8. IAC/InterActiveCorp.
Umsatz 2012: $ 2,801 Mrd. (€ 2,180 Mrd.)
Überblick
InterActiveCorp. (IAC) ist mit mehr als 55 Online-Marken und circa 3.200 Mitarbeitern in 22 Ländern einer der größten Onlinekonzerne der Welt. Zu den bekanntesten Töchtern von IAC zählt die Dating-Börse Match.com. Seit 2010 ist der Manager Gregg Blatt CEO von IAC. Der aus Film- und Fernsehbranche stammende Barry Diller hatte zuvor die Geschicke des Konzerns jahrzehntelang allein geleitet und steht nun dem Aufsichtsrat vor.
Basisdaten
Hauptsitz:
IAC
555 West 18th Street
New York, NY 10011
001 (212) 314-7300
info(at)iac.com
www.iac.com
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01 – 31.12
Gründungsjahr: 1996 (Home Shopping Network Inc.), 1998 (USA Networks), 2002 (USA Interactive), 2003 (InterActiveCorp.)
Umsatz 2011: 2.059 Mio. US-Dollar
2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008** | |
Umsatz | 2.801 | 2.059 | 1.637 | 1.376 | 1.445 |
Gewinn (Verlust)* | 159,3 | 174,2 | 0.050 | (1.059) | (0.062) |
Beschäftigte | ~ 3,200 | ~ 3,200 | 3,290 | k.A. | k.A. |
*Operating income (loss)
** Im August 2008 wurden die Geschäftsbereiche HSN, Interval Leisure Group, Ticketmaster und Tree.com aus dem Unternehmen ausgelagert und werden seitdem als separate Unternehmen an der Börse gehandelt. Sie tauchen daher in dieser Übersicht nicht mehr auf.
*** Im Februar 2009 gaben der größte Konzertveranstalter, Live Nation, und Ticketmaster Fusionspläne bekannt, die Fusion wurde am 25.01.2010 abgeschlossen. Die Geschäftszahlen von Ticketmaster werden seither nicht mehr einzeln ausgewiesen, da das Unternehmen im neuen Konzern "Live Nation Entertainment" vollständig aufgegangen ist.
Geschäftsführung
Senior Management:
- Greg Blatt, CEO
- Barry Diller, Chairman and Senior Executive
- Victor Kaufman, Vice Chairman
- Jeff Kip, Executive Vice President and Chief Financial Officer
- Gregg Winiarski, Senior Vice President and General Counsel
- Joanne Hawkins, Senior Vice President and Deputy General Counsel
- Rich Nelson, Managing Director, Mergers and Acquisitions
- Michael Schwerdtman, Senior Vice President and Controller
- Jason Stewart, Senior Vice President and Chief Administrative Officer
- Nick Stoumpas, Senior Vice President, Investor Relations and Treasury
- Joey Levin, CEO IAC Search and Applications, CEO Mindspark Interactive Network
- Vincent Luciani, Chief Information Officer
- Sam Yagan, CEO Match Inc., Co-Founder and CEO OKCupid
- Mark Stein, Chief Strategy Officer IAC Search
Business Management
New IAC:
- Tina Brown, Founder The Daily Beast, and Editor-in-Chief Newsweek/ Daily Beast Company
- Mandy Ginsberg, CEO Match.com
- Paul Greenberg, CEO CollegeHumor Media
- Jason Finger, CEO CityGrid Media
- Doug Leeds, CEO Ask.com
- Andrew Moers, President, Ask Partner Network
- Ben Silverman, Founder and Chairman Electus
- Mike Sorabella, CEO Shoebuy.com
- Chris Terrill, CEO HomeAdvisor
- Ricky Van Veen, Co-Founder CollegeHumor, CEO Notional
- Kerry Trainor, CEO Vimeo
- George Cigale, CEO and Founder Tutor.com
- Andy Smith, CEO and Founder DailyBurn
Aufsichtsrat:
- Barry Diller, Chairman and Senior Executive, IAC
- Greg Blatt, IAC
- Chelsea Clinton, NBC und andere
- Edgar Bronfman Jr., Warner Music Group
- Victor Kaufman, Vice Chairman, IAC
- Donald R. Keough, Allen & Company LLC
- Bryan Lourd, Creative Artists Agency
- Arthur C. Martinez, PepsiCo. Inc. und andere
- David Rosenblatt, Groop Commerce Inc.
- Alan Spoon, Polaris Venture Partners
- Alexander von Fürstenberg, Ranger Global Advisers
- Richard F. Zannino, Columbia Business School und andere
- Sonali De Rycker, Accel Partners
- Michael Eisner, The Tornate Company und andere
Geschichte und Profil
Wie bei den meisten großen amerikanischen Konzernen ist auch die Entwicklung der InterActiveCorp (IAC) eng an die Person des Vorstandsvorsitzenden gebunden, der die längste Zeit Barry Diller war.
