen (dazu zählen z. B. eine Lebensversicherung und eine Bank), Halbleiter, Zubehör, Computer Hardware, Mobiltelefonie. 
Rechtsform: Aktiengesellschaft (seit 1958)
Geschäftsjahr: 01.04. - 31.03.
Gründungsjahr: 1946

Tab. I: Ökonomische Basisdaten (in Mrd. ¥)
20182017201620152014
Konzernumsatz 8.6668.5447.6038.1068.216
Medienumsatz**4.1053.7553.1143.0182.710
Gewinn (Verlust)91649173148(126)
Aktienkurs (Bilanzstichtag, in USD)41,1148,1933,7825,7827,13
Mitarbeiter114.400117.300128.400125.300131.700

* Für Sony endet das Geschäftsjahr am 31.03. (Bilanzstichtag) des Folgejahres.
**In die Berechnung des Medienumsatzes gehen die Sparten „Games“, „Pictures“ und „Music" ein.

 

Tab. II: Umsätze nach Sparten (in Mio. ¥)
20182017201620152014
Games23108721943812158156814797751292146
Music807489799995630767602564541692
Pictures9868731011067901230935872876314
Medienumsatz gesamt41052343754874311356530181662710152

Geschäftsführung

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Management:

  • Kenchiru Yoshida, CEO & President
  • Hiroki Totoki, Chief Financial Officer
  • Shigeki Ishizuka, Officer in charge of Electronics Products & Solutions Business, Officer in charge of Storage Media Business, Representative Director and President, President, Digital Imaging Group, Sony Imaging Products & Solutions Inc.
  • Ichiro Takagi, Assistant to Senior Executive Vice President in charge of Electronics Products & Solutions Business, Officer in charge of Home Entertainment & Sound Business, Officer in charge of Consumer AV Sales & Marketing, Officer in charge of Manufacturing, Logistics, Procurement and Engineering Platform, Representative Director and President, Sony Home Entertainment & Sound Products Inc.
  • Toru Katsumoto, Officer in charge of R&D, Officer in charge of Medical Business, President, R&D Center,Senior General Manager, Corporate Technology Strategy Division,Representative Director and Deputy President, Sony Imaging Products & Solutions Inc.
  • Shiro Kambe, Officer in charge of Legal, Compliance, Corporate Communications, CSR, External Relations, Quality, Environment, Information Security and Privacy
  • Kazushi Ambe, Officer in charge of Human Resources and General Affairs
  • Terushi Shimizu, Officer in charge of Semiconductor Business, Representative Director and President, Sony Semiconductor Solutions Corporation, Representative Director and President, Sony Semiconductor Manufacturing Corporation, Representative Director and President, Sony LSI Design Inc.
  • Michinori Mizuno, Officer in charge of Music Business (Japan)Chairman and Representative Director of the Board, CEO, Sony Music Entertainment (Japan) Inc.
  • Shigeru Ishii, President, Representative Director, Sony Financial Holdings Inc.
  • Tsuyoshi Kodera, Officer in charge of Digital Transformation Strategy, Deputy President, Sony Interactive Entertainment, Representative Director and Deputy President, Sony Interactive Entertainment Inc.
  • Rob Stringer, Officer in charge of Music Business (Global), CEO, Sony Music Entertainment
  • Anthony Vinciquerra, Officer in charge of Pictures Business, Chairman and CEO, Sony Pictures Entertainment Inc.
  • Toshimoto Mitomo, Officer in charge of Intellectual Property and Business Incubation Platform, Sony Group China Representative, Senior General Manager, Startup Acceleration Division
  • Jim Ryan, Officer in charge of Game & Network Service Business, President and CEO, Sony Interactive Entertainment, Representative Director and President, Sony Interactive Entertainment Inc.

