18. Rogers Comm.

Umsatz 2014: CAD 12,850 Mrd. (€ 8,765 Mrd.)

Überblick

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Rogers Communications ist Kanadas führender Kommunikations- und Medienkonzern mit den Segmenten: Wireless, Media und Cable. Im „Media“-Bereich ist Rogers aktiv mit TV, Radio und Print.

Basisdaten

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Hauptsitz:
333 Bloor St. East
Toronto, Ontario M4W 1G9
Telefon: 001 416 935 7777
Internet: investors.rogers.com

Branche:  Mobilfunk, Kabelnetze, Radio, TV-Stationen, Spartenkanäle, Zeitschriften, Baseball-Team
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.

 

Tab. I: Ökonomische Basisdaten (in Mio. CAD)
20182017201620152014
Umsatz 15.09614.36913.70213.41412.850
Gewinn (Verlust) nach Steuern2.2411.9021.4321.4331.508
Aktienkurs (in CAD, Jahresende)70,1163,9652,3048,3545,80
Beschäftigte26.10024.50025.00026.00027.000
Tab. II: Umsatz nach Geschäftsfeldern (in Mio. CAD)
20182017201620152014
Wireless9.2008.5697.9167.6517.305
Cable3.9323.8943.8713.8703.867
Media2.1682.1532.1462.0791.826

Corporate items and

intercompany eliminations

(204)(247)(231)(186)(148)

Geschäftsführung

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Management:

  • Joe Natale, President und Chief Executive Officer
  • Jordan Banks, President, Media
  • Lisa Durocher, Chief Digital Officer
  • Jorge Fernandes, Chief Technology Officer
  • Phil Hartling, President, Connected Home
  • Brent Johnston, President, Wireless
  • Graeme McPhail, Chief Legal and Regulatory Officer
  • Dean Prevost, President, Enterprise
  • Jim Reid, Chief Human Resources Officer
  • Tony Staffieri, Chief Financial Officer


    Aufsichtsrat:

    • Bonnie R. Brooks, Company Director
    • John H. Clappinson, Rogers
    • Robert Dépatie, Robert Dépatie & Associates Inc.
    • Robert J. Gemmel, Company Director
    • Alan D. Horn, Rogers
    • Philip B. Lind, Rogers
    • John A. MacDonald, Company Director
    • Isabelle Marcoux, Transcontinental Inc.
    • Joe Natale, RCI
    • David R. Petersen, Cassels Brock & Blackwell
    • Edward S. Rogers, Rogers
    • Loretta Anne Rogers, Rogers
    • Martha L. Rogers
    • Melinda M. Rogers, Rogers

    Geschichte

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    Der erste Rogers war ein radio guy. Edward Samuel Rogers Sr. (1900-1939) gilt als Erfinder des all electric radio und besonders des Radios mit Stromstecker; zuvor konnten Rundfunkempfänger nur mit Batterien betrieben werden. Für den Rundfunk bedeutete seine Erfindung den Durchbruch. Im Jahr 1925 gründete er eine Firma mit dem Namen „Standard Radio Manufacturing". Die Firmengeschichte von Rogers Comm. geht auf diese Urgründung zurück, wenngleich die heutige Firma offiziell erst 1960 entstand. Edward S. Rogers Jr., genannt „Ted“ (1933-2008), war fünf Jahre alt, als sein Vater starb. Als Student kaufte er in Toronto die Radiostation CHFI-FM. Obwohl nur fünf Prozent aller kanadischen Haushalte damals Kurzwellen-Empfänger hatten, sah er den Siegeszug dieser Technik voraus. Für ein Land der Größe Kanadas, das im Gegensatz zu Europa riesige unbewohnte Flächen aufweist, war das keine Selbstverständlichkeit. Mit der gleichen Weitsicht erkannte er, dass die Verbreitung durch das Kabel große Möglichkeiten bot – nicht nur für das Radio, sondern vor allem für das Fernsehen. 1967 erwarb er erste Lizenzen für Toronto, Brampton und Leamington.