1995 wurde Diller CEO des Medienkonzerns Silver King Communications, der im Besitz einer Reihe kleinerer Fernsehstationen in den USA war. Ursprünglich wollte John Malone, Vorsitzender von Liberty Media, die Sendergruppe übernehmen, doch die Regulierungsbehörde FCC unterband den Plan. Die Übernahme wurde untersagt, weil Liberty bereits eng mit dem Kabelanbieter Tele-Communications verwoben war und Rundfunkanbieter nicht in denselben Märkten aktiv werden dürfen, in denen sie Kabelnetze betreiben. John Malone umging die konzentrationsrechtlichen Hürden, indem er Barry Diller, einen hoch geschätzten Vertrauten, als CEO installierte und die Stimmrechte der Liberty-Aktien auf ihn übertrug - eine Entscheidung, die Malone mehr als zehn Jahre später bereuen würde.
Barry Diller begann unmittelbar nach seinem Antritt mit der Umsetzung einer groß angelegten Expansionsstrategie, um Silver King Communications zu einem Multimedia-Unternehmen auszubauen, das dem Eintritt ins digitale Zeitalter gewachsen war. Seine Akquisitionsstrategie begann mit dem Erwerb des Produktionsstudios Savoy Entertainment Pictures und des Kabelsenders Home Shopping Network (HSN), der dem Unternehmen für die nächsten zwei Jahre auch als Namensgeber diente. 1997 kaufte Diller den Online-Ticketanbieter Ticketmaster und den Kabelkonzern USA Networks, inklusive der Tochtersender SCI FI und Studios USA. Diller baute USA Networks (wie der Konzern nun hieß) radikal um, indem er stark regionalisierte TV-Sender etablierte, die neben eingekauften Formaten vor allem lokal produzierte Programme ausstrahlten („WAMI-TV“ in Miami, „WHOT“ in Atlanta, „KSTR“ in Dallas).
Das Online-Portfolio wurde in der Folgezeit durch die Übernahme des Dating-Dienstleisters Match.com (1999), des Buchungs-Unternehmens Hotels.com (2000) und des Internet-Reisebüros Expedia (2002, das später ausgegliedert wurde) weiter ausgebaut. Wie sehr das Unternehmen zu dieser Zeit die Onlineaktivitäten fokussierte, zeigen zwei Maßnahmen deutlich: Zum einen trennte sich Diller - für Außenstehende überraschend - wieder von USA Networks und verkaufte die Sendergruppe an den spanischsprachigen Fernsehbetreiber Univision. Zum anderen entschied sich die Gruppe für eine erneute Umbenennung in USA Interactive.
2003 verstärkte USA Interactive sein Online-Engagement weiter durch die Übernahmen von uDate.com, RealEstate.com und LendingTree und symbolisierte diese Konzentration mit dem Namen InterActiveCorp. (IAC), der bis heute Bestand hat. Der wichtigste Kauf war der Erwerb der Suchmaschine Ask Jeeves (heute: Ask.com) im Juli 2005 für 1,8 Milliarden US-Dollar. Barry Diller unterstrich hiermit seine Ambitionen, aus IAC einen Internet-Player zu machen, der mit Marktführern wie Google und Yahoo konkurrieren konnte. Der Name Ask Jeeves basierte auf der literarischen Figur des Dieners Reginald Jeeves, der in Kurzgeschichten von P.G. Wodehouse stets eine Antwort auf beliebige an ihn gestellte Fragen geben konnte. Neben der traditionellen stichwortbasierten Suche bot Ask als eine der ersten Suchmaschinen die Möglichkeit an, das Internet nach Antworten auf umgangssprachlich formulierte Fragen zu durchsuchen. Diese Funktion bleibt auch weiterhin bestehen, obgleich sich IAC im November 2010 aus dem Suchmaschinen-Geschäft zurückgezogen hat und aktuell ein Käufer für die Ask-Suchmaschine gesucht wird (s. Aktuelle Entwicklungen).
2007 wurden Pläne bekannt, nach denen das Unternehmen in fünf separate, jeweils an der Börse notierte Subunternehmen unterteilt werden sollte (siehe Geschäftsbereiche). Offiziell argumentierte Barry Diller diesen Schritt so, dass die vielfältigen Online-Aktivitäten unter einem Dach zu unübersichtlich organisiert seien und sich in abgetrennten Geschäftseinheiten ungestörter entwickeln könnten. Tatsächlich bestand das Ziel wahrscheinlich darin, den Einfluss von Liberty Media und John Malone zu beschränken. Die Aufteilung in fünf unabhängige Unternehmen bedeutete gleichzeitig auch die Aufteilung der Liberty Media-Stimmrechte. Der Protest durch John Malone wurde durch ein Zivilgericht in Delaware beendet, das die Reorganisation von IAC nach den Wünschen Dillers’ genehmigte.