 

Board of Directors:

  • Kenichiro Yoshida
  • Hiroki Totoki
  • Shuzo Sumi
  • Kazuo Matsunaga
  • Tim Schaaff
  • Koichi Miyata
  • John V. Roos
  • Eriko Sakurai
  • Kunihito Minakawa
  • Toshiko Oka
  • Sakie Akiyama
  • Wendy Becker
  • Yoshihiko Hatanaka

Geschichte

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In über 40 Jahren schufen Masaru Ibuka und Akio Morita in ihren benachbarten Tokioter Büros einen Weltkonzern und eine der bekanntesten internationalen Marken. 1946 gründeten der 25-jährige Morita, Stammhalter einer prominenten Reiswein-Dynastie, und der 13 Jahre ältere Ibuka die Tokyo Tsushin Kogyo (Tokyo Telecommunications Engineering). Trotz schwieriger Produktionsbedingungen konnte sich das Unternehmen mit Produkten wie dem ersten japanischen Kassettenrekorder (1950) und dem Transistorradio „TR-55" (1955) eine wichtige Position im neuen Markt für Konsumelektronik sichern. Mit Blick auf eine internationale Expansion beschloss Morita 1958, die Firma in „Sony" umzutaufen (von lat. „sonus", der Ton). Der neue Name war nicht nur weltweit verständlich und aussprechbar, er verschleierte zudem Sonys Herkunft. Japanische Produkte galten im Westen damals als minderwertig.

Ab 1960 drang Sony massiv auf den US-Markt, wo der Konzern bald die Hälfte der Gesamtproduktion absetzte. Nach der Lancierung des Trinitron-Farbfernsehgeräts 1968 folgte ein Jahrzehnt extensiven Wachstums, an dessen Ende die traumatische Niederlage im Duell um die Videoformate stand. Der qualitativ bessere Sony-Betamax-Standard unterlag dem preisgünstigeren VHS-System der Matsushita-Tochter JVC. Sony wurde Opfer seines teuer bezahlten Entwicklungsvorsprungs. Das Betamax-Debakel zwang Sony, umzudenken. Morita propagierte die Diversifizierung des mittlerweile weltweit produzierenden Konzerns und erzielte hohe Gewinne dank seiner Innovationen in der Unterhaltungselektronik, etwa mit dem legendären Walkman 1979, oder der Entwicklung der CD-Technologie (1982, zusammen mit Philips). Später stieg der Konzern in die Produktion von Software und Medieninhalten ein, zumal die Betamax-Norm nicht zuletzt daran gescheitert war, dass Sony keine attraktiven Videofilme anbieten konnte.

Sony erwarb 1988 für zwei Milliarden Dollar CBS Records, die größte Schallplattenfirma der Welt. Bald zog der Konzern als letzte Konsequenz der Strategie, sich im Markt global verwertbarer, US-geprägter Populärinhalte zu behaupten, den Kauf eines Hollywood-Studios in Betracht. Durch Vermittlung von „Superagent" Michael Ovitz, damals Geschäftsführer der Talentagentur CAA, erfolgte 1989 die erste Übernahme eines traditionsreichen Majors durch ein japanisches Unternehmen. Für rund fünf Milliarden Dollar kaufte Sony dem Besitzer Coca-Cola die Filmfirma Columbia ab. Seither zählt Sony mit Sony Pictures Entertainment zu den Big Five der Filmindustrie.

Die ersten Jahre in Hollywood gerieten allerdings zum Fiasko. Peter Guber und Jon Peters, eher zweitrangige Produzenten, die nur einen Erfolgsfilm („Batman") vorzuweisen hatten, wurden zu den Studiochefs von Columbia/TriStar ernannt. Aber Guber und Peters fielen mit verworrener Personalpolitik, Nepotismus und der Zweckentfremdung von Sony-Millionen für private Extravaganzen negativ auf. Allein die Ablösesummen und Abfindungen, hervorgerufen durch das sich stetig drehende Personalkarussell, kosteten Sony mindestens zwei Milliarden Dollar. Das Missmanagement spiegelte sich in Misserfolgen an den Kinokassen wider. Columbia und TriStar reihten teure Pleiten aneinander. 1994 machte Sony mit drei Milliarden Dollar einen der höchsten Verluste der japanischen Unternehmensgeschichte, der böse Zungen von einer „Wiedergutmachung für Pearl Harbor" sprechen ließ.

