25. Bloomberg L.P.

Umsatz 2015: $ 9,000 Mrd. (€ 8,112 Mrd.)

Überblick

einklappen

Bloomberg L.P. ist ein globaler Informationsdienstleister, dessen Service hauptsächlich aus der Übermittlung von Finanzdaten besteht. Mit dem seinem sogenannten Terminals, auch bekannt als Professional Service bietet Bloomberg rund 330.000 Nutzern weltweit eine einheitliche Plattform an, über die diverse Finanz- und Marktinformationen abgerufen werden können. Zu dem Medienunternehmen gehören außerdem weitere Informationsdienste, eine Nachrichtenagentur, ein Fernsehprogramm, Radiosender, ein Verlag und Onlinedienste. Bloomberg beschäftigt in 192Ländern rund 19.000 Mitarbeiter. Michael Bloomberg ist mit einem Anteil von 90 Prozent nicht nur Gründer sondern auch Haupteigner des Unternehmens. Nach seiner Wahl zum Bürgermeister von New York zog sich Bloomberg 2001 aus der Unternehmensführung zurück, ehe er 2014 nach drei Amtszeiten als CEO und Präsident zu Bloomberg L.P. zurückkehrte.

Basisdaten

einklappen

Hauptsitz:
Bloomberg L.P.
731 Lexington Avenue
New York, NY 10022
Telefon: +1-212-318-2000
Telefax: +1-917-369-5000
www.bloomberg.com

Branche:
Nachrichtenagentur, Internet-Dienste, Free-TV, Radio, Zeitschriften, Buchverlag
Rechtsform: Private Company
Geschäftsjahr: 01.01.-31.12.
Gründungsjahr: 1981

Tab. I: Ökonomische Basisdaten (Beträge in Mio. US-Dollar)
2015201420132012201120102009*2008200720062005
Umsatz9.000ª9.000³9.000²7.920¹7.600*****6.900****6.250***6.300**5.452*4.7004.400^
Beschäftigte19.00019.00016.00015.00015.000k.A.k.A.k.A.10.0009.500k.A.

^Schätzung, Quelle: New York Sun
* Zahl basiert auf internen Aufzeichnungen des Vorsitzenden Peter Grauer, Quelle: Silicon Valley Insider
**Schätzung, Quelle: New York Times
***Schätzung, Quelle: Wall Street Journal
****Schätzung, Quelle: Wall Street Journal
*****Schätzung, Quelle: Wall Street Journal
¹Schätzung, Quelle: Financial Times
²Schätzung, Quelle: New York Times
³Quelle: Business Insider
ªSchätzung, Quelle: Recode.net

Geschäftsführung

einklappen

Management:

  • Michael Bloomberg, President, CEO
  • Elizabeth Mazzeo, Chief Operating Officer
  • Thomas Secunda, Global Head of Financial Products and Services
  • John Micklethwait, Editor in Chief, Bloomberg News
  • Gregory C. McCaffery, Chief Executive Officer, Bloomberg Law
  • Richard DeScherer, Chief Legal Officer
  • Justin B. Smith, Chief Executive, Bloomberg Media Group

 

Aufsichtsrat:

  • Thomas Secunda, Bloomberg
  • Matthew Winkler, Bloomberg
  • Richard DeScherer, Bloomberg
  • Peter Grauer, Chairman of the Board, DaVita HealthCare
  • Arthur Levitt Jr., Goldman Sachs
  • Jane Quinn, Main Street Connect
  • Frank Savage, Savage Holdings
  • Martin Geller, Geller & Company

Geschichte und Profil

einklappen

Michael Bloomberg bemerkte schon früh, dass der weltweit betriebene Wirtschaftsjournalismus durch die Globalisierung eine Blütezeit erleben sollte. Er gründete 1981 das Unternehmen Innovative Marketing Systems und begann daraufhin mit der Vermarktung des Bloomberg Terminals. Der Bloomberg Terminal ist ein Computerterminal, der an einen Informationsdienst angeschlossen ist und mit dem Finanzdaten übertragen werden können. Das Angebot richtet sich vor allem an Fachkräfte, die in der Wirtschaftsbranche tätig sind. Die finanziellen Mittel für dieses Projekt stammen aus den geschätzten 10 Millionen Dollar Abfindung, die Bloomberg nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen Salomon Brothers erhielt. Seit Mitte der siebziger Jahre war Bloomberg dort als Leiter des Aktienhandels tätig gewesen. Er verließ das Unternehmen kurz nach dessen Privatisierung.

