81. Alibaba Group

Umsatz 2016: € 2,004 Mrd.

Überblick

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Die zu 40 Prozent zu Yahoo gehörende Alibaba Group ist das größte E-Commerce-Unternehmen Chinas. Herzstück der Gruppe ist Alibaba.com, eine B2B-Onlineplattform, mittels derer mittelständische, chinesische Unternehmen Handel mit dem Rest der Welt treiben können. Die treibende Kraft hinter der Alibaba Group ist der Internet-Entrepreneur Jack Ma, der 2007 prognostizierte: „Ich glaube, dass in den nächsten zehn Jahren eine der Top-Drei-Internetfirmen aus China kommen wird. Wir wollen diese Firma sein.“

Basisdaten

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Hauptsitz:
Alibaba Group Corporate Headquarters
6/F Chuangye Mansion
East Software Park
No.99 Huaxing Road
Hangzhou 310099 China
Tel.: (86) 571-8502-2088
Fax: (86) 571-8815-7866
Internet: www.alibaba.com

Rechtsform: Aktiengesellschaft (Alibaba.com), Private Company (Alibaba Group)
Geschäftsjahr: 01.01. – 31.12.
Gründungsjahr: September 1999

 Medienumsatz 2016: 14.733 Mio. CNY (Sparte Digital Media and Entertainment)

 

 

Geschichte und Profil

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Sommer 1995, Malibu, Kalifornien. Ein klein gewachsener Chinese klopft an der Tür des Anwesens eines amerikanischen Geschäftsmanns. Der Mann aus Hangzhou des Jahrgangs 1964 möchte Schulden im Auftrag einer chinesischen Firma eintreiben. Doch ist der Amerikaner alles andere als zahlungswillig. Anstatt seine Schulden zu begleichen, zückt er eine Pistole und sperrt den Chinesen für zwei Tage in seinen Keller ein. Der Gefangene wird erst freigelassen, als er seinem Geiselnehmer verspricht, in seinem Auftrag eine Internetfirma in China zu gründen. Wieder in Freiheit, geht der Chinese umgehend zur Polizei und lässt den Amerikaner festnehmen. Es kommt also nicht zu der versprochenen Kooperation. Dennoch haben die zwei Tage in Gefangenschaft das Leben des Chinesen für immer verändert: Er hat zum ersten Mal von einem Ding namens Internet gehört.

Während die Identität des Amerikaners unbekannt geblieben ist, ist der kleine Chinese mehr als zehn Jahre später zum bekanntesten Internet-Entrepreneur des fernen Osten avanciert. Jack Ma wurde der Gründer der Online-Plattform Alibaba.com.

Auf die Idee für Alibaba kam „Crazy Jack“ Ma als er wenige Tage nach seiner Rückkehr in die Freiheit, Freunde in Seattle bat, ihm dieses mysteriöse Internet zu zeigen. Beim Surfen landete Ma auf der Seite der Suchmaschine von Yahoo!. Er tippte die Begriffe „Bier“ und „China“ in das Suchfenster, aber die Anzahl der Suchergebnisse war null. Ma begriff, dass der Markt für chinesische Firmen-Websites noch in den Kinderschuhen steckte.

Zurück in Hangzhou lieh sich Ma umgerechnet 2000 US-Dollar und gründete das Start-Up „China Pages“, das mit Hilfe von Ma’s Freunden aus den USA Homepages im Auftrag chinesischer Unternehmen produzierte. Zum wesentlichen Bestandteil von Mas immer wieder erzählter Firmenlegende gehört die Geschichte von dem Tag, an dem seine in ein Büro umfunktionierte Wohnung einen Internetanschluss bekam. Gemeinsam mit Freunden wartete er dreieinhalb Stunden darauf, bis die erste Seite geladen war. Voller Stolz bewies er seinen Bekannten, dass das Internet existierte.

