6. Sony Entertainment

Umsatz 2010/2011: ¥ 1.869,114 Mrd. (€ 16,514 Mrd.)

Überblick

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Sony ist der einzige japanische Unterhaltungselektronik-Hersteller, der sich sowohl mit Hardware als auch mit der Herstellung und Verbreitung von Inhalten global etabliert hat. Über 40 Sony-Tochtergesellschaften gibt es in Japan, weltweit sind es über 900. Neben der Produktion von Audio-, Video- und TV-Geräten, Halbleitern, Kameras, Mobiltelefonen, Computern und Spielekonsolen bietet Sony außerdem Versicherungs- und Finanzdienstleistungen an. Der Bereich Sony Pictures Entertainment produziert Filme, Musik und Spiele. Teil dieser Firma ist das Hollywoodstudio Columbia Pictures, das z. B. die "Spiderman"-Filme produziert hat und TV-Serien wie „Seinfeld“ international vertreibt. Auch multimediale Inhalte gehören zum Sony-Repertoire. Sony produziert computergenerierte Filme, Websites und Webgames für stationäre oder mobile Geräte. Sonys Spielekonsole Playstation, kam in der Version PS 3 Ende 2006 auf den Markt.

News

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20.01.12 / NBC Universal Inc., News Corp. Ltd., Walt Disney Corp., Vivendi S.A., Time Warner Inc., Viacom Inc./CBS Corp., Sony Entertainment

Medienkonzerne vs. freies Internet

11.11.11 / Sony Entertainment, Vivendi S.A., Bertelsmann AG, EMI Group plc

Vivendi und Sony teilen EMI auf

27.09.11 / Sony Entertainment, Time Warner Inc., Walt Disney Corp.

US-Filmstudios setzen zunehmend auf Online-Umsätze

Basisdaten

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Hauptsitz: 1-7-1 Konan, Minato-ku, Tokyo 108-0075, Japan 
Telefon: 0081-3-6748-2111  
Internet: www.sony.net

Branchen: Audio, Video, Fernsehen, Unterhaltungselektronik (Hardware), Videospiele (Hardware, Software), Film, Finanzdienstleistungen (dazu zählen z. B. eine Lebensversicherung und eine Bank), Halbleiter, Zubehör, Computer Hardware, Mobiltelefonie. 
Rechtsform: Aktiengesellschaft (seit 1958)
Geschäftsjahr: 01.04. - 31.03.
Gründungsjahr: 1946

Tab. I: Ökonomische Basisdaten

2010/2011

2009/2010

2008/2009

2007/2008

2006/2007

2005/06

2004/05

Konzernumsatz (in Mrd. ¥)

7.181

7.214

8.871

8.296

7.475

7.159

Medienumsatz (in Mrd. ¥)

1.869¹

2.110***

2.310**

2.525**

2.363**

1.809*

1.883

Gewinn (Verlust) nach Steuern (in Mrd. ¥)

369,435

123,6

123,6

163,8

Aktienkurs (in ¥)

3.970

6.200

4.180

4.000

Dividende (pro Aktie in ¥)

40

25

12,5

12,5

Beschäftigte

180.500

k.A.

158.500

151.400

 *ohne Sony BMG: Annäherungswert, da der Medienumsatz im Geschäftsjahr 2005/06 nicht gesondert ausgewiesen wurde.
**In die Berechnung des Medienumsatzes gehen die Sparten „Game“, „Pictures“ und „All Other“ ein, denn seit dem Geschäftsjahr 2005/06 weist Sony den Bereich Musik nicht mehr gesondert aus, sondern zählt die verbliebene Tochter in Japan im Geschäftsbericht zu der Sammelkategorie „All Other“. Der Sony-Medienumsatz ist daher ein Näherungswert.
***In die Berechnung des Medienumsatzes für 2009/2010 gehen die Sparten "Pictures", "Music" sowie 56 Prozent der Sparte "Networked Products & Services" ("Games") ein (siehe Geschäftsbericht 2010)
¹In die Berechnung des Mediumsatzes für 2010/2011 gehen die Sparten "Pictures", "Music" sowie die Untersparte "Games" aus dem Segment "Networked Products & Services" ein

***ab dem Geschäftsjahr 2005/06 weist Sony den Bereich Musik nicht mehr gesondert aus, sondern zählt die verbliebene Tochter in Japan zu "All Other".