Die Entscheidung, IAC in fünf (bis 2012: vier) separate Unternehmensbereiche zu gliedern, hat sich als gelungener strategischer Schachzug erwiesen, um den Einfluss von Liberty Media-Chef John Malone bis auf Weiteres einzudämmen. Die Machtfülle, die IAC-Chef Diller damit erwarb, wurde von zahlreichen Analysten jedoch kritisch bewertet. Dillers Geschäftsführung hielten viele für eine unkontrollierte und ziellose Einkaufstour ohne nachvollziehbare Gesamtvision. Für den Rückzug Dillers vom CEO-Posten im Dezember 2010 waren allerdings nicht die externen Kritiker, sondern vielmehr ein anderer Deal verantwortlich:
Am 02.12.2010 wurde bekanntgegeben, dass sich Liberty Media vollständig aus IAC zurückzieht - die jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen Barry Diller und Liberty-Chef John Malone fanden damit ein Ende. Der Deal wurde über einen Aktientausch abgewickelt: Barry Diller übernahm die Liberty Media-Stimmrechte und kontrolliert mit einem nun auf 34% angewachsenen Aktienanteil endgültig InterActive als Mehrheitseigner. Der Preis für den Rückzug von Malone lag bei 220 Millionen US-Dollar in Cash. Zusätzlich bekam Malone die IAC-Tochtergesellschaft mit Shopping-Schwerpunkt (u.a. mit den Marken Evite und Gifts.com), die das Konsum-Portfolio von Liberty Media sinnvoll ergänzte. Außerdem besiegelt wurde der bereits angesprochene Wechsel Dillers vom CEO in den Aufsichtsrat, wo er neuer Vorsitzender und Senior Executive wurde.
2013 umfasst das Imperium von IAC etwa 55 verschiedene Internet-Marken und beschäftigt direkt rund 3.200 Mitarbeiter.
Management
Barry Diller hat IAC in den letzten zehn Jahren zu einem Online-Imperium ausgebaut, das so verschiedene Dienstleistungen und Produkte wie Hypotheken, Reisen, Dating, Internetsuche, Online-Games oder Schuhe anbietet. Seine Karriere begann Diller ursprünglich in den 1960er Jahren beim Fernsehsender ABC, kommt also aus der Kino- und TV-Branche. Dort machte er sich einen Namen mit dem Konzept exklusiv fürs TV produzierter „Movies of the Week“. Die nächste Station Dillers war das Hollywood-Studio Paramount Pictures, das unter seiner Leitung Blockbuster wie „Indiana Jones“ oder „Beverly Hills Cop“ produzierte. In den 1980er Jahren engagierte ihn Rupert Murdoch für den Aufbau des Fernsehkanals Fox der News Corp. Die Einführung von Serienformaten wie „Cheers“, „The Simpsons“ oder „Cops“ brachte ihm auch hier schnell einen guten Ruf ein. 1998 machte er sich unabhängig, indem er für vier Milliarden US-Dollar Universal Television kaufte, um das Unternehmen nur vier Jahre später (2002) zum vierfachen Preis an Vivendi abzugeben. Hintergrund dieses Deals war die Abkehr Dillers‘ vom Medium Fernsehen, als er das Potenzial des damals noch jungen Internets erkannte.
Diller gilt als einer der Top-Verdiener unter Amerikas Wirtschaftsbossen. Im Jahr 2005 kam er, inklusive Aktienoptionen und Bonuszahlungen, auf ein Gehalt von unglaublichen 469 Millionen US-Dollar. Da der IAC-Aktienwert gleichzeitig um acht Prozent sank, war der öffentliche Aufschrei groß, als diese Zahl öffentlich wurde: Der Lohn für Diller entsprach zu diesem Zeitpunkt etwa zehn Prozent des Unternehmenswerts (für ein börsennotiertes Unternehmen liegt das durchschnittliche Gehalt für einen CEO bei etwa 0,2 Prozent des Wertes einer Firma). Die Höhe seines Salär bestimmt Diller bis heute weitgehend selbst, da der IAC-Aufsichtsrat zum Großteil mit Geschäftsfreunden, wie dem Universal Music-Chef Edgar Bronfman Jr., besetzt ist. Diese Strukturen sind sicher auch ein Grund, warum Diller im Besitz einer der größten Yachten der Welt ist.
Diller's Nähe zur demokratischen Partei sorgte 2011 noch einmal für Wirbel als Ex-Präsidententochter Chelsea Clinton in den IAC-Aufsichtsrat berufen wurde und nur wenige Wochen später einen Job beim TV-Netzwerk NBC annahm. Insbesondere die journalistische Elite witterte in dieser Doppelfunktion potenzielle Interessenkonflikte, obgleich Clinton nicht als Wirtschaftsjournalistin, sondern für ein People-Format engagiert wurde.
