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		<title>www.mediadb.eu: Latest News</title>
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		<description>Latest news from www.mediadb.eu</description>
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			<title>www.mediadb.eu: Latest News</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 13:13:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Yahoo nach dem Führungswechsel</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/yahoo-nach-dem-fuehrungswechsel.html</link>
			<description>Nachdem Scott Thompson als CEO von Yahoo gehen musste, steht das Unternehmen vor einer ungewissen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>Nachdem Scott Thompson als CEO von <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/yahoo-inc.html" class="internal-link" >Yahoo</a> gehen musste, steht das Unternehmen vor einer ungewissen Zukunft. Thompson hatte seinem Lebenslauf offenbar wissentlich einen fabrizierten Abschluss in Computerwissenschaft hinzugefügt. Yahoo bemüht sich seit Jahren vergeblich, Kontinuität an der Konzernspitze herzustellen. Erst Ende vergangenen Jahres wurde Thompsons Vorgängerin Carol Bartz nach weniger als zwei Jahren entlassen, weil sie den allgemeinen Abwärtstrend, dem sich das Unternehmen ausgesetzt sieht, nicht stoppen konnte. Ross Levinsohn wurde jetzt zunächst zum Interims-CEO ernannt. Er ist der fünfte CEO in den letzten fünf Jahren. Die Redaktion von mediadb.eu hat die jüngsten Entwicklungen zusammengefasst:</i></p>
<p class="bodytext"><b>1. Wer ist Ross Levinsohn?<br /></b>Levinsohn ist seit 2010 bei Yahoo, was ihm laut Branchenkennerin Kara Swisher von allthingsd.com angesichts der <i>hire-and-fire</i>-Mentalität des Konzerns zu einem <a href="http://allthingsd.com/20120514/leave-the-gun-take-the-cannoli-its-ring-kissing-time-for-ross-at-yahoo/" target="_blank" >regelrechten Insider macht</a>. Zuvor war er Präsident von <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/news-corp-ltd.html" class="internal-link" >News Corps</a> Onlinesparte Fox Interactive Media, wo er Rupert Murdochs Kauf des sozialen Netzwerks MySpace einfädelte. Mit dem anschließenden Untergang der Community in der Bedeutungslosigkeit hatte er jedoch nichts mehr zu tun, da er unmittelbar nach dem Kauf (und einer ebenfalls von ihm verantworteten 900-Millionen Partnerschaft zwischen MySpace und Google) zu Yahoo wechselte. Dort wurde er Chef der Medienabteilung und war maßgeblich an Yahoos andauernder Transformation von einem Suchkonzern zu einem onlinebasierten Medienkonzern beteiligt. Bevor Scott Thompson CEO wurde, versuchte er unter anderem eine Partnerschaft mit AOL und Microsoft zu etablieren und das Videoportal Hulu.com zu kaufen. Diese Unterfangen könnte er nun wieder in Angriff nehmen. Weitere Punkte auf seiner Agenda könnten eine Beendigung des Patent-Rechtsstreits mit <a href="datenbanken/onlinekonzerne/facebook-inc.html" class="internal-link" >Facebook</a> sowie der Verkauf der Anteile am chinesischen Onlinekonzern Alibaba umfassen. Letzteres würde insbesondere die Aktionäre erfreuen, da so neues Geld für Investitionen geschaffen würde.</p>
<p class="bodytext"><b>2. Welche Strategie wird Yahoo in Zukunft verfolgen?<br /></b>Sollte Levinsohn dauerhaft an der Spitze des Unternehmens bleiben, spricht alles dafür, dass der von Vor-Vorgängerin Carol Bartz begonnene Fokus auf die Distribution und Vermarktung von Online-Medieninhalten fortgesetzt wird. Ein Plus ist dabei die nach wie vor ungebrochene Popularität der Yahoo-Marke. Rund 700 Millionen Menschen besuchen weltweit jeden Monat die Yahoo-Seiten (insbesondere weil sie noch einen Yahoo-Email-Account haben). Die Yahoo-Startseite ist einer der populärsten Seiten des Internets und dient als Startpunkt für die Weiterleitung an internen und externen Content. Yahoo stellt dabei zunehmend eigene Videoinhalte her. Für 2012 hat Yahoo die Produktion zahlreicher neuer Serienformate und Talkshows in Auftrag gegeben, darunter &quot;Katie's Take&quot;, moderiert von der renommierten <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/viacom-inccbs-corp.html" class="internal-link" >CBS</a>-Journalistin Katie Couric, eine Talkshow mit Schauspieler Jeff Goldblum sowie mit &quot;Electric City&quot; eine Science-Fiction-Serie von und mit Tom Hanks.</p>
<p class="bodytext"><b>Mehr dazu:<br /></b>All Things Digital: <a href="http://allthingsd.com/20120513/ross-levinsohns-yahoo-plan-back-to-the-future/" target="_blank" >Ross Levinsohn's Yahoo Plan: Back to the Future </a>(13.05.2012)</p>]]></content:encoded>
			<category>Yahoo! Inc.</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sony: Umsatzeinbußen im Geschäftsjahr 2011/2012</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/sony-umsatzeinbussen-im-geschaeftsjahr-20112012.html</link>
			<description>Heute wurden die Umsatzzahlen des japanischen Unterhaltungselektronik-Herstellers Sony Corporation...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>Heute wurden die Umsatzzahlen des japanischen Unterhaltungselektronik-Herstellers Sony Corporation &nbsp;für das Geschäftsjahr veröffentlicht. Der Konzern befindet sich seit Jahren in einer Krise, was sich nun auch in den Geschäftszahlen widerspiegelt. Die Redaktion von mediadb.eu hat den Geschäftsbericht analysiert und die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.</i></p>
<p class="bodytext"><b>1. Was sind die wichtigsten Ergebnisse des aktuellen Geschäftsberichts?</b><br />Seit Jahren nehmen die Verkaufszahlen von Sony ab. Auch im Geschäftsjahr 2011/2012 (01.04.-31.03.) sinken die Umsätze insgesamt um 9,6 Prozent. Betrug der Konzernumsatz im Jahr 2010 noch 7.181 Milliarden Yen, so können ein Jahr später nur noch 6.493 Milliarden Yen gelistet werden. Außer bei den Finanzdienstleistungen und im Bereich Film und Fernsehen, der von höheren Fernseheinnahmen in den USA und Merchandising-Rechten an der Marke <i>Spider-Man</i> profitieren konnte, wurden in allen Geschäftssegmenten Rückgänge verzeichnet. Insbesondere in der Geschäftseinheit „Consumer Products &amp; Services” sank das operative Ergebnis von 10,8 Milliarden Yen im Vorjahr auf -229,8 Milliarden Yen. Grund dafür sind vor allem niedrigere Verkäufe von LCD Fernsehern, PCs und Digitalkameras. Diese Geschäftseinheit, die erstmals auch das Spielegeschäft umfasst, musste zudem Einbußen aufgrund von geringeren PlayStation3-Verkäufen verkraften, deren Preis strategisch gesenkt wurde. </p>
<p class="bodytext">Auch bei Sony Music Entertainment, dem zweitgrößten Musiklabel der Welt, nahmen die Umsätze um 5,9 Prozent auf 442,8 Milliarden Yen ab. Grund dafür ist unter anderem die zunehmende Digitalisierung und der damit zusammenhängende Rückgang im physischen Musikmarkt.</p>
<p class="bodytext">Der starke Yen tut sein übriges dazu, dass die Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt wird und die Verkaufszahlen zurückgehen. Weitere Gründe für die Umsatzeinbußen sind laut <a href="http://www.sony.net/SonyInfo/IR/financial/fr/11q4_sonypre.pdf" target="_blank" >Unternehmensangaben</a> die Auswirkungen des Erdbebens in Japan, die Überflutungen in Thailand sowie eine Verschlechterung der Marktbedingungen in Industrieländern.</p>
