5. AT&T Entertainment Group (DirecTV)

Umsatz 2015: $ 35,294 Mrd. (€ 31,811 Mrd.)

Überblick

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DirecTV ist der führende amerikanische Anbieter für Satelliten-Pay-TV. Das Unternehmen wurde 2015 vom Telekommunikationskonzern AT&T übernommen. Im Oktober 2016 einigten sich AT&T und Medienkonzern Time Warner auf eine Übernahme. Kartell- und Regulierungsbehörden müssen bis Ende 2017 darüber abstimmen, ob der Kauf von Time Warner genehmigt wird.

Basisdaten

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Hauptsitz:
DIRECTV
2260 E. Imperial Highway
El Segundo, CA 90245
www.directv.com

Rechtsform: Kapitalgesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01 - 31.12
Gründungsjahr: 1990

 

Tab. I: Ökonomische Basisdaten 2006-2013 (in Mio. $)
20162015*2014**20132012201120102009200820072006
Umsatz36.46035.29433.62031.75429.74027.22624.10221.56519.69317.24614.755
Gewinn6.0952.0042.7562.8852.9492.6092.1989421.5211.4511.420
Mitarbeiter268.000281.00029.50031.70027.00025.50023.00025.600k.A.k.A.k.A.

 *Nach der Übernahme durch AT&T bezieht sich der Umsatz auf das Segment "Entertainment Group", bzw. AT&T Entertainment
**DirecTV

Geschäftsführung

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Management:

  • Randall L. Stephenson, Chairman & Executive Officer, AT&T
  • John Stankey, CEO, AT&T Entertainment Group, AT&T Services Inc.

 

Aufsichtsrat AT&T:

  • Randall L. Stephenson, AT&T
  • Joyce M. Roché, Girls Inc.
  • Samuel A. Di Piazza, PricewaterhouseCooper
  • Richard W. Fisher, Federal Reserve Bank of Dallas
  • Scott T. Ford, Westrock Group
  • Glenn H. Hutchins, Silver Lake
  • William E. Kennard, The Carlyle Group
  • Michael B. McCallister, Humana Inc.
  • Beth E. Mooney, Key Corp.
  • Matthew K. Rose, Burlington Northern Santa Fe, LLC
  • Cynthia B. Taylor, Oil States International, Inc.
  • Laura D'Andrea Tyson, Haas School of Business, University of California at Berkeley
  • Geoffrey Y. Yang, Redpoint Ventures

Geschichte und Profil

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Direct Broadcast Satellites-Dienste (DBS) haben als Vertreibungsweg für TV-Inhalte in den USA seit Mitte der achtziger Jahre enorm an Bedeutung gewonnen. Gab es 1984 nur wenige Zuschauer, die Programme über sog. low-C-band receiver empfangen konnten, so lag die Penetration von DBS, bzw. DTH (direct to home) Pay-TV-Anschlüssen 2007 bei bereits 25,2 Prozent aller Haushalte. Insbesondere in ländlichen Gegenden ohne flächendeckendes Kabelnetz erfreuen sich Satellitendienste großer Beliebtheit.

Abgesehen von Konkurrent Dish Network (früher Echostar) wird das Satelliten-Geschäft seit Anfang der 1990er Jahre insbesondere von DirecTV dominiert. Bevor DirecTV in seiner jetzigen Form 1994 auf Sendung ging, gab es eine Reihe von Fusionen sowie Ver- und Zukäufen, die ihren Anfang bereits 1953 nahmen. Damals transferierte der berühmte Investor, Filmproduzent und Pilot Howard Hughes seine Flug- und Raumfahrtkonzern Hughes Aircraft in das gemeinnützige Howard Hughes Medical Institute. Nach Hughes Tod im Jahre 1976 wurde Hughes Aircraft an General Motors verkauft. Unter der Kontrolle von GM begann Hughes Communications (so der Name der für Satelliten-Technologie betreuten Sparte) im Rahmen seiner neu ins Leben gerufenen DirecTV-Divsion 1990 gemeinsam mit Partner United States Satellite Broadcasting (USSB) das erste DBTV-System zu entwickeln. Gemeinsam hielten Hughes und USSB mehr als 30 Frequenzen, die ihnen von der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission genehmigt wurden.

