6. Viacom Inc./CBS Corp.

Umsatz 2014: $ 27,589 Mrd. (€ 20,767 Mrd.)

Überblick

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Viacom, zuvor ein vertikal integrierter Medienkonzern, wurde Anfang 2006 in zwei separate, börsennotierte Gesellschaften aufgespalten, die bis Anfang 2016 allerdings jeweils durch Firmenpatriarch Sumner Redstone über dessen Holding National Amusements, Inc. kontrolliert wurden: Viacom Inc. und CBS Corp. Seit 2015 erschüttert ein erbitterter Machtkampf das Unternehmen bei dem es im Kern darum geht, ob der greise Redstone noch mental in der Lage dazu ist, seine Anteile zu managen, bzw. wer seine Nachfolge antreten darf.

Basisdaten

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Hauptsitz CBS Corp.: 51 W. 52nd St., New York, NY 10019-6188, USA
Telefon: 001-212-975-4321
Telefax: 001-212-975-4516
Internet: www.cbscorporation.com

Branche: Fernsehsender (Free-TV), Radio, TV-Sendestationen, TV-Produktion, Rechtehandel, Freizeitparks, Außenwerbung, Buchverlage
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01. – 31.12.
Gründungsjahr: 1912 (Paramount Pictures), 1927 (CBS: zunächst Columbia Phonograph Broadcasting System, später Columbia Broadcasting System)

Tab. I: Ökonomische Basisdaten CBS (in Mio. US-Dollar)

                                20152014201320122011201020092008200720062005
Umsatz   13.88613.80615.28414.08914.24514.06013.01513.95014.07314.32014.536
Gewinn (Verlust)1.4132.9591.8791.5741.305724227(11.673)*1.2471.661(7.089)
Aktienkurs(Jahresende)46,9954,5562,2636,8225,9217,9413,057,3922,5525,0019,91
Mitarbeiter16.26017.31019.49020.93020.91525.38025.58025.92023.97023.65432.160

*Verlust wird durch Umstrukturierungskosten und Akquisition von CNet erklärt.


Hauptsitz (new) Viacom Inc.
: 1515 Broadway, New York, NY 10036, USA
Telefon: 001-212-258-6000
Telefax: 001-212-258-6464
Internet: www.viacom.com

Branche: Film, Fernsehsender (Free-TV, Pay-TV), TV-Produktion, Rechtehandel
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.10. – 30.09.
Gründungsjahr: 1970 (Viacom Inc.)

Tab. II: Ökonomische Basisdaten Viacom (in Mio. US-Dollar)
                                20152014201320122011201020092008200720062005
Umsatz13.26813.78313.74913.88714.9149.337*13.61914.62513.42311.4679.610
Gewinn1.9222.3922.4072.3452.1461.1751.5911.2331.6301.5701.304
Aktienkurs (Jahresende)40,7472,3682,6749,1141,3935,3826,2116,8138,7236,1836,57
Mitarbeiter9.2009.90010.0009.88010.58010.90011.20011.50010.80010.600---

*Viacom änderte mit Beginn des Jahres 2010 seinen Geschäftsjahresabschluss auf den 30. September. Das Geschäftsjahr 2010 umfasste daher lediglich die neun Monate von Januar bis September 2010.

Geschäftsführung

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Geschäftsführung CBS Corp.:

  • Leslie Moonves, President & CEO
  • Anthony G. Ambrosio, Executive Vice President, Human Resources and Administration
  • Jonathan H. Anschell, Executive Vice President, Deputy General Counsel and Secretary  
  • Lawrence Tu, Senior Executive Vice President and Chief Legal Officer
  • Joseph R. Ianiello, Chief Operating Officer
  • Richard M. Jones, Senior Vice President & General Tax Counsel
  • John Orlando, Executive Vice President, Government Affairs
  • Gil Schwartz, EVP, Corporate Communications
  • Larry Liding, Senior Vice President, Controller and Chief Accounting Officer
  • Adam Townsend, Executive Vice President, Investor Relations

 

Aufsichtsrat CBS Corp.:

  • Leslie Moonves, CBS
  • Sumner M. Redstone, CBS
  • Shari Redstone, CBS
  • David R. Andelman, Lourie & Cutler, P.C.
  • Joseph A. Califano Jr., The National Center on Addiction and Substance Abuse
  • William S. Cohen, The Cohen Group
  • Gary L. Countryman, Liberty Mutual Group
  • Charles K. Gifford, Bank of America
  • Leonard Goldberg, Mandy Films Inc.
  • Bruce S. Gordon, National Association for the Advancement of Colored People
  • Linda M. Griego, Griego Enterprises Inc.
  • Arnold Kopelson, Kopelson Entertainment
  • Doug Morris, Universal Music Group
  • Frederic V. Salerno, Verizon Communications, Inc.

