4. News Corp. Ltd.
Umsatz 2008: $ 32,996 Mrd. (€ 22,434 Mrd.)
Überblick
Das Medienreich Murdochs ist selbst für Experten undurchsichtig und komplex. Es umfasst auflagenstarke Boulevardblätter wie die „Sun“ in Großbritannien, Sport- und Nachrichtensender von China über Europa bis Lateinamerika, Filmproduktionen in Hollywood, die Online-Community MySpace und seit 2007 den renommierten Dow Jones Verlag, der unter anderem das „Wall Street Journal“ herausgibt.
Basisdaten
Hauptsitz:
1211 Avenue of the Americas
New York, NY 10036, USA
Telefon: 001 212-852-7000
Telefax: 001 212-852-7147
Internet: www.newscorp.com
Branche: Zeitungen, Zeitschriften, Buchverlage, Film, Kinoketten, Fernsehsender, Satelliten-TV, Kabel-TV, Rechtehandel, Internet-Content, Internet-Portale
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.07. - 30.06.
Gründungsjahr: 1952
2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | |
Umsatz (in Mio. US-Dollar) | 30,423 | 32,996 | 28.655 | 25.327 | 23.859 | 20.802 | 17.380 | 15.070 |
Gewinn (Verlust) nach Steuern (in Mio. US-Dollar) | (3,378)* | 5,387 | 3.420 | 2.314 | 2.128 | 1.533 | 822 | (7.691) |
Aktienkurs (in US-Dollar, Jahresende) | 15,92 | 9,44 | 22,94 | 22,26 | 16,61 | 19,20 | 36,10 | 26,25 |
Dividende (pro Aktie in US-Dollar) | 0,12 | 0,12 | 0,11 | 0,13 | 0,04 | 0,02 | 0,02 | 0,02 |
Beschäftigte | k.A. | 64.000 | 53.000 | 47.300 | 47.300 | 38.000 | 37.000 | 33.800 |
* inklusive Wertminderungsaufwendungen und anderer Kosten in Höhe von 9,298 Mio. US-Dollar
Geschäftsbereich | Umsatz (von Gesamtumsatz | Umsatz | Gewinn (Verlust)* |
Filmed Entertainment | 20 | 5,936 | 848 |
Television | 15 | 4,602 | 174 |
Newspapers | 19 | 5,858 | 466 |
Cable Network Programming | 18 | 5,580 | 1,670 |
Direct Broadcast Satellite Television | 12 | 3,760 | 393 |
Books | 4 | 1,141 | 17 |
Magazines | 4 | 1,168 | 353 |
Rest | 8 | 2,378 | (363) |
* abzüglich Wertminderungsaufwendungen und anderer Kosten in Höhe von 9,298 Mio. US-Dollar
Geschäftsbereich | Umsatz (vom Gesamtumsatz, in %) | Umsatz | Gewinn (Verlust) |
Filmed Entertainment | 20 | 6,699 | 1,246 |
Television | 18 | 5,807 | 1,126 |
Newspapers | 19 | 6,248 | 767 |
Cable Network Programming | 15 | 4,993 | 1,269 |
Direct Broadcast Satellite Television | 11 | 3,749 | 419 |
Books | 4 | 1,388 | 160 |
Magazines | 4 | 1,124 | 352 |
Rest | 9 | 2,988 | 42 |
Geschäftsbereich | Umsatz (vom Gesamtumsatz, in %) | Umsatz | Gewinn (Verlust) |
Filmed Entertainment | 24 | 6.734 | 1.225 |
Television | 20 | 5.705 | 962 |
Newspapers | 16 | 4.486 | 653 |
Cable Network Programming | 14 | 3.902 | 1.090 |
Direct Broadcast Satellite Television | 11 | 3.076 | 221 |
Books | 5 | 1.347 | 159 |
Magazines | 4 | 1.119 | 335 |
Rest | 6 | 2.286 | (193) |
Geschäftsführung
Management:
- K. Rupert Murdoch, Chairman und CEO, News Corp.; Chairman, BSkyB
- James R. Murdoch, Chairman & Chief Executive, Europe & Asia, Executive Chairman News International
- Chase Carey, Deputy Chairman, President & COO
- David F. DeVoe, Senior Executive Vice President & CFO
- Roger Ailes, Chairman & CEO, Fox News Channel, Fox Business Network, Chairman, Fox Televisions Stations
- Lawrence A. Jacobs, Senior Executive Vice President und Group General Counsel
- Anthea Disney, Executive Vice President, Content
- Gary Ginsberg, Executive Vice President, Global Marketing & Corporate Affairs (bis Dezember 2009, Nachfolger noch nicht bekannt)
- John Nallen, Executive Vice President, Deputy CFO
- Beryl Cook, Executive Vice President, Chief Human Resources Officer
- Tom Mockridge, Chief Executive, European Television
- Michael Regan, Executive Vice President, Government Affairs
- Genie Gavenchak, Senior Vice President, Deputy General Counsel, Chief Compliance & Ethics Officer
- Jonathan Miller, Chief Digital Officer
Aufsichtsrat:
- Rupert Murdoch, Chairman and Chief Executive Officer, News Corporation
- José María Aznar, ehemaliger spanischer Ministerpräsident, President, FAES - Foundation for Social Studies and Analysis
- Natalie Bancroft, Director, News Corporation
- Peter Barnes, Chairman, Ansell Ltd.
- Chase Carey, Deputy Chairman, President & COO, News Corporation
- Kenneth E. Cowley, Chairman, R.M. Williams Holdings Pty. Ltd.