Geschäftsführung

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Management:

  • Sir Howard Stringer, Chairman, CEO & President
  • Ryoji Chubachi, Vice Chairman, Product Quality & Safety, Environmental Affairs
  • Hiroshi Yoshioka, Executive Deputy President, Officer in charge of the Professional, Device & Solutions businesses
  • Keiji Kimura, Executive Vice President, Intellectual Property & Disc Manufacturing Business
  • Nicole Seligman, Executive Vice President, General Counsel
  • Kazuo Hirai, Executive Deputy President, Consumer Products and Service Businesses
  • Masaru Kato, Executive Vice President, Chief Financial Officer

 

Board of Directors:

  • Howard Stringer, Sony
  • Ryoji Chubachi, Sony
  • Yotaro Kobayashi, Fuji Xerox Co. Ltd.
  • Yoshiaki Yamauchi, Sumitomo Mitsui Financial Group
  • Sir Peter Bonfield, NXP B.V.
  • Fujio Cho, Toyota Motor Corporation
  • Ryuji Yasuda, Hitsosubaski University
  • Yukako Uchinga, Benesse Holdings, Berlitz International
  • Mitsuaki Yahagi, The Japan Research Institute
  • Tsun-Yan Hsieh, McKinsey & Company
  • Roland A. Hernandez, Telemundo Group, Inc.
  • Kanemitsu Anraku, Mizuho Financial Group
  • Yorihiko Kojima, Mitsubiski Corporation
  • Osamu Nagayama, Chugai Pharmaceutical Co. Ltd.
  • Yuichiro Anzai

Geschichte und Profil

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In über 40 Jahren schufen Masaru Ibuka und Akio Morita in ihren benachbarten Tokioter Büros einen Weltkonzern und eine der bekanntesten Marken. 1946 gründeten der 25-jährige Morita, Stammhalter einer prominenten Reiswein-Dynastie, und der 13 Jahre ältere Ibuka die Tokyo Tsushin Kogyo (Tokyo Telecommunications Engineering). Trotz schwieriger Produktionsbedingungen konnte sich das Unternehmen mit Produkten wie dem ersten japanischen Kassettenrekorder (1950) und dem Transistorradio „TR-55" (1955) eine wichtige Position im neuen Markt für Konsumelektronik sichern. Mit Blick auf eine internationale Expansion beschloss Morita 1958, die Firma in „Sony" umzutaufen (von lat. „sonus", der Ton). Der neue Name war nicht nur weltweit verständlich und aussprechbar, er verschleierte zudem Sonys Herkunft. Japanische Produkte galten im Westen damals als minderwertig.

Ab 1960 drang Sony massiv auf den US-Markt, wo der Konzern bald die Hälfte der Gesamtproduktion absetzte. Nach der Lancierung des Trinitron-Farbfernsehgeräts 1968 folgte ein Jahrzehnt extensiven Wachstums, an dessen Ende die traumatische Niederlage im Duell um die Videoformate stand. Der qualitativ bessere Sony-Betamax-Standard unterlag dem preisgünstigeren VHS-System der Matsushita-Tochter JVC. Sony wurde Opfer seines teuer bezahlten Entwicklungsvorsprungs. Das Betamax-Debakel zwang Sony, umzudenken. Morita propagierte die Diversifizierung des mittlerweile weltweit produzierenden Konzerns und erzielte hohe Gewinne dank seiner Innovationen in der Unterhaltungselektronik, etwa mit dem Walkman 1979, oder der Entwicklung der CD-Technologie (1982, zusammen mit Philips). Später stieg der Konzern in die Produktion von Software ein, zumal die Betamax-Norm nicht zuletzt daran gescheitert war, dass Sony keine attraktiven Videofilme anbieten konnte.

Sony erwarb 1988 für zwei Milliarden Dollar CBS Records, die größte Schallplattenfirma der Welt. Bald zog der Konzern als letzte Konsequenz der Strategie, sich im Markt global verwertbarer, US-geprägter Populärinhalte zu behaupten, den Kauf eines Hollywood-Studios in Betracht. Durch Vermittlung von „Superagent" Michael Ovitz, damals Geschäftsführer der Talentagentur CAA, erfolgte 1989 die erste Übernahme eines traditionsreichen Majors durch ein japanisches Unternehmen. Für rund 5 Milliarden Dollar kaufte Sony dem Besitzer Coca Cola die Filmfirma Columbia ab. Seither zählt Sony mit Sony Pictures Entertainment zu den Big Five der Filmindustrie.