Geschäftsführung Viacom Inc.:

  • Philippe Dauman, President & CEO
  • Thomas E. Dooley, Chief Operating Officer
  • Robert Bakish, President and Chief Executive Officer, Viacom International Media Networks
  • James Bombassei, Senior Vice President, Investor Relations
  • Wade Davis, Chief Financial Officer, Executive Vice President, Strategy & Corporate Development
  • Carl D. Folta, Executive Vice President, Corporate Communications
  • Michael D. Fricklas, Executive Vice President, General Counsel and Secretary
  • Brad Grey, Chairman & Chief Executive Officer, Paramount Pictures Corporation
  • DeDe Lea, Executive Vice President, Government Affairs
  • Debra L. Lee, Chairman & Executive Officer, BET Networks
  • Doug Herzog, President, Viacom Music & Entertainment Group
  • Scott M. Mills, Executive Vice President, Human Resources and Administration
  • Cyma Zarghami, President, Kids & Family

 

Aufsichtsrat Viacom Inc.:

  • Shari Redstone, CBS/Viacom
  • Sumner M. Redstone, CBS/Viacom
  • Thomas E. Dooley, Viacom
  • Charles E. Phillips, Jr., Infor Global Solutions
  • Christiana Falcone Sorrell, World Economic Forum
  • Deborah Norville, Inside Edition
  • Kenneth Lerer, Buzzfeed
  • Thomas May, Eversource Energy
  • Judith McHale, Cane Investments
  • Ronald Nelson, Avis Budget Group
  • Nicole Seligman, Sony

Geschichte und Profil

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Von Filmstudios bis Autostoßstangen – die Aktivitäten des Viacom-Konzerns umfassten seit seiner Gründung die unterschiedlichsten Bereiche. Das Medien-Konglomerat in seiner heutigen Struktur ist das Ergebnis einer Vielzahl von Fusionen und Firmenübernahmen, die bis zu 90 Jahre zurückliegen.

Das 1928 gegründete Radiounternehmen CBS gehörte zunächst der Columbia Phonograph, dann dem Zigarrenbaron Sam Paley. Mit dem Eintritt ins TV-Geschäft in den 1940er Jahren erhielt CBS durch seine hochklassigen Programme den Beinamen „The Tiffany Network“. Es war in den 1950er und -60er Jahren lange Zeit die Nummer Eins unter den großen Networks. Trotz vieler Turbulenzen in der Führungsetage konnte CBS seine Spitzenposition bis in die 70er Jahre halten.

1970 verbot die staatliche Telekommunikationsbehörde FCC landesweiten TV-Networks wie CBS, Sendestationen und Kabelsysteme im gleichen Markt zu betreiben. Daher rief CBS Viacom Inc. ins Leben, das fortan die Programm-Distribution von CBS übernehmen sollte. Im Anschluss erwarb Viacom weitere TV- und Radiostationen und gründete 1978 den Pay-TV-Sender Showtime, der mit dem Warner Bros./Amex-Sender The Movie Channel zu Showtime Networks fusionierte. 1986 erwarb Viacom auch Warners Anteile an Showtime. Im Paket miterworben wurde ein damals noch unbedeutender, kleiner Musikkanal namens MTV, der in den kommenden 25 Jahren die Musikindustrie und das Fernsehen revolutionieren sollte. 1987 erschien dann Sumner Redstone auf der Bildfläche. Schon frühzeitig hatte er das Potenzial der Viacom-Beteiligungen erkannt und erwarb mit seinem Unternehmen National Amusements, Inc. (NAI), einer landesweiten Kinokette, rund 83 Prozent der Viacom-Anteile. Unter Redstones Führung ging Viacom auf Expansionskurs. Zum Aufwärmen wurde 1990 zunächst King Entertainment (Themenparks) aufgekauft. Es folgten 1994 für 8,4 Milliarden Dollar die Videovertriebskette Blockbuster und damit Anteile an der profilierten TV-Produktionsfirma Spelling Entertainment. Noch im gleichen Jahr zog Viacom nach hartem Kampf mit Barry Diller und einem von QVC geführten Konsortium schließlich das Hollywood-Studio Paramount für 10 Milliarden Dollar an sich. Nach der Paramount-Übernahme musste Viacom den hohen Investitionen Tribut zollen und zum Abbau des Schuldenberges Unternehmen abstoßen, darunter das Kabelnetz und zehn Radiostationen

