4. News Corp. Ltd. / 21st Century Fox

Umsatz 2015: $ 37,620 Mrd. (€ 33,907 Mrd.)

Überblick

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Das Medienreich von Rupert und James Murdoch umfasst auflagenstarke Boulevardblätter wie die „Sun“ in Großbritannien, Sport- und Nachrichtensender von Indien über Europa bis Lateinamerika, Filmproduktionen in Hollywood und seit 2007 den renommierten Dow Jones Verlag, der unter anderem das „Wall Street Journal“ herausgibt. Mit Fox News kontrolliert der Murdoch-Clan den kommerziell erfolgreichsten Nachrichtensender der USA. In Großbritannien stand das Unternehmen zuletzt wegen eines Abhör-Skandals der Zeitung "News of the World" unter besonderem Druck. Im Juli 2013 wurde News Corp. in zwei eigenständig operierende Unternehmen aufgeteilt: einen Film- und Fernsehkonzern, 21st Century Fox, sowie ein Zeitungs- und Buchverlag, der weiterhin unter "News Corp." firmiert.

News

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13.02.17 / Time Warner Inc., News Corp. Ltd.

Murdoch und Trump: Ziemlich beste Freunde

26.09.16 / Google Inc., Facebook.com, News Corp. Ltd.

Twitter: Hintergründe zu Übernahmeverhandlungen

Basisdaten

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Hauptsitz:
1211 Avenue of the Americas
New York, NY 10036, USA
Telefon: 001 212-852-7000
Telefax: 001 212-852-7145
Internet: www.newscorp.com; www.21cf.com

Branche: Zeitungen, Zeitschriften, Buchverlage, Film, Fernsehsender, Satelliten-TV, Kabel-TV, Internet-Content
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.07. - 30.06.
Gründungsjahr: 1952, 2013 (Aufsplittung in News Corp. und 21st Century Fox)

 

Tab. I: Ökonomische Basisdaten 21st Century Fox/News Corp. (in Mio. USD)
21st Century FoxNews Corp.
2016
Umsatz27.3268.292
Gewinn2.755(179)
Aktienkurs (Jahresende)25.8311.46
Mitarbeiter21.50024.000
2015
Umsatz28.9878.633
Gewinn8.537(78)
Aktienkurs (Jahresende) 27,0113,24
Mitarbeiter20.50025.000
2014
Umsatz31.8678.574
Gewinn4.514770
Aktienkurs (Jahresende)37,8215.43
Mitarbeiter27.00022.000
2013
Umsatz27.6758.900
Gewinn7.097688
Aktienkurs (Jahresende)34.3917.72
Mitarbeiter25.60024.000
Tab. II: Ökonomische Basisdaten News Corp. 2004-2012
20122011201020092008200720062005
Umsatz (in Mio. US-Dollar)33.70633.40532.78830.42332.99628.65525.32723.859
Gewinn (Verlust) nach Steuern (in Mio. US-Dollar)1.1792.8942.539(3.378)*5.3873.4202.3142.128
Aktienkurs (in US-Dollar, Jahresende)22,2117,7614,5015,929,4422,9422,2616,61
Beschäftigte48.00051.00051.00055.50064.00053.00047.30047.300

 * inklusive Wertminderungsaufwendungen und anderer Kosten in Höhe von 9,298 Mio. US-Dollar

Geschäftsführung

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News Corp.

Management:

  • Rupert Murdoch, Executive Chairman
  • Lachlan Murdoch, Non-Executive Chairman
  • Robert Thomson, Chief Executive Officer
  • Bedi A. Singh, Chief Financial Officer
  • Keisha Smith-Jeremie, Chief Human Resources Officer
  • Antoinette Bush, Global Head of Government Affairs
  • Paul Cheesebrough, Chief Technology Officer
  • Anoushka Healy, Chief Strategy Officer
  • Jim Kennedy, Chief Communications Officer
  • David Pitofsky, General Counsel

 

Aufsichtsrat:

  • Rupert Murdoch
  • Lachlan Murdoch
  • Peter L. Barnes, Metcash
  • José María Aznar
  • Natalie Bancroft
  • Elaine L. Chao
  • John Elkann, EXOR
  • Joel I. Klein
  • James Murdoch
  • Ana Paula Pessoa, Brunswick Group
  • Masrorr Siddiqui, Naya Management
  • Robert J. Thomson

 

21st Century Fox

Management:

  • James Murdoch, Chief Executive Officer
  • Lachlan Murdoch, Executive Chairman
  • Rupert Murdoch, Executive Chairman
  • Chase Carey, Executive Vice Chairman
  • John Nallen, Senior Executive Vice President, Chief Financial Officer
  • Gerson Zweifach, Senior Executive Vice President & Group General Counsel, Chief Compliance Officer
  • Julie Henderson, Executive Vice President, Chief Communications Officer
  • Janet Nova, Executive Vice President, Deputy General Counsel
  • Chip Smith, Executive Vice President, Government Affairs
  • Reed Nolte, Senior Vice President, Investor Relations

 

Aufsichtsrat:

  • Rupert Murdoch
  • Chase Carey
  • Sir Roderick I. Eddington, J.P. Morgan
  • Delphine Arnault, Louis Vuitton Malletier
  • James W. Breyer, Accel Partners
  • David Devoe
  • Viet Dinh, Georgetown University
  • James Murdoch
  • Lachlan Murdoch
  • Jacques Nasser, One Equity Partners
  • Robert Silberman, Strayer Education
  • Tidjane Thiam, Prudential plc
  • Jeffrey W. Ubben, ValueAct Capital