Seit Dezember 2010 heißt der neue CEO der InterActive Corp. (IAC) Gregg Blatt. Er wurde bereits 2004 von Barry Diller ins Unternehmen geholt und stieg dort schnell auf. Vor seiner Beförderung zum Vorstandsvorsitzenden war Blatt bereits 2009 zum CEO von Match.com, einer der wichtigsten Konzernmarken, ernannt worden und bewährte sich dort schnell mit wachsenden Nutzerzahlen und gesteigerter Profitabilität. Der Jurist Blatt, der an der renommierten Columbia Law School abschloss, wurde 1999 von Martha Stewart - einer der wichtigsten amerikanischen Medienprominenten, die mit Lifestyle-Programmen ein multimediales Imperium aufbaute - abgeworben, um den Börsengang ihres Unternehmens zu managen. Sein Talent, schwierige Deals zum Erfolg zu führen, stellte Blatt dann auch innerhalb von IAC zu Beweis: Er war maßgeblich verantwortlich für die Umstrukturierung des Unternehmens, unter anderem für die Zusammenfassung aller Reisedienstleistungen im neuen Expedia-Unternehmen.
Trotzdem der neue CEO nun bald zwei Jahre im Amt sein wird, dringen über seine Person sowie seinen Führungsstil keine Informationen nach außen. Es gab seit seiner Benennung zunächst faktisch keine Stories über Gregg Blatt, dessen Kurs daher allein die positiven Bilanzen von IAC Recht geben. Erst seit Mitte 2012 gewährt Gregg Blatt mehr Einblicke in sein Privatleben und seinen Führungsstil: Ausnahmslos alle führenden Analystenmedien beschreiben Gregg Blatt als bestimmten, eloquenten und kooperativen Manager mit einem unwahrscheinlichen Talent für Deals (mehr auch: hier und hier). An der Columbia Law School spezialisierte er sich entsprechend auch im Bereich Mergers & Acquisitions.
Geschäftsbereiche
New IAC:
Herzstück von New IAC war die Suchmaschine Ask.com, die im April 2013 mit einem Marktanteil von 0,8 Prozent in den USA noch auf Platz Fünf der am häufigsten benutzten Suchmaschinen kam (hinter Google, Bing, Yahoo und neuerdings der Facebook Search; im April 2012 hatte der relative Marktanteil noch bei 3,0% gelegen). Zu den Internetmarken von New IAC zählen neben Ask.com unter vielen anderen auch Shoppingportale für Geburtstagsgeschenke (gifts.com), Schuhe (shoebuy.com), mit lustigen Sprüchen bedruckte T-Shirts (bustedtees.com), und Taschen (bagsbuy.com).
Um dem sehr breit aufgestellten Angebot von IAC mehr Struktur zu verleihen, gliedert der Konzern seine Online-Marken in fünf Bereiche (2012 noch einmal neu aufgestellt nach der grundlegenden Unternehmensneuordnung von 2008-2011):
- SEARCH: Ask.com, Citygrid Media, Dictionary.com, alle Marken des Mindspark Interactive Networks etc.
- PERSONALS: Kontaktportale und Datingseiten (Match.com, OKCupid, chemistry.com, peoplemedia etc.)
- LOCAL: Ein Dienstleistungsportal, über das Nutzer Handwerker und andere Dienstleister rund ums Zuhause finden und buchen können (u.a. HomeAdvisor, CityGrid etc.).
- MEDIA: Medien bzw. Contentanbieter (CollegeHumor, Electus, Notional, The Newsweek Daily Beast Company als Joint-Venture, Vimeo, DailyBurn etc.)
- OTHER: Shoebuy.com, Tutor.com
Mit 31.0% Umsatzanteil (2011) ist der Bereich SEARCH für IAC (wieder) der gewinnbringendste Unternehmensteil. Am bekanntesten ist allerdings der Kontaktbörsen-Bereich "PERSONALS" (vorher: MATCH), der 29.0% (2011) zum Ergebnis beitrug. Die prominenten Dating-Portale Match.com, uDate.com und chemistry.com sind hier die Zugpferde. Besonders erfolgreich ist Match.com, das fast zu einem Synonym für die Online-Partnersuche in den Vereinigten Staaten geworden ist. IAC's Schwerpunkt auf Dating-Seiten wurde durch die Launches von spezialisierten Portalen wie BlackPeopleMeet oder SeniorPeopleMeet zusätzlich unterlegt. Für den chinesischen Markt hat IAC außerdem eDodo erworben, eine Single-Börse, die 180.000 zahlende Mitglieder vorweisen kann. Im Juli 2009 wurde bekannt, dass IAC für 80 Millionen US-Dollar den konkurrierenden Singlebörsen-Betreiber People Media gekauft hat. Um endgültig die Nummer Eins im Bereich der Online-Partnervermittlung zu werden, erwarb IAC im Jahr 2010 außerdem das Konkurrenzangebot Yahoo Personals. Über die Details des Deals wurde damals nichts bekannt, der Kaufpreis war zuvor von Analysten auf eine halbe Milliarde USD geschätzt worden.