Der Finanzdienstleister Merrill Lynch & Co., Inc. wurde mit dem Kauf mehrerer Terminals der erste Kunde von Bloomberg und sicherte sich 1985 für 39 Millionen USD einen 30 prozentigen Anteil am Unternehmen. Mit dem Einstieg von Merill Lynch $& Co., Inc. begann auch die Serienproduktion der Bloomberg Terminals. Die Maschinen stehen heute in weltweit rund 330.000 Büros und Privatwohnungen, im Vatikan wie in der Redaktion der „New York Times“, und machen dank einer Jahresmiete pro Terminal von derzeit 24.000 Dollar den Hauptumsatz des Unternehmens aus.

Die achtziger Jahre markierten die erste Hochphase des Unternehmens. Mit der Zeit wurden die über die Terminals verbreiteten Daten wichtiger als die Maschinen selbst. Der Finanzdatenhandel wurde zum Kernsegment des Unternehmens, welches im Jahre 1986 in Bloomberg L.P. umbenannt wurde. Auch der Aktien-Crash 1987 konnte relativ unbeschadet überstanden werden, in der Folgezeit wurden sogar Auslandsbüros in London und Tokyo eröffnet.

Da Bloomberg am Anfang nur ein geringes Werbebudget zur Verfügung stand, gründete er 1990 die Nachrichtenagentur Bloomberg Business News, um dadurch eine höhere Medienpräsenz zu erreichen. Eine eigens eingerichtete Redaktion rekrutierte namhafte Journalisten, welche unter anderem vom Wall Street Journal und Forbes abgeworben wurden. Die Nachrichten werden seither direkt über die Terminals ausgestrahlt. Zeitungen wurde die kostenlose Benutzung der Terminal angeboten, im Gegenzug mussten sich diese verpflichten, unter dem Anbieternamen Meldungen abzudrucken. Seither, so erklärte Bloomberg einmal seine Strategie, könne er sich über wohlwollende Kritik freuen, da das Unternehmen als zuverlässige Nachrichtenquelle gelte. Das Fachblatt "Columbia Journalism Review" sprach in diesem Zusammenhang davon, dass sich die Journalisten für Bloombergs Werbegeschenk „mit Tinte“ revanchierten. Zeitungen, die sein Informationsangebot zu selten nutzten, drohte Bloomberg regelmäßig mit Entzug.

1992 kaufte das Bloomberg Unternehmen eine New Yorker Radiostation und formte diese zu einem reinen Nachrichtensender um, es folgten ein hausinternes Fernsehstudio und eine Satelliten-TV-Station. 1994 erschien zum ersten Mal die Zeitschrift „Bloomberg Personal Finance Magazin“. Im Internet stellte Bloomberg ab 1995 Geschäftsinformationen zur Verfügung. Kurz darauf wurden Informationsangebote, die bis dahin nur über die Terminals abrufbar waren, PC-kompatibel gemacht und auch an Drittanbieter weiterverkauft. Außerdem wurde in diesem Jahr das Bloomberg Tradebook eingeführt, ein elektronisches Handelssystem. Ein Jahr später wurde das Unternehmen erneut verlegerisch tätig und brachte mehrere Bücher heraus. Das Tagesprogramm des New Yorker Fernsehsenders WPXN wird seit 1996 ebenfalls von Bloomberg produziert. Michael Bloomberg kaufte 1996 für 200 Millionen USD zehn Prozent der Unternehmensanteile von Merrill Lynch zurück. Das Unternehmen hatte zu der Zeit einen geschätzten Marktwert von zwei Milliarden Dollar.

