Jugendmedienschutz gestalten
Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Nordrhein-Westfalens, Frau Dr. Angelica Schwall-Düren, beauftragte im Frühjahr 2011 das IfM mit der Durchführung einer Veranstaltungsreihe zum Jugendmedienschutz. Dies wurde von allen Ländern begrüßt. Beim Medienforum NRW fand als Auftaktveranstaltung ein Colloquium mit Netzaktiven, Wirtschaftsjuristen und Medienpädagogen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Länder und Landesmedienanstalten statt. Unter der Leitfrage, wie ein sinn- und verantwortungsvoller Jugendmedienschutz aussehen kann, entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Thesen und identifizierten wesentliche Problemfelder. Bei der anschließenden zweimonatigen Online-Konsultation sind diese Thesen der breiten Öffentlichkeit in Form von sechs Fragen zur Diskussion gestellt worden. Außerdem bestand die Möglichkeit, eigene Thesen und Vorschläge einzubringen.
Nach Abschluss der Online-Konsultation wertete das IfM die Beiträge aus. Die Diskussion konzentrierte sich zum einen auf fachliche Fragen des Jugendmedienschutzes. Angesprochen wurden Herausforderungen wie z. B. die zunehmende Medienkonvergenz, der internationale Hintergrund, Jugendschutzprogramme oder das Prinzip der regulierten Selbstregulierung. Ebenfalls diskutiert wurden grundsätzliche Fragen zum Grad von Jugendmedienschutz oder zur Rolle von Medienkompetenz. Zum anderen wurde in den Beiträgen aber auch das „Wie“ der politischen Kommunikation erörtert.
Herr Dr. Lutz Hachmeister, Leiter des IfM, präsentierte den Ergebnisbericht seines Instituts nunmehr den Rundfunkreferenten der Länder. Diesen Ergebnisbericht können Sie hier abrufen. Die Beiträge zur Online-Konsultation sind weiterhin verfügbar. Das Ergebnisprotokoll sowie den Mitschnitt zum Colloquium können Sie ebenfalls aufrufen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihre Beiträge.
27.06.11 /
1. Freie Kommunikation im Netz UND Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung des Internet.
Wie können verfassungsrechtlicher Auftrag und die Realität im Internet harmonieren? Gibt es einen Konsens in unserer Gesellschaft, dass auch im Internet Jugendschutz notwendig ist? Wie kann ein Regelungskonzept für das Internet... » mehr
26.06.11 /
2. Welche Rolle spielt Medienkompetenz für den Jugendmedienschutz?
Wie könnten Projekte der Medienkompetenzförderung, die auch den Schutz vor Cyberbullying und Abzockseiten berücksichtigen, mit einem gesetzlichen Jugendmedienschutz verknüpft werden? » mehr
25.06.11 /
3. In welchem Ausmaß darf der Staat Regulierung privatisieren?
Die Standards im Netz werden bislang weitgehend von großen Unternehmen der IT-Branche bestimmt (Suchmaschinenanbieter, Provider, Softwareentwickler, Social Media). In welchem Ausmaß darf der Staat Regulierung privatisieren? » mehr
24.06.11 /
4. Alternative Regulierungsansätze?
Gibt es zwischen dem Abschalten (z. B. Ägypten) oder Filtern (z. B. China) und einemvollkommen liberalisierten Netz einen sinnvollen und ernstzunehmenden Regulierungsansatz? » mehr
23.06.11 /
5. Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche
Für Kinder gibt es sichere Surfräume über Whitelists (z. B. FragFinn, Blinde Kuh), fürErwachsene greifen Straftatbestände. Welche Schutzmaßnahmen sind für Jugendliche aufdem Weg vom Kind zum Erwachsenen angemessen? Wie können sie... » mehr
22.06.11 /
6. Altersstufen, Filter, Schwarmintelligenz?
Altersstufen, Filter, Schwarmintelligenz? Welche Umsetzungsmöglichkeiten gibt es? » mehr