Nach einem Hirnschlag zog sich der damalige 73-jährige Präsident Morita 1994 aus dem Firmengeschäft zurück. Norio Ohga wurde sein Nachfolger als CEO und Nobuyuki Idei neuer Sony-Präsident. Letzterer kümmerte sich vor allem um die Filmsparte. Er entließ die glücklosen Manager von Sony Pictures Entertainment und machte im November 1996 den erfahrenen John Calley zum Vorsitzenden der Sony-Studios. Bald schrieb Sony Pictures wieder schwarze Zahlen.

Im Juni 1999 rückte Nobuyuki Idei als Sony-Chef nach. Er reformierte die Konzernstruktur, um Sony für das digitale Zeitalter zu rüsten. „Ibuka war ein Transistor-Kid“, äußerte Idei, und „Morita ein Walkman- und Ohga ein CD-Kid. Und wir werden digital dream kids sein.“ Die Ernennung Sir Howard Stringers zum CEO der Gesamtgruppe im März 2005 kam einer Sony-internen Revolution gleich. Damit wurde der Riesenkonzern erstmals nicht von einem Japaner und nicht von jemandem, der auf Technik spezialisiert ist, gesteuert. Doch die Vision von Stringers Vorgänger Nobuyuki Idei eines "auf Digitaltechnik basierenden Multimedia-Unterhaltungskonzerns" wurde nicht zur Realität. Sie sollte der Firma ab 2007 eine Gewinnmarge von 10 Prozent bescheren, lag aber 2004 bei nur mageren 1,5 Prozent.

Stringer hingegen hatte Erfolg. Als Chef der Sony Corporation of America gelang es ihm, das volatile Filmsegment zum verlässlichen Gewinnbringer aufzubauen. Bei der Sanierung der Kinosparte dürften Stringer sein „low-key management style“ (Economist) und seine Kenntnis der Entertainmentbranche sehr geholfen haben. Seinen Aufstieg verdankte Stringer auch seiner konsequenten Personalpolitik. So feuerte er den extravaganten US-Musikchef Tommy Mottola und ersetzte ihn durch den Kostensenker Andrew Lack, der die Sparte für die Fusion mit BMG fit machte.

Doch gegen Ende von Stringers Amtszeit geriet Sony wieder in eine Schieflage. Der Konzern wurde von der Konkurrenz aus den USA und seinen asiatischen Nachbarn links und rechts überholt. Der Erfolg des Walkmans in den 1970er und 1980er Jahren - sieht man von der Einführung der Playstation ab - konnte nicht ins digitale Zeitalter übertragen werden. Apple dominiert heute den Markt für Musikplayer und Smartphones. Südkoreanische Firmen wie Samsung oder LG haben das japanische Unternehmen hinsichtlich der Fernsehgeräte längst abgehängt (das Geschäft mit TV-Geräten soll deshalb aus dem Unternehmen ausgegliedert werden). Zudem sorgte gewissermaßen höhere Gewalt dafür, dass Sony noch weiter zurückgeworfen wurde: Die Erdbeben/Tsunami-Katastrophe im Jahr 2011 ließ die japanische Wirtschaft stillstehen.

Im November 2013 brachte Sony die PlayStation 4 auf den Markt bringen. Am 5.2.2014 wurde bekannt, dass Sony sein Computergeschäft (Marke Vaio) für 40 bis 50 Milliarden Yen (300 bis 370 Millionen Euro) an den Japan Industrial Partners Fonds verkauft. Anschließend beschloss man den Abbau von 5.000 Mitarbeitern, davon 3.500 im Ausland. Japan Industrial Partners grümdete am 1.7.2014 das Unternehmen Vaio Corporation (mit einer Sony-Beteiligung in Höhe von 5 %).