Das fehlende Glied in der Verwertungskette des Medienkonzerns war nur noch ein landesweites TV-Network. 1995 brachte Viacom gemeinsam mit Chris-Craft zunächst das United Paramount Network (UPN) auf Sendung, 1999 übernahm man CBS. Der Übernahme war der Umbau von CBS zu einem reinen Medienunternehmen vorausgegangen: In einer der bis dato größten Fusionen der amerikanischen Rundfunkgeschichte hatte im August 1995 der Elektronik-Konzern Westinghouse CBS für 5,4 Milliarden US-Dollar übernommen. Westinghouse-Chef Michael Jordan begann im Anschluss mit der Umgestaltung des Konzerns, indem er Beteiligungen am Bau von Atomkraftwerken, Turbinengeneratoren sowie Kühl- und Lüftungssystemen abstieß. An alte Radio-Traditionen anknüpfend, erwarb Jordan mit Infinity Broadcasting Corporation die führende Radiokette der USA. Außerdem investierte er ins Kabel-TV-Geschäft und akquirierte u. a. The Nashville Network und Country Music Television. 1997 wurde aus Westinghouse CBS Corp., die dann für rund 45 Milliarden US-Dollar von Viacom geschluckt wurde.

In den 90er Jahren hatte der Konzern jedoch auch mit massiven Problemen zu kämpfen. Nach einem erbitterten Rechtsstreit mit Universal wurden die Anteile an dem populärsten US-Kabelsender USA Networks veräußert. Zudem hielt die als Cash Cow eingekaufte Videokette Blockbuster nicht das, was ihr Name versprach. 1997 erreichte der Aktienkurs ein Rekord-Tief. In den Folgejahren erholte sich das Unternehmen und ging erneut auf Einkaufstour. Mit der Übernahme von CBS entstand ein Firmenimperium, das mit über 24 Milliarden Dollar Umsatz zu den größten Medienkonzernen weltweit zählte. Die Fusion knüpfte an die gemeinsame Vergangenheit der beiden Unternehmen an.
Nach zahlreichen Investitionen ins Internet übernahm Viacom 2001 für drei Milliarden Dollar die Black Entertainment Holdings (BET), eine Sendergruppe, die sich an Zuschauer afroamerikanischer Herkunft richtet. 2004 spaltete Viacom die strauchelnden Blockbuster-Videotheken ab, deren Stammgeschäft zunehmend von der Konkurrenz neuer Medien bedroht wurde. Anfang 2006 wurde der Konzern dann erneut zweigeteilt. Seither existieren die CBS Corp. und (new) Viacom Inc. parallel.

Spätestens Anfang 2015 wurde Beobachtern jedoch zunehmend klar, dass sich Viacom (im Gegensatz zu TV-Marktführer CBS) in einer handfesten Krise befindet. Sinkende Einschaltquoten, geringere Werbeeinnahmen und sich anbahnende Dispute mit Kabelnetzbetreibern setzten den Konzern unter Zugzwang. Besorgniserregend sind dramatische Zuschauerrückgänge der Viacom-Sender. Nickelodeon verlor 2014 32 Prozent der Zuschauer aus der jungen Zielgruppe und bei MTV schalteten rund ein Viertel weniger Zuschauer ein. Das haben auch die Kabelnetzbetreiber bemerkt, die die Viacom-Sender aus ihren Kabelangebot entfernen könnten. Deshalb wird bereits darüber spekuliert, ob Viacom wieder mit CBS fusionieren sollte, um eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Dish und Co. zu haben. Acuh um unabhängiger vom zunehmend unberechenbaren Kabel-Geschäftsmodell zu werden, riefen CBS und Viacom Streamingportale ihrer Sender ins Leben.