Geschichte und Profil

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Die Wiege der News Corporation stand in Australien: Nach einem Studium in Oxford und – für die spätere Karriere wohl weitaus wichtiger – einem Job bei der Londoner „Daily Mail“ als Junior Reporter, erbte der 21jährige Rupert Murdoch 1952 die angeschlagenen „Adelaide News“ von seinem Vater Sir Keith Murdoch. Als wenig später der Verleger des übermächtigen Konkurrenztitels am Ort die „News“ billig zu übernehmen gedachte, zeigte der junge Rupert zum ersten Mal die Zähne und wandte eine Taktik an, die er 40 Jahre später mit ähnlich durchschlagendem Erfolg am britischen Pressemarkt wiederholen sollte: Er senkte den Preis. Die Konkurrenz schlief, verlor scharenweise ihre Leser und musste wenig später ihrerseits an Murdoch verkaufen. 1964 gründete Murdoch die erste landesweite, australische Tageszeitung und startete 1968 in Großbritannien durch. Hier kaufte er zunächst die Massenblätter „News of the World“ und „The Sun“, die er zu populär-konservativen Sensationstiteln umbaute. Das Page-Three-Girl sorgte für Furore und dürfte einer der Gründe sein, warum Rupert, anders als sein eigentlich viel unbedeutender Vater Sir Keith, bis heute ohne Ritterschlag geblieben ist.

Im Jahr 1973, seit dem Kauf der „San Antonio Express News", mischte Murdoch zum ersten Mal auf dem US-Medienmarkt mit. Erster Höhepunkt der US-Karriere war 1976 die Übernahme der schwächelnden „New York Post“, bei der Murdoch mit der „Sun“-Taktik in kurzer Zeit ebenfalls die Auflage erheblich steigern konnte. Erst 1979 schlug die offizielle Geburtsstunde der heutigen News Corporation, die noch heute von Sydney aus sämtliche Murdoch-Aktivitäten in aller Welt steuert und ihre jährlichen in Adelaide abhält. 1980 übernahm Murdoch mit der Londoner „Times“ und der „Sunday Times“ erstmals Qualitätsblätter von Weltformat, später kamen andere Zeitungen in Australien und den USA hinzu. Bis 1986 blieb News Corp. ein reiner Verlagsriese. Mit der Übernahme der Twentieth-Century-Fox-Filmstudios begab sich Murdoch erstmals auf audiovisuelles Terrain. Als Australo-Brite vom amerikanischen TV-Markt ausgeschlossen, schwor Murdoch 1986 den Eid auf die amerikanische Verfassung, kaufte sofort sechs lokale TV-Sender und bastelte daraus die Keimzelle für die erste landesweite TV-Network-Gründung seit 1948, Fox Broadcasting. 1989 ging in Großbritannien Europas erstes Satelliten-Fernsehen Sky Television auf Sendung. Nach 18 Monaten fusionierte Sky mit dem erfolglosen British Satellite Broadcasting zu BSkyB.

Trotz des Engagements auf dem Fernsehmarkt wuchs die News Corp. auch im Verlagsbereich weiter: Anfang der 1990er Jahre brachen die Unsummen verschlingenden TV-Aktivitäten News Corp. fast den Hals: Kurzfristig wurden 7,6 Milliarden Dollar Schulden fällig, einige Gläubigerbanken wurden nervös und verweigerten zunächst eine Umschuldung. News Corp., so Murdoch-Biograph William Shawcross, war nur noch Minuten von der Liquidation entfernt. Gerettet haben sollen Murdoch ausgerechnet die Einnahmen aus dem Weihnachts-Blockbuster seiner bislang eher erfolglosen Twentieth Century Fox: „Kevin allein zu Haus“. Die Warnung kam allerdings an, News Corp. begrenzte die Neuverschuldung drastisch und sorgte für besseren Cash-Flow in Krisenzeiten. Murdoch war bald wieder obenauf und übernahm ab 1993 nach und nach den asiatischen Satelliten-Sender Star TV. Außerdem kaufte er sich 1994 zunächst mit einem 20-Prozent-Anteil bei der US-Senderkette New World Communications ein, die dafür ihre zehn Stationen dem Fox-Network anschloss. Anfang 1996 übernahm Murdoch New World komplett und startete seinen eigenen Nachrichtensender Fox News als Konkurrenz zu CNN.

Am 31. Juli 2007 gab die Verleger-Familie Bancroft bekannt, sie habe sich dafür entschieden, Rupert Murdochs Offerte für den Kauf des Zeitungsunternehmens Dow Jones anzunehmen, das auch das renommierte „Wall Street Journal“ herausgibt. Um die Bedenken einiger Mitglieder der Eigentümerfamilie auszuräumen, Murdoch könnte zu viel Einfluss auf die redaktionelle Unabhängigkeit der Publikationen des Verlages nehmen, wurden Erklärungen abgegeben und Versicherungen unterzeichnet, die eine zu starke Einflussnahme seitens des News Corp. Chefs verhindern sollen. Ein prominent besetztes Aufsichtsgremium sollte außerdem die journalistische Unabhängigkeit überwachen und schützen.