<p class="bodytext"><b>2. Welchen Einfluss hatte die Erdbeben-/Tsunami-Katastrophe im Jahr 2011? </b><br />Aufgrund der Überflutungen mussten die japanischen Fabriken ihre Produktion aussetzen. Die Naturkatastrophe zeigt sich deutlich bei den Ausgaben von Sony: 5,9 Milliarden Yen (72 Millionen US-Dollar) wurden für Reparatur- oder Reinigungskosten ausgegeben. Weitere 6,3 Milliarden Yen (77 Millionen US-Dollar) Verlust musste der Konzern aufgrund der Leerläufe der Fabriken verkraften. Der Stillstand in den Fabriken führte zu Verzögerungen beim Launch von neuen Produkten. Außerdem sank im Zuge der Katastrophe die Nachfrage, sodass Sony insgesamt von Ausgaben in Höhe von 13,2 Milliarden Yen (161 Millionen US-Dollar) ausgeht, die im Zusammenhang mit dem Erdbeben verursacht wurden. Einige Schäden und Produktionsausfälle konnten durch Versicherungsleistungen wieder abgedeckt werden, sodass die Verluste aufgrund der Katastrophe gemindert werden konnten. </p>
<p class="bodytext"><b>3. Wie sieht es in Zukunft für den Unterhaltungselektronik-Konzern aus?</b><br />Der Hersteller des berühmten Walkman konnte seine Erfolge in den 1970er und 1980er Jahren - sieht man von der Einführung der Playstation ab - nicht ins digitale Zeitalter übertragen. Apple dominiert heute den Markt für Musikplayer und Smartphones. Südkoreanische Firmen wie Samsung oder LG haben das japanische Unternehmen in Bezug auf Fernsehgeräte längst überholt. Bisherige Managementfehler soll der neue CEO Hiroko Tabuchi ausgleichen und das Steuer jetzt herumreißen. Im Zuge der &quot;One Sony&quot;-Initiative wird das Unternehmen verschlankt. 10.000 Arbeitsplätze werden gestrichen.</p>
<p class="bodytext">Der aktuelle Geschäftsbericht gibt einen positiven Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr: Es wird ein Wachstum um 14 Prozent, also ein Umsatz von 7.400 Milliarden Yen, prognostiziert. Als Gründe führt der Konzern unter anderem den Ausgleich der negativen Folgen von Erdbeben und Überflutung und höhere Werbeeinnahmen aus den weltweiten Aktivitäten von Sony Pictures Entertainment an.</p>
<p class="bodytext"><b>Mehr dazu: </b></p>
<p class="bodytext">Sony: <a href="http://www.sony.net/SonyInfo/IR/financial/fr/11q4_sony.pdf" target="_blank" >Earnings Release. Consolidated Financial Results for the Fiscal Year ended March 31, 2012</a> (10.05.2012)</p>]]></content:encoded>
			<category>Sony Entertainment</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 17:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Comcast: Verstoß gegen Netzneutralität?</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/comcast-verstoss-gegen-netzneutralitaet.html</link>
			<description>Der US-Senator Al Franken hat den Medienkonzern ComcastNBCU beschuldigt, gegen das Prinzip der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>Der US-Senator Al Franken hat den Medienkonzern <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/comcastnbcuniversal-llc.html" class="internal-link" >ComcastNBCU</a> beschuldigt, gegen das Prinzip der Netzneutralität zu verstoßen. Franken bat in einem Brief an die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) und das Justizministerium darum, die Geschäftspraktiken von Comcast zu überprüfen. Grund ist Comcasts Video-on-Demand-Service Xfinity Streampix, der seit März dieses Jahres auch über <a href="datenbanken/onlinekonzerne/microsoft-corporation.html" class="internal-link" >Microsofts</a> Spielkonsole Xbox abrufbar ist. Franken sowie Vertreter konkurrierender VoD-Dienste wie Netflix, Hulu oder HBO Go werfen Comcast vor, Xfinity Streampix systematisch zu bevorteilen. Da Comcasts rund 50 Millionen Internetkunden Beschränkungen ihrer monatlichen herunterladbaren Datenpakete haben (sog. Data caps), reduziert jeder gestreamte Videoinhalt die zur Verfügung stehende Downloadkapazität. Nutzen die Comcast-Kunden jedoch Streampix, bleibt die Downloadkapazität <a href="http://www.theverge.com/2012/3/26/2901563/xfinity-on-demand-xbox-360-bandwidth-caps" target="_blank" >davon unberührt</a>. Damit sei genau das eingetreten wovor die Kritiker von Comcasts <a href="http://www.mediadb.eu/nc/de/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/fcc-und-obama-adminstration-genehmigen-comcasts-uebernahme-von-nbc.html?cHash=401ab28dbc6ad0db4835ad64f0b5a570&amp;sword_list[0]=%C3%BCbernahme" target="_blank" >umstrittener Übernahme von NBC Universal </a>im Jahr 2010 gewarnt hatten: Das Unternehmen, das nun im Besitz attraktiver NBC- und Universal-Inhalte ist, bevorteile eigene Streamingdienste und diskriminiere die Konkurrenz. Die Redaktion von mediadb.eu hat die Entwicklungen zusammengefasst und die Hintergründe des Konflikts analysiert:</i></p>
<p class="bodytext"><b>1. Verstößt Comcast gegen die Auflagen der Übernahme von NBCU?<br /></b>Das Justizministerium hatte Comcasts Übernahme von NBCUniversal Anfang 2010 nur unter der Bedingung genehmigt, dass der Konzern Traffic zu nicht zu Comcast gehörenden Websites weder benachteiligen noch anders berechnen dürfe. Laut Franken, einem der vehementesten Gegner der Übernahme, <a href="http://www.theverge.com/2012/5/7/3005329/al-franken-comcast-xfinity-on-demand-may-violate-net-neutrality" target="_blank" >ist dieser Tatbestand mit der Bevorzugung von Streampix erfüllt</a>. Internet-Kunden von Comcast, die im Besitz einer Xbox sind, hätten nun starke Anreize TV-Episoden und Filme nur bei Streampix anzuschauen. Ähnlich argumentiert Reed Hastings, CEO von Netflix: Im <a href="https://www.facebook.com/reed1960/posts/10150706947044584" target="_blank" >Selbstversuch</a> schaute er sich über seinen Comcast-Internetzugang eine Episode der Comedyshow Saturday Night Live auf verschiedenen VoD-Diensten der Xbox an, wobei seine Downloadkapazität bei der Benutzung der Xfinity Streampix-App nicht belastet wurde. Auf Facebook fragte er sich anschließend: &quot;Das selbe Gerät, die selbe IP-Adresse, das selbe W-Lan, die selbe Internetverbindung, aber totale Ungleichbehandlung. Wie soll das neutral sein?&quot;<br />Vertreter von Comcast streiten die Vorwürfe hingegen ab. Ihr Video-on-Demand-Service würde nicht über das &quot;öffentliche Internet&quot; laufen und unterstehe deshalb auch nicht den Open Internet Rules der FCC. Vielmehr sei die Xfinity Xbox-App Teil von Comcasts Kabeldiensten.</p>
<p class="bodytext"><b>2. Welche Rolle spielt die Xbox in Bezug auf Internetfernsehen?<br /></b>Rund 25 Millionen Amerikaner besitzen gegenwärtig eine Xbox. Die Konsole hat sich in den vergangenen Monaten zu einer der populärsten Geräte entwickelt, wenn es darum geht, <a href="http://news.cnet.com/8301-10805_3-57335878-75/new-xbox-update-aims-to-put-microsoft-at-the-heart-of-tv-viewing/" target="_blank" >Internet-Videoinhalte auf dem heimischen Fernseher zu sehen</a>. Besitzer einer Xbox brauchen keine Set-Top-Box eines Kabelanbieters oder einen internetfähigen Fernseher, um Inhalte von Anbietern wie Hulu, ESPN oder HBO zu sehen. In Kombination <a href="http://www.slate.com/articles/technology/technology/2012/03/xbox_live_tv_why_microsoft_not_apple_will_dominate_television_streaming_.html" target="_blank" >mit der hohen Nutzerfreundlichkeit </a>- die Xbox lässt sich aufgrund der Kinect-Kamera per Sprach- und Bewegungssteuerung navigieren - ist das Gerät&nbsp;eine neue Konkurrenz für Kabelkonzerne, auf die Comcast nun reagiert.</p>