Zu New IAC gehört außerdem das populäre Videoportal Vimeo, womit Nutzer selbst erstellte Videos in HD-Qualität austauschen und veröffentlichen können. Nach Angaben von IAC hat die Vimeo-Community, die seit 2004 besteht, 14 Millionen registrierte Nutzer (Stand: April 2013). Im Vergleich zu YouTube von Google Inc. erscheinen die Vimeo-Daten natürlich dennoch bescheiden. Worin die Ursachen für den relativen "Misserfolg" von Vimeo liegen, dafür gibt es verschiedene Erklärungen (auch vom Forbes Magazine). Um dem großen Konkurrenten etwas näher zu kommen, hat Vimeo im Sommer 2012 nun auch lokalsprachige Versionen des Portals freigeschalten, u.a. gibt es nun auch ein deutschsprachiges Vimeo. Seit Mitte September 2012 bietet Vimeo seinen zahlenden Mitgliedern (mit Plus- oder Pro-Status) die Möglichkeit, mit ihrem Content direkt auf der Seite Geld zu verdienen: Die Content-Produzenten können das neue Crowdfunding-Tool "Tip Jar" zu ihren Videos freischalten, mit dem Nutzer für die Videos, die ihnen gefallen, spenden können. Ab Januar 2013 launcht Vimeo zusätzlich eine Pay-to-view-Option und führt damit eine Art Online-Videothek ein. Pro-User können nach eigenem Ermessen Preise und Konditionen für das Ansehen ihrer Filme festlegen. Beide Neuerungen stehen im Zeichen einer neuen Strategie des Portals, sich künftig stärker im B2B-Bereich zu engagieren und sich dadurch auch vom großen Konkurrenten Youtube abzugrenzen. Gleichzeitig hofft Vimeo durch die neuen Services auch auf steigende Umsätze: An allen Einnahmen der User aus Crowdfunding oder Verleih verdient das Portal mit.
Das ambitionierteste Projekt des Geschäftsbereichs ist ohne Frage The Daily Beast, ein von der ehemaligen Vanity Fair-Chefredakteurin Tina Brown betreutes Nachrichten- und Blogportal im Stil der Huffington Post, das eigenständig recherchierte Artikel, Blogs und Links auf anderswo erschienene Artikel kombiniert. Im Februar 2011 fusionierte The Daily Beast mit dem Nachrichtenmagazin Newsweek. Zusammen kommen Newsweek.com und TheDailyBeast.com auf knapp 5 Millionen Besucher pro Monat (Stand: Dezember 2012). Damit fällt die Bilanz des Portals und auch der Fusion noch immer relativ bescheiden aus - ganz abgesehen von der fehlenden Profitabilität. Newsweek verlor sogar Nutzer seit der Fusion mit The Daily Beast (Im Februar 2011 steuerten noch 3,1 Mio. Nutzer die Newsweek-Homepage monatlich an, heute sind es noch 2,5 Mio.). The Daily Beast taucht im April 2013 nicht einmal mehr in der Liste der Top-100-Blogs auf (im Dezember 2012: Platz 42 im Technorati-Ranking). An der Spitze thront weiterhin die Huffington Post mit circa 39 Millionen Unique User pro Monat.
Es überrascht aufgrund der vergleichsweise geringen Nutzung und des ausbleibenden ökonomischen Erfolgs nicht, dass am 12. November.2010 bekannt gegeben wurde, dass das US-Printmagazin Newsweek und The Daily Beast sich für die Gründung eines 50-50-Joint Ventures entschieden haben. Das Nachrichtenmagazin war erst im September 2010 von der Washington Post-Gruppe verkauft worden. Das neue Angebot firmiert unter dem Namen „Newsweek Daily Beast Company“ und wird von Tina Brown in der Rolle des Editor-in-Chief verantwortet. Mit der Fusion waren zwei Hoffnungen verbunden: Die Online-Präsenz von Newsweek stärken und die Nutzungszahlen steigern zu können sowie The Daily Beast durch die Verbindung mit der Marke Newsweek als relevanten Player zu positionieren.
Mit der Einstellung der verlustreichen Printausgabe von Newsweek zum Jahresbeginn 2013 steht die Zukunft des ehrgeizigen IAC-Projekts aktuell wieder auf dem Prüfstand (mehr hierzu unter Aktuelle Entwicklungen).
Der Bereich LOCAL steuerte 2011 immerhin 13,0% zum Konzernergebnis bei, während MEDIA & OTHER (damals noch gemeinsam) trotz 11%-igem Wachstum noch immer rund 13 Mio. USD verlor.
Die unzähligen mit IAC-assoziierten Firmen (u.a. HSN, Interval Leisure Group, Tree.com und Ticketmaster) werden an dieser Stelle nicht mehr aufgeführt bzw. deren Entwicklung wird nicht mehr im Detail nachgezeichnet, weil sie als separate Einheiten u.a. an der Börse gehandelt werden.