Im Sommer 2011 trennte sich News Corp. wieder von der Social Community MySpace. Das ehemalige Start-Up wurde 2005 für 580 Millionen US-Dollar übernommen. Damals noch das größte soziale Netzwerk der Welt, fantasierte Murdoch davon, MySpace irgendwann für sechs Milliarden wieder weiterzuverkaufen. Nachdem aufgrund von technischen Schwachstellen, internen Führungskämpfen und Managementfehlern die User in Strömen zu Konkurrent Facebook abwanderten, verlor auch Murdoch das Interesse am Unternehmen. Im Juli 2011 wurde Myspace für 35 Millionen US-Dollar an ein Konsortium bestehend aus dem Onlinewerbevermarkter Specific Media sowie dem Popstar Justin Timberlake verkauft.

Für den größten Skandal der Unternehmensgeschichte sorgte ein 2011 in seiner Gänze bekannt gewordener Abhör-Skandal beim Boulevard-Blatt "News of the World". Die Zeitung engagierte seit 1998 Privatdetektive, die sich in die Mobiltelefone von britischen Prominenten einhackten, sowie bestach systematisch Polizeibeamte, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Die Mehrheit der rund 550 Opfer der Abhöraktionen einigten sich außergerichtlich mit News International gegen die Zahlungen hoher Summen (insgesamt zahlte News Corp. über eine Milliarde an Schadensersatz). Im Juli 2011 kam zudem heraus, dass die "News of the World" sich 2002 in das Mobiltelefon des vermissten und später ermordeten Teenagers Milly Dowler und ihrer Familie hackte und so die Polizeiermittlungen systematisch behinderte. Zudem wurden über 25 Journalisten beim Schwester-Blatt "The Sun" vorrübergehend wegen Bestechung verhaftet. Aufgrund des enormen öffentlichen Drucks entschlossen sich Murdoch und Sohn James zu einem radikalen Schritt. Sie stellten die 150 Jahre alte Zeitung ein. Im Sommer 2013 wurde News Corp. zudem in zwei Unternehmen aufgespalten: einen Print- und Bildungsarm sowie ein Film- und Fernsehkonzern. Trotz negativer Publicity muss das Handling des Skandals durch Murdoch als Erfolg gewertet werden: die Anwälte konnten im Prozess 2014 das Bild aufrechterhalten, die News Corp.-Führungskräfte hätte trotz gigantischen Ausmaß der illegalen Aktivitäten von alledem nichts gewusst. Einzig der ehemalige stellvertretende Chefredakteur und spätere Sprecher von Premierminister David Cameron, Andy Coulson, wurde schuldig gesprochen. Frei gesprochen wurde hingegen Chefredakteurin und Murdoch-Intimus Rebekah Brooks. Sie kehrte 2015 als Chefin von News UK wieder zurück an ihre alte Wirkungsstätte. 

Management

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Keith Rupert Murdoch
Das Geheimnis von Rupert Murdochs Erfolg liegt laut Biograph William Shawcross, darin, dass er die Instinkte eines Glücksspielers mit puritanischer Disziplin kombiniert. Als „Apostel der globalen Kommunikation“ erreicht er mit seinen Fernsehsendern, Zeitungen und Magazinen eine Reichweite von 4,7 Milliarden Menschen oder drei Viertel der Weltbevölkerung.

Ein Blick auf die Literatur über den Aufstieg von Murdoch lässt zwei entgegengesetzte Strömungen erkennen. Manche Autoren, darunter Michael Wolff, Autor der wohl einflussreichsten Murdoch-Biographie, argumentieren, Murdoch sei in seinem Herzen immer noch der Reporter geblieben, der er zu Beginn seiner Karriere als Lokalredakteur einer australischen Zeitung war. Murdoch, so Wolff, würde journalistische Ideale wie stete Neugier und eigenständige Recherche hochhalten und sei auf diese Weise zu einem der erfolgreichsten Medienunternehmer der Welt avanciert.

Andere Journalisten behaupten das Gegenteil. Für Autor Bruce Page sind alle News Corp.-Blätter „Pseudo-Zeitungen“, die mit einer „Kitsch-Ideologie“ und vorgeheuchelter Anti-Establishment-Rhetorik angereichert werden. Robert Greenwald hat mit seiner Dokumentation „Outfoxed“ gezeigt, wie „Fox News“ Berichterstattung und Kommentar vermischt, Rufmordkampagnen gegen liberale Politiker und Aktivisten initiiert und die permanente Propagierung rechter Ideologien als „fair and balanced“ verkauft. Für Greenwald ist klar: Rupert Murdoch führt einen Krieg gegen seriösen Journalismus.

Bei dem von Murdoch selbst gezeichneten Bild eines Mannes aus kleinen Verhältnissen, der im Auftrag des Subproletariats gegen elitäre Zirkel und die herrschenden Machtverhältnisse zu Felde zieht, sind Zweifel angebracht. Seine Familie war Teil der post-kolonialen Oberschicht Australiens. Die Eltern Murdochs schickten den Sohn auf die Eliteuniversität Oxford. Im Verlauf seiner Karriere suchte er stets den Kontakt zu den obersten politischen Führungsriegen. Legendär sind in diesem Zusammenhang die Besuche von Margaret Thatcher in den Redaktionsräumen der britischen „Sun“, wo sie mit Murdoch Whiskey trank.