Nach einem kurzen Intermezzo als unbedeutender Angestellter des chinesischen Außenministeriums versammelte Ma 1999 wieder Freunde und Bekannte in seiner Wohnung. Dieses Mal war er auf der Suche nach Kapital, um eine Internetfirma zu gründen, die es chinesischen und internationalen mittelständischen Unternehmen ermöglichen sollte, einfacher Handel untereinander zu treiben. Ma und seine Freunde kratzten 60,000 US-Dollar zusammen und gründeten Alibaba.com. Auf den Namen war Ma während seines USA-Trips gekommen. Um ihn zu testen, fragte er in einem Restaurant eine Kellnerin danach, was ihr beim Begriff „Ali Baba“ in den Sinn käme. Als sie „Sesam öffne dich“ erwiderte, wusste Ma, dass er den richtigen Namen gefunden hatte, der auf die Benutzerfreundlichkeit seines virtuellen Handelsplatzes abhob.

Ma brauchte weitere Finanzspritzen, um seinen Traum zu verwirklichen. Er traf sich mit diversen Vertretern von Banken und Risikokapitalfirmen, um sie zu Investitionen zu bewegen. Bei der Überzeugungsarbeit halfen ihm seine exzellenten Englisch-Kenntnisse, die der gelernte Fremdsprachen-Lehrer als Touristenführer perfektioniert hatte. Goldman Sachs stellte fünf Millionen US-Dollar zur Verfügung, Softbank zog mit 20 Millionen nach.

Die ersten zwei Jahre erwirtschaftete Alibaba.com nur marginale Umsätze und forcierte mit aggressiven Gratisangeboten die Expansion. Als zum Jahrtausendwechsel die Dot.Com-Blase zerplatzte und zwei Jahre später die SARS-Epedemie das öffentliche Leben in weiten Teilen Chinas zum Erliegen brachte, befand sich Mas Unternehmen in einer ernsthaften Krise. Zu allem Überfluss kaufte eBay im Jahr 2003 die Auktionsplatform EachNet und erreichte auf dem C2C-Sektor („Consumer-to-Consumer“) zunächst Marktanteile von bis zu 95 Prozent.

Ma reagierte und etablierte mit der Gründung von Taobao sein eigenes virtuelles Auktionshaus. Taobao schaffte es innerhalb von zwei Jahren, mittels seiner gebührenfreien und damit auch zunächst verlustbringenden Auktionsdienste eBay beinahe komplett vom Markt zu drängen. Heute hat Taobao einen Marktanteil von 90 Prozent in China, während eBay nur noch über fünf Prozent verfügt.

Der Höhepunkt in der Unternehmensgeschichte erfolgte im August 2005: Yahoo erwarb für rund eine Milliarde US-Dollar einen 40-prozentigen, passiven Anteil an Alibaba. Auf diese Weise erlangte Alibaba die volle Kontrolle über Yahoo! China. Bereits 1998 hatte Jack Ma den aus Taiwan stammenden Jerry Yang getroffen und sich mit ihm angefreundet, während er ihm eine persönliche Führung der Großen Mauer gab. Sieben Jahre später genügte ein zehnminütiges Treffen in Pebble Beach, Kalifornien, um den Deal über die Bühne zu bringen. Das Joint Venture machte für beide Seiten durchaus Sinn: Ma wusste, dass es für den Ausbau seiner Handelsplattformen einer Suchtechnologie bedurfte, deren eigenständige Entwicklung zu teuer gewesen wäre. Yang musste sich eingestehen, dass Yahoo! Schwierigkeiten hatte, sich in China durchzusetzen und zunehmend von dem Suchmaschinen-Portal Baidu verdrängt wurde. Außerdem entledigte sich der Yahoo-Mutterkonzern auf diese Weise den lästigen Diskussionen um die aktive Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung in Bezug auf Zensurmaßnahmen. Wenn das Yahoo-Management auf Yahoos Beitrag zur Bekämpfung der Meinungsfreiheit angesprochen wird, kann es seitdem darauf verweisen, dass es keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft von Yahoo! China mehr hat. Jack Ma hat in zahlreichen Interviews betont, er finde es nicht in Ordnung, wenn chinesische Blogger ihre Regierung kritisierten.

