36. Nielsen Holdings plc

Umsatz 2015: $ 6,172 Mrd. (€ 5,563 Mrd.)

Überblick

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Nielsen Holdings, ursprünglich bekannt als VNU Group, ist ein globaler Anbieter für Markt- und Mediendaten, der darüber hinaus auch Publikationen, Online-Dienste und Veranstaltungen wie Messen und Konferenzen im Business-to-Business-Bereich anbietet. Die bekanntesten Marken der Nielsen Company sind der Marktforschungsgigant ACNielsen und das Medienforschungsunternehmen Nielsen Media Research, das Einschaltquoten für amerikanisches Fernsehen publizierte (nielsen ratings). Darüber hinaus gehören zu Nielsen unter anderem der Internet-Statistik-Dienst Nielsen//NetRatings, der Marketing-Dienstleister Claritas und die Firma Scarborough Research, deren Schwerpunkt in der Erhebung soziodemografischer Daten liegt.

Basisdaten

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Hauptsitz:
Nielsen
85 Broad Street
New York, NY 10004                                                                                     
Tel:  +1.800.864.1224
www.nielsen.com

Branche: Fachinformationen, Mediennutzungsdaten, Marktforschung
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01-31.12.
Gründungsjahr: 1923 (AC Nielsen), 1964 (VNU), 2007 (The Nielsen Company)

Tab. I: Ökonomische Basisdaten (Beträge in Mio. USD)
20152014201320122011201020092008200720062005
Umsatz 6.1726.2885.7035.6125.5075.1034.8084.8064.4582.4053.457
Gewinn (Verlust)57538173627386153(428)(314)(364)(293)587
Aktienkurs (Jahresende)46,0743,1743,3728,3326,84------------
Beschäftigte43.00042.00040.00035.00032.00034.00034.00036.000k.A.k.A.k.A.

 

 

Geschäftsführung

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Management:

  • Mitch Barns, Chief Executive Officer 
  • Jamere Jackson, Chief Financial Officer
  • Rick Kash, Vice Chair
  • Mark Leiter, Chief Strategy Officer 
  • Mary Elizabeth Finn, Chief Human Resources Officer
  • Steve Hasker, Global President and Chief Operatinf Officer
  • John Lewis, Global President
  • Eric Dale, Chief Legal Officer
  • James Powell, Chief Technology Officer
  • John Tavolieri, President, Global Operations
  • Angela Talton, Chief Diversitiy Officer
  • John Burbank, President, Strategic Initiatives
  • Megan Clarken, President, Product Leadership
  • Mark Blake, Executive Vice President, Corporate Development
  • Karen Kornbluh, Executive Vice President, External Affairs

 

Aufsichtsrat:

  • James M. Kilts, Centerview Capital
  • James A. Attwood, Jr.,The Carlyle Group
  • Mitch Barns, Nielsen
  • David L. Calhoun, Blackstone
  • Karen M. Hoguet, Macy's Inc.
  • Lauren Zalaznick, NBC Universal
  • Robert C. Pozen, MFS Investment Management
  • Javier G. Teruel, Colgate-Palmolive Company
  • Vivek Y. Ranadivé, TIBCO Software Inc.
  • Kathryn V. Marinello, General Motors Company
  • Harish Manwani, Unilever