Management

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Sumner Redstone
Sumner Murray Redstone präsentierte sich gerne als Verkörperung des amerikanischen Gründermythos'. Sein Vater zog als Linoleum-Händler in Boston von Haus zu Haus, bis er sich entschloss, ein Drive-In-Kino zu betreiben und den Familiennamen von Rothstein in Redstone umwandelte. Der Sohn ging zunächst nach Harvard, absolvierte die Law School, arbeitete im Justizministerium, ließ sich zwischenzeitlich als Anwalt nieder, um schließlich doch den Familienbetrieb zu übernehmen – die Saat seines Medienimperiums. Es war seine Zähigkeit, so Redstone in seiner Autobiographie, die während eines Hotelbrands aus dem Fenster hängend sein Überleben sicherte - dieselbe Zähigkeit, mit der er sich beim Aufbau seines Medienimperiums gegen alle Widerstände durchsetzte. Wie lange sich der inzwischen 93-Jährige sich noch körperlich und mental halten kann und wer seine Anteile an CBS und Viacom nach seinem Ableben übernehmen werden - darüber müssen wohl Gerichte entscheiden.

Shari Redstone
Sumner Redstones Tochter hält, gemeinsam mit ihrem Sohn, 20 Prozent der Anteile an der National Amusements Holding unter derem Dach CBS und Viacom organisiert sind. Obwohl sie davon abgesehen hat, in das operative Geschäft bei einem der beiden Unternehmen einzusteigen, wird sie die Zukunft von CBS und Viacom durch Personalmaßnahmen und strategische Grundsatzentscheidungen erheblich beeinflussen. Shari Redstone ist indes in vielerlei Hinsicht die Antithese zu ihren männlichen Kollegen in der Medienindustrie. Anstelle von Manhattan bevorzugt die Milliardärin die Bostoner Vorstadt. Wenn sie Football-Spiele der New England Patriots besucht, guckt sie das Spiel lieber alleine draußen als gemeinsam mit Prominenten in der VIP-Box. Und während viele der Medienkonzernelite sich gern auch roten Teppichen präsentieren, war Redstone noch nie bei einer Oscar- oder Golden Globe-Verleihung. Stattdessen zieht sie lieber im Hintergrund die Fäden, wie etwa bei der Expansion der National Amusement-Kinokette. Das Investment der von ihr geleiteten Venture Capital-Firma Advancit Capital in die Onlinevideofirma Maker Studios konnte sie beispielsweise verzehnfachen. Zudem war sie die entscheidende Person im Hintergrund, als ihr Vater zum Jahrtausendwechsel für 40 Milliarden Dollar CBS übernahm.

Leslie Moonves
CBS-Boss Moonves hingegen muss sich in absehbarer Zeit keine Sorgen machen, bei Mitgliedern des Redstone-Clans in Ungnade zu fallen. CBS war in den vergangenen Jahren der zuschauerstärkste TV-Sender in den USA und konnte entsprechend hohe Werbeerlöse erzielen. Als ehemaliger Schauspieler (unter anderem zu sehen in kleineren Rollen in den Serien "Cannon" oder "The Six Million Dollar Man") hat er in der Vergangenheit in diversen CBS-Late Shows sich als mächtigen TV executive selbst parodiert.

Phillipe Dauman
Der Viacom-Chef gilt als einer der grotesk überbezahltesten Manager der Medienkonzerngeschichte: Sein Gehalt inklusive Boni erhöhte sich für 2015 um 22 Prozent auf insgesamt 54,2 Millionen Dollar. Das Salär steht jedoch in keinem Zusammenhang mit seiner individuellen Performance, da die Unternehmensaktien im selben rund 44 Prozent ihres Wertes verloren. Angesichts der astronomischen Einkünfte und der rückläufigen Entwicklung ist Dauman diversen Investorengruppen - und Shari Redstone, die als einzigstes Aufsichtsratsmitglied gegen dessem Beförderung zum Viacom-Chairman stimmte - längst ein Dorn im Auge.