<p class="bodytext">Mehr dazu:</p>
<p class="bodytext">CNet: <a href="http://news.cnet.com/8301-13578_3-57429373-38/franken-comcast-thumbs-nose-at-net-neutrality-rules/" target="_blank" class="external-link-new-window" >Franken: Comcast thumbs nose at Net neutrality rules </a>(07.05.2012)</p>]]></content:encoded>
			<category>Comcast Corp.</category>
			<category>Microsoft Corporation/MSN</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Abhörskandal: Medienausschuss zweifelt an Murdochs Führungskompetenz</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/abhoerskandal-medienausschuss-zweifelt-an-murdochs-fuehrungskompetenz.html</link>
			<description>Der gestern im Zuge der Aufklärung des britischen Abhörskandals veröffentlichte Abschlussbericht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>Der gestern im Zuge der Aufklärung des britischen Abhörskandals veröffentlichte <a href="http://www.parliament.uk/documents/commons-committees/culture-media-sport/Final_Report_VOL_I_News_Int_and_Phone-hacking.pdf" target="_blank" >Abschlussbericht des Parlamentausschusses für Kultur, Medien und Sport</a> offenbart Zweifel an der Führungskompetenz von Medienmogul Rupert Murdoch. Dieses vernichtende Urteil kann Folgen für die geplante Übernahme des Fernsehsenders British Sky Broadcasting haben. Die Redaktion von mediadb.eu hat die Ergebnisse des Berichts und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.</i></p>
<p class="bodytext"><b>1. Zu welchen Ergebnissen kommt der Bericht des Medienausschusses?</b><br />Seit inzwischen drei Jahren untersuchen die Abgeordneten des britischen Unterhauses die illegalen Praktiken bei der&nbsp;<a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/news-corp-ltd.html" class="internal-link" >News Corp.</a> Zeitung „News of the World“. Der Medienausschuss kommt nun in seinem 121-seitigen Abschlussbericht unter anderem zu dem Ergebnis, dass zahlreiche Behauptungen der „News of the World“ und verwandter Firmen nicht auf der Wahrheit beruhen. So war es nicht nur ein einzelner Reporter, der Abhörpraktiken anwandte. Außerdem seien die illegalen Praktiken nicht nur auf den Zeitraum von 2005 bis 2006 sowie die Zeitung „News of the World“ begrenzt. Zudem soll sich der 81-jährige Medienmogul Rupert Murdoch „blind gestellt“ haben. Obwohl Murdoch über sechs Jahrzehnte sein Medienimperium aufbaute, sei er „keine geeignete Person, um ein internationales Unternehmen zu führen“. Die Herausgeber der „News of the World“ seien nicht an einer Aufklärung interessiert gewesen, sondern hätten versucht, die Ereignisse zu vertuschen. Für diese Kultur des Vertuschens müssten James und Rupert Murdoch nun die Verantwortung übernehmen. In Bezug auf den Sohn von Rupert Murdoch, James Murdoch, gebe es laut Bericht jedoch keine ausreichenden Beweise, dass er den Ausschuss in die Irre geführt habe. Nichtsdestotrotz sei es „erstaunlich“, dass er nicht früher von dem Abhörskandal erfuhr.</p>
<p class="bodytext">In dem Abschlussbericht wird außerdem herausgestellt, dass viele Aspekte der Abhöraffäre ohne die Beharrlichkeit des Ausschusses, der Zeitung „The Guardian“, einiger Anwälte sowie ziviler Kläger nicht ans Licht gekommen wären.</p>
<p class="bodytext"><b>2. Wie setzt sich der Ausschuss für Kultur, Medien und Sport zusammen?</b><br />Der Ausschuss setzt sich aus Mitgliedern verschiedener Parteien zusammen. Dementsprechend kam es zu Unstimmigkeiten, die bei vorgeschlagenen Korrekturen des Berichts zu Tage traten. Die Zeitung <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2012/may/01/phone-hacking-report-select-committee-amendments" target="_blank" >„The Guardian“</a> schlüsselte die Pro- und Contra-Haltungen der Abgeordneten anschaulich auf. Daraus geht hervor, dass sich die Ausschussmitglieder in der Mehrzahl für eine kritischere Auseinandersetzung mit Murdoch sowie der News International in dem Abschlussbericht einsetzten. In dem elfköpfigen Ausschuss stimmten die vier konservativen Mitglieder geschlossen dagegen und die fünf Labour-Abgeordneten und der einzige Liberaldemokrat dafür. Der konservative Ausschussvorsitzende John Whittingdale enthielt sich der Stimme. Insbesondere das vernichtende Urteil gegenüber Rupert Murdoch sei „<a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,830763,00.html" target="_blank" >eine große Schande</a>“, weil es „absolut keine Beweise“ gebe, dass der Medienmogul von den Vorgängen gewusst hätte, so die Abgeordnete Louise Mensch.</p>
<p class="bodytext"><b>3. Welche Folgen kann der Bericht nach sich ziehen?</b><br />Der Medienausschuss hat keine richterliche Gewalt und ist eins von mehreren Gremien, die den Abhörskandal aufarbeiten. Auch die <i>Metropolitan Police</i>, die <i>Strathclyde Police </i>und die <i>Lord Justice Leveson’s public inquiry into the culture, practices and ethics of the media </i>führen Untersuchungen durch. Das vernichtende Urteil im Hinblick auf Murdochs Führungskompetenzen kann jedoch die Chancen auf eine Übernahme des britischen Fernsehsenders British Sky Broadcasting (BSkyB) mindern. Derzeit hält Murdochs News Corp. 39,1 Prozent an der britischen Gruppe, wobei die Medienaufsicht Ofcom untersucht, ob dieser Anteil beibehalten werden darf.</p>
<p class="bodytext"><br /><b>Mehr dazu: </b></p>
<p class="bodytext">- <a href="http://www.parliament.uk/documents/commons-committees/culture-media-sport/Final_Report_VOL_I_News_Int_and_Phone-hacking.pdf" target="_blank" >11. Bericht des House of Commons Culture, Media and Sports Committee: News International and Phone-hacking</a> (01. Mai 2012)</p>
<p class="bodytext">- <a href="http://www.newscorp.com/news/news_530.html" target="_blank" >Pressestatement der News Corporation: News Corporation Statement of UK's Parliamentary Select Committee of Culture, Media and Sport's News of the World Report</a> (01. Mai 2012)</p>
<p class="bodytext">- Focus: <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/parlamentsausschuss-kritisiert-medienmogul-rupert-murdoch-muss-weg_aid_745676.html" target="_blank" >Parlamentsausschuss kritisiert Medienmogul: Rupert Murdoch muss weg</a>. (02. Mai 2012) </p>
<p class="bodytext">- Süddeutsche: <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/medienmogul-murdoch-praedikat-ungeeignet-1.1345748" target="_blank" >Medienmogul Murdoch: Prädikat „ungeeignet“</a> (01. Mai 2012)</p>
<p class="bodytext">- Spiegel: Abhörskandal: <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,830763,00.html" target="_blank" >Abgeordnete nennen Konzernchef Murdoch ungeeignet</a> (01. Mai 2012)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>News Corp. Ltd.</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 May 2012 16:40:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wahlwerbung: US-Medienkonzerne bekämpfen transparente Gesetzgebung</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/wahlwerbung-us-medienkonzerne-bekaempfen-transparente-gesetzgebung.html</link>