- David F. DeVoe, Chief Financial Officer, News Corporation
- Viet Dinh, Professor of Law, Georgetown University
- Rod Eddington, Non-Executive Chairman for Australia and New Zealand, J.P. Morgan
- Mark Hurd, Chairman and Chief Executive Officer, Hewlett-Packard Company
- Andrew S.B. Knight, Director, Rothschild Investment Trust C.P.
- James Murdoch, Chairman and Chief Executive, Europe and Asia, News Corporation
- Lachlan Murdoch, Chief Executive, Illyria Pty Ltd.
- Thomas J. Perkins, Partner, Kleiner, Perkins, Caulfield & Byers
- Arthur M. Siskind, Senior Advisor to the Chairman, News Corporation
- John L. Thornton, Professor and Director of Global Leadership, Tsinghua University of Beijing
- Stanley S. Shuman (Director Emeritus), Managing Director, Allen & Company LLC
Besitzverhältnisse: Murdoch Family Trust (306,623,480 Aktien), Lachlan Murdoch (220,456), James Murdoch (943,279), Stanley Shuman (332,515), John Nallen (139,768), Rest: Streubesitz (Stand: Dezember 2009)
Geschichte und Profil
Die Wiege der News Corporation stand in Australien: Nach einem Studium in Oxford und – für die spätere Karriere wohl weitaus wichtiger – einem Job bei der Londoner „Daily Mail“ als Junior Reporter, erbte der 21jährige Rupert Murdoch 1952 die angeschlagenen „Adelaide News“ von seinem Vater Sir Keith Murdoch. Als wenig später der Verleger des übermächtigen Konkurrenztitels am Ort die „News“ billig zu übernehmen gedachte, zeigte der junge Rupert zum ersten Mal die Zähne und wandte eine Taktik an, die er 40 Jahre später mit ähnlich durchschlagendem Erfolg am britischen Pressemarkt wiederholen sollte: Er senkte den Preis. Die Konkurrenz schlief, verlor scharenweise ihre Leser und musste wenig später ihrerseits an Murdoch verkaufen. 1964 gründete Murdoch die erste landesweite, australische Tageszeitung und startete 1968 in Großbritannien durch. Hier kaufte er zunächst die Massenblätter „News of the World“ und „The Sun“, die er zu populär-konservativen Sensationstiteln umbaute. Das Page-Three-Girl sorgte für Furore und dürfte einer der Gründe sein, warum Rupert, anders als sein eigentlich viel unbedeutender Vater Sir Keith, bis heute ohne Ritterschlag geblieben ist.
Im Jahr 1973, seit dem Kauf der „San Antonio Express News", mischte Murdoch zum ersten Mal auf dem US-Medienmarkt mit. Erster Höhepunkt der US-Karriere war 1976 die Übernahme der schwächelnden „New York Post“, bei der Murdoch mit der „Sun“-Taktik in kurzer Zeit ebenfalls die Auflage erheblich steigern konnte. Erst 1979 schlug die offizielle Geburtsstunde der heutigen News Corporation, die noch heute von Sydney aus sämtliche Murdoch-Aktivitäten in aller Welt steuert und ihre jährlichen in Adelaide abhält. 1980 übernahm Murdoch mit der Londoner „Times“ und der „Sunday Times“ erstmals Qualitätsblätter von Weltformat, später kamen andere Zeitungen in Australien und den USA hinzu. Bis 1986 blieb News Corp. ein reiner Verlagsriese. Mit der Übernahme der Twentieth-Century-Fox-Filmstudios begab sich Murdoch erstmals auf audiovisuelles Terrain. Als Australo-Brite vom amerikanischen TV-Markt ausgeschlossen, schwor Murdoch 1986 den Eid auf die amerikanische Verfassung, kaufte sofort sechs lokale TV-Sender und bastelte daraus die Keimzelle für die erste landesweite TV-Network-Gründung seit 1948, Fox Broadcasting. 1989 ging in Großbritannien Europas erstes Satelliten-Fernsehen Sky Television auf Sendung. Nach 18 Monaten fusionierte Sky mit dem erfolglosen British Satellite Broadcasting zu BSkyB.
Trotz des Engagements auf dem Fernsehmarkt wuchs die News Corp. auch im Verlagsbereich weiter: Anfang der 1990er Jahre brachen die Unsummen verschlingenden TV-Aktivitäten News Corp. fast den Hals: Kurzfristig wurden 7,6 Milliarden Dollar Schulden fällig, einige Gläubigerbanken wurden nervös und verweigerten zunächst eine Umschuldung. News Corp., so Murdoch-Biograph William Shawcross, war nur noch Minuten von der Liquidation entfernt. Gerettet haben sollen Murdoch ausgerechnet die Einnahmen aus dem Weihnachts-Blockbuster seiner bislang eher erfolglosen Twentieth Century Fox: „Kevin allein zu Haus“. Die Warnung kam allerdings an, News Corp. begrenzte die Neuverschuldung drastisch und sorgte für besseren Cash-Flow in Krisenzeiten. Murdoch war bald wieder obenauf und übernahm ab 1993 nach und nach den asiatischen Satelliten-Sender Star TV. Außerdem kaufte er sich 1994 zunächst mit einem 20-Prozent-Anteil bei der US-Senderkette New World Communications ein, die dafür ihre zehn Stationen dem Fox-Network anschloss. Anfang 1996 übernahm Murdoch New World komplett und startete seinen eigenen Nachrichtensender Fox News als Konkurrenz zu CNN. Seit Ende der 1990er Jahre arbeitete Murdoch an seinem wohl ambitioniertesten Plan: Sky Global soll die bestehenden Murdoch-Sender integrieren und zum weltweiten digitalen Sateliten-TV-Netz ausgebaut werden. Doch diesen Plan hat er vorläufig ad acta gelegt.
