Strukturwandel der Medienpolitik

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und dem immer umfassender werdenden Einfluss des Internets sind die klassischen Medien seit einiger Zeit einem permanenten Anpassungsdruck ausgesetzt. Nicht nur die Medienbranche selbst ist davon erfasst,
auch die Medienregulierung. Doch die Medienpolitik verharrt hierzulande weiterhin in
ihrem alten rundfunkrechtlichen Regulierungsregime, das sie auf die Internet-Welt zu
übertragen versucht.

Dazu sowie zu anderen Problemen zeitgenössischer Medienpolitk haben sich in den vergangenen Wochen namhafte Medienforscher in der Fachzeitschrift "Funkkorrespondenz" geäußert. Teilnehmende Diskutanten/Essayisten der Reihe "Strukturwandel der Medienpolitik" waren Lutz Hachmeister (IfM) und Thomas Vesting (Universität Frankfurt a.M.), Karl-Heinz Ladeur (Universität Hamburg), Marc Jan Eumann (SPD-Medienkommission), Norbert Schneider (ehemals LfM), Manfred Mai (Universität Duisburg-Essen), Gerhard Vowe (Heinrich Heine-Universität Düsseldorf), Leonard Novy (IfM/IWM), Markus Schächter (ehemaliger ZDF-Intendant), Steve Hewlett (BBC), Arne Wulff (Leiter der Staatskanzlei Schleswig-Holstein), Bernd Holznagel (Universität Münster) sowie Pascal Schumacher (Universität Münster). Mediadb.eu hat ihre Beiträge gesammelt und unten abgebildet. Interessierte Leser sind dazu eingeladen, die Thesen der Teilnehmer im Foren-Bereich zu diskutieren.

02.03.12 /

Bernd Holznagel und Pascal Schumacher: Netzpolitik ist nicht Medienpolitik. Wie man zwei gegensätzliche Welten neu ausbalancieren könnte

I. Herausforderungen der DigitalisierungDie Rundfunkpolitik spürt den kalten Wind der Digitalisierung. Sie muss immer mehr wichtige Felder an andere Entscheidungsträger abgeben oder Entscheidungsbefugnisse mit ihnen teilen. Im... » mehr

17.02.12 /

Marc Jan Eumann: Kooperation trotz Konkurrenz. Wie vielfältiger, anspruchsvoller Journalismus besser realisiert werden kann

In seinem Beitrag für die „Funkkorrespondenz“-Reihe zum Strukturwandel der Medienpolitik widmet sich ZDF-Intendant Markus Schächter unter der Überschrift „Der digitale Imperativ“ dem Aspekt der Sicherung des Qualitätsjournalismus... » mehr

03.02.12 /

Arne Wuff: Die Rundfunkordnung überdenken. Sieben Punkte: Anmerkungen zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sender

Den Kollegen Martin Stadelmaier aus Rheinland-Pfalz und Marc Jan Eumann aus Nordrhein-Westfalen ist es zu verdanken, dass die Medienpolitik und hier insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder in die Diskussion... » mehr

23.12.11 /

Steve Hewlett: Gewinngemeinschaft. Das britische Modell der Produzentenpolitik

Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es in Großbritannien zwei Sender: die öffentliche British Broadcasting Corporation mit den Programmen BBC One und BBC Two und das private Independent Television (ITV). Letzteres war... » mehr

09.12.11 /

Markus Schächter: Der digitale Imperativ. Die Sicherung des Qualitätsjournalismus als medienpolitische Aufgabe

Im Rahmen der Finanzkrise hat unsere Gesellschaft gelernt, was es bedeutet, wenn sich Politik in einem systemrelevanten Wirtschaftszweig den freien, möglichst unregulierten Markt zur Richtschnur nimmt. Es wurde allen deutlich vor... » mehr

21.10.11 /

Leonard Novy: Stiftung Journalismus. Zur Konkretion neuer medienpolitischer Strategien.

I.Das System „Medienpolitik“ hat jenseits der Selbstreferenz zwei wesentliche Bezugsgruppen: die Öffentlichkeit im Allgemeinen, mit ihren verfassungsrechtlichen Fundamenten und Entwicklungen, andererseits aber im Speziellen die... » mehr

09.09.11 /

Gerhard Vowe: Durch das Netz für das Netz. 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt

1. Wir befinden uns im Übergang hin zu einer von Online-Medien dominierten Medienwelt.Unsere Vorstellungen von Medien und Politik sind geprägt von der analogen Welt der elektronischen Massenkommunikation. Ausdruck dieser... » mehr

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