			<description>Die führenden Nachrichtenmedien der USA, darunter die Fernsehkanäle NBC News (ComcastNBCU), ABC...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>Die führenden Nachrichtenmedien der USA, darunter die Fernsehkanäle NBC News (<a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/comcastnbcuniversal-llc.html" class="internal-link" >ComcastNBCU</a>), ABC News (<a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/the-walt-disney-company.html" class="internal-link" >Walt Disney</a>), Fox News (<a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/news-corp-ltd.html" class="internal-link" >News Corp.</a>) und die Fernsehsender der <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/the-hearst-corporation.html" class="internal-link" >Hearst Co.</a> sowie die Zeitungen USA Today (<a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/gannett-co-inc.html" class="internal-link" >Gannett</a>), <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/the-washington-post-company.html" class="internal-link" >Washington Post</a> und Atlanta Journal Constitution (<a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/cox-enterprises-inc.html" class="internal-link" >Cox Enterprises</a>) kämpfen momentan gegen eine transparentere Offenlegung ihrer politischen Werbeerlöse. Im Wahljahr 2012 werden US-Medien wieder Millionenumsätze mit der Ausstrahlung, bzw. dem Abdrucken von Wahlwerbespots und Anzeigen politischer Parteien generieren. Bisher sind US-Medienkonzerne nur verpflichtet, in gedruckter Form und nur auf explizite Nachfrage Auskunft darüber zu geben, welcher Kandidat bzw. welche politische Partei wieviel für einen Wahlwerbespot oder eine Zeitungsanzeige gezahlt hat. Ein Gesetzesentwurf der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC), der vorsieht, diese Daten auf einer zentralen Website der Öffentlichkeit in elektronischer Form zugänglich zu machen, wird nun von den Lobbyarmen der Konzerne bekämpft. Die Redaktion von mediadb.eu hat die Entwicklungen zusammengefasst und einen Blick auf die Lobbying-Ausgaben der größten US-Medienkonzerne geworfen.</i></p>
<p class="bodytext"><b>1. Warum verweigern sich Medienunternehmen&nbsp;der Gesetzgebung?<br /></b>Die Gründe, die Vertreter der Anti-Transparenz Allianz anführen, erscheinen auf den ersten Blick nicht plausibel und vorgeschoben. Jerald Fritz, Chef der Allbritton-Gruppe, die auch das politische Onlinemagazin Politico verlegt, warnte laut ProPublica etwa vor der angeblichen Gefahr einer &quot;Sowjet-artigen Vereinheitlichung&quot;. Walt Disney-Manager beklagten angebliche logistische Schwierigkeiten, wenn man die Daten in elektronischer Form bereitstellen müsse. Andere wiederum haben sich darüber beschwert, dass Konkurrenten auf diese Weise den Zugang zu sensiblen Werbepreisen hätten (US-Medien sind per Gesetz dazu verpflichtet, politischen Organisationen die geringsten Werbegebühren in Rechnung zu stellen). Der wahre Grund für den Widerstand könnte jedoch eher darin liegen, zu verschleiern, wie eng Fernsehsender und Zeitungen mit einzelnen Kandidaten, Parteien oder sogenannten Super-PACs (scheinbar unabhängige Gruppierungen, die einzelne Kandidaten unterstützen) finanziell verbunden sind. FCC-Chef Julius Genachowski kritisierte die Lobbyanstrengungen denentsprechend drastisch: die Medienkonzerne hätten sich &quot;gegen Transparenz und gegen Journalismus&quot; positioniert.</p>
<p class="bodytext"><b>2. Welches Ausmaß hat das Lobbying der US-Medienkonzerne?<br /></b>2011 gaben die <a href="rankings/us-medienkonzerne-2012.html" class="internal-link" >zehn größten US-Medienkonzerne</a> laut OpenSecrets.org knapp 59 Millionen US-Dollar für Lobbying aus. Spitzenreiter war dabei Comcast mit 19 Millionen, gefolgt von <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/google-inc.html" class="internal-link" >Google</a> mit elf und <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/viacom-inccbs-corp.html" class="internal-link" >Viacom</a> mit sieben Millionen Dollar. Die FCC selbst bildet dabei das größte Reservoir an zukünftigen Medienlobbyisten. Meredith Attwell Baker, die sich als FCC-Funktionärin vehement für eine Genehmigung der Übernahme von NBC Universal durch Comcast eingesetzt hatte, ist mittlerweile Chef-Lobbyistin von Comcast.</p>
<p class="bodytext"><b>Mehr dazu:</b></p>
<p class="bodytext">ProPublica: <a href="http://www.propublica.org/article/meet-the-media-companies-lobbying-against-transparency" target="_blank" >Meet the Media Companies Lobbying Against Transparency </a>(20.04.2012)</p>]]></content:encoded>
			<category>Comcast Corp.</category>
			<category>Walt Disney Corp.</category>
			<category>The Washington Post Company</category>
			<category>Cox Enterprises Inc.</category>
			<category>News Corp. Ltd.</category>
			<category>The Hearst Corporation</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ranking 2012: Google drittgrößter Medienkonzern</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/-903832590f.html</link>
			<description>Google ist inzwischen der drittgrößte Medienkonzern der Welt. Dies geht aus der neuen,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/google-inc.html" class="internal-link" >Google</a> ist inzwischen der drittgrößte Medienkonzern der Welt. Dies geht aus der neuen, jährlich&nbsp;auf mediadb.eu&nbsp;publizierten <a href="rankings/intl-medienkonzerne-2012.html" class="internal-link" >Rangliste der 50 größten Medienkonzerne </a>hervor. Kriterium für das Ranking ist der Jahresumsatz 2011. Google setzte mit rund 33000 Mitarbeitern umgerechnet 27 Milliarden Euro um und erwirtschaftete einen Gewinn von 7,4 Milliarden Euro. Das IfM begründet seine Einstufung von Google als Medienkonzern damit, das der Betreiber der weltweit populärsten Suchmaschine mittlerweile 96 Prozent seines Umsatzes mit Werbung macht, um Sportrechte verhandelt und&nbsp; mit Produzenten, Stars und Hollywood-Studios Verträge für sein Videoportal YouTube abschließt. Google sei als „Wissenskonzern“ einem „neuen Typus der Medien- und Technologiekonzerne“ zuzurechen, so IfM-Direktor Lutz Hachmeister heute in einem Kommentar für die „Süddeutsche Zeitung“ (19.04.)</p>
<p class="bodytext">Das US-Medienunternehmen <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/comcastnbcuniversal-llc.html" class="internal-link" >ComcastNBCU</a> ist wie im Vorjahr mit Abstand der größte Medienkonzern der Welt. Mit einem Umsatz von umgerechnet 40,12 Milliarden Euro verteidigte der Comcast seine Spitzenposition, mit großem Abstand folgt wie im Vorjahr <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/the-walt-disney-company.html" class="internal-link" >Walt Disney </a>(29,38 Mrd. Euro) auf Rang zwei. 2010 – vor Comcasts Übernahme von NBC Universal – führte noch Walt Disney die Rangliste an.</p>