2004 vermochte Murdoch endlich, nach mehrfachen Versuchen, das amerikanische Satelliten DirecTV zu erwerben: 6,6 Milliarden Dollar bezahlte er für einen 34-Prozent-Anteil. Das große Ziel von Murdoch bleibt der Aufbau eines globalen Satelliten-TV- und Informations-Systems, das je nach Erdteil gemeinsame und unterschiedliche Programme, alleine oder mit Partnern, sendet. Auch wenn er die Vollendung nicht mehr erleben dürfte, bleibt sein Konzern diesem Kurs treu.
Am 31. Juli 2007 gab die Verleger-Familie Bancroft bekannt, sie habe sich dafür entschieden, Rupert Murdochs Offerte für den Kauf des Zeitungsunternehmens Dow Jones anzunehmen, das auch das renommierte „Wall Street Journal“ herausgibt. Um die Bedenken einiger Mitglieder der Eigentümerfamilie auszuräumen, Murdoch könnte zu viel Einfluss auf die redaktionelle Unabhängigkeit der Publikationen des Verlages nehmen, wurden Erklärungen abgegeben und Versicherungen unterzeichnet, die eine zu starke Einflussnahme seitens des News Corp. Chefs verhindern sollen. Ein prominent besetztes Aufsichtsgremium, u.a. mit Nicholas Negroponte, einem der Gründer des MIT, und Jack Fuller, dem früheren Chef der Tribune Publishing, soll außerdem die journalistische Unabhängigkeit überwachen und schützen.
Management
Das Geheimnis von Rupert Murdochs Erfolg liegt laut Biograph William Shawcross, darin, dass er die Instinkte eines Glücksspielers mit puritanischer Disziplin kombiniert. Als „Apostel der globalen Kommunikation“ erreicht er mit seinen Fernsehsendern, Zeitungen und Magazinen eine Reichweite von 4, 7 Milliarden Menschen oder drei Viertel der Weltbevölkerung.
Ein Blick auf die Literatur über den Aufstieg von Murdoch lässt zwei entgegengesetzte Strömungen erkennen. Manche Autoren, darunter Michael Wolff, Autor der neuesten Murdoch-Biographie, argumentieren, Murdoch sei in seinem Herzen immer noch der Reporter geblieben, der er zu Beginn seiner Karriere als Lokalredakteur einer australischen Zeitung war. Murdoch, so Wolf, würde journalistische Ideale wie stete Neugier und eigenständige Recherche hochhalten und sei auf diese Weise zu einem der erfolgreichsten Medienunternehmer der Welt avanciert.
Andere Journalisten behaupten das Gegenteil. Für Autor Bruce Page sind alle News Corp.-Blätter „Pseudo-Zeitungen“, die mit einer „Kitsch-Ideologie“ und vorgeheuchelter Anti-Establishment-Rhetorik angereichert werden. Robert Greenwald hat mit seiner Dokumentation „Outfoxed“ gezeigt, wie „Fox News“ Berichterstattung und Kommentar vermischt, Rufmordkampagnen gegen liberale Politiker und Aktivisten initiiert und die permanente Propagierung rechter Ideologien als „fair and balanced“ verkauft. Für Greenwald ist klar: Rupert Murdoch führt einen Krieg gegen seriösen Journalismus.
Bei dem von Murdoch selbst gezeichneten Bild eines Mannes aus kleinen Verhältnissen, der im Auftrag des Subproletariats gegen elitäre Zirkel und die herrschenden Machtverhältnisse zu Felde zieht, sind Zweifel angebracht. Seine Familie war Teil der post-kolonialen Oberschicht Australiens. Die Eltern Murdochs schickten den Sohn auf die Eliteuniversität Oxford. Im Verlauf seiner Karriere suchte er stets den Kontakt zu den obersten politischen Führungsriegen. Legendär sind in diesem Zusammenhang die Besuche von Margaret Thatcher in den Redaktionsräumen der britischen „Sun“, wo sie mit Murdoch Whiskey trank.
Es ist umstritten, wo genau man Murdoch auf dem politischen Koordinatenkreuz verorten kann. Seine Allianzen zu politischen Machthabern wirken beliebig. Unter den von ihm favorisierten Politikern, zu denen er in der Vergangenheit zwecks Verbesserung der medienpolitischen Rahmenbedingungen die Nähe gesucht hat, sind Persönlichkeiten wie Margaret Thatcher, Tony Blair, John Major, Ronald Reagan und Deng Xiaoping. Seinem Vater gegenüber soll er in seiner Jugend erwähnt haben, er halte Lenin für einen großen Denker. Jüngst nahm er linken Kritikern den Wind aus den Segeln, die in ihm einen Vertreter des ultra-rechten politischen Spektrums sehen, indem er den republikanischen Präsidentschaftskandidaten McCain als „ignorant“, „unberechenbar“ und „inkompetent in Wirtschaftsfragen“ bezeichnete. Während „Fox News“ im Wahljahr 2008 durch eine besonders rassistische Berichterstattung über Afroamerikaner auffiel, die sich insbesondere gegen Barack Obama und seine als „angry black women“ bezeichnete Gattin richtete, spendete Rupert Murdoch hohe Beträge an den demokratischen Kandidaten und veranlasste seine „New York Post“ dazu, ein offizielles „endorsement“ Obamas abzudrucken. Nach dessen Wahl wiederum veröffentlichte die selbe Zeitung eine Karikatur, in der ein Schimpanse von Polizisten erschossen wurde. Es folgte ein öffentlicher Aufschrei, da die Karikatur nahe legte, der Schimpanse sollte Präsident Obama repräsentieren.