Im März 2016 erwarb Sony für 750 Mio. Dollar die 50 %, die es noch nicht an Sony/ATV Music Publishing besaß (der Firma, die die Rechte u.a. an den Beatles, Taylor Swift und Elvis Presley verwaltet). Und im Mai 2018 kündigte Sony den Erwerb weiterer 60 Prozent an EMI für 2,3 Milliarden Dollar an, wodurch sich der Sony-Anteil von 30 auf 90 Prozent erhöhte.

Management

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Von 2012 bis April 2018 war Kazuo Hirai Sony-CEO. Zuvor hatte er erfolgreich die Videospiel-Sparte von Sony geleitet und galt als Kopf des globalen Siegeszugs der Playstation. Die Film- und Musiksparten überließ er zunächst dem erfahrenen Manager Michael Lynton. Doch nach dem Verkauf diverser Elektroniksparten und dem PR-Desaster, das der vermutlich nordkoreanische Hack der Sony Pictures-Emails auslöste, wurde Hirai klar, welche Bedeutung Sonys Mediengeschäft für den Konzern hat. Als Reaktion auf die andauernde Krise veranlasste er im Mai 2014, dass er und weitere Top-Manager Boni zurückzahlen mussten. Das jährliche Gehalt der Führungsriege halbierte sich damit in etwa - ein einmaliger Vorgang in der internationalen Welt der Medienkonzerne.

Hirais Nachfolger als CEO: Kenchiru Yoshida, vorher Sony-Finanzchef und mitverantwortlich für Sonys Rückkehr zu Rekordgewinnen. Sein Plan ist es, wie er in Interviews bei der Geschäftsübernahme sagte, mit Sony als etabliertem Unternehmen sozusagen in den Start-up-Modus umzuschalten. Um „Märkte außerhalb der Kerngeschäfte zu erschließen“ (Mobilität, Robotik, das Gesundheitswesen, Künstliche Intelligenz). Was das Nutzerverhalten der Unterhaltungsindustrie betrifft, die sich „immer stärker zum Abogeschäft“ entwickle: Hier habe Sony ja über die Unterhaltungsplattform "Playstation Network" bereits eine Interessengemeinschaft mit rund 80 Millionen regelmäßigen Nutzern. Man sei führend in der Szene und mache rund zehn Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr. In Zukunft müsse Sony „seine Position im Markt besser nutzen“, könne die Plattform noch mehr Videos und Musik bieten.

Geschäftsfelder (Medien)

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Wie erwähnt, gehen die Sparten „Games“, „Pictures“ und „Music“ in die Berechnung des Medienumsatzes ein.

Games & Network Services
Sony Interactive Entertainment produziert, entwickelt, designed, vermarktet, verkauft und vertreibt die Spielekonsole Playstation (momentan, seit 2013, noch in ihrer vierten Generation) und betreibt  diverse Games-Entwicklungsstudios in Japan, den USA und Europa, darunter Naughty Dog, Team Gravity, Polyphony Digital, Bend Studio und Sucker Punch Productions. Die Playstation 4 hat sich seit Erscheinen weltweit über 100 Millionen Mal verkauft und gilt als die „Konsole mit der größten Anwenderbasis“.

Music
Sony Music Entertainment (New York), eines der drei weltgrößten Major-Labels (neben Universal und Warner) wurde von 2004 bis 2008 als Joint-Venture mit Bertelsmann betrieben (Sony BMG), ehe Sony BMG Music für 600 Millionen Euro gänzlich übernahm. Sony Music besitzt Labels wie Columbia, Epic, RED und RCA Records.

Im November 2011 übernahm Sony Music für 2,2 Milliarden US-Dollar die Musikverlags-Sparte vom einstigen Konkurrenten EMI (EMIs Tonträger-Sparte ging an Universal). Regulierungsbehörden in Europa und den USA stimmten dem Deal im Juni 2012 zu. Sony/EMI ist nun der mit Abstand größte Musikverlag der Welt.