Geschichte und Profil

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Die Wurzeln des Unternehmens liegen in Haarlem in den Niederlanden, inzwischen werden jedoch über 90 Prozent des Umsatzes außerhalb des Landes erwirtschaftet. VNU („Verenigde Nederlandse Uitgeversbedrijven“ - Vereinigte Niederländische Verlagsbetriebe) entstand 1964 durch den Zusammenschluss der zwei größten niederländischen Verlage für Verbraucherzeitschriften, "Cebema" und "De Spaarnestad". Im Laufe der 60er und 70er Jahre vergrößerte sich das Unternehmen hauptsächlich, indem es weitere Verlage und Verlagsdruckereien in den Niederlanden aufkaufte. 1967 erwarb der Konzern den Zeitungsverlag Het Nieuwsblad van het Zuiden und den katholischen Buchverlag Het Spectrum. Nach der Übernahme durch VNU verlagerte Het Spectrum seine Aktivitäten von religiösen Publikationen auf niederländische Übersetzungen international bekannter Bestseller-Autoren wie J. R. R. Tolkien und Somerset Maugham. 1968 wurden der Zeitschriftenverlag Nederlandse Rotogravure Maatschaapij (NRM) und die Offsetdruckerei Smeets in den Konzern integriert. Mit dem Erwerb der  Fachverlage für Wirtschaftszeitschriften  Intermediar (1973) und Diligentia (1975) begann eine Neuorientierung des Unternehmens auf Wirtschafts- und Handelspublikationen. In den Niederlanden machte die Übernahme des Verlages Audet (1988) VNU zum Marktführer im Zeitungssektor. Als dann in den Beneluxländern der Startschuss für das private Fernsehen fiel, war VNU zunächst mit Minderheitsanteilen an verschiedenen Sendern beteiligt, die im Laufe der frühen 90er Jahre konsequent aufgestockt wurden.

Der Konzern kaufte 1985 den US-Informationsdienst Disclosure und benutzte diesen als Basis, um seine Aktivitäten auf dem nordamerikanischen Markt aufzubauen. Das starke Engagement in den USA war anfangs von größeren Verlusten gekennzeichnet. So wurde der 1986 übernommene Verlag für Computermagazine  Hayden Publishing bereits nach wenigen Jahren wieder verkauft. Dafür übernahm der Konzern 1992 50 Prozent an der Softwarefirma Spectra Marketing Systems und beteiligte sich an einem Joint Venture mit Arbitron. Maßgeblichen Einfluss auf die Medienbranche sicherte sich VNU 1994 durch die Übernahme der BPI Communications Inc., dem Herausgeber der etablierten Branchenblätter "Billboard" und "Hollywood Reporter". Der "Dutch Info Giant" (The Industry Standard) läutete 1998 durch den Erwerb des Informationsdienstleisters World Directories (Print- und Online-Telefonverzeichnisse) für 2,1 Mrd. $ und den Verkauf fast aller Druckereibetriebe, Tageszeitungen und TV-Beteiligungen eine generelle Neuorientierung ein. Somit bewegte sich der Konzern seit dem Ende der 90er Jahre von den klassischen, verlegerischen Geschäftsfeldern in Richtung Markt- und Medienforschung weg.

Im Rahmen dieser  Umorientierung kaufte VNU 1999 das amerikanische Unternehmen Nielsen Media Research für 2,7 Mrd. $. Nielsen hat in den USA und in Kanada bis heute das Monopol auf die Ermittlung von TV-Einschaltquoten. Ausschlaggebend für VNUs Akquisition von Nielsen Media Research dürfte allerdings die Marktstellung des Unternehmens als Innovationsführer im Bereich Internet-Ratings gewesen sein. Ein weiterer wichtiger Schritt des Konzerns hin zum Anbieter von Markt- und Medieninformationen war die Übernahme des amerikanischen Marktforschungsriesen ACNielsen im Frühjahr 2001 für 2,3 Milliarden Dollar.

ACNielsen wurde 1923 in den USA von Arthur C. Nielsen Sr. gegründet. Nielsen erfand die bis heute eingesetzte Methode des Handelspanels, der Datenerhebung im Geschäft und das Konzept des Marktanteils. Nach dem Zweiten Weltkrieg expandierte das Unternehmen u. a. nach Westeuropa, Australien und Japan. In Deutschland übernahm ACNielsen 1979 die „Schmidt & Pohlmann Gesellschaft für Werbestatistik“ zu 100 Prozent und gründete daraus die „A.C. Nielsen Werbeforschung S + P GmbH“. 1996 wurde der Bereich der Medienforschung „Nielsen Media Research“ im Rahmen eines Umstrukturierungsprozesses als eigenständiges Unternehmen aus dem Konzern ausgegliedert. Durch die Übernahme der beiden Firmen durch VNU waren sie Anfang 2001 wieder unter einem Dach vereint. Im selben Zug trennte sich der Konzern von seinen Verbraucher- und Bildungspublikationen, u.a. durch den Verkauf der Directories Sparte Ende 2004 für knapp 2,1 Mrd. Euro.