In den folgenden Jahren diversifizierte Jack Ma sein Geschäftsmodell. Unter der Dachgesellschaft Alibaba Group befinden sich heute neben den Handelsbörsen Alibaba.com und Taobao das Onlinebezahlsystem Alipay und der Internet- und Softwareprovider Alisoft.

Im November 2007 gab die 257-fach überzeichnete Alibaba.com-Aktie (die übrigen Tochterfirmen blieben Teil der privaten Alibaba Group) ihr Debüt an Hongkongs Börse. Die rund zwanzig Prozent der Aktien die gehandelt wurden, hatten zusammen einen Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar. Damit war Alibabas Börsengang der größte eines Onlinekonzerns überhaupt, seit dem von Google im Jahr 2004.

Management

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Jack Ma (chinesisch: Ma Yun) hat es in zehn Jahren geschafft, die Alibaba Group von seinem Wohnzimmer aus in den größten Onlinekonzern Chinas zu verwandeln. Der „Spiegel“ bezeichnete Alibaba.com als „bestsortierten Gemischtwarenladen des globalen Dorfs“. Ma ist für seine großspurigen Kommentare in Bezug auf die Konkurrenz bekannt. 2005 kündigte er an, Google zu stoppen, Yahoo! aufzukaufen und eBay zu zerstören. Letzteres ist ihm immerhin in seinem Heimatland bereits gelungen.

„Chairman Ma“ ist eine Pop-Ikone in China, wo die meisten Jugendlichen davon träumen, ihre eigene Firma zu gründen. So trat er auch als Jury-Mitglied in der beliebten TV-Show „Ying Zai Zhongguo“ („In China gewinnen“) auf, einem chinesischen Ableger des US-Formats „The Apprentice“, in der die zukünftigen Führungskräfte der Volksrepublik gesucht wurden.

Wie wichtig die Alibaba-Group für die Wirtschaftsstruktur der Volksrepublik geworden ist, zeigt sich auf dem jährlich stattfindenden „Alifest“. 2007 versammelten sich in Hangzhou 30,000 bei Alibaba registrierte Unternehmer, um Jack Ma sprechen zu hören und sich gegenseitig über ihre E-Commerce-Erfahrungen auszutauschen.

Der Erfolg von Ma hat zwei Gründe. Zum einen hat er die gegenwärtige Wirtschaftslage und die stetige Verbreitung des Internets in China richtig analysiert und erkannt. Das Land ist voller kleiner und mittelständischer Unternehmen, die online mit anderen Firmen in China und der restlichen Welt Handel treiben möchten. Bedenken, die chinesische Wirtschaft sei vor allem durch persönliche Kontakte und Klientelismus (der sogenannten Praxis des guanxi) geprägt und daher mit Onlinehandel inkompatibel, hat Ma bis auf weiteres zerstreut.
Auf der anderen Seite hat Ma aufgrund seiner weltoffenen Haltung und internationalen Beziehungen einen Vorteil gegenüber seinen Landsleuten. Die prägendste Zeit seines Lebens war, laut Ma, die, in der er sich 1985 erstmals außerhalb von China aufhielt. Die Familie eines Brieffreundes hatte ihn für einen Monat nach Australien eingeladen. Wie jeder Chinese wurde Ma in der Schule indoktriniert, China sei das wohlhabendste Land mit den glücklichsten Menschen. In Australien hinterfragte Ma diese Behauptung und lernte, international zu denken.