Spätesten mit Murdochs 75. Geburtstag im März 2006 schlug die Nachfolgediskussion Wellen. Auch wenn derzeit nirgends zu erkennen ist, dass ein innerfamiliärer Führungswechsel bevorsteht oder auch nur vorbereitet wird, macht Medienmogul Murdoch keinen Hehl daraus, dass es ihm am liebsten wäre, wenn eines seiner sechs Kinder irgendwann einmal die Geschicke des „Familienunternehmens“ lenken würde. Wer nach seinem Abtreten die Führung übernehmen wird, blieb bis dato allerdings im Dunkeln. Denn die Murdoch-Dynastie, einst fest in der Chefetage der News Corp. etabliert, ist teilweise wieder aus dem Unternehmen ausgeschieden: Die 38-jährige Elisabeth Murdoch trat 2000 als Programmchefin von BSkyB ab und baute ihre eigene Produktionsfirma Shine auf, Murdochs zweite Ex-Ehefrau Anna Torv legte ihren Posten im Aufsichtsrat nieder und auch der bis dahin aussichtsreichste Kandidat, sein ältester Sohn Lachlan Murdoch, ist Ende Juli 2005 überraschend von allen operativen Ämtern zurückgetreten. Aus persönlichen Gründen sei er mit seiner Frau nach Australien gezogen. Allerdings bleibt er dem Aufsichtsrat der News Corp. noch als Direktor erhalten.
Weil zwei der Töchter noch Kleinkinder sind (Grace Helen und Chloé) und Tochter Prudence aus erster Ehe mit Patricia Booker sich nie für das Unternehmen interessiert hat, bleiben als favorisierte Thronfolger aus der Murdoch-Familie (vorerst) nur James und Elisabeth: James, der 33-jährige und damit jüngste Sohn, war Vorstandschef bei BSkyB, dem digitalen Bezahlfernsehen in Großbritannien. Er machte BSkyB zu einem der erfolgreichsten kommerziellen Fernsehsender im Vereinten Königreich. Die Zahl der Abonnenten stieg unter seiner Leitung auf acht Millionen, ehe er Europa-, bzw. Asien-Chef von News Corp. wurde. Jüngst gewann er an Profil, als er im Sommer 2009 beim Edinburgh International TV Festival in einem Vortrag die BBC wegen ihrer Größe und ihrer vermeintlich wettbewerbsverzerrenden öffentlich-rechtlichen Finanzstärke angriff und die "autoritäre Natur" der britischen Medienlandschaft anprangerte.
Auch über eine Rückkehr Elisabeths, der ältesten der vier Murdoch-Töchter, spekulieren Experten. Unklar ist jedoch, welche Rolle Murdochs dritte Ehefrau Wendy Deng (verheiratet seit 1999), ehemals Direktorin bei News Corp. Star-TV in der Nachfolgedebatte spielt. Ihr Einfluss auf den Konzernchef soll erheblich sein. An beruflichem Ehrgeiz wie einem ausgeprägten Sinn für Macht hat es ihr offenkundig nie gemangelt, wie ehemalige Kollegen bei Star TV andeuteten.
Geschäftsfelder
Die News-Corp.-Aktivitäten einer Branche sind in jedem Land als eigene Gesellschaft mit weiteren Untergesellschaften eingetragen. Murdoch selbst dominiert sämtliche wichtigen Entscheidungen bis in die Einzelunternehmen hinein. Dabei gelten seine Manager und Statthalter als Untergebene, die die Anweisungen ihres Chefs ausführen bzw. in seinem Sinne handeln. Die US-Aktivitäten der News Corp. sind in der News America Holding Inc. (News America) zusammengefasst, deren Führungsspitze zwar offiziell eigenständig, de facto aber von der News-Corp.-Chefetage in Personalunion besetzt ist. Seit 1998 firmiert mit News Corp. Europe (mit Sitz in Rom) erstmals eine eigene europäische Konzerntochter, der allerdings News-Corp.-Aktivitäten in Großbritannien nicht unterstehen. Sie soll eher den italienischen Markt erschließen.
Fernsehen
Am 9. Oktober 2006 feierte die Fox Broadcasting Company, die Serienhits wie die Serienhits wie „24“ oder „Dr. House“ produziert, ihr 20. Jubiläum. "The Simpsons" ist mit der im September 2009 angelaufenden 21. Staffel zur am längsten laufendenden US-Prime Time-Serie aller Zeiten avanciert.
Seit 1996 ist der als Nachrichtenkanal getarnte rechte Propaganda-Sender „Fox News Channel“ on Air. Im Sommer 2009 sorgten Äußerungen des rechtskonservativen Fox-Kommentators Glen Beck für Aufsehen. Im Frühstücksfernsehen bezeichnete er Präsident Obama als "Rassisten", nachdem dieser die unrechtmäßige Verhaftung des schwarzen Harvard-Professors Henry Louis Gates durch weiße Polizisten als "dumm" bezeichnet hatte. Obama, so Beck, hätte offensichtlich "einen tiefsitzenden Hass auf weiße Menschen und die weiße Kultur". Diese Einschätzung wurde von Rupert Murdoch später in einem Exklusiv-Interview für Sky News Australia bestätigt und explizit verteidigt. Als Reaktion entschieden sich mehr als 50 werbetreibende Firmen auf Drängen der schwarzen Bürgerrechts-NGO "Color of Change" dazu, künftig keine Werbezeit während der Glen Beck-Show zu kaufen. Beck revanchierte sich, indem er eine Diffamierungskampagne gegen Van Jones, einer den Gründer von "Color of Change", initiierte. Jones wurde in Becks Show wegen seiner früheren Zeit als Bürgerrechtler so lange als Kommunist beschimpft bis dieser seinen zweiten Posten als Umwelt-Berater der Obama-Administration aufgrund öffentlichen Drucks niederlegen musste.