Geschäftsfelder

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Viacom

Fernsehen
Viacom hat seine TV-Sender in drei Segmente unterteil: Music & Entertainment (MTV, VH1, Spike, Comedy Central, CMT, TV Land, der Paramount Channel und der britische Privatsender Channel 5), Kids & Family (diverse Nickelodeon-Sender) und die Black Entertainment Television-Senderkette, die sich an ein vorwiegend schwarzes Publikum richtet in der Vergangenheit jedoch häufig von afroamerikanischen Aktivisten mit dem Vorwurf konfrontiert wird, negative Vorurteile zu schüren.

Film- und TV-Produktion
Mit Paramount Pictures (sowie den Töchtern Vantage, Classics und Animation sowie Insurge Pictures, Nickelodeon Movies, MTV Films und Parmount Television) kontrolliert Viacom eine der größten Hollywood-Studios. Zu den kommerziell erfolgreichsten Paramount-Titeln gehören unter anderem "Titanic", die "Transformers"-Reihe und "Shrek".

CBS

Fernsehen
Mit 30 Fernseh- und 117 Radiostationen in 26 Regionen der USA sowie diversen Produktionsfirmen ist CBS einer der größten Senderketten in den USA. Auf dem Pay-TV-Markt ist das Unternehmen mit Showtime, The Movie Channel und Flix präsent sowie betreibt das CBS Sports Network und den Kabelkanal Smithonian Channel.

Bücher
CBS kontrolliert mit Simon & Schuster einen der größten Buchverlage der Welt. Zum Verlag gehören die Tochterunternehmen Pocket Books, Scribner, Gallery Books, Touchstone und Atria Books.

Engagement in Deutschland/Europa

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Mit Engagements im deutschen Medienmarkt hielt sich Viacom lange Zeit eher zurück. Nur mit der MTV-Gruppe ist man seit Jahren präsent. Die nach mehreren Anläufen erfolgte Übernahme des deutschen Konkurrenten VIVA und dessen gesamter Sendergruppe für 310 Mio. Euro leitete 2004 einen Strategiewechsel ein. Auch der Kindersender Nickelodeon, der bereits zwischen 1995 und 1998 relativ erfolglos in Deutschland auf Sendung gewesen war, ist seit September 2005 wieder zu empfangen. Nickelodeon übernahm die Frequenzen vom in Deutschland eingestellten Viacom-Sender MTV2 Pop. Die kurzfristige Umbenennung des Senders in NICK ist bereits wieder rückgängig gemacht worden. Auch mit der Marke Comedy Central ist man auf dem deutschen Markt vertreten. 

Im Zuge der VIVA-Übernahme kam auch die VIVA-Tochter Brainpool TV GmbH zu Viacom. Im Rahmen eines Management-Buyout haben die VIVA-Gründer ihre Anteile allerdings Ende Dezember 2006 von Viacom/MTV zurückgekauft, so dass die Firma wieder eigenständig wurde. Mittlerweile hat das Pariser Unternehmen Banijay Entertainment 50% der Anteile der Kölner Firma erworben. Für Brainpool produzieren deutsche Fernsehgrößen wie Stefan Raab, Anke Engelke, Bastian Pastewka, Oliver Pocher oder Christian Ulmen.

Aktuelle Entwicklung

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Die im Frühjahr 2016 begonnenen Spekulationen über Sumner Redstones geistigen Gesundheitszustand und die damit zusammenhängende Erbstreitereien haben Seifenoper-Charakter angenommen wie sich ihn Hollywood-Drehbuchautoren nicht besser ausgedacht haben könnten. Im Mittelpunkt steht Redstones vierzig Jahre jüngere Exfreundin Manuela Herzer, die ihn bis vor zwei Jahren in seinem Anwesen pflegte und ihr im Falle seines Ablebens Vermögenswerte in Höhe von 70 Millionen Dollar versprach. Doch dann ließ Redstone überraschend sein Testament ändern und verbannte Herzer aus seinem Haus. Herzer - unterstützt von Redstones Enkelin Keryn - klagte daraufhin, dass Redstone nicht mehr in der Lage sei, solche Entscheidungen zu treffen und unter dem Einfluss von seiner Tochter Shari stehe.