Es ist unklar, wo genau man Murdoch auf dem politischen Koordinatenkreuz verorten kann. Seine Allianzen zu politischen Machthabern wirken beliebig. Unter den von ihm favorisierten Politikern, zu denen er in der Vergangenheit zwecks Verbesserung der medienpolitischen Rahmenbedingungen die Nähe gesucht hat, sind Persönlichkeiten wie Tony Blair, John Major, Ronald Reagan und Deng Xiaoping. Spätestens nach dem britischen Abhörskandal zweifelten jedoch immer mehr an der Urteilskraft des inzwischen 85-jährigen und seinem Krisenmanagement. Im Juni 2015 zog sich Murdoch jedoch aus dem operativen Tagesgeschäft von 21st Century Fox zurück und überließ das Feld seinen Söhnen James (CEO) und Lachlan (Executive Co-Chairman).

James und Lachlan Murdoch
Weil zwei der Töchter noch Kleinkinder sind (Grace Helen und Chloé) und Tochter Prudence aus erster Ehe mit Patricia Booker sich nie für das Unternehmen interessiert hat, blieb als favorisierter Thronfolger aus der Murdoch-Familie lange Zeit nur der jüngste Sohn James. Der 38-jährige war Vorstandschef bei BSkyB, dem digitalen Bezahlfernsehen in Großbritannien. Er machte BSkyB zu einem der erfolgreichsten kommerziellen Fernsehsender im Vereinten Königreich. Im Juni wurde er effektiv zum neuen CEO von 21st Century Fox befördert.
Rupert Murdochs ältester Sohn Lachlan ist im Frühjahr 2014 zum Ko-Vorsitzenden des News Corp.-Vorstand befördert worden und damit wieder zum Vertrauten seines Vaters avanciert. Zuvor gingen Beobachter davon aus, dass sich Lachlan langfristig aus dem Unternehmen zurückziehen würde, nachdem er 2005 alle Ämter niedergelegt und seine eigenen Produktions- bzw. Investmentfirmen NOVA und Illyria gegründet hatte. Lachlan und James haben 21st Century Fox jedoch bereits ihren eigenen Stempel aufgedrückt, seitdem sie formal das Zepter von ihrem Vater überreicht bekamen: unter anderem kauften sie für 725 Millionen einen Mehrheitsanteil an der National Geographic-Senderkette, ersetzten den republikanischen Cheflobbyisten Michael Regan durch den Demokraten Chip Smith und zwangen im Sommer 2016 schließlich den langjährigen Fox News-Boss Roger Ailes zum Rücktritt. Zuvor hatte die Moderatorin Gretchen Carlson behauptet, Ailes habe sie jahrelang sexuell belästigt.

Chase Carey
Chase Carey ist als engster außerfamiliärer Vertrauter von Rupert Murdoch für das operative Tagesgeschäft von 21st Century zuständig. Er erntete das Vertrauen von Murdoch als er in den 1980er Jahren die Fox-Senderkette in den USA etablierte, unter anderem indem er Konkurrent CBS die NFL-Football-Rechte wegnahm. Carey gilt als Hirn hinter der jüngsten paid content-Strategie des Konzerns. Während des Abhörskandals - mit dem Carey im Gegensatz zu James Murdoch nichts zu tun hatte - war er zeitweise das Gesicht des Konzerns. Carey war kein Freund des verlustreichen Zeitungsgeschäft und gilt als Hirn hinter der Entscheidung, sämtliche Beteiligungen am Printgeschäft aus dem Konzern auszugliedern.

Elisabeth Murdoch
Seit Anfang 2011 wieder zurück im Unternehmen ist Murdochs zweite Tochter Elisabeth. Nachdem sie in den 1990er Jahren diverse Fox-TV-Sender in den USA leitete und später in leitender Position für den britischen Pay-TV-Sender BskyB arbeitete, kehrte sie News Corp. für elf Jahre den Rücken und gründete ihre eigene Fernsehproduktionsfirma Shine. Diese wurde im Februar 2011 für 415 Millionen Pfund von News Corp. gekauft, was Liz Murdoch als Mehrheitsanteilseignerin allein 150 Millionen Pfund reicher machte. Erboste News Corp. -Aktionäre verklagten daraufhin das Unternehmen, da sie der Meinung waren, der Kaufpreis wäre viel zu hoch und es handele sich um einen klassischen Fall von Vetternwirtschaft.

Geschäftsfelder

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Die News-Corp.-Aktivitäten einer Branche sind in jedem Land als eigene Gesellschaft mit weiteren Untergesellschaften eingetragen. Im Juni 2012 beschlossen Murdoch und News Corps operativer Chef, Chase Carey, eine Abspaltung der Zeitungs-, Buch- und Bildungssparte vom weitaus profitableren Film- und Fernsehsegment nach. Letztere generiert rund zwei Drittel des Konzernumsatzes und 90 Prozent des Gewinns. Nach der im Sommer 2013 abgeschlossenen Aufspaltung steht Murdoch dem Zeitungsunternehmen als Chairman vor und bleibt formell Chef des Film- und Fernsehkonzerns. Die Zeitungssparte wird hingegen von Robert Thompson, bisher Chefredakteur des Wall Street Journal, geleitet.