Die von Hughes Electronics in Zusammenarbeit mit Thomson Consumer Electronics entwickelten und 1994 in Betrieb genommenen Satelliten strahlte ausschließlich USSB und DirecTV-Frequenzen aus (USSB wurde vier Jahre später von DirecTV übernommen). Trotz des stetigen Kundenwachstum sah sich General Motors im Jahr 2000 im Zuge einer allgemeinen Krise und heftigen Druck seiner Aktionäre allerdings gezwungen, Hughes Electronics (zu der neben DirecTV mittlerweile auch PanAmSat und Hughes Network System gehörten) zu verkaufen. Doch Versuche, DirecTV an Rupert Murdochs News Corp. (der die DirecTV-Satelliten benötigte, um sein Sky-Pay-TV-Modell in die USA zu übertragen) und Echostar zu verkaufen, scheiterten aufgrund kartellrechtlicher Bedenken. News Corp. schaffte es jedoch 2003, immerhin 34 Prozent der Anteile an Hughes zu erwerben. Liberty Media, die ebenfalls an einem Kauf der Anteile interessiert waren, zogen sich zurück, nachdem sie dafür einen 500 Millionen US-Dollar teuren Anteil an News Corp. erhielten.

2003 operierte DirecTV bereits hochprofitabel und hatte einen Kundenstamm von 12 Millionen Haushalten, die nach der einmaligen Anschaffung der entsprechenden Satellitenschüssel mehr als 50 US-Dollar monatlich für rund 150 TV-Sender ausgaben. Hughes Electronics verkaufte deshalb 2004 sämtliche übrigen Geschäftsbereiche und nannte sich in DirecTV Group um. Murdoch und News Corp. zogen sich schließlich 2006 wieder aus dem Unternehmen zurück, um den wachsenden Einfluss von Liberty Media und seines Gründers John Malone innerhalb von News Corp. einzudämmen. Liberty stimmte zu und erhielt von News Corp. elf Milliarden Dollar für den DirecTV-Anteil. Bis 2010 hielt Malone sein Liberty Entertainment-Arm 24 Prozent an DirecTV und agierte als Vorsitzender des Unternehmens, ehe er den Anteil auf drei Prozent verkleinerte. Doch die durch Merger und Beteiligungsdeals geprägte Geschichte ist damit längst noch nicht zu Ende. Mitte 2014 kündigte Telekommunikationsriese AT&T an, DirecTV für 49 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Die Regulierungsbehörde FCC stimmte dem Deal schließlich im Juli 2015 zu. AT&T Entertainment (so der neue Name) wurde mit 26 Millionen Kunden zum größten Pay-TV-Anbieter der USA und überholte in diesem Bereich sogar Comcast.

In den letzten Jahren sind exklusive Video-Inhalte immer wichtiger für Internet Service Provider geworden. Konkurrent Comcast hat mit dem Kauf von NBC Universal vorgemacht, welche strategische Bedeutung es hat, gleichzeitig Inhalteproduzent zu sein und die Internetverbindungen bereitzustellen. DirecTV verfügt über exklusive Sportübertragungsrechte und Unterhaltungskanäle (NFL-Football, MLB Baseball und der Game Show Network), die Kunden davon überzeugen sollen, einen kombinierten Pay-TV, Mobil- und Breitband-Internetvertrag bei AT&T abzuschließen. Gleichzeitig war AT&T auch an DirecTVs Cashreserven in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar interessiert, um bei der anstehenden Regierungsauktion um Wireless-Breitband-Lizenzen mitzubieten.

Industrieexperten wussten zunächst nicht so recht, warum AT&T ausgerechnet einen Satelliten-TV-Anbieter übernehmen wollte. Die 49 Milliarden, die AT&T nun inklusive der Übernahme von Schulden für DirecTV ausgibt, sollten, so Industriekenner, lieber in die weitere Verbreitung von ultra-schnellen Glasfaser-Leitungen investiert werden, wie sie insbesondere im asiatischen Raum bereits etabliert sind. Doch die angestrebte Übernahme von Time Warner, die im Herbst 2016 publik wurde, wirft auch ein neues Licht auf den Kauf von DirecTV: Offenbar will AT&T mit Hilfe des wertvollen Time Warner-Contents ein TV-Streamingportal launchen, dass es mit den führenden Kabelangeboten konkurrieren soll.