Pictures Sony Pictures Entertainment Inc. ist mit seinen Tochterfirmen (den Hollywood-Studios Columbia Pictures, Screen Gems, Sony Pictures Animation, Sony Pictures Classics und TriStar Pictures) weltweit tätig. Das TV-Produktionssegment stellt die gesamte Bandbreite her: Scripted und unscripted Formate, „light entertainment”, Gameshows, Animation, TV movies und Miniserien. 2007 startete Sony in den USA ein eigenes, werbefinanziertes Streamingportal „Sony Crackle“ (bis Januar 2018 nur „Crackle“).

Aktuelle Entwicklung

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„Sony bietet aktivistischem Investor die Stirn“, meldete boerse.ARD.de am 17.9.2019. „Firmenschreck“ Daniel Loeb und sein Hedgefonds Third Point würden eine Abspaltung von Sonys Chip-Sparte fordern. Es war der zweite Anlauf. Schon vor sechs Jahren, als sich Loeb mit ca. sieben Prozent an Sony beteiligt hatte, hatte er auf einen Verkauf des Filmstudios gedrängt. Sony-CEO Hirai sagte damals Nein, Loeb verkaufte seinen Sony-Anteil mit Gewinn. Jetzt, 2019, warf Loeb ein Auge auf die Chip-Sparte, investierte rund 1,5 Milliarden Dollar in Sony, und blitzte ein weiteres Mal ab. Diemal musste sich der neue CEO Kenichiro Yoshida um Loeb kümmern. Yoshida: „Die Chip-Sparte zu behalten, ist langfristig die beste Strategie, den Unternehmenswert zu steigern.“

Mitte Mai 2019 hatte Reuters bekannt gegeben: „KI, Streaming und Bildsensoren: Microsoft und Sony verbünden sich“. Sony und Microsoft, als Hersteller der beiden konkurrierenden Spielekonsolen PlayStation und Xbox eigentlich Rivalen, wollten ihre Kräfte in einer strategischen Partnerschaft bündeln und gemeinsam an Cloud-Anwendungen arbeiten, und auch in den Bereichen KI und Streamen von Spielen kooperieren. Das sei eine Stärkung vor allem im Konkurrenzkampf mit Amazon. Das als Internet-Händler groß gewordene Amazon ist heute Marktführer im Cloud-Geschäft und ist zuletzt auch in den Spiele-Markt vorgestoßen.

Schließlich: Verglichen z.B. mit dem Smartphone-Markt ist der Produktionszyklus für Spielekonsolen deutlich entschleunigter. Die aktuelle Playstation 4 stellte Sony im Februar 2013 offiziell vor. Irgendwann 2020, spätestens in der Vorweihnachtszeit (genau weiß es niemand), wird Sony ein neues Modell auf den Markt bringen: Die Playstation 5. Was man schon weiß: Die Grafik soll eine 8K-Auflösung unterstützen, es wird einen anderen Controller geben, der Spieler durch exaktere kurze Vibrationen besser die dann 100 Gigabyte großen Spiele mitfühlen lassen wird. Weiter wird spekuliert, dass die Konsole auch als 4K-Bluray-Player genutzt werden kann und die Grafik „Ray-Tracing“ können soll. Damit die Spiele noch realistischer werden. Einen Preis hat Sony noch nicht genannt. Was es dann nicht mehr geben wird: Den in den USA verfügbaren OTT-Streamingdienst „PlayStation Vue“. Das Angebot von Live-, Sport- und weiteren Entertainmentkanälen gab es für Playstation-User seit 2015. Der Erfolg blieb aus, im September 2018 z.B. gab es nur 745.000 Abonnenten, am 30.1.2020 wurde „PS Vue“ eingestellt.

Literatur

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Hiroko Tabuchi: How the Tech Parade Passed Sony By (New York Times, 14.4.2012)
John Nathan: Sony: The Private Life. Boston, 1999

 

 

Inhalte

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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und der Stadt Köln.