2006 wurde VNU schließlich Ziel einer freundlichen Übernahme durch private Finanzinvestoren. 80 Prozent der Firmenanteile gingen an die Finanzinvestorengruppe Valcon Acquisition, ein Konsortium aus sechs Private Equity Unternehmen, darunter die Blackstone Group, Kohlberg Kravis Roberts, Thomas H. Lee & Partners, AlpInvest Partners, Carlyle Group und Hellman & Friedman. Der institutionelle Großaktionär Knight Vinke Asset Management hatte sich zunächst gegen die Übernahme gewehrt, später aber auf ein erhöhtes Angebot eingelassen, wonach der Marktwert des Unternehmens inklusive Schulden 8,7 Milliarden Euro betrug. Bis Anfang 2007 kaufte Valcon auch die restlichen Anteile an VNU, welches dadurch bis 2011 zu einem nicht mehr börsenorientierten Privatunternehmen wurde.

2007 gab Nielsen die Übernahme des Unternehmens NetRatings bekannt, welches auf Publikumsforschung im Onlinebereich spezialisiert ist. Im August 2007 folgte die Übernahme von Telephia, einem Marktforscher im Bereich Telekommunikation und mobiler Medien. Weiterhin unterzeichnete die Firma einen der höchstdotierten Outsourcingverträge in der US-Geschichte. Die indische Dienstleitungsfirma Tata Consultancy Services erhält noch bis mindestens 2017 1,2 Milliarden Dollar für IT-Betreuung, Buchhaltung und Datenverarbeitung. Gleichzeitig änderte VNU seinen Namen in „The Nielsen Company“. Damit sollte der bekannte Markenname Nielsen besser genutzt werden. Die Namensänderung ging mit einer verstärkten Integration und Vereinheitlichung der weltweiten Unternehmensaktivitäten einher.

Außerdem wird daran gearbeitet, mit neuen Erhebungsmethoden ein noch genaueres Bild vom Kunden zu zeichnen. So will Nielsen als langfristig die gesamte Mediennutzung und das Kaufverhalten einer Person möglichst vollständig erfassen. Bisher wird beispielsweise die Internetnutzung einer Personengruppe und das Kaufverhalten einer zweiten Personengruppe in sogenannten „Panels“ ermittelt, anschließend werden die gesammelten Daten mithilfe von statistischen Verfahren verknüpft. Analysiert man allerdings alle Mediennutzungsmuster und das Kaufverhalten von nur einer Personengruppe, lassen sich genauere Aussagen treffen, beispielsweise über die Werbewirkung. Obwohl Nielsen darauf hinweist, dass die Anonymität gewahrt wird, ist für viele Panelteilnehmer die Grenze zum „gläsernen Kunden“ hier scheinbar überschritten. Die Teilnahmebereitschaft sinkt bereits bei der gemeinsamen Erfassung von Internetnutzung und Fernsehverhalten so stark, dass die Nielsen Company laut New York Times zunächst wieder von den Plänen abgerückt ist.

Auch beim Fernsehen gelobt Nielsen Besserung. In der Vergangenheit war es mehrmals zu erheblichen Verzögerungen bei der Ermittlung der Einschaltquoten gekommen. Nielsen will nun die Server erneuern, um der ständig wachsenden Menge an Daten besser gerecht zu werden. Mitte 2007 wurde bereits die Erhebung von Einschaltquoten angepasst, da es durch den zunehmenden Einsatz von DVD-Recordern unter Werbetreibenden die Sorgen gibt, dass Werbung nicht mehr gesehen wird, da die Zuschauer die Vorspulfunktion nutzen. Dank des neuen Quotensystems können Werbespots getrennt von den redaktionellen Inhalten ausgewertet werden.  Außerdem soll die Fernsehnutzung außer Haus (in Sportstudios, Kneipen) zukünftig automatisch und nicht mehr durch Nutzer-Tagebücher erhoben werden. Im kommenden Herbst wird darüber hinaus eine gemeinsame Quote für den Fernsehkonsum über TV und Onlinestream eingeführt.