Management

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Den Ausweg aus der wachsenden Marktmacht von Comcast und den veränderten Sehgewohnheiten der Zuschauer sah der langjährige DirecTV-Chef Michael White nur in einer Fusion. White ware der Hauptarchitekt des Verkaufs von DirecTV an Telekommunikationsgigant AT&T, zog sich jedoch nach Abschluss des Deal in die wohlverdiente Rente zurück. Neuer Chef des Pay-TV-Geschäfts von AT&T wurde John Stankey. Sein Ziel ist es DirecTV auch an die Leute zu bringen, die keine Satellitenschüssel auf ihrem Dach installiert haben. Mit drei IPTV-Produkten, "DirecTV Now", "Mobile" und "Preview" und der Marktmacht von Mutterkonzern AT&T will er cord cutters zurückgewinnen und kleinere bis mittlere Programmpakete zum streamen anbieten. Sollte die Übernahme von Time Warner von den Kartellbehörden grünes Licht erhalten, wird AT&T-Boss Randall Stephenson zu einem der mächtigsten Medienmanager der Welt aufsteigen. Doch Stephenson, langjähriger Chef eines reinen Mobilfunkunternehmens, kennt sich mit dem Mediengeschäft laut eigener Aussage nicht aus. Auch deshalb wird Time Warner auch als AT&T-Tochter seine Eigenständigkeit bewahren.

Geschäftsbereiche

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DirecTV ist im Wesentlichen in zwei regionale Geschäftsbereiche aufgeteilt:

DirecTV U.S.
In den USA hat DirecTV einen Kundenstamm von mittlerweile mehr als 26 Millionen Haushalten, die durchschnittlich monatlich 107 US-Dollar für den Pay-TV-Dienst ausgeben. DirecTV bietet seinen Kunden die Auswahl von insgesamt 285 TV-Kanälen (195 davon in HD inklusive Premium-Sender wie HBO, Starz und Showtime), die auf dem Fernseher, Smartphone oder Tablet angeschaut werden können. Wichtigstes Asset von DirecTV ist jedoch das Live-NFL Football-Paket "NFL Sunday Ticket", mit dem Abonnenten sämtliche NFL-Sonntagsspiele verfolgen können (ebenfalls im Portfolio sind sog. Season Passes für NBA-Basketball und NHL-Hockey). Im Rahmen von Kooperation mit örtlichen Internet Service Providern und Telekommunikationsunternehmen bietet DirecTV - ähnlich wie Kabelkonzerne - auch ein Triple-Play-Paket bestehend aus Satelliten-TV, Internet und Festnetz-Telefonie an.
Um sich von der Konkurrenz abzusetzen, ist DirecTV 2014 mit den Serien "Kingdom" und "Things You Shouldn't Say Past Midnight" auch in die Produktion eigener Inhalte eingestiegen. Der hauseigene Sender Audience Network strahlt mittlerweile einen Mix aus lizenzierten und Original-Serien aus.

DirecTV Latin America
Mehr als 12 Millionen Haushalte in Lateinamerika haben einen DirecTV-Vertrag. In Argentinien, Chile, Puerto Rico, Venezuela, Kolumbien und Ecuador ist DirecTV-Tochter PanAmericana der größte Anbieter von Satelliten TV. Zudem hält DirecTV 93 Prozent an Sky Brasil sowie 41 Prozent an Sky Mexico.

Aktuelle Entwicklungen

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AT&T und Time Warner einigten sich im Oktober 2016 auf eine Übernahme. Der Telekommunikationsriese will  80 Milliarden Dollar für Time Warner bezahlen - deutlich mehr als zuletzt 21st Century Fox bereit war, zu zahlen. Sollte der Deal von den Regulierungsbehörden grünes Licht erhalten, würde sich AT&Ts Schulden auf rund 200 Milliarden Dollar erhöhen. Nach dem Kauf von NBCUniversal durch Comcast im Jahr 2011 – dem Präzedenzfall, der eine Ära von Mega-Mergers einleitete – und Verizons Kauf von Aol und Yahoo steht nun also die dritte Fusion eines Telekommunikationskonzerns mit einem Medienunternehmen an.