21st Century Fox

Fernsehen
Mit Fox News, dem zuschauerstärksten 24-Stunden Nachrichtenkanal und Fox Business Network und dem Fox News Radio Network erreicht das Unternehmen 94 Millionen Rezipienten in den USA. Mit Fox Sports Net betreibt der Konzern die größte regionale Sportsenderkette. Der Kabel-Sportsender Fox Sports überträgt unter anderem College Basketball und -Football, Champions League Fußball, Nascar-Autorennen und Golf. Hinzu kommen 28 regional Fernsehsender in neun der zehn reichweitenstärksten Regionen der USA sowie Content-Abkommen der Fox-Senderkette mit 207 weiteren Lokalsendern. FX (sowie Schwesterkanal FXX) ist neben National Geographic der wichtigste Kabelsender für die Ausstrahlung von hochwertigen TV-Serien (u.a. "The Americans", "American Horror Story", "Fargo") und TV-Premieren der 20th Century Fox-Filme. Hinzu ist Fox im Besitz eines Drittels der Anteile am Streaminportal. Hulu.com. In Indien hat das Streamingportal Hotstar bereits 72 Millionen Nutzer.

Außerhalb der USA kontrolliert Fox zahlreiche Kabel- und Sportsender in Europa, Lateinamerika, Afrika und Asien empfangbar sind. Wichtigste Marken sind hierbei STAR India, Fox Pan American Sports und Fox Sports Asia. In Europa hält 21st Century Fox einen 39-prozentigen Anteil am Pay-TV-Riesen Sky.

Film- und TV-Produktion
Twentieth Century Fox Film (TCFF) ist weiterhin eines der größten Hollywood-Studios, das jährlich durchschnittlich 25 Filme in die Kinos bringt. Zu TCFF gehören die beiden Studios Twentieth Century Fox und Fox 2000, die Blockbuster produzieren; die Indie-Tochter Fox Searchlight Pictures, das Animationsstudio Fox Animation und der internationale Ableger Fox International Production. Das TV-Pendant Twentieth Century Fox Televsion (TCFTV) produziert TV-Serien und -Formate für die eigenen Sender sowie die Konkurrenz. Zu den wichtigsten internationalen TV-Produktions- und Vertriebsfirmen von Fox zählen ein Joint Venture mit der Endemol Shine Group und ein 30-prozentiger Anteil an der indischen Tata Sky-Gruppe. Außerdem hält Fox einen Minderheitenanteil an VICE Media.

News Corp.

Zeitungen
Das News Corp.-Zeitungsgeschäft besteht aus dem Finanzinformationsdienstleister Dow Jones ("Wall Street Journal", Barron's, Marketwatch, Factiva), News Corp. Australia ("The Australian", "The Daily Telegraph", "Herald Sun", "The Courier Mail" und "The Advertiser") News UK ("The Sun" und "The Times") der New York Post und die News America Marketing, die ihren Umsatz durch die Veröffentlichung von Zeitungs-Coupons für Lebensmittel und das Aufstellen von Werbematerial innerhalb von Supermärkten.

Bücher
News Corp. kontrolliert mit HarperCollins den zweitgrößten Buchverlag der Welt zu dem die Töchterverlage Avon, William Morrow, Zondervan, Thomas Nelson und Harlequin Enterprises gehören. Zusammen halten sie die Rechte an über 300.000 Titeln.

Fernsehen
Fox Sports Australia ist die einzige TV-Senderkette, die unter dem Dach von News Corp. (und nicht 21st Century Fox) angesiedelt ist.

Bildung
Mit Amplify stieg News Corp. unter der Aufsicht des US-Bildungspolitiker Joel Klein in den wachsenden Markt für digitale Bildungsmedien ein. Amplifly produziert Tablet-basierte Lernsoftware für Lehrer und Schüler.

Engagement in Europa

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Nach einem Anfang 2010 abgeschlossenen kompletten Rückzug aus Osteuropa (Bulgarien, Lettland, Serbien und Polen) konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten von News Corp. in Europa in erster Linie auf Deutschland, Großbritannien und Italien.

Deutschland
In wenig schöner Erinnerung dürfte Rupert Murdoch Deutschland sein. 1991, wenige Monate nach der Wiedervereinigung, startete er mit Hubert Burda das Boulevardblatt „Super“ für die neuen Bundesländer mit dem Ziel, „Bild“ insbesondere auf dem ostdeutschen Markt Konkurrenz zu machen. 1992 wurde das Projekt bereits begraben. Die „Super“ hatte die Erwartungen verfehlt. Auch mit seinem Engagement am deutschen Fernsehmarkt hatte Murdoch wenig Glück. Seine Beteiligungen an den Sendern Vox (Bertelsmann) und TM3 (Kirch Gruppe) verkaufte er rasch wieder. Auch die Millionen, die er in eine Beteiligung an den Pay-TV-Sender Premiere gesteckt hatte, waren schnell weg. Sein Partner Leo Kirch meldete 2002 Insolvenz an. Im Zuge von Kirchs Untergang musste Murdoch um die 1,7 Mrd. Euro abschreiben.

Doch Murdoch gab nicht auf. Im Januar 2008 kaufte er erneut 14,58 Prozent der Aktien am Premiere (heute Sky) vom einstigen Besitzer Unity Media. Der Anteil wurde zwischen 2008 und 2013 auf 54,5 Prozent aufgestockt, womit 21st Century Fox nun über eine Sperrminorität verfügt. Nach Jahren des Verlusts hat sich bei Sky die Situation deutlich verbessert. Schwarze Zahlen wurden - auch im Zuge des Launch eines 24-Stunden-Sportnachrichtenkanals - erstmals im zweiten Quartal 2012 geschrieben; im Geschäftsjahr 2013 stieg der Umsatz auf mehr als 1,5 Mrd. und das EBITDA auf 35 Mio. Euro. Damit die positive Entwicklung anhält, erwarb Sky die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga bis 2017. Um auf die wachsende Popularität von Online-VoD-Anbgeboten zu reagieren, startete Sky Ende 2013 mit "Snap" seine eigene Online-Videothek. Sky Deutschland gehört im Zuge einer Ausgliederung (s.u.) mittlerweile zu 95 Prozent der britischen Sky-Gruppe und wurde 2015 von der Börse genommen.