Außerdem berichtete Fox News - im Gegensatz zu anderen US-Nachrichtensendern - im Jahr 2009 geradezu exzessiv über die sogenannten "Tea-Party"-Proteste, die sich gegen das Konjunkturprogramm und die Steuerpolitik der Regierung sowie gegen Präsident Obama im Allgemeinen richteten. Medienbeobachter und NGOs beschuldigten Fox News daraufhin, die Proteste in seinem Programm beworben und größer dargestellt zu haben, als sie tatsächlich waren. Wie der progressive Medien-Think Tank MediaMatters.org etwa entlarvte, sorgten Fox-Mitarbeiter bei der Berichterstattung über die Proteste dafür, die Demonstranten im Hintergrund anzustacheln. Anita Dunn, die inzwischen nicht mehr amtierende Pressesprecherin des Weißen Haus, bezeichnete Fox News in einem Interview als "Kommunikationsarm der Republikanischen Partei", der eher "als politischer Gegner und nicht als neutraler Nachrichtensender" anzusehen sei.
Das Satelliten-TV-Geschäft läuft weiterhin zufrieden stellend. Der 2004 vollständig übernommene italienische Pay-TV-Sender Sky Italia, der im Juni 2007 4,2 Millionen Abonnenten vorweisen konnte, baut seinen operativen Gewinn weiter aus. Das britische BSkyB hatte zum selben Zeitpunkt 8,85 Millionen Abonnenten, ca. 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Anfang 2009 sicherte sich Sky erneut die Übertragungsrechte für die Mehrheit der wichtigsten Premier League-Fußballpartien zwischen 2010 und 2013. Einen Anlauf in Richtung Verbindung von TV und Internet hat BSkyB mit dem Kauf des Breitband-Internetproviders Easynet genommen. Easynet betreibt ein europaweites Glasfasernetz und deckt, nach eigenen Angaben, 4,4 Millionen Haushalte und 700.000 Unternehmen ab. Der 211 Millionen Pfund teure Kauf ermöglichte BSkyB den Einstieg in den umkämpften Triple-Play-Markt, also der Verbindung von Internet, TV und Telefonie.
Ende November 2006 beteiligte sich der britische Bezahlfernseh-Anbieter BSkyB mit 17,9 Prozent an dem Free-TV-Sender ITV. Dafür zahlte der von James Murdoch geführte Konzern knapp 1 Mrd. Pfund. Der Einstieg wurde als überraschender Schachzug im Übernahmepoker um ITV gewertet. Virgin-Chef Richard Branson, die Strategen des Kabelkonzerns NTL und die der RTL-Gruppe, die alle ebenfalls Interesse an ITV angemeldet hatten, waren brüskiert.
Doch Ende September 2008 urteilte die Regulierungsbehörde Competition Commission jedoch, dass BSkyB seinen Anteil an ITV wieder auf unter sieben Prozent verkleinern müsse.
Am 15. Oktober 2007 wurde der neue Wirtschaftskabelfernsehkanal "Fox Business Network" mit 31,5 Millionen angeschlossenen Haushalten gestartet. Damit will der Konzern einen eigenen Business-Fernsehkanal unter dem wertvollen Label Wall Street Journal etablieren, der in Konkurrenz zum Marktführer CNBC gehen soll, wobei das Wall Street Journal bis 2012 mit der von General Electric kontrollierten CNBC einen exklusiven Inhaltelieferungsvertrag hat. Der Sender ist auch in Australien zu empfangen.
Film
Die Produktionsschmiede „Twentieth Century Fox Film Corporation“ hat in der Vergangenheit Klassiker wie „Star Wars“, „Die Hard“ oder „Alien“ produziert. 2009 war für das Studio - im Gegensatz zum Vorjahr- durchaus erfolgreich. Insbesondere "Ice Age 3" spielte weltweit 880 Millionen US-Dollar ein und avancierte so zum bislang international dritterfolgreichsten Film aller Zeiten. Für Ärger sorgte ein DVD-Rohschnitt der Comic-Verfilmung "Wolverine", die einen Monat vor Kinostart im Internet auftauchte und vier Millionen Mal heruntergeladen wurde. Als der Fox News-Redakteur Roger Friedman eine Kritik des Vorabversion auf der Internetseite des Nachrichtensenders veröffentlichte, wurde er kurzerhand gefeuert. Trotz Vorveröffentlichung im Internet wurde "Wolverine" jedoch vor allem durch hohe DVD-Verkäufe zu einem kommerziellen Erfolg.
DVD-Verkäufe bilden die nachgelagerte, immer wichtiger werdende Einnahmequelle, ebenso wie der DVD-Onlineverleih, bzw. das kostenpflichtige Streaming von Filmen. Hier kooperiert Fox unter anderem mit dem iTunes Store von Apple.
Die News Corp. mischt im neuen Boom-Markt von „christlichen Inhalten“ verstärkt mit. Erfolgreich laufen die Geschäfte mit Zondervan, der christlich ausgerichteten Verlagstochter von Harper Collins. Mel Gibsons Überraschungserfolg "Die Passion Christi" hatte der Medienwelt schon 2004 verdeutlicht, welch lukratives Publikum hier darauf wartet, erobert zu werden. Genau darauf zielt Fox Faith, die christliche Tochter von Murdochs Filmstudio 20th Century Fox. Mittels intensiver Kontaktpflege mit zehntausenden Kirchengemeinden werden christlich inspirierte Independent-Produktionen erworben und dann ins Kino, bzw. auf den Video-Markt gebracht.