<p class="bodytext">Im diesjährigen IfM-Ranking folgen Rupert Murdochs im Zuge des Abhörskandals in die Kritik geratenes Unternehmen <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/news-corp-ltd.html" class="internal-link" >News Corp.</a> (2011: 23,99 Mrd. Euro/2010: 24,73 Mrd. Euro) auf Rang vier und der US-amerikanische Medienkonzern <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/viacom-inccbs-corp.html" class="internal-link" >Viacom/CBS </a>auf Platz fünf (2011: 20,95 Mrd. Euro/2010: 20,53 Mrd. Euro) Der ehemalige Marktführer (1995-2008) <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/time-warner-inc.html" class="internal-link" >Time Warner </a>ist nach der Berücksichtigung von Google gar auf dem sechsten Rang abgerutscht (20,82 Mrd. Euro). </p>
<p class="bodytext"><a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/bertelsmann-ag.html" class="internal-link" >Bertelsmann</a> liegt mit einem stagnierenden Umsatz von 15,2 Milliarden Euro hinter Sony Entertainment auf Rang acht.&nbsp; Die <a href="datenbanken/deutsche-medienkonzerne/axel-springer.html" class="internal-link" >Axel Springer AG </a>konnte&nbsp;ihren Umsatz um rund 250 Millionen auf 3,19 Milliarden Euro steigern, kletterte von Rang 43 auf Platz 38 und zog so an <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/prosiebensat1.html" class="internal-link" >ProSiebenSat.1</a> vorbei, das mit einem Umsatz von 2,76 Milliarden auf Platz 46 im Ranking landet. Zu den weiteren Gewinnern zählt auch <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/discovery-communications.html" class="internal-link" >Discovery Communications</a>. Das Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Non-Fiction-Inhalten spezialisiert hat, konnte seinen Umsatz von umgerechnet 2,85 auf 3,04 Milliarden Euro steigern und kletterte im Ranking von Platz 44 auf Platz 40. Signifikant verbessern konnten sich auch zwei Medienunternehmen aus dem aufstrebenden latein- und mittelamerikanischen Medienmarkt: <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/globo-communicacao-e-participacoes-sa.html" class="internal-link" >Globo</a> aus Brasilien verbesserte sich von Rang 28 auf Platz 25 (Umsatz 2011: 4,73 Milliarden Euro), während sich die mexikanische <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/grupo-televisa.html" class="internal-link" >Grupo Televisa </a>mit einem Umsatz von 3,62 Milliarden Euro ebenfalls um drei Plätze auf Rang 32 vorschob.</p>
<p class="bodytext">Der größte Verlierer im Geschäftsjahr 2011 war Googles Konkurrent <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/yahoo-inc.html" class="internal-link" >Yahoo</a>, dessen Umsatz binnen eines Jahres um fast eine Milliarde auf umgerechnet 3,58 Milliarden Euro schrumpfte. Insgesamt verlor das Unternehmen im IfM-Ranking neun Plätze und steht nur noch auf Rang 33. Ein weiterer Verlierer ist die <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/the-washington-post-company.html" class="internal-link" >Washington Post Company</a>. Der Mutterkonzern der gleichnamigen Qualitätszeitung erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 3,03 Milliarden Euro (2010: 3,6 Milliarden Euro) und fiel damit um acht Plätze auf Rang 40. Zwei weitere Traditionsverlagshäuser fielen ganz aus den Top 50. Weder die US-amerikanische Tribune Co. noch das britische Verlagshaus Daily Mail &amp; General Trust sind dieses Jahr in der Rangliste vertreten. Virgin Media, das sich mit dem Verkauf von Fernsehsendern aus dem klassischen Mediengeschäft verabschiedet hat und nur noch als Internetprovider auftritt, wurde im Ranking nicht mehr berücksichtigt. Neu, bzw. wieder im Ranking vertreten sind hingegen der kanadische Medienkonzern <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/shaw-communications.html" class="internal-link" >Shaw Communications </a>sowie das britische Fernsehunternehmen <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/itv-plc.html" class="internal-link" >ITV</a>.</p>
<p class="bodytext">In Deutschland verzeichneten die wichtigsten Medienhäuser mit Ausnahme der Axel Springer AG leicht sinkende Umsätze. Stabil blieb die <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/ard.html" class="internal-link" >ARD</a>, der größte öffentlich-rechtliche Medienverbund der Welt. Sie nimmt aus Gebühren und Werbung rund 6,22 Milliarden Euro ein und liegt auf Rang 18 – vor der <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/bbc.html" class="internal-link" >BBC</a>, die mit einem jährlichen Budget von 5,58 Milliarden Euro Platz 20 belegt. Wie im Vorjahr sind im diesjährigen Ranking der größten Medienkonzerne der Welt insgesamt vier deutsche Unternehmen vertreten. 1995, als das Ranking erstmals veröffentlicht wurde, waren noch acht deutsche Medienkonzerne unter den internationalen Top 50. </p>
<p class="bodytext">Der Gesamtumsatz der 50 größten Medienkonzerne der Welt ist im Geschäftsjahr 2011 um rund sechs Prozent gestiegen. Sie setzten zusammen 404,46 Milliarden Euro um, nachdem der Gesamtumsatz der Medienhäuser im Vorjahr bei 382,04 Milliarden Euro gelegen hatte. Das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) erstellt jährlich ein Ranking, das in der Online-Datenbank des Instituts auf dieser Seite präsentiert wird.</p>]]></content:encoded>
			<category>Medienkonzerne</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 11:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Buchhandlungen als Showrooms für Amazon?</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/buchhandlungen-als-showrooms-fuer-amazon.html</link>
			<description>In den letzten Monaten wurde zunehmend Kritik an der Verkaufsstrategie eines der größten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>In den letzten Monaten wurde zunehmend Kritik an der Verkaufsstrategie eines der größten Online-Versandhändlers der Welt, <a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/onlinekonzerne/amazoncom-inc.html" target="_blank" >Amazon</a>, geäußert. Der Konzern dominiert immer mehr das weltweite Buch- und Verlagswesen, sodass sich kleine Buchhändler, Verlage und Zwischenhändler an die Geschäftspraktiken anpassen oder <a href="http://www.wuv.de/kontakter/international" target="_blank" >um ihre Existenz bangen</a> müssen. Die Redaktion von mediadb.eu hat die aktuellen Entwicklungen zusammengefasst und die verschiedenen Positionen analysiert.</i></p>
<p class="bodytext"><b>Welche Kritik wird an Amazon geäußert?</b><br />Die Verkaufsstrategie von Amazon sorgte jüngst für Kritik, da das Unternehmen seine Kunden dazu <a href="http://www.nytimes.com/2012/04/16/business/media/amazons-e-book-pricing-a-constant-thorn-for-publishers.html?pagewanted=1&amp;_r=1&amp;ref=media" target="_blank" >aufrief</a>, Buchhandlungen als „showrooms“ zu nutzen und sich die Bücher dann billiger online über Amazon zu bestellen. </p>