Die ersten Jahre in Hollywood gerieten allerdings zum Fiasko. Peter Guber und Jon Peters, eher zweitrangige Produzenten, die nur einen Erfolgsfilm („Batman") vorzuweisen hatten, wurden zu den Studiochefs von Columbia/TriStar ernannt. Aber Guber und Peters fielen mit verworrener Personalpolitik, Nepotismus und der Zweckentfremdung von Sony-Millionen für private Extravaganzen negativ auf. Allein die Ablösesummen und Abfindungen, hervorgerufen durch das sich stetig drehende Personalkarussell, kosteten Sony mindestens zwei Milliarden Dollar. Das Missmanagement spiegelte sich in Misserfolgen an den Kinokassen wider. Columbia und TriStar reihten teure Pleiten aneinander. 1994 machte Sony mit 3 Milliarden Dollar einen der höchsten Verluste der japanischen Unternehmensgeschichte, der böse Zungen von einer „Wiedergutmachung für Pearl Harbor" sprechen ließ.

Management

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Nach einem Hirnschlag zog sich der 73-jährige Morita 1994 aus dem Firmengeschäft zurück. Norio Ohga wurde sein Nachfolger als CEO und Nobuyuki Idei neuer Sony-Präsident. Letzterer kümmerte sich vor allem um die Filmsparte. Er entließ die glücklosen Manager von Sony Pictures Entertainment und machte im November 1996 den erfahrenen John Calley zum Vorsitzenden der Sony-Studios. Bald schrieb Sony Pictures wieder schwarze Zahlen.

Im Juni 1999 rückte Nobuyuki Idei als Sony-Chef nach. Er reformierte die Konzernstruktur, um Sony für das digitale Zeitalter zu rüsten. „Ibuka war ein Transistor-Kid“, äußerte Idai, und „Morita ein Walkman- und Ohga ein CD-Kid. Und wir werden digital dream kids sein.“ Die Ernennung Sir Howard Stringers zum CEO der Gesamtgruppe im März 2005 kam einer Sony-internen Revolution gleich. Damit wurde der Riesenkonzern erstmals nicht von einem Japaner und nicht von jemandem, der auf Technik spezialisiert ist, gesteuert. Doch die Vision von Stringers Vorgänger Nobuyuki Idei eines "auf Digitaltechnik basierenden Multimedia-Unterhaltungskonzerns" wurde nicht zur Realität. Sie sollte der Firma ab 2007 eine Gewinnmarge von 10 Prozent bescheren, lag aber 2004 bei nur mageren 1,5 Prozent.

Stringer hingegen wartete mit Erfolgen auf. Als Chef der Sony Corporation of America gelang es ihm, das volatile Filmsegment zum verlässlichen Gewinnbringer aufzubauen. Bei der Sanierung der Kinosparte dürften Stringer sein „low-key management style“ (Economist) und seine Kenntnis der Entertainmentbranche sehr geholfen haben. Der gebürtige Waliser war 30 Jahre bei CBS beschäftigt, von 1988 bis 1995 fungierte er als Programmchef, später als Präsident. Einen der größten Coups in der Chronik des US-Fernsehens landete Sir Howard 1993, als er David Lettermans Late Night Show zu CBS holte. Seinen Aufstieg verdankt Stringer auch seiner konsequenten Personalpolitik. So feuerte er den extravaganten US-Musikchef Tommy Mottola und ersetzte ihn durch den Kostensenker Andrew Lack, der die Sparte für die Fusion mit BMG fit machte. Auch sein Nachfolger im Kinobereich, Michael Lynton, gilt als zuverlässige Größe.

Stringer spricht zwar nicht Japanisch, besitzt aber kommunikatives Talent. So betont er ständig, er wolle von den Japanern lernen und lehne es ab, amerikanische Sitten in Sonys Corporate Culture einzuführen. Der 65-jährige mit Wohn- und Arbeitssitzen in New York, London und Tokio ist bekannt für sein freundliches und offenes Auftreten. Um den Sony-Präsidenten Ryoji Chubachi besser kennen zu lernen, lud er ihn einst zum Baden in einer heißen Quelle in einem japanischen Ressort am Fuji ein. Oft knistert es zwischen Stringer und dem Top-Ingenieur Chubachi, die zusammen die Sony-Doppelspitze bilden. Chubachi, unzufrieden mit den Entwicklungen unter Stringer, fordert mehr Zeit und keine weiteren Einschnitte.