Print
Wie groß Rupert Murdochs Einfluss auf seine Zeitungsredakteure ist, zeigte sich Anfang 2003, als der zweite Golf-Krieg unmittelbar bevorstand. Von den 175 Tageszeitungen im Besitz der News Corporation, befürworteten ausnahmslos alle in entsprechenden Leitartikeln die Invasion des Iraks. Das im Juni 2009 verkaufte Wochenmagazin "The Weekly Standard" und sein neokonservativer Chefredakteur William Kristol sprachen sich bereits lange vor 2003 für eine gewaltsame Ablösung von Saddam Hussein aus.
Die Printsparte von News Corp. befindet in Zeiten des allgemeinen Zeitungssterben in einer ernsthaften Krise. Die "New York Post" bringt dem Konzern jedes Jahr Verluste im zweistelligen Millionenbereich ein, wird jedoch von Murdoch nicht verkauft oder aufgelöst, da sie neben dem Nachrichtensender Fox News als das wichtigste politische Sprachrohr des Unternehmens gilt. Die ehemalige Redakteurin Sandra Guzman verklagte die Zeitung und deren Management im November 2009, nachdem sie entlassen wurde, als sie sich gegen die Veröffentlichung einer Karikatur aussprach, die Präsident Obama als Schimpansen darstellte, der von Polizisten erschossen wird. Ihr Vorwurf lautete, dass weibliche sowie afro-amerikanische, bzw. hispanische Mitarbeiter der New York Post systematisch diskriminiert werden. In einem 36-seitigen Schreiben an ein New Yorker Bezirksgericht schildert Guzman die erschreckende Arbeitsatmosphäre in der Redaktion, bei der die Schikane der nicht-weißen Mitarbeiter sowie die sexuelle Belästigung von deren Kolleginnen auf der Tagesordnung stehen.
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 gab News Corp. eine Abschreibung in Höhe von drei Miliarden US-Dollar, die dem Wertverlust des Zeitungssegment entspricht. Insbesondere der völlig überteuerte Kauf des "Wall Street Journal"-Verlages Dow Jones aus dem Jahr 2007 - laut Sanford C. Bernstein & Co.-Analyst Michael Nathanson einer der "katastrophalsten Medien-Deals der Geschichte" macht dem Konzern zu schaffen. Der teils kostenplichtige, teils werbefinanzierte Webauftritt des "Wall Street Journals" sowie die Printausgabe generieren zwar monatlich Einkünfte von circa 100 Millionen US-Dollar. Damit würde das Unternehmen den Kaufpreis von fünf Milliarden US-Dollar aber erst in 50 Jahren refinanziert haben. Kritiker, wie etwa der "New York Times"-Redakteur David Carr, werfen Murdoch zudem vor, das "Wall Street Journal" innerhalb von zwei Jahren in ein rechtes Meinungsblatt verwandelt zu haben, das mehr Wert auf Stimmungsmache gegen die Obama-Administration als auch nüchterne Berichterstattung aus der Finanzwelt legt.
Für Aufsehen sorgte auch ein im Juli 2009 bekannt gewordener Abhör-Skandal beim Boulevard-Blatt "News of the World". Die Zeitung engagierte seit 1998 Privatdetektive, die sich in die Mobiltelefone von britischen Prominenten einhackten, um an deren vertrauliche Informationen zu gelangen. Rupert Murdoch veranlasste die Zahlung von einer Milliarde Pfund an die Betroffenen, um die Bespitzelung außergerichtlich zu regeln.
Bücher
1989 akquirierte News Corp. den britischen Traditionsverlag Collins und fusionierte ihn mit dem US-amerikanischen Verlag Harper & Row. Heute veröffentlicht Harper Collins Bücher über 30 Verlagstöchter. Die erfolgreichste Veröffentlichung der jüngsten Zeit war "Going Rogue", die von einem Ghostwriter verfasste Autobiographie der 2008 gescheiterten Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin.
Internet
Während der vergangenen drei Jahre galt dem Internet die größte Aufmerksamkeit, was Akquisitionen von News Corp. angeht: Fox Interactive Media wurde 2005 als neuer Internet-Bereich aufgebaut. Bis Mai 2006 wurden für digitale Medien mehr als 1,5 Milliarden Dollar ausgegeben. Zu den Neuerwerbungen gehören die Videospiel-Websites von IGN Entertainment, das Lifestyle-Portal AskMen.com, die College-Sport-Website scout.com, das Job-Portal Simplyhired.com und die IMDB-Konkurrent Rotten Tomatoes. Gemeinsam mit NBC wurde die TV-Streamingplattform Hulu gestartet, die bereits ausgestrahlte Fernsehprogramme von NBC und Fox in Nordamerika online abrufbar macht und durch Werbung finanziert wird. Die im Jahr 2007 übernommene Foto-Sharing-Seite Photobucket steht inzwischen wieder zum Verkauf.
Um die Online-Aktivitäten besser zu koordinieren wurde Ende März 2009 eigens der Posten des "Chief Digital Officer" geschaffen, der von dem AOL-Veteran Jonathan Miller bekleidet wird.