<p class="bodytext">Darüber hinaus verlangt Amazon von Verlagen und Vertriebshändlern eine größere Gewinnspanne. So forderte das Unternehmen im Februar dieses Jahres eine bessere Gewinnmarge von der Independent Publishers Group (IPG), einem Vertriebshändler für Dutzende von Titeln. IPG scheute sich vor einem derartigen Deal, sodass kurzerhand fast 5.000 E-Books des Vertriebshändlers von der Amazon-Webseite genommen wurden. Derartige Reaktionen setzen nicht nur die Händler, sondern auch Schriftsteller wie <a href="http://www.nytimes.com/2012/04/16/business/media/amazons-e-book-pricing-a-constant-thorn-for-publishers.html?pagewanted=2&amp;_r=1&amp;ref=media" target="_blank" >Ted McClelland aus Chicago</a> unter Druck, der die Hälfte seiner Einnahmen an einem E-Book über Amazons Kindle erzielte.</p>
<p class="bodytext">Amazon beeinflusst nicht nur die Preispolitik und die Art des Vertriebs, sondern auch, über welches Gerät die Inhalte rezipiert werden. Die <a href="http://www.nytimes.com/2012/04/16/business/media/amazons-e-book-pricing-a-constant-thorn-for-publishers.html?pagewanted=1&amp;_r=1&amp;ref=media" target="_blank" >New York Times</a> berichtet von einer „Taktik der verbrannten Erde“ („scorched-earth tactics“) durch Amazon. Der amerikanische Buchverlag <a href="http://www.edcpub.com/" target="_blank" >Educational Development Corporation</a> (EDC) – mit 77 Angestellten im Gegensatz zu 56.200 Beschäftigten bei Amazon – widersetzt sich nun diesen Geschäftspraktiken und zieht seine rund 1.800 Kinderbücher aus dem Angebot des Online-Versandhändlers zurück. EDC-Geschäftsführer Randall White erklärte, dass Amazon wie ein Raubtier jeden aus dem Geschäft dränge. Zuvor verfolgte Amazon die Strategie, EDC-Bücher von einem Verlagshändler zu erwerben und sie dann zu Discount-Preisen online zu verkaufen.</p>
<p class="bodytext"><b>Wie reagiert die Konkurrenz auf Amazons Geschäftspraktiken?</b><br />Im ersten Quartal 2012 wuchs Amazons Digitalgeschäft, d.i. Inhalte für die Kindle-Geräte, mp3-Dateien, Streaming-Videos und Apps, <a href="http://www.prweb.com/releases/2012/4/prweb9381831.htm" target="_blank" >stärker als das von Apples iTunes</a>. Während die Verkäufe um 29 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal 2011 anstiegen, konnte der iTunes Store nur um 2 Prozent im Digitalbereich zulegen. Auch wenn das Gesamtvolumen der Digitalverkäufe bei iTunes wesentlich höher ist, ist sich Apple seit Langem der Konkurrenz bewusst. Bereits 2010 soll Steve Jobs laut Aussagen des US-Justizministeriums geheime Absprachen mit den Verlagen Penguin USA (<a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/pearson-plc.html" target="_blank" >Pearson Group</a>), Hachette Book Group (<a href="http://www.mediadb.eu/de/datenbanken/internationale-medienkonzerne/lagardere-media.html" target="_blank" >Lagardère Publishing</a>), Harper Collins (<a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/news-corp-ltd.html" target="_blank" >News Corp.</a>), Simon &amp; Schuster (<a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/viacom-inccbs-corp.html" target="_blank" >CBS Corp.</a>,) und Macmillan (s. <a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/deutsche-medienkonzerne/verlagsgruppe-georg-von-holtzbrinck.html" target="_blank" >Georg von Holtzbrinck</a>) getroffen haben, um die Preise für E-Books zu erhöhen. Dadurch versuchten die Unternehmen, sich den niedrigen E-Book-Preisen von Amazon zu widersetzen. Während das Prüfverfahren der EU Kommission noch läuft, hat das US-Justizministerium vor etwa einer Woche eine <a href="http://mediadecoder.blogs.nytimes.com/2012/04/11/justice-files-suit-against-apple-and-publishers-over-e-book-pricing/" target="_blank" >Kartellklage</a> gegen Apple und die fünf Verlage eingereicht.</p>
<p class="bodytext"><b>Welche Lösungen bietet Amazon an?</b><br />Amazon betrachtet das Geschäftsmodell vieler Verlage und Buchhändler als antiquiert und versucht dies durch die Umgehung von Zwischenhändlern aufzumischen. Insbesondere für die Verbraucher sei dies von Vorteil. Der auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Konzern verfolgt weiterhin seine Geschäftspraktiken und hat damit – wie man anhand der Kartellklage in den USA sieht – auch Erfolg.<br /><br /><b>Mehr dazu:</b><br /><br />New York Times: <a href="http://www.nytimes.com/2012/04/16/business/media/amazons-e-book-pricing-a-constant-thorn-for-publishers.html?pagewanted=1&amp;_r=1&amp;ref=media" target="_blank" >Daring to Cut Off Amazon</a> (15.04.2012)</p>
<p class="bodytext">Digital Book World: <a href="http://www.digitalbookworld.com/2012/how-edc-plans-to-sell-more-books-after-dropping-amazon/" target="_blank" >How EDC Plans to Sell More Books After Dropping Amazon</a> (28.02.2012)</p>]]></content:encoded>
			<category>Apple Inc.</category>
			<category>Amazon.com Inc.</category>
			<category>Pearson plc</category>
			<category>Lagardère Media</category>
			<category>Viacom Inc./CBS Corp.</category>
			<category>News Corp. Ltd.</category>
			<category>Georg von Holtzbrinck GmbH</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 16:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bertelsmann: Konzernergebnis sinkt, Strategiewechsel in Planung</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/bertelsmann-konzernergebnis-sinkt-strategiewechsel-in-planung.html</link>
			<description>Heute gab der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe, die aktuellen Geschäftszahlen des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Heute gab der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe, die aktuellen Geschäftszahlen des Jahres 2011 auf einer Bilanz-Pressekonferenz bekannt. Das Konzernergebnis verringerte sich auf 612 Mio. Euro (Vorjahr 656 Mio. Euro), was <a href="http://www.bertelsmann.de/Presse/Bilanzpressekonferenz.html" target="_blank" >laut Unternehmensangaben</a> auf strukturell rückläufige Märkte zurückzuführen ist. Der Umsatz hingegen stieg leicht um 1,2 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Bertelsmann wird damit weiterhin unter den TOP 10 im Ranking der umsatzstärksten Medienkonzerne der Welt rangieren. Voraussichtlich bleibt es beim Rang 7.</p>
<p class="bodytext"><b>RTL Group</b><br />Die RTL Group steigerte 2011 ihren Umsatz auf 5,8 Mrd. Euro (Vorjahr 5,6 Mrd. Euro). Insbesondere im Bereich der Fernsehproduktion konnte der Umsatz erhöht werden. So sorgte die Produktionsfirma Fremantle Media für positive Geschäftsergebnisse. Abgesehen von den Niederlanden stagnierte in Westeuropa der Fernseh-Werbemarkt. In Süd- und Osteuropa gab es noch deutlichere Rückgänge.</p>
<p class="bodytext"><b>Gruner + Jahr</b><br />In süd- und osteuropäischen Ländern musste Gruner + Jahr Einbußen verkraften. Zudem schlugen sich die Entwicklungskosten für Titelinnovationen und Digitalprojekte in einem im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent schlechteren Operating EBIT nieder. In Deutschland war das Unternehmen erfolgreich und konnte den Umsatz steigern. </p>
<p class="bodytext"><b>Random House</b><br />Deutliche Zuwächse gab es im Digitalgeschäft. Das E-Book-Angebot wurde auf inzwischen fast 40.000 Titel in englischer, deutscher und spanischer Sprache ausgeweitet. Nichtsdestotrotz nahm der Umsatz laut Unternehmensangaben aufgrund des Wechselkurses ab, während das Operating EBIT um 6,9 Prozent auf 185 Mio. Euro stieg (Vorjahr 173 Mio. Euro). Im deutschsprachigen Bereich war Walter Isaacsons Biografie „Steve Jobs“ das meistverkaufte Sachbuch des Jahres.</p>