Geschäftsfelder (Medien)

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Die folgenden Geschäftsfelder sind nicht deckungsgleich mit den Geschäftseinheiten/Profit Centers/Subunternehmen Sonys. Jedes Geschäftsfeld bearbeiten diverse Unterfirmen Sonys.

Game Business Group (Sony Computer Entertainment)
Kern dieser Sparte ist die Sony-Spielekonsole Playstation (PS). Der Bereich umfasst die Playstation-Hardware- und Prozessorenentwicklung, die Produktgruppe Playstation Portable (PSP) sowie die Spielekreation. Zuständig für die Spielesparte ist das Profitcenter Sony Computer Entertainment Inc..

Nur ein Jahr nachdem das Microsoft-Konkurrenzprodukt Xbox 360 und eine Woche nachdem die Nintendo-Konsole Wii (in den USA) lanciert wurden, brachte Sony 2006 endlich seine PS 3, in reduzierter Anzahl und vorerst nur in Japan und in den USA, auf den Markt. Nachdem der für das Frühjahr 2006 geplante Launch der PS 3 immer wieder verschoben wurde, kam die PS 3 Ende November in die japanischen Geschäfte. Am ersten Verkaufstag waren die gerade mal 100.000 bereitgestellten Computerspielekonsolen innerhalb weniger Stunden in ganz Japan ausverkauft. Die meisten Konsolen wurden für den weihnachtsdominierten US-Markt zur Verfügung gestellt. Für nur rund 600 US-Dollar kam das Gerät hier in den Handel. Preissenkungen waren wegen der ständigen Verschiebungen des Erscheinungstermins vorgenommen worden, um die Kunden nicht zu verprellen. Auch verspricht man sich das eigentliche Geschäft vom Verkauf der Spiele und von Verbundkäufen. Noch sind Spiele, anders als bei Video- oder DVD-Rekordern, nicht mit sämtlichen Konsolen kompatibel. Den Schätzungen von Analysten zufolge ergibt sich für Sony ein Minus von rund 200 $ pro verkaufter Konsole. Der Erfolg der PS 3 ist von größter strategischer Bedeutung für den Konzern, aber eben nicht wegen der Direkterlöse durch den Absatz der Hardware, sondern durch das lukrative Geschäft mit den zugehörigen Spielen. Abgesehen von den Einnahmen aus dem Verkauf eigener Titel, profitiert Sony über Lizenzen aus jedem Spiel, das für die Konsole verkauft wird. Darüber hinaus soll über die PS 3 der Formatkrieg bei den Speichermedien der Zukunft mit entschieden werden. Alle Konsolen werden mit Laufwerken des DVD-Nachfolgestandards Blu-ray ausgeliefert, das Sony unterstützt. Die schnell wachsende Basis an verkauften Geräten soll die wichtigen Inhalteproduzenten dazu bewegen, ihre Produkte ausschließlich im Blu-ray-Format auszuliefern und das konkurrierende Format HD-DVD der Konkurrenten Toshiba und Microsoft  auszustechen. 

Entertainment Business Group

F
ilm und Fernsehen: Sony Pictures Entertainment Inc. agiert mit seinen Tochterfirmen weltweit in 67 Ländern. Der Bereich stellt Filme für Kino und Fernsehen sowie andere Formate her und vertreibt die Produkte auf dem Weltmarkt. Der TV-Produktionsbereich stellt ungefähr 60 TV-Formate her. Besonders erfolgreich ist Sony mit Fernsehproduktionen wie "The Young and the Restless" und "Days of our Lives". Globale Erfolge feiert der Konzern in der Vergangenheit mit den eigenproduzierten Spielshows wie "Jeopardy", 1990-93 im deutschen TV unter dem Namen "Riskant!" gelaufen, und "Wheel of Fortune" ("Glücksrad"). Das "Glücksrad" konnte Sony im vergangenen Jahr weltweit noch weiter streuen und erhöhte damit die Umsätze im Fernsehsegmentl, auch stiegen die Umsätze dank erhöhter Werbe- und Abonnement-Einnahmen

Sony Music Entertainment:

Das zweitgrößte Musiklabel der Welt wurde von 2004 bis 2008 als Joint Venture mit Bertelsmann betrieben (Sony BMG) ehe Sony BMG Music für 600 Millionen Euro gänzlich übernahm. Sony Music vereint Labels wie Arista, Columbia Records, Epic Record, Jive und RCA Records. Das vermarktete, musikalische Spektrum erstreckt sich von Hip Hop, Country, Klassik, Rock bis hin zu Pop. Sony BMG beheimatet deutsche und internationale Stars, darunter Beyoncé, Justin Timberlake, Christina Aguilera oder Bob Dylan. Das Unternehmen hat seinen Sitz in New York.