MySpace.com
Den größten Coup landete die News Corporation 2005 mit dem Erwerb der Online-Community MySpace.com für den Preis von 580-Millionen Dollar. Im Jahr 2006 sorgte der so genannte „MySpace Report“ für Aufsehen. Autor des Berichts war Brad Greenspan, MySpace-Gründer und ehemaliger Leiter von Intermix Media (ehemals eUniverse), der Firma, die Myspace im Sommer 2003 erfand und programmierte. Greenberg wirft den handelnden Personen, die am Verkauf von MySpace an News Corp im Jahr 2005 beteiligt waren, Korruption und Täuschung vor. Sein zentraler Kritikpunkt lautet, dass der Verkaufspreis von 650 Millionen US-Dollar für MySpace viel zu gering war. Der damals verantwortliche CEO von Intermix, Richard Rosenblatt, soll sich lange vor dem Verkauf darüber im Klaren gewesen sein, dass der wahre Verkaufspreis bei mindestens 20 Milliarden US-Dollar lag. Den Aktionären wurde vorenthalten, dass der Umsatz in den darauf folgenden Jahren mit einer 1200-prozentigen Rate steigen würde. Rosenberg, so der Vorwurf, soll einen fairen und offenen Bieterwettstreit verhindert haben. So wurde den ebenfalls an einem Kauf von MySpace interessierten Bänkern von Viacom vor Ablauf der Frist fälschlicherweise mitgeteilt, die Auktion sei bereits beendet. Aufgrund seines Insiderwissens soll Rosenberg 20 Millionen US-Dollar in Aktienwerten an dem Verkauf verdient haben.
Im September 2008 wurde MySpace Music gelauncht. Das anzeigenfinanzierte Musikportal bietet Usern die Möglichkeit, nach Künstlern und Songtiteln zu suchen und entsprechende Treffer kostenlos anzuhören. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass die Künstler und Labels an den Werbeeinnahmen beteiligt werden. Im Dezember 2009 wurde zudem das Musikportal imeem gekauft und in MySpace Music integriert.
Inzwischen zeichnet sich sich immer deutlicher ab, dass Myspace den Zweikampf mit Facebook um die Gunst der Social Network-User zu verlieren droht. Im Mai 2009 konnte Facebook innerhalb der USA erstmals knapp mehr Einzelbesuche der Homepage verzeichnen (70,278 sogenannte "Unique Visitors") als Myspace (70,225), wie aus den im Juni 2009 veröffentlichten Zahlen des Internet-Marktforschungsinstitut ComScore hervorgeht. Global betrachtet, hat Facebook MySpace bereits Ende 2008 abgehängt. Im Mai konnte Facebook weltweit einen Zuwachs von 2,8 Millionen Unique Visitors verzeichnen, während MySpace im gleichen Zeitraum 700,000 Besucher verlor. Im ersten Quartal 2009 sanken die Online-Anzeigen-Erlöse von Fox Interactive, deren Herzstück Myspace ist, um 16 Prozent. Insgesamt hat sich die Zahl der "page views" laut ComScore innerhalb der USA zwischen September 2008 und September 2009 von 40 auf 22 Milliarden fast halbiert. Weltweit kam es in der gleichen Perionde zu einem 39-prozentigen Rückgang der page views von 44 auf 27 Milliarden.
So ist es wenig verwunderlich, dass Google seine im Jahr 2006 abgeschlossene Werbepartnerschaft im Umfang von 900 Millionen US-Dollar nach Ende der Vertragslaufzeit 2011 nicht verlängern wird. Als Reaktionen auf die schlechten Ergebnisse musste Myspace-Chef Chris DeWolfe im April 2009 seinen Hut ziehen. Sein Nachfolger wurde Owen Van Natta, der zuvor selbst bei Konkurrent Facebook engagiert war. Er reagierte auf die Krise, indem er im Juni 2009 ein Drittel aller US-Mitarbeiter sowie zwei Drittel aller Mitarbeiter außerhalb der USA entließ. Bereits seit August 2008 steht ein komplettes Bürogebäude in Los Angeles leer, das für inzwischen nicht mehr gebrauchte MySpace-Mitarbeiter gedacht war und das Unternehmen monatlich über eine Million US-Dollar Miete kostet. Van Natta musste seine Rettungsmission von MySpace jedoch bereits im Februar 2010 wieder abbrechen, nachdem er von Chief Digital Officer Jonathan Miller wegen unterschiedlicher Vorstellungen bezüglich der Zukunft der Social Community entlassen wurde.
Die internationale Strategie von MySpace wurde inzwischen dahingehend modifiziert, sich auf neun Länder zu konzentrieren, die 95 Prozent des weltweiten Umsatzes generieren (darunter die USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Kanada). So wurde im Oktober 2008 bekannt, das Myspace sich komplett aus den Niederlanden zurückzieht, weil es dort keine Chancen auf eine Marktführerschaft im Social Networking-Sektor sieht.
Seit 2008 hingegen existiert ein auch auf Deutschland zugeschneidertes Myspace. Im Juli 2007 stellte man ein lokales Management in Berlin zusammen, um die Angebote deutscher Bands zu bündeln und deren Seiten mit Tipps aus dem deutschen Nachtleben und mit Werbeangeboten anzureichern.
Social Communities wie MySpace gelten gemeinhin als machtvolle Kommunikationsmittel, die soziale Schranken durchbrechen und Menschen zusammenführen. Dieser Interpretation steht die neueste soziologische Forschung skeptisch gegenüber. Soziologen weisen darauf hin, dass die Segmentierung von Gesellschaften entlang der Konfliktlinien Schichtzugehörigkeit, Bildung und Ethnizität auch im virtuellen Raum reproduziert wird. Anhand des im englischsprachigen Raum bekannten Konzeptes der "Homophily" - der Tendenz von Individueen, sich nur mit ähnlich denkenden Personen des selben Alters und der selben Ethnie abzugeben - hat die Ethnografin Danah Boyd gezeigt, wie die beliebtesten Social Communities der USA, Facebook und MySpace, zunehmend aus zwei klar von einander abgrenzbaren Gruppen zusammengesetzt sind. Während die Mitglieder von Facebook immer "weißer", gebildeter und wohlhabender werden, werden die MySpace-User immer "schwärzer", ungebildeter und ärmer. Kommunikation zwischen diesen Gruppen gibt es laut Boyd nicht. Sie vergleicht die massenhafte Migration ehemaliger Benutzer von MySpace - bis vor kurzem noch das populärste Netzwerk der USA - zu Facebook mit dem Phänomen des "white flight", der seit dem Ende des zweiten Weltkriegs zu beobachtenden Flucht der US-Ober- und Mittelschicht aus den urbanen Zentren in die Vororte, um nicht mit Afroamerikanern zusammen zu leben.