Ein wesentlicher Bestandteil der Alibaba Group sind besonders stark ausgeprägte corporate values. Fast jeder der inzwischen rund 18000 Mitarbeiter muss vor Dienstantritt Ma’s frühere Wohnung betreten, um mit eigenen Augen zu sehen, in welchem kleinen Rahmen die heute global agierende Firma ihre Ursprünge nahm. Mittlerweile gibt es regelmäßig stattfindende Massenhochzeiten von Alibaba-Mitarbeitern untereinander, die sich am Arbeitsplatz kennengelernt haben und in der Folge „Alibabys“ zeugen. Für ein chinesisches Unternehmen nicht überraschend, ist Alibaba ein völlig entpolitisierte Firma. Seinen Mitarbeitern untersagt Ma, sich politisch zu äußern, und sei es im Zusammenhang einer positiven Bewertung der kommunistischen Partei. Einem Journalisten des britischen „Guardian“ sagte Ma kurz und knapp: „Wenn Sie über das Geschäft sprechen möchten, kommen Sie zu uns. Wenn sie über Politik sprechen möchten, gehen Sie woanders hin“.

Geschäftsbereiche

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Alibaba.com ist die größte Business-to-Business-Handelsplattform des World Wide Web. 45 Millionen registrierte klein- und mittelständische Firmen aus 240 Ländern treiben hier online Handel miteinander. Alibaba.com ist hierbei die Adresse für internationalen Handel, während sich der innerchinesische Handel auf Alibaba.com.cn abspielt. Gürtelschnallen aus Pakistan, Computertaschen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Besen aus Indien: bei Alibaba.com können Firmen diese Waren in Kontainerladungen zu geringen Preisen erwerben, verarbeiten und weiterverkaufen. Der Handel spielt sich jedoch, nicht wie bei eBay, direkt auf den Alibaba-Seiten ab. Alibaba stellt nur den Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer her.

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Taobao.com ist die Consumer-to-Consumer-Auktionsplattform, die einen 90-prozentigen Marktanteil in China hat. Taobao hat eBay und deren chinesische Tochterfirma EachNet inzwischen fast komplett vom Markt verdrängt. Taobao bietet klassische und kostenlose Versteigerungen zwischen Privatkunden an: Neuerdings gibt es auch sogenannte „B2C“ (Business-to-Consumer)-Angebote, die Taobao zu einem Onlinekaufhaus machen. Seit Juni 2009 ist ist auch Alimama, eine Website für den Austausch von Anzeigen zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Web-Publishern in die Taobao-Sparte integriert. Das Geschäft mit Online-Anzeigen in China hat großes Wachstumspotenzial, da noch rund 80 Prozent aller chinesischen Websites ohne Werbung versehen sind.

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Alipay ist das beliebteste chinesische Online-Bezahlsystem, sowohl in Bezug auf die registrierten Kunden als auch nach dem Transaktionsvolumen. Eine Partnerschaft mit den Banken HSBC Holdings und Citibank soll helfen, das Bezahlsystem international zu etablieren. Seit Anfang 2009 werden von Alipay-Kunden, die im Monat mehr als 5,000 Renmimbi (etwa 500 Euro) umsetzen, Gebühren für die Transaktionen verlangt. Dies betrifft jedoch nicht einmal ein Prozent der rund 180 Millionen Kunden. Paypal, das Zahlungssystem von eBay mit seinen gegenwärtig rund 75 Millionen Kunden wird spätestens 2012 seine Vormachtstellung als führende E-Payment-Anbieter an Alipay verlieren.

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Yahoo! China ist der chinesische Ableger des Webportals Yahoo, das diverse Suchdienste mit Nachrichten, Shopping, Videos, Games und Musik kombiniert. Yahoo! China wird zu hundert Prozent von der Alibaba Group kontrolliert. Im Jahr 2005 kaufte Yahoo! einen 40-prozentigen Anteil an der Alibaba-Group, zog sich jedoch gleichzeitig aus dem chinesischen Tagesgeschäft heraus.

Yahoo China hat in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich an Marktanteil im Suchmaschinenbereich verloren. 2005 benutzten noch 21 Prozent aller chinesischen Internet-Benutzer die Suchmaschine von Yahoo. Ende 2009 waren es laut Angaben von Analysys Internation nur noch weniger als ein Prozent. Inzwischen wird deutlich, dass Yahoo China mit Taobao Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekommt. Im vergangenen Jahr wurden essenzielle Dienste wie Online-Kleinanzeigen und Social Networking-Funktionen bei Yahoo China eingestellt und stattdessen in das Portal von Taobao integriert.