Aktuelle Entwicklungen
Nach dem Rückzug Barry Dillers in den Aufsichtsrat und den Abschluss der Unternehmensrestrukturierung wurde Gregg Blatt neuer operativer Chef der InterActive Corp., der 2003 von Diller zum Unternehmen geholt wurde und bisher als CEO von Match.com tätig war (mehr hierzu unter Geschichte und Profil).
Das erste sichtbare Resultat des Deals mit Liberty Media, der Umstrukturierung sowie des Wechsels an der Unternehmensspitze war die prompte Verbesserung des IAC-Aktienkurses (IACI), die sich auch 2012 fortsetzte. Zudem generierte IAC infolge der mittlerweile vollständig umgesetzten Umstrukturierung im Jahr 2011 insgesamt satte 43.0% seines Ergebnisses aus Konsolidierungs- und Synergieeffekten als direkte Folge dieser Maßnahme.
Die Erfolgsbilanz der wichtigsten Marken von IAC fällt vergleichsweise bescheiden aus. Die knapp zwei Milliarden Dollar teure Übernahme von Ask.com aus dem Jahr 2005 hat sich nicht gerechnet. Nach Expertenmeinung ist es versäumt worden, Ask zu der Marke auszubauen, die alle Online-Aktivitäten von IAC unter einem Dach vereint. Im Oktober 2009 dachte Diller während einer Konferenz mit Wall Street-Analysten erstmals laut über einen Verkauf der Ask-Suchmaschine nach. Nach dem Launch von Microsofts Bing und dem zugehörigen Deal mit Yahoo wurden die Verkaufspläne aber zunächst wieder verworfen, weil Diller auf neue Chancen für Ask.com durch die zu erwartende Konsolidierung des Suchmaschinen-Marktes setzte. Unabhängig von der Suche im engeren Sinne hat bis zum Jahr 2012 außerdem noch eine Anzeigen-Kooperation zwischen Google und Ask.com Bestand, die soeben (April 2011) bis 2016 verlängert wurde. Erst im November 2010, nachdem Bing schneller als erwartet und mithilfe einer eindrucksvollen Marketingkampagne ein Stück vom Suchmaschinenmarkt eroberte, entschied man sich dazu, die Ask-Suchmaschine einzustellen. 130 Stellen in den Entwicklungsabteilungen werden gestrichen. Die verbleibenden Mitarbeiter wurden der Ask-Zentrale in Oakland zugeteilt und kümmern sich seither um den Frage-Antwort-Service der Plattform. Immer wieder gab es plausible Gerüchte, dass sich IAC perspektivisch von der Suchmaschine hinter der Marke Ask.com trennen möchte. Diese internen wie externen Spekulationen haben sich bisher aber nie konkretisiert. Aus Sicht der Kunden macht Ask.com nach wie vor einen sehr guten Job: Im jüngsten Zufriedenheitsbarometer erzielte Ask.com unter US-amerikanischen Nutzern genau 80.0% Zufriedenheit (Marktführer Google kam auf 82.0%). Um die Suchmaschine wieder attraktiver zu machen, gibt es seit Dezember 2012 eine neue Funktion: Durch eine Kooperation mit Quixey, einer Suchmaschine für Apps, werden Nutzern auf Ask.com in den "natürlichen" Ergebnissen auf ihre Suchanfragen nun auch Apps für ihre mobilen Geräte angezeigt. Im ersten Quartal 2013 scheint IAC der Suchmaschine nochmals eine Chance zu geben: Einerseits läuft Mitte April eine große und aufwändig produzierte TV-Werbekampagne, die das Frage-Antwort-Alleinstellungsmerkmal von Ask.com unterstreicht. Andererseits hat man sich für das Marketing und Produktmanagement soeben die erfolgreiche Expertin Susan Morrow als Vice President ins Boot geholt.
Das Jahr 2010 stand bei IAC im Zeichen eines erneuten Strategiewechsels. Anstatt vorrangig weitere Internet-Start-Ups zu akquirieren, richtete sich IAC darauf aus, zu einem der führenden Produzenten von Content für neue und klassische Medien zu wachsen. Zu diesem Zweck gründete Diller die Produktionsfirmen Electus und Notional. Letztere wird von Ricky Van Veen geleitet, der zuvor - ebenfalls im Auftrag von IAC - für den Internetauftritt CollegeHumor.com humoristische Videos herstellte. Bei Electus handelt es sich um eine Produktionsfirma, für die Barry Diller eigens Ben Silverman engagierte, der zuvor für den gesamten Entertainment-Bereich von NBC Universal verantwortlich war. Die von Electus hergestellten (Video-) Inhalte werden seit 2010 online von Yahoo vertrieben. Wie Silverman bei der MIPTV-Konferenz in Cannes (Frankreich) bekannt gab, soll Electus das erste integrierte Multimedia-Studio werden, das Produzenten, kreative Köpfe, Werbetreibende und Vertreiber an einem einzigen Standort zusammenführt, um gemeinsam Inhalte jeglicher Form zum weltweiten Vertrieb über zahlreiche Plattformen zu produzieren. Außerdem erstellt Electus TV- und digitale Programmpläne für führende Kabelsender, Sendernetze und Online-Anbieter und will so die Lücke zwischen herkömmlichen TV-Angeboten, dem Internet sowie sonstigen Medienplattformen schließen. Den Bilanzen zufolge macht Electus unverändert gute Geschäfte, sowohl 2011 als auch in den ersten zwei Quartalen 2012 und wächst weiter. Aufmerksamkeit bekam der Contentanbieter unter Anderem durch den Launch mehrer YouTube-Channel, wie dem innovativen Kochkanal "Hungry". Zunehmend expandiert Electus auch international: Soeben vermeldete der Multi-Content-Produzent die erfolgreiche Vermarktung von vier seiner TV-Formate an CEEMEA (Discovery Networks Central and Eastern Europe, Middle East, Africa). Die Shows American Digger, Fashion Star, Flip Men und Mob Wives:Chicago werden damit im kommenden Jahr in 105 Nationen zu sehen sein.