1998 verdrängte das Unternehmen Bridge Information Systems, das mittlerweile zu Reuters gehört, durch den Kauf der Down Jones Märkte Bloomberg von Platz zwei auf Platz drei der am häufigsten installierten Finanzinformationsterminals. Bloomberg vergrößerte sich trotzdem durch Kooperationen mit Internetfirmen sowie durch die Herausgabe der Magazine „Bloomberg Money“ (1998) und „Bloomberg Wealth Manager“ (1999). Auch eine Kooperation mit der Australischen Börse und einem spanischen Fernsehsender erweiterten das Tätigkeitsfeld des Unternehmens. 2000 wurde das E-Commerce-Portal von Merrill Lynch für Bloomberg-Kunden zugänglich gemacht. 2004 verkündete das Unternehmen, dass es den Sender E! Entertainment Television für die nächsten drei Jahre mit Wirtschaftssendungen beliefern werde.

Die ersten Jahre des neuen Jahrtausends waren für Bloomberg auch durch den harten Wettbewerb mit den beiden großen, inzwischen fusionierten Konkurrenten Thomson und Reuters geprägt. Im Jahr 2001 wurde Bloomberg auf Schadensersatz wegen Verbreitung einer Falschmeldung verklagt, die zu heftigen Kursverlusten des Unternehmens Emulex geführt hatte. Der Skandal löste Diskussionen darüber aus, ob der harte Wettbewerb zwischen den Informationsanbietern und der daraus resultierende Zeitdruck die Qualität der Berichterstattung zu stark beeinflusse. Vor allem in der Belegschaft der Bloomberg-News-Sparte Stimmen laut, die einen Qualitätsverlust der Berichterstattung aufgrund eines journalistisch unqualifizierten Managements fürchteten. Nach einem Artikel der Welt sprachen Aussteiger von einem „journalistischen Sweat-Shop“. Der Protest gipfelte 2004 in der Bestrebung, eine Gewerkschaft zu gründen, die jedoch nie realisiert wurde.

Im Oktober 2007 - Michael Bloomberg hatte inzwischen sein Unternehmen verlassen, um Bürgermeister von New York City zu werden -  kam Bloomberg L.P. in die Schlagzeilen, weil erneut mehrere Frauen gegen das Unternehmen klagten. Es ging wie schon bei dem Prozess Anfang der 90er Jahre darum, dass Frauen, nachdem sie dem Unternehmen ihre Schwangerschaft mitgeteilt und Mutterschaftsurlaub genommen hatten, in der Bezahlung herabgestuft und auf schlechtere Posten versetzt wurden. Während ursprünglich nur vier Frauen im Oktober 2007 geklagt hatten, stieg die Zahl der Klägerinnen bis Mai 2008 auf insgesamt 61 an. Im Sommer 2011 wurde die Klage von einem Bundesgericht in erster Instanz zurückgewiesen.

Die 2007 einsetzende Wirtschafts- und Finanzkrise war Chance und Problemfall für Bloomberg zugleich. Chance, weil es für einen Finanzdienst nun viel zu berichten gab. Problemfall, weil Bloombergs Geschäft auf der Vermietung von Finanzterminals beruht und Kunden abspringen: Allein durch die bankrott gegangene Bank Lehmann Brothers verlor Bloomberg 2007-2009 mehr als 3000 bis 4000 Kunden. Krisenzeiten eröffnen aber auch neue Möglichkeiten: Da Zeitungen sparen müssen und Redakteure entlassen, bot Bloomberg Zeitungen an, Finanzseiten für sie in Auftrag zu produzieren.

Das Kerngeschäft von Bloomberg - der Vertrieb von Wirtschaftsdaten - bekam indes durch die im Mai 2013 bekannt gewordene Ausspähung der Terminal-Aktivitäten durch die hauseigenen Bloomberg-Journalisten ein erhebliches Glaubwürdigkeitsproblem. Glaubt man den Vorwürfen, so wurden die  Premium-Kunden (Broker, Bänker, Wirtschaftsbosse) systematisch ausspioniert und deren private Daten weitergegeben. Zudem sollen Daten wie private Telefonnummern oder Beziehungsstatus für persönliche Belange der Reporter missbraucht worden sein.