Im Zuge des Medienwandels und wachsender Kritik an Nielsen Messmethoden und -Resultaten durch die Werbewirtschaft führte Nielsen 2009 eine gemeinsame Quote für traditionellen Fernsehkonsum, Onlinestreams und DVR-Nutzung ein. Zudem gründete Nielsen auch auf Druck der großen Medienkonzerne das Marktforschungskonsortiums CIMM. Der „Coalition for Innovative Media Measurement” (CIMM) gehören unter anderem  NBC Universal, Time Warner, News Corp., Discovery, Viacom, CBS und Walt Disney aber auch wichtige Werbekunden wie Procter & Gamble, AT&T und Unilever an. Das Konsortium hatte die bisherigen Messmethoden von Nielsen als nicht zeitgemäß kritisiert und  ein Pilotprojekt zur Erforschung und Entwicklung einer plattformübergreifenden Quotenmessung für TV, Internet und mobile Dienste gestartet.

Zum Ende des Jahres 2009 verkaufte Nielsen acht Fachmagazine an das Investoren-Konsortium darunter „The Hollywood Reporter“ sowie „Adweek“, eine Fachzeitschrift der Werbebranche. Den Besitzer wechselten außerdem das renommierte Musikmagazin „Billboard“, das die US-amerikanischen Musik-Charts ermittelt, sowie die Zeitschriften „Brandweek“, „Mediaweek“, „The Clio Awards“, „Backstage“ und  „Film Journal International“. Nach Medienberichten zahlte das neu formierte Konsortium „E5 Global Media“ für die acht Zeitschriften aus der „Business Media“-Sparte des Marktforschers Nielsen etwa 84 Millionen US-Dollar. Das Buchmagazin „ Kirkus Review“ und das Journalistikfachblatt „Editor und Publisher“ sollten ursprünglich zum Jahresende eingestellt werden. Für beide Zeitschriften fanden sich jedoch Käufer. Das Fachmagazin „Radio Records“ wurde bereits im Juni eingestellt. 2010 verkaufte Nielsen seine Reisemagazine an NorthStarTravel Media und die Lebensmittelzeitschriften an Stagnito Media. Somit verlegt Nielsen nur noch sieben Zeitschriften. Das Abstoßen der verlustreichen Titel erlaubt Nielsen eine weitere Fokussierung auf die Kerngeschäfte und gewinnbringendere Projekte.

Management

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Seit 2014 ist Dwight "Mitch" Barnes CEO von Nielsen. Er beerbte David Calhoun, der zuvor neun Jahre an der Spitze des Unternehmens stand. Analysten zeigten sich überrascht angesichts Barnes Beförderung; für sie galt er als Nobody in der Medienbranche. Dabei kennt Barnes Nielsen sehr gut; in der Vergangenheit war er Präsident der Global Client-Sparte und Leiter der chinesischen Geschäftsaktivitäten. Zudem sammelte er Erfahrungen in der Marketingbereich unter anderem bei Großkonzernen wie General Motors oder Procter & Gamble. Unter Barnes hat Nielsen sich davon verabschiedet Fernseh-Einschaltquoten zu messen. Stattdessen analysiert das Unternehmen "Video" in all seinen Facetten: offline oder digital, aufgezeichnet oder mobil. Allerdings hat Nielsen längst nicht mehr das Monopol auf Einschaltquotenmessung wie zu Hochzeiten des traditionellen TV-Konsums. Unternehmen wie das durch die Übernahme von Rentrak enorm gewachsene Comscore oder auch Google bieten längst vergleichbare Services an. Die verschärfte Konkurrenzsituation kann langfristig die Preise drücken und Nielsen Kundenstamm verkleinern. Barnes versucht dem entgegenzuwirken, indem er die Mediennutzungsdetails weiter verfeinert und den Konzern noch stärker nach den Wünschen seiner Klienten ausrichtet.