Sollte der zuständige Richter nun tatsächlich bestätigen, dass Redstone nicht mehr zurechnungsfähig ist, würde das ein schlechtes Licht auf Viacom-CEO Phillipe Dauman werfen, der erst im Februar 2016 von Redstone und dem Rest des National Amusement-Trust zum neuen Viacom-Chairman ernannt wurde. Auch die Rolle von Tochter Shari Redstone, die seit der Verbannung von Herzer wieder näher an ihren Vater gerückt ist, würde geschwächt werden. Der Familienstreit kommt zu einer Unzeit: während CBS insbesondere in Wahljahren von den milliardenschweren Investionen in TV-Wahlwerbung profitiert, drohen die diversen Viacom-Kabelsender angesichts der massenhaften Emigration der Zuschauer ins Netz zunehmend an Bedeutung zu verlieren.

News

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24.05.16 / Viacom Inc./CBS Corp.

Dauman vs. Redstone geht in neue Runde

15.02.16 / Viacom Inc./CBS Corp.

Shari Redstone: Amerikas mächtigste Medienfrau

04.02.16 / Viacom Inc./CBS Corp.

Dauman, der 54-Millionen-Dollar-Mann

Inhalte

Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2015*

  1. Comcast
  2. Google Inc.
  3. The Walt Disney Company
  4. News Corp. Ltd. / 21st Century Fox
  5. AT&T Entertainment Group (DirecTV)
  6. Viacom Inc./CBS Corp.
  7. Time Warner Inc.
  8. Sony Entertainment
  9. Bertelsmann SE & Co. KGaA
  10. Apple Inc.
  11. Cox Enterprises Inc.
  12. Liberty Media Corp./Liberty Interactive
  13. Dish Network Corporation
  14. Vivendi S.A.
  15. Tencent Holdings Ltd.
  16. Thomson Reuters Corporation
  17. Facebook, Inc.
  18. Rogers Comm.
  19. The Hearst Corporation
  20. Microsoft Corporation
  21. Lagardère Media
  22. RELX Group
  23. Charter Comm. Inc.
  24. Bloomberg L.P.
  25. ARD
  26. Pearson plc
  27. Advance Publications
  28. BBC
  29. Baidu Inc.
  30. Globo Communicação e Participações S.A.
  31. The Naspers Group
  32. Cablevision Systems Corp.
  33. iHeart Media
  34. Nielsen Holdings plc
  35. Discovery Communications
  36. Nippon Hoso Kyokai
  37. Fuji Media Holdings, Inc.
  38. Grupo Televisa
  39. Gannett Co. Inc.
  40. Netflix
  41. Nintendo Company Ltd.
  42. S&P Global
  43. ITV plc
  44. Wolters Kluwer nv
  45. Shaw Communications
  46. Yahoo! Inc.
  47. Mediaset SpA
  48. Asahi Shinbun Company
  49. Activision Blizzard Inc.
  50. Electronic Arts
  51. Axel Springer SE
  52. Amazon.com Inc.
  53. ProSiebenSat.1 SE
  54. France Télévisions S.A.
  55. Graham Holdings Company
  56. Bonnier AB
  57. Nippon Television Holdings
  58. Shanghai Media Group
  59. RAI Radiotelevisione Italiana Holding S.p.A.
  60. Quebecor Inc.
  61. Tokyo Broadcasting System Holdings, Inc.
  62. Time Inc.
  63. Hubert Burda Media Holding Gmbh & Co.
  64. IAC/InterActiveCorp.
  65. Daily Mail & General Trust plc
  66. Bauer Media Group
  67. Univision Communications
  68. Tribune Co./Tribune Publishing
  69. China Central Television
  70. TF1 S.A.
  71. Bandai Namco Holdings Inc.
  72. ZDF
  73. Scripps Networks Interactive
  74. Lions Gate Entertainment Corporation
  75. Hunan Broadcasting System
  76. AOL
  77. Sanoma Group
  78. Schibsted Media Group
  79. Modern Times Group
  80. Georg von Holtzbrinck GmbH
  81. King Digital Entertainment plc
  82. Grupo Planeta
  83. Scholastic Corporation
  84. Egmont Group
  85. Jiangsu Broadcasting Corporation
  86. Ubisoft Entertainment
  87. John Wiley & Sons, Inc.
  88. Grupo PRISA
  89. NOS
  90. SRG SSR
  91. De Agostini Group
  92. Gazprom-Media
  93. RCS Media Group
  94. Seven West Media Ltd.
  95. GungHo Online Entertainment
  96. New York Times Company
  97. Mondadori Group
  98. China Publishing Group
  99. Meredith Corporation
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