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Alisoft entwickelt und vermarktet Internet-basierte Business-Software, die den bei Alibaba.com registrierten kleinen und mittelständischen Unternehmern beim Onlinehandel helfen sollen. So entwickelte Alisoft zum Beispiel das Instant-Messaging-System Aliwangwang, das zur Kommunikation von Geschäftsabschlüssen dient. Mit der Gründung von Ali Cloud will die Alibaba Group zudem in den lukrativen Markt für Cloud-Computing einsteigen.

Engagement in Deutschland

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Im Jahr 2008 wurde das deutsche Alibaba-Portal gelauncht.

Aktuelle Entwicklung

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Im dritten Quartal 2009 gingen die Einnahmen des Unternehmens um 20 Prozent zurück, was zur Folge hatte, das Alibaba das schlechteste Geschäftsergebnis nach drei Quartalen seit seiner Gründung verzeichnete. Dennoch ist Jack Ma zuversichtlich, dass das durch die internationale Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogene Handelsvolumen 2010 im Zuge des vier Billiarden schweren Konjunkturprogramms der chinesischen Regierung wieder anwächst und davon auch Alibaba profitiert.

Damit der Wachstum auf dem chinesischen Markt wieder in Schwung koomt, arbeitet Alibaba neuerdings mit chinesischen Banken zusammen, die den mittelständischen Unternehmen, die auf Alibaba.com handel treiben, günstige Kredite vermitteln. Eine weitere Maßnahmen besteht darin, mittels der Social Networks My.cn.yahoo.com und taojianghu.com die Kontaktaufnahme, Interaktion und Vernetzung der Käufer und Verkäufer zu optimieren. Außerdem bietet Alibaba seit kurzem Online-Kurse für den erfolgreichen B2B-Handel im Internet an.

Um außerhalb Chinas erfolgreicher zu werden, steht das Geschäftjahr ganz im Zeichen der internationalen Expansion. Die wichtigsten Märkte sind neben Europa und den USA vor allem Australien, Japan und Vietnam. Die Werbeagentur Truly London wurde damit beauftragt, den Namen Alibaba weltweit noch bekannter zu machen.

Während sich die konkreten Handelsaktivitäten zwischen chinesischen und ausländischen Firmen außerhalb von Alibaba abspielen, das im Grunde nur den Kontakt zwischen Handelspartnern herstellt, haben sich in den letzten Jahren Konkurrenzunternehmen wie Dhgate oder HC360 etabliert, mittels derer Käufer und Verkäufer aus dem Ausland direkt Handel mit chinesischen Firmen und Fabriken betreiben können. In Zukunft bekommt die Alibaba Group zudem Konkurrenz durch ein Joint Venture des japanischen E-Commerce-Anbieters Rakuten und Chinas führender Suchmaschine Baidu. Gemeinsam planen beide Unternehmen eine B2B, bzw. B2C-Handelsplattform, um den Marktanteil von Alibaba und Taobao zu begrenzen.

Als das Management von Google im Januar 2010 im Zuge eines Hacker-Angriffes auf seine Server drohte, seine Aktivitäten in China einzustellen äußerten Verantwortliche von Yahoo, deren Email-Konten ebenfalls Ziel des Angriffs waren, sie würden die Kritik an der chinesischen Regierung teilen. Daraufhin meldete sich Alibaba-Chef Jack Ma zu Wort und kritisierte die Äußerungen der Verantwortlichen von Yahoo. Die geäußerte Verbundenheit mit Google in Bezug auf Internet-Zensur, so Ma, sei "rücksichtslos" und müsse aufhören.

Weiterführende Literatur

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» Shiying, Liu/Avery, Martha 2009: alibaba: The Inside Story Behind Jack Ma and the Creation of the World's Biggest Online Marketplace. Collins Business, New York.