Geschäftsfelder

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Nielsen ist in zwei Geschäftsfelder unterteilt, die in vielerlei Hinsicht eng miteinander verzahnt sind : Buy (Marktforschung) und Watch (Mediennutzungsforschung). Laut dem Geschäftsbericht von 2016 hilft das Unternehmen seinen Kunden zu verstehen, was Konsumenten im TV sehen, im Radio hören und in Print lesen und welche Kaufentscheidungen sie daraufhin treffen.

What Consumers Buy
Diese Abteilung liefert Kundeninformationen für die Konsumgüterindustrie. Nielsen misst Verkäufe und Marktanteile. Hier liegt das Unternehmen vor Konkurrenten wie Information Ressources Inc., The Kantar Group und Source Interlink Companies Inc.  2015 wurden 54 Prozent des Konzernumsatzes im "Buy"-Segment erwirtschaftet. Rund zwei Drittel der Umsätze wurden in entwickelten Ländern, der Rest in "emerging markets" erzielt. Nielsen ist in über 100 Ländern tätig und beobachtet dort neben der Marktentwicklung beispielsweise auch Verhalten und Einstellungen der Konsumenten. Die Hauptkunden sind Produzenten und Verkäufer von Lebensmitteln, so genannten „Fast Moving Consumer Goods“. Weitere Nielsen-Firmen im Bereich der Marktforschung sind unter anderem Nielsen Scantrack, Nielsen Homescan, Nielsen Spectra, BASES, Claritas, Nielsen Direct Data und Scarborough Research.

What Consumers watch (Medienforschung)
Die Abteilung beschäftigt sich mit Publikumsforschung und –Analyse. Langjährig laufende Verträge mit Medienkonzernen und der Werbewirtschaft garantieren hierbei stabile Einnahmen. Nielsen bietet Daten für Medienunternehmen, auf deren Grundlage die Preise für Werbung festgelegt werden. Gleichzeitig wertet die Medienforschung die Werbung für die Industrie aus und ermittelt den Erfolg der verschiedenen Marketinginstrumente. Nielsen misst in den USA sowohl die Quoten von landesweiten als auch von regionalen Sendern. Plattformübergreifend wurden die sog. "C3" und "C7"-Maße eingeführt, die messen, wie oft Werbespots sowohl live als auch zeitversetzt angeguckt wurden. Außerhalb Nordamerikas misst das Unternehmen TV-Quoten in 35 weiteren Ländern.  Die bekanntesten Tools und Dienste in der Medienforschungs-Sparte von Nielsen sind Nielsen Media Research (TV), Syndicated Radio Ratings, Digital Ad Ratings (Online-Werbung) und das "Mobile Software Development Kit", das Mobilnutzung misst.

Engagement in Deutschland

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The Nielsen Company bietet Leistungen in den Geschäftsbereichen Buy und Watch auch in Deutschland an. Geschäftsführer ist seit Dezember 2012 Ingo Schier. Viele Jahre war das Unternhmen auch geographisch zweigeteilt in den Bereich Marktforschung (The Nielsen Company) in Frankfurt und Medienforschung (Nielsen Media Research) in Hamburg. Im September 2013 gab Nielsen die Eingliederung von Nielsen Media Research in die Nielsen Company bekannt. Hiermit soll der Verwaltungsaufwand im Mutterkonzern vereinfacht werden.