AT&T verspricht sich von dem Deal, sein Mobil- und ISP-Geschäft zu stabilisieren. Wenn das Unternehmen künftig die Inhalte von Time Warner-Sendern wie HBO, CNN und TNT, dem Filmstudio Warner Bros. oder nicht zuletzt dem Comicverlag DC kontrolliert – so die Überlegung – wird AT&Ts massives Mobilfunkgeschäft und das wesentliche kleinere ISP-Segment aufgewertet. Mittels exklusiven Inhalten könnten so Millionen von Kunden bei Laune gehalten werden und sich entscheidende Vorteile gegenüber der Konkurrenz (Comcast, T-Mobile USA, Verizon) verschafft werden. DirecTV will offenbar eine eigene Streamingplattform launchen, in die nach dem Kauf von Time Warner auch Content von Warner Bros. und Turner Broadcasting-Sendern integriert werden soll. Der Service, der mehr als 100 Premium-Sender umfasst und speziell auf Mobile-User abgestimmt ist, soll 35 Dollar pro Monat kosten.

Seit der Verkündung des Deal versuchten AT&T-Boss Stephenson und Time Warner Chef Jeffrey Bewkes Kritikern frühzeitig Wind aus den Segeln zu nehmen. So sie präsentierten eine selbst ernannte "Magna Charta", die explizit auf die Sorgen von Verbraucherschutzorganisationen und progressiven Medien-Reform-NGOs einging. Erstens, versicherten die Manager, wird AT&T niemals exklusiven Time Warner-Content vertreiben, da sie so ihr Geschäftsmodell untergraben würden, Filme, Serien, und TV-Sender an eine möglich große Zahl an Distributoren zu vertreiben. Zweitens, unterstrich Stephenson, werde AT&T selbstverständlich weiterhin Sender von allen konkurrierenden Medienkonzernen an seine Pay-TV-Kunden übertragen. Drittens, würde die journalistische Unabhängigkeit von Time Warner-Tochter CNN nicht angerührt. Viertens soll Time Warner zu einem Innovationscenter in Bezug auf targeted advertising ausgebaut werden, um vermeintlich anonymisierte Zielgruppenwerbung zu generieren, indem AT&T-Nutzerdaten mit TV-Werbung verknüpft wird. Schließlich erhofft sich AT&T mit seinem neuen OTT-Angebot ('Over The Top') spätestens nach der flächendeckenden Einführung des Mobilfunkstandards 5G einen erfolgreichen Angriff auf die Kabelindustrie, deren Programmpakete weitaus teurer sind.

Bedenken aus den Reihen der US-Medienpolitik versuchten die Konzernchefs außerdem zu zerstreuen, indem sie gebetsmühlenartig wiederholten, bei dem AT&T-Time Warner-Deal handele es sich um eine vertikale Integration, die sowohl den Mobilfunk- als auch Medienmarkt nicht verändert und Preise nicht erhöhen wird. Im Gegenteil, der Deal, so Bewkes, würde den Wettbewerb befeuern und Preise nach unten treiben. Interessanterweise fielen in diesem Zusammenhang wiederholt die Namen Google und Facebook. Diese, so Stephenson und Bewkes, hätten ein de facto Duopol auf dem Markt für Onlinewerbung aufgebaut, das nur durch ein kombiniertes AT&T-Time Warner-Konglomerat aufzubrechen wäre. Zudem seien die wichtigsten Bedenken, die vor sechs Jahren den Comcast-NBC Merger begleitet hatten, nicht mehr aktuell oder relevant: Netzneutralität sei mittlerweile gesetzlich festgeschrieben (Stephenson erwähnte dabei nicht, dass sein Unternehmen momentan noch gegen die entsprechende Entscheidung der Regulierungsbehörde FCC klagt), und unabhängige Streamingplattformen wie Netflix hätten sich mittlerweile so etabliert, dass sie von einer solchen Übernahme nicht mehr bedroht seien.

Kritiker des Deals zeigen sich von diesen Argumenten derweil unbeeindruckt. Al Franken, Senator aus Minnesota und prominentester Kritiker des Comcast/NBC-Deals, ist davon überzeugt, dass AT&T etwa die von Warner Bros. oder HBO produzierten Filme und Serien nutzen wird, um sein DirecTV-Tochter zu promoten. Zudem könnten Sender, die nicht zu Time Warner gehören, weniger prominent in den DirecTV-Paketen platziert werden. Oder Sender wie CNN, TNT oder TBS könnten teurer an konkurrierende Plattformen verkauft werden. Die größte Medienreform-NGO FreePress warnt derweil in einem Aufruf an die Öffentlichkeit, dass ein Unternehmen wie AT&T aufgrund seiner kontroversen jüngeren Geschichte auf keinen Fall weiter wachsen solle. So unterstrich FreePress, dass AT&T durch die Kooperation mit dem Geheimdienst NSA in Bezug auf die Herausgabe von Nutzerdaten integraler Bestandteil des Massenüberwachungapparates sei, gegen Netzneutralität und den Glasfaserausbau unabhängiger kleinerer Telekommunikationsfirmen kämpfe und im Rahmen seiner Lobbyingaktivitäten kontroverse Waffen- und Umweltgesetzgebung unterstütze.