Im Frühjahr 2010 übernahm IAC die Mehrheit an dem Social-Network DailyBurn.com. Über die Seite können Fitness-Fans in Kontakt treten und interaktiv Aufzeichnungen zu Kalorienverbrauch, Gewicht und Essgewohnheiten auswerten. Das Portal hatte IAC-Angaben zufolge im April 2013 bereits rund 2,5 Mio. Mitglieder und wächst weiter stark. Es ist besonders aufgrund der eigens entwickelten iPhone-App "FoodScanner" beliebt. Mit der populären Anwendung können iPhone-Nutzer per Barcodescan den Kaloriengehalt von Lebensmitteln und Getränken ermitteln. Einen Überblick über die Entwicklung des Lifestyle-Netzwerks gibt es hier. Weitere Akquisitionen im Jahr 2011 konzentrierten sich inbesondere auf die Präsenz im Match-Sektor und auf die Expansion in ausländische Märkte, insbesondere nach China und Europa.
Im Geschäftsfeld Reisedienstleistungen wurde das interaktive Reiseportal TripAdvisor im Dezember 2011 von der wichtigen IAC-Muttermarke Expedia ausgegliedert. Durch die Börsennotierung räumte man dem Netzwerk mehr Entwicklungsfreiheit ein, das im Vergleich zu Expedia doppelt so schnell wuchs. Im März 2013 knackte TripAdvisor die magische Grenze von 100 Mio. Reiseberichten und erreicht laut eigenen Angaben inzwischen 100 Mio. Nutzer monatlich. Außerdem richtete das Portal kürzlich Preise für besonders beliebte Orte, Hotels, Restaurants usw. ein. Überraschend gab IAC im Dezember 2012 die Mehrheit der Anteile an den Konkurrenten Liberty Interactive (Liberty Media, John Malone) ab: Für circa 300 Millionen USD erhöhte Liberty seine Anteile von 22 auf 57 Prozent. CEO Barry Diller gibt seinen Posten bei dem Reisenetzwerk entsprechend ab, bleibt aber weiter Vorstandsmitglied. Infolge des Mehrheitsgesellschafterwechsels legte die TripAdvisor-Aktie um bis zu 11 Prozent zu. Auch 2012 und im ersten Quartal 2013 wird TripAdvisor sowohl von Investoren als auch von Analysten als positives Investment bewertet.
Wie bereits seit 2011 bekannt, liegen die größten Probleme von IAC immer noch im Bereich Medien: Seit seiner Gründung schreibt das Newsweek/The Daily Beast-Joint-Venture zweistellige Millionenverluste. Anfang August 2012 gab Barry Diller erstmals zu, dass die Print-Zeiten des Newsweek Magazine bald vorüber sein könnten. Ende Juli hatte sich Newsweek-Eigentümer Sidney Harman wegen der anhaltenden Verluste vollständig aus dem Projekt zurückgezogen. Im Herbst 2012 wurde aus den Gedankenspielen nun Gewissheit: In einer E-Mail informierte Chefredakteurin Tina Brown die Mitarbeiter darüber, dass die Printausgabe von Newsweek zum 31.12.2012 eingestellt wird. Wie viele Redakteure gehen müssen, wurde noch nicht bekannt gegeben, Brancheninsider rechnen aber damit, dass circa die Hälfte der Journalisten bei Newsweek und The Daily Beast gehen müssen. Nach über 80 Jahren wird es Newsweek nur noch online geben. IAC hofft darauf, dass die meisten Abonennten auf die kostenpflichtigen epaper umsteigen werden. Gleichzeitig gibt es bereits konkrete Pläne Newsweek.com teilweise mit einer Pay Wall zu umgeben - vergleichbar mit der Lösung der NY Times. Durch die Einstellung des Printmagazins und die Verkleinerung der Redaktionen wird IAC erheblich Kosten einsparen können, ob Newsweek/The Daily Beast aber angesichts der seit längerer Zeit stagnierenden Nutzerzahlen und Werbeeinnahmen durch den Einschnitt mittelfristig doch noch zum Gewinnbringer wird, bleibt abzuwarten.