What Consumers Buy (Marktforschung)
Unter dem Namen "Nielsen Company Germany" firmieren seit 2008 die Nielsen-Gesellschaften A.C. Nielsen GmbH, Axense GmbH, AC Nielsen Bases GmbH und TradeDimensions GmbH in Deutschland. Im Frühjahr 2010 übernahm The Nielsen Company auch das in München ansässige Marktforschungsunternehmen USP market intelligence GmbH, das sich besonders die Konsumgüterindustrie in Deutschland und Österreich spezialisiert.

Im Oktober 2012 sprach der Rat für Deutsche Markt und Sozialforschung eine öffentliche Rüge gegen die Nielsen Company aus. Der Beschwerderat beanstandet, dass Nielsen gegenüber den Teilnehmern eines Haushaltspanels schwerwiegend gegen das Anonymisierungsgebot, die berufsethischen Pflichten eines Panelbetreibers sowie das Gebot der Abstandswahrung von Marktforschung zu forschungsfremden Tätigkeiten verstoßen hat. Besonders schwer wog hierbei der Verstoß Nielsens gegen Datenschutzbestimmungen der deutschen Marktforschung. Nielsen hatte die personenbezogenen Daten der Panelteilnehmer ins Ausland (USA, Indien) weiterleitet, da Teilnehmerdaten in Deutschland nur anonymisiert ausgewertet werden dürfen.

What Consumers watch (Medienforschung)
Zweites Standbein ist das Medienforschungsbereich, welcher bis 2013 als eigenständige Firma Nielsen Media Research GmbH mit Sitz in Hamburg firmierte. Das Unternehmen wurde 1946 als „Dr. Kapferer & Dr. Schmidt Gesellschaft für Wirtschaftsanalyse und Markterkundung OHG“ in Hamburg gegründet. 1979 entstand nach einer hundertprozentigen Übernahme durch A.C. Nielsen daraus die „A.C. Nielsen Werbeforschung S + P GmbH“, die später in „Nielsen Media Research GmbH“ umbenannt wurde. Nielsen Media Research betreibt Publikumsforschung und Werbeforschung für verschiedene deutsche Medien. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) misst Nielsen seit Herbst 2013 die Reichweite von Bewegtbildinhalten sowohl über klassische als auch digitale Verbreitungswege.

Aktuelle Entwicklungen

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Im Internetzeitalter ist traditionelle Mediennutzungsforschung, wie Nielsen sie zu einem Großteil noch betreibt, obsolet geworden. Die Anzeigenchefin von NBC, Linda Yaccarino, bescheinigte Ratingfirmen wie Nielsen jüngst öffentlich eine "akute Krise". Daten- und Wissenskonzerne wie Google verfügen durch Cookies und andere Tracking-Tools schon jetzt über mehr Daten von Internetnutzern als Nielsen sie jemals haben wird. In Zeiten, in denen Webseiten-Betreiber ihre Userzahlen in Echtzeit selbständig überprüfen können, wirkt Nielsens sog. "Panel"-Modell, also die Installierung von Messgeräten in einer kleinen, repräsentativen Gruppe von Rezipienten, auf das sich das Unternehmen noch zu großen Teilen beruft, antiquiert. Networks, wie etwa CNBS im Jahr 2014, beginnen damit, Abstand von Nielsen zu nehmen. Zuletzt entschied sich die Fox-Senderkette dazu, bei ihrer Werbezeitvermarktung gänzlich Abstand von Nielsen-Ratings zu nehmen.

Nielsen's Vorteil ist, dass gegenwärtig noch über 80 Prozent des TV-Konsums offline stattfindet und es auf diesem Verbreitungsweg schlichtweg keine bessere Möglichkeit gibt, Einschaltquoten zu messen. Zudem profitiert das Unternehmen davon, dass werbetreibende Firmen darauf wertlegen, die Mediennutzungsdaten von unabhängigen Dienstleistern zu bekommen, anstatt etwa von den Online-Videoportalen selbst. Auf der anderen Seite drohen werbefreie Streamingplattformen wie Netflix, die keine Nutzerzahlen kommunizieren, das traditionelle TV- und Kabelgeschäft und damit auch Nielsen zunehmend unter Druck setzen. Wenn das Lesen von Zeitungs- und Blogartikeln zunehmend in Onlinecommunities wie Facebook stattfindet, einem weiteren Konzern, der enorme Datenmengen seiner Nutzer sammelt, dann ist das ebenfalls kein gutes Zeichen für Nielsen.