Weiterführende Literatur

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  • Eli M. Noam, Media Ownership and Concentration in America. New York: Oxford University Press (2009), 73-74.
  • Bruce R. Elbert, The Satellite Communication Applications Handbook. Norwood: Artech House (2004), 235-237.

Inhalte

Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2015*

  1. Alphabet Inc.
  2. Comcast
  3. The Walt Disney Company
  4. News Corp. Ltd. / 21st Century Fox
  5. AT&T Entertainment Group (DirecTV)
  6. Time Warner Inc.
  7. Viacom Inc./CBS Corp.
  8. Sony Entertainment
  9. Apple Inc.
  10. Altice Group
  11. Bertelsmann SE & Co. KGaA
  12. Cox Enterprises Inc.
  13. Facebook, Inc.
  14. Liberty Media Corp./Liberty Interactive/Starz
  15. Tencent Holdings Ltd.
  16. Dish Network Corporation
  17. Thomson Reuters Corporation
  18. Vivendi S.A.
  19. The Hearst Corporation
  20. Rogers Comm.
  21. Baidu Inc.
  22. Microsoft Corporation
  23. Charter Comm. Inc.
  24. RELX Group
  25. Bloomberg L.P.
  26. Lagardère Media
  27. BBC
  28. ARD
  29. Pearson plc
  30. Netflix
  31. Advance Publications
  32. Amazon.com Inc.
  33. Discovery Communications
  34. iHeart Media
  35. Nielsen Holdings plc
  36. Shanghai Media Group
  37. The Naspers Group
  38. Nippon Hoso Kyokai
  39. Grupo Televisa
  40. S&P Global
  41. Fuji Media Holdings, Inc.
  42. Yahoo! Inc.
  43. Globo Communicação e Participações S.A.
  44. Wolters Kluwer nv
  45. Activision Blizzard Inc.
  46. ITV plc
  47. Electronic Arts
  48. Verizon (AOL)
  49. Nintendo Company Ltd.
  50. Mediaset SpA
  51. Axel Springer SE
  52. ProSiebenSat.1 SE
  53. Phoenix Publishing & Media Group
  54. France Télévisions S.A.
  55. Nippon Television Holdings
  56. IAC/InterActiveCorp.
  57. Time Inc.
  58. Bonnier AB
  59. TEGNA
  60. Quebecor Inc.
  61. Grupo Clarin
  62. Scripps Networks Interactive
  63. Gannett Co. Inc.
  64. Tokyo Broadcasting System Holdings, Inc.
  65. Univision Communications
  66. Daily Mail & General Trust plc
  67. RAI Radiotelevisione Italiana Holding S.p.A.
  68. Bandai Namco Holdings Inc.
  69. Graham Holdings Company
  70. Bauer Media Group
  71. Hubert Burda Media Holding Gmbh & Co.
  72. China Central Television
  73. ZDF
  74. Lionsgate Entertainment Corporation
  75. Bell Media
  76. TF1 S.A.
  77. Twitter
  78. Hunan Broadcasting System
  79. Spotify AB
  80. tronc, Inc.
  81. Modern Times Group
  82. Georg von Holtzbrinck GmbH
  83. Sanoma Group
  84. Schibsted Media Group
  85. Grupo Planeta
  86. Egmont Group
  87. John Wiley & Sons, Inc.
  88. SRG SSR
  89. Asahi Shinbun Company
  90. Tribune Media
  91. Essel Group
  92. Scholastic Corporation
  93. NOS
  94. Meredith Corporation
  95. New York Times Company
  96. Gazprom-Media
  97. Grupo PRISA
  98. China Publishing Group
  99. Ubisoft Entertainment
  100. De Persgroep