Großbritannien
Neben diversen britischen Tageszeitungen (darunter auch "The Sun" und "The London Times") ist das Herzstück von News Corps Engagement in Großbritannien der Satellitensender BskyB, dessen komplette Übernahme (News Corp. hält nur 39 Prozent) wegen des Abhörskandals auf Eis gelegt wurde. Im Rahmen der Leveson Inquiry, dem Untersuchungsausschuss zum Abhörskandal, kamen Emails an Licht, die nahelegen, dass sich Kulturminister Jeremy Hunt gemeinsam mit einem News Corp-Lobbyisten hinter verschlossenen Türen für die komplette Übernahme durch Murdoch konspirativ eingesetzt haben soll. Enorme Bedeutung haben für Sky die Übertragungsrechte an der britischen Premier League, die das Unternehmen seit Jahren hält. Im Rahmen der letzten Ausschreibung bezahlte BskyB 2,3 Milliarden Pfund für die drei Saisons von 2013 bis 2016.

Konsolidierung des europäischen Pay-TV-Marktes
Im Mai 2014 spaltete Murdoch das europäische Pay-TV-Segment von 21st Century Fox ab. BskyB (an dem Murdoch ebenfalls mit rund 40 Prozent beteiligt ist) übernahm die Fox-Anteile an Sky Deutschland (geschätzer Wert: rund drei Milliarden Euro) und Sky Italia (hundert Prozent, fünf Milliarden). Auf diese Weise avancierte die britische Sky-Gruppe zu einem pan-europäischen Pay-TV-Riesen, während sich Fox ganz auf die Produktion von TV- und Filminhalten konzentrieren kann. Die EU-Kommission gab der Übernahme im September 2014 grünes Licht.

Engagement in Asien

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News Corp. hat in Asien laut der Consulting Firma Media Partners Asia 2011 einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar und 250 Millionen operativen Gewinn erwirtschaftet. 

China
Murdoch betont in seinen spärlichen Interviews gerne die Macht der internationalen Medien, Diktaturen und Unrechtsregime durch Information schlagen zu können – sobald es die Wirtschaftsinteressen von News Corp. erfordern, steht er aber selbst  auf der Seite der Mächtigen: Als der chinesischen Staats- und Parteiführung das über Murdochs Asia2Sat in ganz Asien ausgestrahlte Nachrichtenprogramm von BBC World ein Dorn im Auge war und Konsequenzen für Murdochs Star TV drohten, nahm er die BBC einfach vom Satelliten. Diese Haltung ist bis heute Garant für Murdochs Erfolg im chinesischen Markt: Joint-Venture-Partner für die Online-Dienste ist die kommunistische Parteizeitung, seine Partner bei Phoenix Satellite Television sind in den Augen der Pekinger Führung wohlgelittene Geschäftsleute und Ex-Militärs. Als der chinesische Staatschef Jiang Zemin 1999 Großbritannien besuchte, berichtete die Murdoch-Presse übertrieben wohlwollend und sparte das Thema Menschenrechte aus.

Im Mai 2012 erwarb News Corp. 19,9 Prozent  an der chinesischen Bona Film Group. 

Indien
In Indien hat News Corp. seit 1993 bereits mehr als zwei Milliarden US-Dollar investiert. Murdoch betreibt dort 13 Fernsehsender, darunter auch den Marktführer Star India Plus, der ein hindisprachiges Programm ausstrahlt. Mittlerweile stammen siebzig Prozent des Umsatzes, den News Corp. im asiatischen Raum generiert, aus den Aktivitäten in Indien. Deshalb wurde im September 2008 weiter kräftig investiert: fünf weitere Fernsehsender wurden gestartet, zwei davon in den Sprachen Marathi und Gujarati. Außerdem wurden die Fox Star Studios ins Leben gerufen, die Hollywoodfilme in Indien vertreiben und eigenständige Bollywood-Werke produzieren sollen.

Türkei
Auch für den türkischen Fernsehmarkt kann sich Murdoch offenbar begeistern. Im Juli 2006 erwarb Murdoch mit seinem Geschäftspartner Achmet Ertegün für rund 77 Millionen Euro die Mehrheit an dem Privatsender TGRT. TGRT gehört zur Unternehmensgruppe Ihlas, die wiederum zu den größten Medien-Holdings der Türkei zählt und betreibt diverse türkische Fox-Sender. Darüber hinaus will News Corp. die türkische Mediengruppe Sabah-ATV übernehmen. Wegen des britischen Abhörskandals gelten die Erfolgschancen jedoch eher als gering.

Saudi-Arabien
Im Februar 2010 erwarb News Corp. für 70 Millionen US-Dollar einen neunprozentigen Anteil an der saudischen Mediengruppe Rotana. Das Unternehmen betreibt mehrere Fernsehsender und Plattenfirmen und kontrolliert einen erheblichen Teil der in Ägypten ansässigen arabischen Filmproduktion. Ein erfolgreicher Einstieg bei Rotana würde News Corp. den Zugang zu mehr 300 Millionen Menschen des mittleren Ostens erschließen. Langfristig möchte News Corp. in die Produktion von arabischsprachigem Content einsteigen. So ist es durchaus denkbar, dass eine arabische Version von Fox News als Konkurrenz zu Al Jazeera und Al Arabiya gelauncht wird.