Nach drei Amtszeiten als Bürgermeister von New York kehrte Michael Bloomberg im Herbst 2014 schließlich an die Spitze des Unternehmens zurück. Eigentlich wollte sich der Multimilliardär und 16.-reichste Mensch der Welt nach seinem Rückzug aus der Politik zurück ziehen und sich auf seine diversen Charity-Aktivitäten konzentrieren. Doch Bloomberg konnte es nicht lassen, sich zunehmend in das Tagesgeschäft des Medien- und Informationskonzern einzumischen und in Redaktionskonferenzen zu äußern, welche politischen Themen er besonders interessant findet. Der seit 2007 amtierende Präsident und CEO von Bloomberg, Daniel Doctoroff, sah seinen Einflussbereich immer weiter schrumpfen und verkündete seinen Rückzug zum Jahresende 2014.

Management

einklappen

Nach drei Amtszeiten als Bürgermeister von New York ist Michael Bloomberg imittlerweile wieder voll in alle Unternehmensfragen involviert - von der Integration der diversen News-Outlets bis hin zur Kennzeichnung der Papierhandtücher auf den Büro-WCs. Er stammt aus einer kleinbürgerlichen Familie und wuchs in einem kleinen Ort in Massachusetts auf. Demut und Bescheidenheit galten nie als Stärken von Bloomberg. "Ich glaube, dass ich alles besser kann" lautet einer seiner typischen Sprüche. Immerhin dürfte ihm sein Selbstbewusstsein geholfen haben, binnen 15 Jahren vom Sekretär zum Leiter des Aktienhandels bei Salomon Brothers aufzusteigen. Er war immer etwas früher und etwas länger im Büro als seine Vorgesetzten und wurde so zu einem der bestbezahlten Wall-Street-Broker der Investmentbank. 1981 aber ging sein Ehrgeiz zu weit: Bloomberg forderte mehr Macht und musste gehen. Er erhielt zehn Millionen Dollar als Abfindung, die er zum Aufbau seines Medienunternehmens nutzte.

Die Arbeitshaltung und Prinzipien, die er für seinen Erfolg als Börsenmakler verantwortlich machte, übertrug er auf seine neue Karriere als Medienunternehmer. In der hauseigenen Kantine liegen Snacks, Getränke und Obst zum Mitnehmen bereit. Er zahlt übertariflich. Dafür verlangt er von den Angestellten, dass sie hoch motiviert sind und auch Überstunden ohne Klagen hinnehmen. Jeder neue Mitarbeiter erhält das Buch des Chefs und eine dreihundertseitige Verhaltensfibel. Es gilt die Richtlinie, wonach Mitarbeiter, die Bloomberg verlassen, nicht erneut angestellt werden dürfen. Um Klagen wegen sexueller Belästigung zu vermeiden, zensiert Bloomberg seine Mitarbeiter und hat seinen Terminal für gewisse Ausdrücke gesperrt.

Geschäftsfelder

einklappen

Informationsdienste
Der Informationsdienst Bloomberg Professional Service funktioniert als einheitliche Plattform, auf der interaktive Finanzdaten, Nachrichten, Berichte und Analysen dargestellt werden. Außerdem sind weitere Funktionen wie E-Mail und E-Commerce in die Plattform integriert. Das Interface-Design wird häufiger als unmodern moniert und mit dem Layout von MS DOS verglichen.
Für die Nutzung des Informationsdienstes wurde lange Zeit ein so genannter Bloomberg Terminal benötigt, der in Form und Funktion einem Computerbildschirm ähnelt. Die Terminals informieren sekundenschnell über weltweite Börsenbewegungen. Der interaktive Online-Service richtet sich vor allem an Börsenmakler, er ist leichter zu handhaben als die lange schwerfälligen Informationsdienste von Reuters und Dow Jones. Bloomberg bot mit der Zeit neben Informationen zu Börsendaten und Unternehmensnachrichten auch Sportresultate, Wetterberichte und Horoskope ebenso wie Kinoprogramme und Menükarten ausgewählter Restaurants über seine Terminals an. Man wollte, so Bloomberg, den vielgeplagten Brokern auch Entspannungsmomente bieten, denn im Grunde, so die Philosophie des Firmenchefs, sollten "Arbeit und Privatleben doch eins sein".