Engagement in Deutschland/Europa

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Die Sony Pictures Releasing GmbH mit Sitz in Berlin ist der deutsche Kino-Verleiharm von Sony Pictures International. Sony Pictures Releasing trägt erst seit Ende des Jahres 2004 diesem Firmennamen. In den vorangegangenen Jahrzehnten firmierte der deutsche Major-Verleih unter dem Namen Columbia TriStar Film GmbH, der die Nähe zu den Columbia Pictures Film-Studios in USA deutlich erkennen ließ.

SONY BMG bietet ein vielfältiges Spektrum an deutschsprachiger Musik an. Das Unternehmen mit Sitz in München versteht sich als CD-Versand, A&R-Beratung, Promotion- und Marketing-Agentur. Zur Sparte "Domestic" gehören große Labels wie Ariola (www.ariola.de), Columbia, Epic, Four Music, Low Spirit, Jupiter-Records, Hansa sowie assoziierte Labels, darunter Cosmo, Chet, Pirate oder JKP. Der Domestic Bereich von SONY BMG stand bereits vor der Fusion mit Bertelsmann für eine Erfolgsgeschichte mit deutschen Künstlern wie Peter Maffay, Udo Jürgens oder Die Flippers. Heute vertritt man Newcomer wie Silbermond, Revolverheld oder Annett Louisan.

SPTI Networks Germany mit Sitz in München und Unity Media verbreiten seit Juni 2005 in den digitalen Paketen von Unity Media in Nordrhein-Westfalen und in Hessen, den neuen TV-Spartensender ANIMAX. Der Sender, der japanische Zeichentrickserien, genannt Animes, zeigt, ist bereits in 38 Ländern präsent. ANIMAX ist der erste Anime-Sender im deutschen Fernsehmarkt. Mit weiteren Distributionspartnern wird verhandelt. Sony ist bereits mit dem digitalen Action-Kanal AXN in Deutschland präsent.

Die Sony Computer Entertainment Deutschland GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg (SCEE) ist verantwortlich für Verkauf, Marketing, Vertrieb und Software-Entwicklung von PlayStation-, PS one- und PlayStation2-Produkten. Der Zweig vermarket die Computer Entertainment System-Produkte für insgesamt 95 Länder. SCEE ist mit mehr als 1000 Mitarbeitern in 11 Ländern und Verkaufsorganisationen in weiteren 91 Ländern vertreten. Dieses gewährleistet eine optimale Ausschöpfung der Verkaufs- und Marketingaktivitäten in bestehenden Ländervertretungen, auf den neuen Märkten in Osteuropa sowie im Nahen Osten. Mitarbeiter von SCEE arbeiten auch in den Entwicklungsstudios in London, Liverpool und Cambridge sowie bei der Qualitätssicherung in Liverpool.

Sony Europe benannte Jeffry van Ede zum neuen Geschäftsführer der Sony Deutschland GmbH. Zum 1. Januar 2008 tritt Van Ede die Nachfolge von Manfred Gerdes an, der das Unternehmen zum 30. November 2007 verlassen hat und bis zum 1. Januar durch Jürgen Schmitz ersetzt wird. Van Ede (41) arbeitet seit 1991 für Sony. Er hat Erfahrungen im Handel und in diversen Geschäftsbereichen von Sony gesammelt. Seine Karriere begann bei Sony Niederlande. Nach seiner Ernennung zum Vice President von Audio Marketing Europe 2006 soll Van Ede, so Sony-Berichte, die Revitalisierung des Geschäftsbereichs betrieben haben, indem er strategische Fokusprodukte im Hardware- und Software-Bereich auf den europäischen Markt brachte.