Als im Sommer 2010 der Bau eines muslimischen Gemeindezentrums in der Nähe von Ground Zero in New York intensiv in der amerikanischen Öffentlichkeit diskutiert wurde, fiel die Berichterstattung von Fox News besonders ablehnend aus. Einer der auf Fox News immer wieder vorgetragenen Gründe, warum das Zentrum dort nicht gebaut werden dürfte: einer der Hauptinvestoren des Projekts, Al-Waleed bin Talal, finanziere angeblich islamischen Terrorismus und radikale Koranschulen. Was den Fox News-Zuschauern dabei verheimlicht wurde: Rotana-Chef Al-Waleed hält neun Prozent der stimmberechtigten Aktien von News Corp. und ist damit der größte Anteilseigner, dessen Nachname nicht Murdoch lautet.

Vereinigte Arabische Emirate
Im Mai 2012 ging in den VAE der arabischsprachige Nachrichtensender Sky News Arabia on Air. Der Sender ist das Resultat einer Partnerschaft zwischen BskyB und der Abu Dhabi Investment Corp. von Sheikh Mansour bin Zayed al-Nahayan, dem auch der britische Fußballklub Manchester City gehört.

Iran
Im Iran betreibt News Corp. den Fernsehsender Farsi1, der unter anderem synchronisierte Wiederholungen der Oprah Winfrey Show ausstrahlt. Ein zweiter Sender ist in Planung.

Australien
In seinem Heimatland kontrolliert Murdoch fast drei Viertel des gesamten Printsektors, darunter die führenden Tageszeitungen in vier australischen Großstädten. Hauptfeind von Murdoch und seinen der konservativen Partei nahestehenden Chefredakteuren: die rot-grüne Regierungskoalition um Premierminister Kevin Rudd. Dieser plant ein staatliches und für jedermann erschwingliches Super-Breitbandnetz zu installieren, dass eine Bedrohung für Murdochs Foxtel-Kabelgeschäft darstellt. Im Wahlkampf 2013 starteten die Murdoch-Zeitungen deshalb niveaulose Polemisierungen gegen Rudd.

Aktuelle Entwicklung

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Rupert Murdochs Festhalten an einem sich im Sterben befindlichen Zeitungsgeschäft wurde lange als von Nostalgie geblendete Altersstarrheit interpretiert. Wenn sich News Corp. weiter an chronisch defizitäre Medien wie der "New York Post" oder der britischen "Times" festklammere, so beklagten sich Aktionäre, würde das profitable Film- und Fernsehgeschäft darunter leiden. Die 2012 verkündete Abspaltung des Zeitungsgeschäftes wurde konzerintern daher mit Erleichterung aufgenommen

Um seine Kritiker Lügen zu strafen, sollten, beginnend mit der "Times of London", eigentlich schrittweise alle Websiten von News Corps 174 Zeitungen ihren frei zugänglichen Content entfernt haben und stattdessen Bezahlabos anbieten. Doch die Pay-Wall Strategie wurde im Herbst 2012 revidiert. Zwar wird der Webauftritt der "Times" weiterhin kostenpflichtig sein: Times-Artikel werden jedoch wieder bei den Google-Suchergebnissen gelistet werden - eine strategische Bankrotterklärung von Murdoch, der den Suchkonzern einst als "Parasiten" und "Content-Kleptomanen" beschimpft hatte. Die iPad-Zeitung "The Daily" wurde Ende 2012 aufgrund mangelnder Leserschaft nach 21 Monaten wieder eingestellt.

Die Abhör-Affäre hat das Ende der Meinungsmacht zumindest in Großbritannien eingeläutet. Rupert und James Murdoch räumten bei ihren Anhörungen im April 2012 vor dem Parlament zwar Versäumnisse ein, stritten jedoch erneut ab, persönlich von den  Abhöraktionen gewusst zu haben. Auch vom Vorwurf, über Jahrzehnte hinweg britische Politiker im Gegenzug für positive Berichterstattung manipuliert zu haben, wollten beide nichts wissen. Kritiker bescheinigten den Murdochs daraufhin Realitätsverlust. Der Abschlussbericht des parlamentarischen Untersuchungsausschuss bezeichnete Rupert Murdoch in der Folge als "ungeeignet, ein Medienunternehmen zu führen".

Wie wird die künftige Rolle von Rupert Murdoch aussehen? Zunächst wird der 84-jährige weiterhin in den Aufsichtsräten und Vorständen von Fox und insbesondere Zeitungskonzern News Corp. aktiv bleiben. Murdoch-Biograf Michael Wolff glaubt jedoch nicht an einen Rücktritt auf Raten. Murdoch, so Wolff, hätte mit dem Personalwechsel seine eigene Position noch weiter gestärkt. Über seine beiden Söhne, mit denen er in engen, täglichen Kontakt steht, kann Murdoch nun noch mehr Einfluss ausüben. Sein Traum sei nicht gewesen, die Leitung seines Imperium irgendwann mal an seine Söhne abzugeben, sondern News Corp/Fox gemeinsam mit ihnen zu managen. Für Wolff ist deshalb klar: "Murdoch is back."