Ende 2012 und Anfang des Jahres 2013 hat die InterActive-Gruppe noch einmal umstrukturiert: Der Unternehmensbereich SERVICEMAGIC wurde als HomeAdvisor neugeboren und schlanker aufgestellt. Dies scheint bisher erfolgreich verlaufen und eine gute Entscheidung gewesen zu sein. Ende 2012 konnte IAC außerdem die Übernahme der About.com-Familie bekanntgeben, die sich gut ins SEARCH-Portfolio einfügen lässt. Die wichtigste Akquisition des aktuellen Jahres stellt das Lernportal Tutor.com dar: Die Online-Tutorial-Plattform wurde bereits 1998 während der ersten Dotcom-Welle gegründet. Anders als jüngere Mitbewerber setzt Tutor.com unter anderem auf einen Person-to-Person-Tutoring-Service und hat hierzu ein US-weites Netzwerk aufgebaut. Gründer George Cigale bleibt auch als Teil der IAC-Gruppe CEO von Tutor.com und steigt damit direkt ins Business Management Team des Konzerns auf.
Zur Geschäftsentwicklung:
Im Jahr 2011 schaffte es das Unternehmen nicht nur die Umsätze weiter zu steigern, sondern schrieb auch insgesamt wieder schwarze Zahlen. Dieser positive Trend wurde auch auf dem Aktienmarkt belohnt: War die IACI-Aktie 2009 noch in einem absoluten Tief und gerade einmal 13,23 USD pro Anteil wert, gelang 2010 der Umschwung, der sich 2011 verfestigen ließ. Im Dezember 2011 markierte IAC ein neues Allzeithoch mit 43,38 USD pro Papier. Über zwei Jahre und seit Beginn des aktuellsten Strategiewechsels hat der Unternehmenswert damit wieder an frühere Glanzzeiten von 2003 anknüpfen können.
Wie aus dem Jahresgeschäftsbericht für 2011 weiter hervorgeht und auch unter der Berücksichtigung der ersten zwei Quartale des Jahres 2012 geht es IAC aktuell besser denn je. Die IACI-Papiere wurden Anfang August 2012 für über 50,00 USD pro Papier gehandelt. Gleichzeitig wurden die Ausschüttungen an die Anteilseigner erhöht: Im zweiten Quartal 2012 wurde die Dividende auf 24 US-Cent pro Aktie verdoppelt. Die Basis für den Erfolg bildeten 2012, wie schon oben angedeutet, die Unternehmensbereiche SEARCH und MATCH sowie Erlöse aus der geglückten Umstrukturierung, getrübt wird die Bilanz durch die Verluste im MEDIA-Sektor (siehe oben). Das frische Kapital nutzt IAC aktuell vor allem für Investitionen ins mobile Online-Geschäft (z.B. eBooks).
Trotz der positiven Gesamtentwicklung des Aktienkurses im Laufe des Jahres 2012 (mit zwischenzeitlich 55,57 USD pro Aktie), stufte die Citigroup den Medienriesen Ende März in seiner Analyse von "buy" auf "neutral" zurück. Anfang Dezember 2012 folgte eine nochmalige Herabstufung der Aktien aus einer Analyse von Goldman Sachs: Die Großbank setzte die IAC-Papiere von "neutral" auf "sell". Die Analysten begründen ihre Neubewertung mit zwei Risiken: Erstens sind gerade die Marken von IAC von Änderungen im Suchalgorithmus von Google betroffen. Es wird erwartet, dass die Seiten infolge der Adjustierungen deutlich an Traffic verlieren werden. Zweitens sehen die Börsenspezialisten den Konzern im mobilen Geschäft schlecht aufgestellt. Der zunehmenden Bedeutung dieses hochdynamischen Markts wird das gegenwärtige IAC-Portfolio nach Expertenmeinung nicht gerecht. Die erste Herabstufung vom März hatte sich auf die IAC-Papiere noch kaum ausgewirkt, nach der Sell-Einschätzung im Dezember verloren die Papiere sofort 11 Prozent.
Anfang April 2013 erholten sich die Bewertungen der IACI-Papiere sowohl auf Investoren- als auch auf Analysten-Seite wieder. UBS, Deutsche Bank und Credit Suisse setzten die Aktien wieder auf "buy"-Status. Die Papiere werden im Moment mit rund 43 USD pro Aktie gehandelt. Die Quartalszahlen für das letzte Quartal des Jahres 2012 können sich sehen lassen (hier der IAC-Report), haben die Erwartungen der Börsianer allerdings auch nicht übertroffen.
Laura J. Leithold, Letzte Aktualisierung und Überarbeitung: 15.04.2013