<p class="bodytext"><b>Arvato</b><br />Aufgrund von sich positiv entwickelnden Finanzdienstleistungs- und Customer-Care-Geschäften sowie IT-Services in Europa konnte Arvato den Umsatz auf 5,4 Mrd. Euro steigern. Mit der Ausweitung des chinesischen Logistiknetzwerks konnte dort ein starkes Wachstum verzeichnet werden.</p>
<p class="bodytext"><b>Corporate</b><br />Sowohl Umsatz als auch Operating EBIT mussten schwere Rückgänge verkraften. Einmal ergaben sich bei dem gemeinsam mit KKR betriebenen Musikrechteunternehmen BMG hohe Kosten. Zudem liegt dies in der Einberechnung der Rückgänge bei den Club- und Direktmarketinggeschäften begründet. Die Buchclub-Geschäfte der Direct Group wurden in den letzten Jahren mit einem Umsatzvolumen von <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/showRSS.php?id=106675&amp;utm_source=RSS&amp;utm_medium=RSS-Feed" target="_blank" >rund 5 Milliarden Euro</a> verkauft. Die Bereinigung des Portfolios von der Keimzelle des ersten Erfolgs des Konzerns ist damit im Wesentlichen abgeschlossen.</p>
<p class="bodytext">Thomas Rabe strebt seit seinem Amtsantritt zu Beginn dieses Jahres einen Strategiewechsel an, wodurch der Konzern wachstumsstärker, digitaler und internationaler aufgestellt werden soll. Dies will er durch <a href="http://www.bertelsmann.de/Presse/Bilanzpressekonferenz.html" target="_blank" >vier strategische Stoßrichtungen</a> erreichen: „Erstens über die weitere Konsolidierung und Stärkung unseres Portfolios, zweitens durch eine beschleunigte digitale Transformation unserer Kerngeschäfte, drittens die Bildung neuer Wachstumsplattformen und viertens die Expansion in neue geografische Wachstumsregionen.“ Insbesondere China, Indien und Südamerika bergen aus Unternehmenssicht ein großes Potenzial und müssten weiter erschlossen werden. Auch im Bildungsbereich will Bertelsmann zukünftig mehr investieren. Zudem soll der Druckbereich in einer eigenen Sparte gebündelt werden.</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/strategiewechsel-bei-europas-groesstem-medienkonzern-bertelsmann-erwaegt-boersengang-1.1320251" target="_blank" >Medienberichten</a> zufolge bereitet sich der Konzern auf einen Börsengang vor. Dieser Vermutung liegt die Tatsache zugrunde, dass ein Wechsel der Rechtsform von Aktiengesellschaft in Europäische Aktiengesellschaft SE (Societas Europaea) sowie in Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) geplant ist. Die SE ermöglicht es der Familie Mohn weiterhin, die Kontrolle über den Konzern zu behalten, während „<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/strategiewechsel-bei-europas-groesstem-medienkonzern-bertelsmann-erwaegt-boersengang-1.1320251" target="_blank" >auf Ebene der KGaA frisches Geld</a>“ aufgenommen werden kann.<br /><b>&nbsp;</b></p>
<p class="bodytext"><b>Mehr dazu:</b></p>
<p class="bodytext">HORIZONT: <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/showRSS.php?id=106675&amp;utm_source=RSS&amp;utm_medium=RSS-Feed" target="_blank" >Wie Thomas Rabe Bertelsmann fit machen will</a> (28.03.2012)</p>]]></content:encoded>
			<category>Bertelsmann AG</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 17:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;State of the News Media&quot;-Studie: US-Nachrichtenmedien stagnieren</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/state-of-the-news-media-studie-us-nachrichtenmedien-stagnieren.html</link>
			<description>Die US-Nachrichtenmedien haben nach wie vor kein Mittel gegen Umsatzverluste und Onlinekonkurrenz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>Die US-Nachrichtenmedien haben nach wie vor kein Mittel gegen Umsatzverluste und Onlinekonkurrenz gefunden. Dies ist eines der Hauptergebnisse des heute neu erschienenen &quot;State of the News Media 2012&quot;- Berichts des in Washington ansässigen Pew Research Center for the People and the Press, der jährlich Entwicklungen des US-Nachrichten-Journalismus zusammenfasst. Zwar werden Nachrichten und Informationen für die amerikanische Öffentlichkeit immer wichtiger und wertvoller; insbesondere der sich nach wie vor in der Krise befindliche Printsektor kann aus diesem steigenden Interesse kein Kapital schlagen. Die Redaktion von mediadb.eu hat die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst:</i></p>
<p class="bodytext"><b>Zeitungen<br /></b>Die Anzeigenerlöse von US-Zeitungen schrumpften 2011 im sechsten Jahr in Folge. Im Vergleich zum Vorjahr konnte mit Anzeigen 7,3 Prozent weniger Umsatz erzielt werden. Insgesamt konnte die US-Zeitungsindustrie Umsätze von 34 Milliarden US-Dollar erzielen; 2000 waren es noch 59,2 Milliarden. Dieser Rückgang spiegelte sich auch 2011 in schrumpfenden Redaktionen wider. Häufig konnten&nbsp;sich Medienkonzerne und Verlagshäuser ihre Profitabilität nur&nbsp;durch Entlassungen bewahren. Die Aktienpreise der an der US-Börse notierten Zeitungsunternehmen fielen 2011 um insgesamt 25 Prozent. Während mehr und mehr Leser zur Onlinekonkurrenz abwandern, entwickelten sich die Sonntagsausgaben der großen Zeitung positiv und generierten häufig bis zu 50 Prozent der gesamten Anzeigenerlöse. Das Pew Research Center prognostiziert für 2012, dass weitere Zeitungen nur noch sonntags in gedruckter Form erscheinen und zudem weitere Publikationen eine flexible Bezahlmauer einrichten werden.</p>
<p class="bodytext"><b>Magazine <br /></b>Auch 2011 setzte sich in der Zeitschriftenindustrie ein Negativtrend fort - wenn auch nicht so dramatisch wie im Zeitungsgeschäft. Die Anzeigenerlöse von US-Magazinen sanken im fünften Jahr in Folge, die Auflagen gingen leicht um ein Prozent zurück. Die Anzahl der Print-Abos stagnierte 2011, während Kioskverkäufe um neun Prozent schrumpften (im vierten Jahr in Folge). Online-Ausgaben und Tablet-Editionen werden für US-Magazine immer wichtiger. So wurden beispielsweise bereits 15 Prozent der Magazine des größten Magazin-Verlagshauses <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/time-warner-inc.html" class="internal-link" >Time Inc.</a> in elektronischer Form gelesen. Das Pew Research Center prognostiziert, dass digitale Magazin-Umsätze zwischen 2012 und 2015 von 1,05 auf 2,3 Milliarden US-Dollar steigen werden.</p>