Sony ist es, nach einem mißglückten Anlauf im Januar, im März 2008 gelungen, das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin an ein Konsortium aus der US-Investmentbank Morgan Stanley, dem Unternehmen The John Buck Company und dem Immobiliendienstleister Corpus Sireo zu verkaufen. John Buck und Corpus Sireo übernehmen jeweils nur 3,75 Prozent der Anteile. Im Unterschied zu den ursprünglich angestrebten 850 Millionen Euro habe man sich, so schätzt man in Branchenkreisen, auf einen Kaufpreis von um die 600 Millionen geeinigt. Sony teilte bei Vertragsabschluss in Tokio mit, der Name „Sony Center“ bleibe in Zukunft erhalten. In dem ca. 132.500 Quadratmeter umfassenden Gebäude liegen neben Büro-, Gastronomie- und Gewerbeflächen ein Kino und die Berliner Zentrale von Sony. Trotz Besitzerwechsels werden die Sony Europe GmbH, Sony Deutschland, Sony Pictures Releasing GmbH und Sony/ATV Music Publishing Germany in der Immobilie weiterhin untergebracht sein.

Aktuelle Entwicklung

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Sony gab Mitte Dezember 2007 eine Strategieänderung bekannt. Man setze in der Zukunft nicht mehr schwerpunktmäßig auf Hardware- sondern auf Softwareprodukte und trete somit in einen Konkurrenzkampf mit Microsoft und Apple. Sony will sich in die Liga der großen Softwarehersteller einreihen und Synergien nutzen. Produkte aus den Bereichen Computer und Unterhaltungselektronik sollen stärker mit Software und Anwendungen verknüpft werden. In der Verbindung von Software mit der bestehenden Elektronikproduktion sieht Stringer gute Chancen für die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns: „Wenn es uns gelingt, die einzelnen Punkte zu verknüpfen, sind wir konkurrierenden Elektronikherstellern überlegen und haben auch Vorteile gegenüber Apple und Microsoft.“

Aus dem Wettstreit um die Nachfolge der DVD ging Ende Februar 2008 das von Sony entwickelte Format Blu-ray als Sieger hervor. Ausschlaggebend für den Sony-Sieg gegenüber dem Hersteller des konkurrierenden Formats HD DVD von der japanischen Toshiba Corp., war die Ankündigung der Filmgesellschaft Warner Bros. Entertainment, die eines der größten Filmarchive Hollywoods besitzt. Außer Warner Bros veröffentlichen die Sony-Filmstudios, Walt Disney und Twentieth Century Fox ausschließlich im Format Blu-ray. Nach der Warner-Entscheidung für Blu-ray war die kritische Masse erreicht, um Blue-ray als Sieger gegenüber HD DVD im Kampf um die DVD-Nachfolge hervorgehen zu lassen. Im März 2008 werden die Produktionen von HD DVD-Geräten sowie -DVDs bei Toshiba komplett eingestellt. 

Zwar steuert die Sony-Spielesparte mit rund 8,5 Milliarden US-Dollar bloß 12 Prozent zum Gesatzumsatz bei. Doch hat sie über die Jahre hinweg für bis zu 60 Prozent des Gewinns gesorgt. Das sind weit höhere Renditen als sie Bereiche Fernehgeräte, DVD-Player, Musik oder Filme abwarfen. Die Herstellung einer PS3 kostet zwischen 800 und 850 US-Dollar, je nach Modell, wobei die Verkaufspreise nur bei 500-600 US-Dollar liegen. Dass die erlittenen Verluste schwer auszugleichen sind, gefährdet den Konzern.  Schon 2008 fuhr Sony mit seiner Konsole PlayStation3 Verluste von ingesamt 3,3 Milliarden US-Dollar ein, was Sony-Chef Howard Stringer als halbwegs katastrophal bezeichnet. Microsoft, das seit der Einführung der Konsole Xbox im Jahr 2002 bzw. 2007 über 7 Milliarden US-Dollar Verluste verzeichnen musste, erwirtschaftet die Haupteinnahmen aus seinem Softwaregeschäft, ist also nicht so stark vom Erfolg seiner Konsole abhängig wie Sony. Hinzu kommt der massive Imageschaden, den das Unternehmen durch den Hackerangriff auf das Playstation-Netzwerk im April 2011 hinnehmen musste. Hacker besorgten sich auf illegale Weise die Kundendaten (teilweise inklusive Kreditkartennummern) von 77 Millionen registrierten Playstationnutzern.