Weiterführende Literatur

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  • Arsenault, Amelia/Castells, Manuel 2008: Switching Power: Rupert Murdoch and the Global Business of Media Politics: A Sociological Analysis, in: International Sociology, July 2008, Vol. 23(4): S. 488–513.
  • Barthel, Nadine 2008: Murdoch, Keith Rupert. In: Hachmeister, Lutz (Hrsg.): Grundlagen der Medienpolitik. DVA, München, S. 272-277.
  • Chenoweth, Neil 2002: Rupert Murdoch: The Untold Story of the World’s Greatest Media Wizard, Crown Business, New York.
  • Chenoweth, Neil 2012: Murdoch's Pirates: Before the Phone Hacking, There Was Rupert's pay-TV skullduggery. Allen & Unvwin, Sydney.
  • Crainer, Stuart 2001: Big Shots. Business the Rupert Murdoch Way. Capstone, Mankato.
  • Davies, Nick 2014: Hack Attack: The Inside Story of How the Truth Caught Up with Rupert Murdoch. Faber & Faber, London.
  • Ellison, Sarah 2010: War At The Wall Street Journal. Inside The Struggle To Control an American Business Empire. Houghton Mifflin Harcourt, Boston.
  • Folkenflik, David 2013: Murdoch's World. The Last of the Old Media Empires. Perseus Books, London.
  • Guthrie, Bruce 2011: Man Bites Murdoch. Carlton: Melbourne University Press.
  • Page, Bruce 2004: The Murdoch Archipelago. Pocket Books, London.
  • Shawcross, William 1997: Murdoch. The Making of a Media Empire. Simon & Schuster, New York.
  • Sherman, Gabriel 2014: The Loudest Voice in the Room: How the Brilliant, Bombastic Roger Ailes Built Fox News--and Divided a Country. Random House, New York.
  • Watson, Tom/Hickman, Martin 2012: Dial M for Murdoch. News Corporation and the Corruption of Britain. London, Allen Lane.
  • Wolff, Michael 2008: The Man Who Owns the News: Inside the Secret World of Rupert Murdoch. Broadway, New York.

Inhalte

Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2015*

  1. Alphabet Inc.
  2. Comcast
  3. The Walt Disney Company
  4. News Corp. Ltd. / 21st Century Fox
  5. AT&T Entertainment Group (DirecTV)
  6. Time Warner Inc.
  7. Viacom Inc./CBS Corp.
  8. Sony Entertainment
  9. Apple Inc.
  10. Altice Group
  11. Bertelsmann SE & Co. KGaA
  12. Cox Enterprises Inc.
  13. Facebook, Inc.
  14. Liberty Media Corp./Liberty Interactive/Starz
  15. Tencent Holdings Ltd.
  16. Dish Network Corporation
  17. Thomson Reuters Corporation
  18. Vivendi S.A.
  19. The Hearst Corporation
  20. Rogers Comm.
  21. Baidu Inc.
  22. Microsoft Corporation
  23. Charter Comm. Inc.
  24. RELX Group
  25. Bloomberg L.P.
  26. Essel Group
  27. Lagardère Media
  28. BBC
  29. ARD
  30. Pearson plc
  31. Netflix
  32. Advance Publications
  33. Amazon.com Inc.
  34. Discovery Communications
  35. iHeart Media
  36. Nielsen Holdings plc
  37. Shanghai Media Group
  38. The Naspers Group
  39. Nippon Hoso Kyokai
  40. Grupo Televisa
  41. S&P Global
  42. Fuji Media Holdings, Inc.
  43. Yahoo! Inc.
  44. Globo Communicação e Participações S.A.
  45. Wolters Kluwer nv
  46. Activision Blizzard Inc.
  47. ITV plc
  48. Electronic Arts
  49. Verizon (AOL)
  50. Nintendo Company Ltd.
  51. Mediaset SpA
  52. Axel Springer SE
  53. ProSiebenSat.1 SE
  54. Phoenix Publishing & Media Group
  55. France Télévisions S.A.
  56. Nippon Television Holdings
  57. IAC/InterActiveCorp.
  58. Time Inc.
  59. Bonnier AB
  60. TEGNA
  61. Quebecor Inc.
  62. Grupo Clarin
  63. Scripps Networks Interactive
  64. Gannett Co. Inc.
  65. Tokyo Broadcasting System Holdings, Inc.
  66. Univision Communications
  67. Daily Mail & General Trust plc
  68. RAI Radiotelevisione Italiana Holding S.p.A.
  69. Bandai Namco Holdings Inc.
  70. Graham Holdings Company
  71. Bauer Media Group
  72. Hubert Burda Media Holding Gmbh & Co.
  73. China Central Television
  74. ZDF
  75. Lionsgate Entertainment Corporation
  76. Bell Media
  77. TF1 S.A.
  78. Twitter
  79. Hunan Broadcasting System
  80. Spotify AB
  81. tronc, Inc.
  82. Modern Times Group
  83. Georg von Holtzbrinck GmbH
  84. Sanoma Group
  85. Schibsted Media Group
  86. Grupo Planeta
  87. Egmont Group
  88. John Wiley & Sons, Inc.
  89. SRG SSR
  90. Asahi Shinbun Company
  91. Tribune Media
  92. Scholastic Corporation
  93. NOS
  94. Meredith Corporation
  95. New York Times Company
  96. Gazprom-Media
  97. Grupo PRISA
  98. China Publishing Group
  99. Ubisoft Entertainment
  100. De Persgroep