<p class="bodytext"><b>Fernsehen<br /></b>Die Nachrichtensendungen der großen US-Networks konnten 2011 überraschenderweise wieder mehr Zuschauer verzeichnen. So schalteten insgesamt 4,5 Prozent mehr Zuschauer (vor allem in der Zielgruppe der 25-54-jährigen) als im Vorjahr bei den abendlichen Nachrichtenformaten von <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/the-walt-disney-company.html" class="internal-link" >ABC</a> (im Durchschnitt 7,82 Millionen), <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/viacom-inccbs-corp.html" class="internal-link" >CBS</a> (5,97) und&nbsp;<a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/comcastnbcuniversal-llc.html" class="internal-link" >NBC</a> (8,75) ein. Nichtsdestotrotz haben US-Nachrichtensendungen seit 1980 mehr als die Hälfte ihrer Zuschauer verloren.<br />Das US-Lokalfernsehen stagniert in Bezug auf Zuschauerzahlen, bleibt jedoch nach wie vor wichtigstes Informationsmedium. Die Werbeeinahmen gingen 2011 um 6,7 Prozent auf 18,1 Milliarden US-Dollar zurück; 2007, vor der Finanzkrise, betrugen die Werbeeinnahmen noch insgesamt 21,5 Prozent.<br />US-Kabelfernsehen ist eines der wenigen positiven Ausnahmeerscheinungen in der Nachrichtenlandschaft. Sowohl Zuschauerzahlen als auch Umsatzerlöse blieben konstant. <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/time-warner-inc.html" class="internal-link" >CNN</a> und <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/comcastnbcuniversal-llc.html" class="internal-link" >MSNBC</a> konnte 16 bzw. drei Prozent mehr Zuschauer verzeichnen, während <a href="datenbanken/internationale-medienkonzerne/news-corp-ltd.html" class="internal-link" >Fox News</a> und HLN drei bzw. 11 Prozent ihrer Zuschauer verloren, jedoch nach wie vor hochprofitabel operieren.</p>
<p class="bodytext"><b>Radio<br /></b>Umsätze im Radiosektor stiegen 2011 um ein Prozent auf 17,4 Mrd US-Dollar. Digitale Radiokanäle konnten ihren Umsatz um 15 Prozent auf 709 Millionen US-Dollar erhöhen. Internet-Radioportale wie Pandora werden auf lange Sicht immer bedeutender werden. Das Pew Research Center prognostiziert, dass der gesamte US-Radio-Umsatz bis 2014 wieder jährlich um sechs Prozent ansteigen wird.</p>
<p class="bodytext"><b>Mehr dazu:</b> <br /><br />Pew Research Center: <a href="http://stateofthemedia.org/?src=prc-headline" target="_blank" >State of the News Media 2012</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Time Warner Inc.</category>
			<category>Walt Disney Corp.</category>
			<category>Comcast Corp.</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 15:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>USA: Sinkende Einnahmen auf dem Werbemarkt</title>
			<link>http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/usa-sinkende-einnahmen-auf-dem-werbemarkt.html</link>
			<description>Der Werbemarkt in den USA nimmt in allen Branchen, außer auf dem Fernsehmarkt, weiterhin ab. Dies...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><i>Der Werbemarkt in den USA nimmt in allen Branchen, außer auf dem Fernsehmarkt, weiterhin ab. Dies geht aus einer <a href="http://www.kantarmedia.com/sites/default/files/press/Kantar_Media_2011__Q4_US_Ad_Spend.pdf" target="_blank" >aktuellen Studie</a> von Kantar Media, einem führenden Anbieter für strategische Werbung und Marketing Informationen, hervor. Die Redaktion von mediadb.eu hat diese Studie zum Anlass genommen, die Relevanz der Werbung bei einigen der größten Medienkonzerne der Welt genauer unter die Lupe zu nehmen.</i></p>
<p class="bodytext"><b>Welche wichtigsten Ergebnisse gehen aus der Studie hervor?</b><br />Für das Gesamtjahr 2011 nahmen die Werbeaufwendungen um 0,8 Prozent zu. Jedoch gehen die Ausgaben für Werbung seit dem dritten Quartal 2010 kontinuierlich zurück. Lag die Rate für das Werbewachstum zu diesem Zeitpunkt noch bei 8,7 Prozent, so nahm sie mit jedem folgenden Quartal um etwa zwei Prozentpunkte ab, sodass sie ein Jahr später im dritten Quartal 2011 bei 0,4 Prozent und im vierten Quartal 2011 bei -1,0 Prozent lag. Im Vergleich der letzten Quartale der Jahre 2010 und 2011 gab es den stärksten Rückgang im Internet. Dort wurden 6,2 Prozent weniger für Werbung ausgegeben. Einbußen gab es auch bei Radiomedien (-5,6 Prozent), bei Magazinen (-4,9 Prozent) und Zeitungen (-3,7 Prozent). Lediglich Fernsehstationen konnten von einem Wachstum der Werbeausgaben von 3,1 Prozent profitieren.</p>
<p class="bodytext"><b>Wie gestalteten sich im letzten Jahr die Werbeeinnahmen bei den größten US-Medienkonzernen?</b></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/comcastnbcuniversal-llc.html" target="_blank" >Comcast/NBCUniversal</a> (Rang 1):<br />Der weltweit umsatzstärkste Medienkonzern generiert seine Erlöse bei den Kabelnetzwerken, dem Hauptgeschäftsfeld, hauptsächlich aus dem Vertrieb der Kabelprogramme sowie durch den Verkauf von Werbezeiten. Werbeerlöse stellten auch im Fernsehsegment im Jahr 2011 den Hauptanteil der Umsätze dar. Dabei gilt es zu beachten, dass die Regulierungen für die offene Darlegung von Sponsoren derzeit nicht für Kabelnetzwerke gelten. Die US-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) prüft bereits, ob die Vorschriften auch auf Kabelnetzwerke ausgedehnt werden sollten und ob eingebettete Werbung, wie Produktplatzierungen, strikter reguliert werden sollte. In seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2011 weist der Konzern darauf hin, dass schlechte ökonomische Bedingungen negative Folgen für die Werbeeinnahmen hatten und befürchtet substanzielle Auswirkungen auf den operativen Gewinn. </p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/the-walt-disney-company.html" target="_blank" >Walt Disney</a> (Rang 2):<br />Da die Walt Disney Company im letzten Jahr die Werbepreise bei den Kabelnetzwerken erhöhte, stiegen die Werbeeinnahmen in diesem Segment um 14 Prozent an. In der Rundfunksparte nahmen die Werbeeinnahmen um 99 Millionen US-Dollar zu, was zu 6 Prozent auf die höheren Netzwerkwerberaten insbesondere zur Hauptsendezeit und zu einem Prozent auf eine gestiegene lokale Fernsehwerbung zurückzuführen ist. Im Hinblick auf den Gesamtkonzern wurden 2011 im Vergleich zu 2010 acht Prozent mehr Einnahmen durch Werbung erzielt.</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/news-corp-ltd.html" target="_blank" >News Corp.</a> (Rang 3):<br />Insbesondere die Fernsehsparte mit FOX, MyNetworkTV und 27 Fernsehstationen generierten&nbsp; in erster Linie aus Werbeeinnahmen ihre Umsätze und profitierten von dem allgemein wachsenden Werbetrend. Vor allem die Ausstrahlung des „Super Bowl“ ermöglichte es FOX Broadcasting, die Werbeplätze zu erhöhten Preisen zu verkaufen. Im Bereich der digitalen Medien musste der Konzern einen Umsatzrückgang verkraften, der auf sinkende Werbeeinnahmen zurückzuführen ist.</p>
<p class="bodytext"><b>Worauf können die sinkenden Werbeeinnahmen zurückgeführt werden?</b><br />In den Geschäftsberichten der Konzerne wird das mangelnde ökonomische Wachstum in den USA als wesentlicher Grund angeführt. Die Werbekunden suchen sich nicht nur gezielt und strategisch ihre Werbeplätze aus, sondern verändern auch ihre Prioritäten bei Investitionen. Dies ist beispielsweise auf neue Technologien und die damit zusammenhängende Ausweitung des mobilen Sektors sowie den wachsenden Wettbewerb um die Freizeit der zunehmend fragmentierten Nutzergruppen zurückzuführen.</p>
<p class="bodytext">Mehr dazu:</p>
<p class="bodytext">- W&amp;V/Der Kontakter: <a href="http://www.wuv.de/kontakter/international" target="_blank" >US-Werbemarkt schwächelte im vierten Quartal</a> (13.03.2012)</p>]]></content:encoded>
			<category>Comcast Corp.</category>
			<category>News Corp. Ltd.</category>
			<category>Walt Disney Corp.</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 16:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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