Mittlerweile sind viele Informationen auch über die 1995 entstandene Internetseite abrufbar. Bloomberg forciert die Verbreitung von Bloomberg Anywhere, das aus Sicherheitsgründen nur über eine biometrische Personenerkennung zugänglich ist. Dadurch müssen Unternehmen für einzelne Angestellte einen kompletten Account bezahlen, während sich vorher mehrere Angestellte den Zugang zu einem Bloomberg Terminal teilen konnten. Auch Preisanhebungen haben unter den Kunden zu Unmut geführt. Bloomberg kann die genannten Änderungen relativ unproblematisch durchsetzen, da beispielsweise die Messaging-Funktion der Terminals ein weit verbreitetes Kommunikationsmittel in der Branche ist. Unternehmen sind auf die Kontaktmöglichkeit über die Terminals angewiesen, somit wird ein Anbieterwechsel erschwert.

Um sein Angebot zu erweitern und neue Klientel anzusprechen, wurden 2011 die Dienste Bloomberg Law und Bloomberg Government ins Leben gerufen. Während Erstere gegen eine monatliche Pauschale von 450 USD einen Informations- und Datenbankservice zu Rechtsthemen bietet, zielt das in Washington ansässige Bloomberg Government vor allem auf die Nutzung durch Finanz- und Wirtschaftslobbyisten. Hier werden die Kunden gegen eine jährliche Nutzungsgebühr von 5700 USD mit aktuellsten Meldungen und Analysen rund um den Kongress, die Ministerien und das Weiße Haus beliefert. Im September 2011 vermeldete Bloomberg schließlich auch die Übernahme des auf Rechtsthemen spezialisierten Informationsdienstes Bureau of National Affairs Inc. Die Investition von knapp einer Milliarde USD für die renommierte Informations- und Forschungseinrichtung belegt die Ambitionen Bloombergs, das bislang stark von Wirtschaftsthemen geprägte Profil auch auf politischen und rechtsbezogenen Gebieten zu schärfen.

Nachrichtenagentur
1990 startet Bloomberg seine Nachrichtenagentur Bloomberg Business News (heute "Bloomberg News"), die zunächst nur Wirtschaftsnachrichten, mittlerweile aber auch Informationen aus Politik und Sport verbreitet. Rund 2.2000 Journalisten sind weltweit für Bloomberg News aktiv, sie produzieren täglich 5.000 Artikel. Neben den Bloomberg Medien, für die der Nachrichtendienst die wichtigste Quelle darstellt, verfügen auch noch 400 weitere Zeitungen und Zeitschriften über Lizenzen und können so auf das Informationsangebot zurückgreifen.

TV & Radio
1994 gegründet, erreicht Bloomberg TV mittlerweile weltweit über 300 Millionen Zuschauer und hat Ableger in Europa, Afrika und Lateinamerika . Das Programm von Bloomberg Radio wird von 840 Radiostationen weltweit übernommen und ausgestrahlt. Es handelt sich hierbei um ein reines Nachrichtenprogramm. Der Hauptsender von Bloomberg Radio ist BLOOMBERG 1130 (WBBR-AM) in New York. 

Print
2009 übernahm Bloomberg L.P. das defizitäre Wirtschaftsmagazin BusinessWeek von Medienkonzern McGraw-Hill. 
Für Bloomberg war der Kauf des vor 80 Jahren gegründeten Magazins die erste Akquisition der Unternehmensgeschichte. Bisher verzichtete das Bloomberg-Management auf kostspielige Übernahmen, doch positive Synergieeffekte gaben den Ausschlag dafür, BusinessWeek in das Portfolio des Unternehmens zu integrieren.

Aktuelle Entwicklungen

einklappen

Seit Michael Bloomberg wieder am Steuer steht, ist Belebung in den Medienkonzern gekommen. Bloomberg Politics eine neue politische News- und Debate-Webseite online gehen. Als wichtiges Prestige-Projekt gilt auch eine neue TV-Show mit den Politikjournalisten Mark Halperin und John Heilemann, die spätestens seit ihrem Buch "Game Change" über den katastrophalen Wahlkampf der Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin als Insider im Politikbetrieb von Washington gelten. Damit möchte Bloomberg, der noch immer 88 Prozent der Anteile am Konzern hält, in erster Linie nicht seinen persönlichen Einfluss erweitern, sondern den Terminal-Verkauf weiter ankurbeln: wenn Bloomberg News stärker als journalistisches Qualitätsprojekt wahrgenommen wird, stärkt dies auch das Renomme im Bereich Finanzinformationen, so das Kalkül.