    1974 strahlte Rogers Cable Television bereits 12 Programme aus und richtete sein Programm an den multikulturellen Gegebenheiten des Landes aus. Rogers Cable stieg bis 1980 durch verschiedene Zukäufe zum größten Kabelunternehmen Kanadas auf. Ab 1979 versuchte Rogers auch, in den USA Fuß zu fassen, verkaufte aber 1989 alle Anteile und beschränkt sich seither auf den kanadischen Markt. Aus den Erfahrungen des Kabelgeschäftes entwickelte Rogers ein neues Geschäftsfeld: Ab 1985 griff das Unternehmen die etablierten Telefonkonzerne mit einem eigenen landesweiten Mobilfunknetz an. Rogers Cantel Inc. (heute: Rogers Wireless) deckt mit seinem Netz nach eigenen Angaben 94 Prozent des Landes ab. Größere Anlaufschwierigkeiten gab es in der Festnetztelefonie: 1967 war aus den Telegrafenbranchen der beiden großen Eisenbahnunternehmen Kanadas das Joint-Venture „Canadian National-Canadian Pacific Telecommunications“ (CNCP) entstanden, das sich bis 1980 in ein Telefonunternehmen verwandelte. Rogers kaufte 1984 einen Anteil von 40 Prozent und nannte das Unternehmen Unitel Communications. Nach der Liberalisierung des kanadischen Telefonmarktes 1992 wies die staatliche Rundfunkaufsicht dem Unternehmen die Aufgabe zu, mit dem Monopolisten Bell Canada zu konkurrieren. Daraufhin erwarb der US-Anbieter AT&T 20 Prozent an Unitel. Es folgte eine Umstrukturierung von Unitel, die 1995 mit dem Rückzug Rogers aus der Festnetztelefonie endete.  1994 konnte Rogers erfolgreich in das Printgeschäft einsteigen. Das Unternehmen übernahm für zwei Mrd. US-Dollar das Verlagshaus Maclean Hunter mit seinem Buch- und Zeitungsangebot. Diese Akquisition und die teure technische Aufrüstung der Kabelnetze zwangen die Firma, sich von mehreren Aktivitäten zu trennen (u. a. von der Haussicherheitssparte und von Rogers Telecom). Das Angebot von Microsoft 1999, sich mit 9 Prozent an Rogers zu beteiligen, um so interaktive Dienste über das Rogers-Breitbandnetz anbieten zu können, wurde gerne angenommen. Der Vertrag umfasst die Lizenz für Microsoft TV und sieht die Verwendung von Microsoft Set-Top-Boxen vor. 2000 expandierte Rogers weiter. Der Konzern erwarb das Cable Atlantic TV Network, scheiterte jedoch bei dem Versuch, das Vidéotron Cable Network für 3,62 Mrd. US-Dollar zu übernehmen. Ein Jahr später kaufte Rogers 13 Radiostationen von Standard Broadcasting und wurde Eigentümer des Major League Baseballteams Toronto Blue Jays (für 112 Millionen US-Dollar) sowie des Footballteams Toronto Phantoms. 2004 stieg der Konzern mit 50% in Dome Productions ein, Kanadas führendem Anbieter von HDTV-Technik, außerdem übernahm er für 1,4 Mrd. CAD $ den Mobilfunkanbieter Microcell und kaufte seine Anteile von AT&T Wireless zurück. Mit dem Erwerb von Call-Net Enterprises 2005 begann Rogers im Telekommunikationssektor z. B bei Fern- und Ortsgesprächen zu konkurrieren.

    Management

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    Ende 2013 war der langjährige CEO Nadir Mohammed nach internen Machtkämpfen mit dem Rogers-Clan zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde der Brite Guy Laurence. Er war zuvor Chef von Vodafone, galt als Turn-Around-Experte und sollte Rogers Marktanteile trotz wachsender Konkurrenz durch kleinere Anbieter verbessern. Laurence galt als treibende Kraft hinter dem 5,2 Milliarden Dollar schweren sehr großen Deal mit dem nordamerikanischen Hockey-Verband NHL, der Rogers auf Jahre hinaus die exklusiven TV-Übertragungsrechte sicherte. Trotzdem: Weniger als drei Jahre später musste Laurence gehen.

    Warum? Am Morgen des 17.10.2016 wurde sein Rücktritt bekanntgegeben, ohne Gründe, Minuten später wurde der Rogers-Bericht für das dritte Quartal veröffentlicht. Verglichen mit dem Vorjahr war der Gewinn um 50 Prozent geringer. Mindestens genauso wichtig war die Tatsache, dass er sich mit seinem „a bit of a brash“ („frechen“) Managementstil, der auch nicht davor zurückscheute „die Rogers-Kultur umzukrempeln“, wohl mit der Rogers-Familie überworfen hatte, von bad blood schrieb BNN Bloomberg seinerzeit. Vier der vierzehn Mitglieder des Rogers-Aufsichtsrats sind Familienmitglieder.

    Zum Nachfolger wurde der Mittfünfziger Joseph Natale ernannt, vorher CEO der Telus Corporation, dem kanadischen Telekommunikationsunternehmen aus Vancouver. Auch für ihn als outsider wird es besonders wichtig sein, sich mit der ungewöhnlichen Situation zu arrangieren innerhalb eines Unternehmens, in dem die Mitglieder der Gründungsfamilie noch immer den Ton angeben.

    Geschäftsfelder

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    Rogers Communications ist der größte kanadische Mobilfunkanbieter und Kabelnetzbetreiber. Das Unternehmen ist in drei Hauptsparten gegliedert („three reportable segments“):

    Die Mobilfunksparte Wireless ist mit ihren 10,8 Millionen Kunden seit 2004 der führende Anbieter Kanadas.

    Cable betreibt Kabelnetze in Ontario, New Brunswick und Newfoundland mit insgesamt 5,2 Millionen Abonnenten 2018 (TV, Internet, Telefonie). Neben HDTV-Programmen und DVR-Diensten umfasst das Service-Angebot High-Speed Internetanbindungen, Telefon und „smart home monitoring services“. Im Juni 2008 erwarb Rogers Communications außerdem 100% der Aktien des Unternehmens Aurora Cable TV Limited (Aurora Cable), einem Kabelanbieter in der der Region York, Ontario.

    Unter Media ist ein diversifiziertes Medienportfolio gebündelt. Sport (Toronto Blue Jays, Kanadas einziges Major League Baseball (MLB) team, die RogersCentre Veranstaltungshalle), Entertainment, TV-Sender (Sportsnet, das City network, OMNI) und 55 Radiosender (darunter 98.1 CHFI,680 NEWS, Sportsnet The FAN, KiSS, JACK FM, SONiC), Spartenkanäle (X (Canada), FXX (Canada), das Outdoor Life Network (OLN) und TSC (Canada’s only nationally televised shopping channel), digital media und publishing.

    Inhalte

    Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

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    mediadb.eu wird gefördert von der Bundeszentrale für Politische Bildung

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    und der Stadt Köln.