News

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18.08.09 / The Nielsen Company, NBC Universal Inc.

US-Medienkonzerne setzen Marktforscher Nielsen unter Druck

Inhalte

Ranking - Die 50 größten Medienkonzerne 2015*

  1. Alphabet Inc.
  2. Comcast
  3. The Walt Disney Company
  4. News Corp. Ltd. / 21st Century Fox
  5. AT&T Entertainment Group (DirecTV)
  6. Time Warner Inc.
  7. Viacom Inc./CBS Corp.
  8. Sony Entertainment
  9. Apple Inc.
  10. Altice Group
  11. Bertelsmann SE & Co. KGaA
  12. Cox Enterprises Inc.
  13. Facebook, Inc.
  14. Liberty Media Corp./Liberty Interactive/Starz
  15. Tencent Holdings Ltd.
  16. Dish Network Corporation
  17. Thomson Reuters Corporation
  18. Vivendi S.A.
  19. The Hearst Corporation
  20. Rogers Comm.
  21. Baidu Inc.
  22. Microsoft Corporation
  23. Charter Comm. Inc.
  24. RELX Group
  25. Bloomberg L.P.
  26. Essel Group
  27. Lagardère Media
  28. BBC
  29. ARD
  30. Pearson plc
  31. Netflix
  32. Advance Publications
  33. Amazon.com Inc.
  34. Discovery Communications
  35. iHeart Media
  36. Nielsen Holdings plc
  37. Shanghai Media Group
  38. The Naspers Group
  39. Nippon Hoso Kyokai
  40. Grupo Televisa
  41. S&P Global
  42. Fuji Media Holdings, Inc.
  43. Yahoo! Inc.
  44. Globo Communicação e Participações S.A.
  45. Wolters Kluwer nv
  46. Activision Blizzard Inc.
  47. ITV plc
  48. Electronic Arts
  49. Verizon (AOL)
  50. Nintendo Company Ltd.
  51. Mediaset SpA
  52. Axel Springer SE
  53. ProSiebenSat.1 SE
  54. Phoenix Publishing & Media Group
  55. France Télévisions S.A.
  56. Nippon Television Holdings
  57. IAC/InterActiveCorp.
  58. Time Inc.
  59. Bonnier AB
  60. TEGNA
  61. Quebecor Inc.
  62. Grupo Clarin
  63. Scripps Networks Interactive
  64. Gannett Co. Inc.
  65. Tokyo Broadcasting System Holdings, Inc.
  66. Univision Communications
  67. Daily Mail & General Trust plc
  68. RAI Radiotelevisione Italiana Holding S.p.A.
  69. Bandai Namco Holdings Inc.
  70. Graham Holdings Company
  71. Bauer Media Group
  72. Hubert Burda Media Holding Gmbh & Co.
  73. China Central Television
  74. ZDF
  75. Lionsgate Entertainment Corporation
  76. Bell Media
  77. TF1 S.A.
  78. Twitter
  79. Hunan Broadcasting System
  80. Spotify AB
  81. tronc, Inc.
  82. Modern Times Group
  83. Georg von Holtzbrinck GmbH
  84. Sanoma Group
  85. Schibsted Media Group
  86. Grupo Planeta
  87. Egmont Group
  88. John Wiley & Sons, Inc.
  89. SRG SSR
  90. Asahi Shinbun Company
  91. Tribune Media
  92. Scholastic Corporation
  93. NOS
  94. Meredith Corporation
  95. New York Times Company
  96. Gazprom-Media
  97. Grupo PRISA
  98. China Publishing Group
  99. Ubisoft Entertainment
  100. De Persgroep