Am einfachsten würde der journalistische Einfluss jedoch durch eine spektakuläre Übernahme eines Konkurrenten ausgebaut. In Zeiten der massiven Medienkonsolidierung in den USA ist es wichtig wie nie zuvor auch in Sachen Größe und Reichweite zu wachsen. Als möglicher Übernahmekandidat galt lange die "Financial Times Group" zu der auch die Wochenzeitschrift "The Economist" gehört, von der Bloomberg ein Fan ist. Nachdem jedoch der japanische Finanzinformationsdienstleister Nikkei den Vorzug erhielt, bleiben im Prinzip nur noch die "New York Times" oder CNN. Die Rückkehr von Michael Bloomberg hat einen solchen Mega-Deal wieder wahrscheinlicher gemacht.

Inhalte

Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2015*

  1. Alphabet Inc.
  2. Comcast
  3. The Walt Disney Company
  4. News Corp. Ltd. / 21st Century Fox
  5. AT&T Entertainment Group (DirecTV)
  6. Time Warner Inc.
  7. Viacom Inc./CBS Corp.
  8. Sony Entertainment
  9. Apple Inc.
  10. Altice Group
  11. Bertelsmann SE & Co. KGaA
  12. Cox Enterprises Inc.
  13. Facebook, Inc.
  14. Liberty Media Corp./Liberty Interactive/Starz
  15. Tencent Holdings Ltd.
  16. Dish Network Corporation
  17. Thomson Reuters Corporation
  18. Vivendi S.A.
  19. The Hearst Corporation
  20. Rogers Comm.
  21. Baidu Inc.
  22. Microsoft Corporation
  23. Charter Comm. Inc.
  24. RELX Group
  25. Bloomberg L.P.
  26. Lagardère Media
  27. BBC
  28. ARD
  29. Pearson plc
  30. Netflix
  31. Advance Publications
  32. Amazon.com Inc.
  33. Discovery Communications
  34. iHeart Media
  35. Nielsen Holdings plc
  36. Shanghai Media Group
  37. The Naspers Group
  38. Nippon Hoso Kyokai
  39. Grupo Televisa
  40. S&P Global
  41. Fuji Media Holdings, Inc.
  42. Yahoo! Inc.
  43. Globo Communicação e Participações S.A.
  44. Wolters Kluwer nv
  45. Activision Blizzard Inc.
  46. ITV plc
  47. Electronic Arts
  48. Verizon (AOL)
  49. Nintendo Company Ltd.
  50. Mediaset SpA
  51. Axel Springer SE
  52. ProSiebenSat.1 SE
  53. Phoenix Publishing & Media Group
  54. France Télévisions S.A.
  55. Nippon Television Holdings
  56. IAC/InterActiveCorp.
  57. Time Inc.
  58. Bonnier AB
  59. TEGNA
  60. Quebecor Inc.
  61. Grupo Clarin
  62. Scripps Networks Interactive
  63. Gannett Co. Inc.
  64. Tokyo Broadcasting System Holdings, Inc.
  65. Univision Communications
  66. Daily Mail & General Trust plc
  67. RAI Radiotelevisione Italiana Holding S.p.A.
  68. Bandai Namco Holdings Inc.
  69. Graham Holdings Company
  70. Bauer Media Group
  71. Hubert Burda Media Holding Gmbh & Co.
  72. China Central Television
  73. ZDF
  74. Lionsgate Entertainment Corporation
  75. Bell Media
  76. TF1 S.A.
  77. Twitter
  78. Hunan Broadcasting System
  79. Spotify AB
  80. tronc, Inc.
  81. Modern Times Group
  82. Georg von Holtzbrinck GmbH
  83. Sanoma Group
  84. Schibsted Media Group
  85. Grupo Planeta
  86. Egmont Group
  87. John Wiley & Sons, Inc.
  88. SRG SSR
  89. Asahi Shinbun Company
  90. Tribune Media
  91. Essel Group
  92. Scholastic Corporation
  93. NOS
  94. Meredith Corporation
  95. New York Times Company
  96. Gazprom-Media
  97. Grupo PRISA
  98. China Publishing Group
  99. Ubisoft Entertainment
  100. De Persgroep