Engagement in Deutschland und Italien
Deutschland
In wenig schöner Erinnerung dürfte Rupert Murdoch Deutschland sein. Hier hat er seine größten Niederlagen einstecken müssen. 1991, wenige Monate nach der Wiedervereinigung, startete er mit Hubert Burda das Boulevardblatt „Super“ für die neuen Bundesländer mit dem Ziel, „Bild“ insbesondere auf dem ostdeutschen Markt Konkurrenz zu machen. 1992 wurde das Projekt bereits begraben. Die „Super“ hatte die Erwartungen verfehlt. Auch mit seinem Engagement am deutschen Fernsehmarkt hatte Murdoch wenig Glück. Seine Beteiligungen an den Sendern Vox (Bertelsmann) und TM3 (Kirch Gruppe) verkaufte er rasch wieder. Auch die Millionen, die er in eine Beteiligung an Premiere gesteckt hatte, waren schnell weg. Sein Partner Leo Kirch meldete 2002 Insolvenz an. Im Zuge von Kirchs Untergang musste Murdoch um die 1,7 Mrd. Euro absschreiben. Premiere war zunächst tot, Murdoch zwar raus aus dem Deutschlandgeschäft, doch hatte er viel Geld verbrannt. So blieb Deutschland auf der weltumspannenden Murdoch-Karte zunächst ein weißer Fleck.
Einen großen, neuen Schritt in den deutschen TV-Markt machte Murdoch im Januar 2008 mit dem Kauf von 14,58 Prozent der Aktien am Münchener Unternehmen Premiere vom einstigen Besitzer Unity Media. Der Anteil wurde inzwischen auf 45 Prozent aufgestockt (Stand: Januar 2010), womit News Corp. nun über eine Sperrminorität verfügt.
Doch auch Murdochs zweiter Ausflug in den deutschen Pay-TV-Sektor ist mit Schwierigkeiten behaftet. Zwar konnte Murdoch den aus „persönlichen Gründen“ zurückgetretenen Geschäftsführer Michael Börnicke durch seinen Intimus Mark Williams ersetzen. Doch dieser musste nur drei Wochen später einen operativen Verlust zwischen 40 und 70 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2008 verkünden, worauf die Premiere-Aktie um mehr als 60 Prozent fiel. Den geschockten Aktionären wurde mitgeteilt, dass die wahre Anzahl der Premiere-Abonennten aufgrund von Karteileichen, Gratis-Probe-Angeboten und Schwarzsehern bei 2,4 anstatt vorher ausgewiesenen 3,5 Millionen lag.
Gemäß den von den Aktionären bewilligten Sanierungsplan für Premiere investierte Murdoch im ersten Halbjahr 2009 weitere rund 450 Millionen Euro in den Pay-TV-Sender. Die Banken stellten weitere 500 Millionen bereit. Doch die Perspektive für Sky Deutschland bleibt bis auf weiteres düster. Im ersten Quartal 2009 vervielfachte sich der Verlust von 28,1 Millionen im Vorjahr auf 80 Millionen Euro. Mittels einer Umbenennung des Unternehmens in "Sky Deutschland" sollte ab Juli 2009 ein erfolgreicher Neuanfang gestartet werden. Änderungen der Programm-Pakete und eine neue Preisstruktur sollten eigentlich dabei helfen, endlich mehr Neukunden zu gewinnen. Doch auch ein Blick auf die Geschäftszahlen des dritten Quartals 2009 lässt keine optimistische Prognose zu. Sky erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Verlust von 88 Millionen Euro. Die Abonnentenzahlen sind nach wie vor gering: Im dritten Quartal 2009 konnten nur 63,000 neue Kunden gewonnen werden, was deutlich unter den konservativ prognostizierten 80,000 Neukunden liegt. Erschwerend kommt hinzu, dass das Monopol auf Pay-TV in Deutschland durch den Markteintritt von Unity Media, KDG und der Deutschen Telekom endgültig der Vergangenheit angehört. Letztere bietet mit seinem Liga Total!-Format ebenso wie Sky Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga an. Angesichts diesen trüben Aussichten wird der gerade erst als Sky-Chef installierte Mark Williams sein Amt im März 2010 niederlegen. Neuer Vorstandsvorsitzender wird dann Brian Sullivan, der 13 Jahre lang beim britischen Pendant BskyB für die Kundenbetreuung zuständig war. Eine weitere Finanzspritze von über 120 Millionen Euro durch News Corps Tochterfirma News Adealaide Holdings wurde im Dezember 2009 angekündigt. Die Kapitalerhöhung erhöht Murdochs Anteil an Sky von 40 auf 50 Prozent und soll helfen dass der Pay-TV-Sender 2011 erstmals operative Gewinne einfährt.
Italien
In Italien ist News Corp. in erster Linie über den Pay-TV-Sender Sky Italia präsent. Das Kalenderjahr 2009 war für Sky Italia vor allem durch einen erbitterten Streit mit dem zum Medienimperium von Silvio Berlusconi gehörenden privaten Fernsehunternehmen Mediaset geprägt. Nachdem Mediaset sich geweigert hatte, Werbung für Sky Italia auf seinen frei empfangbaren Kanälen auszustrahlen, konterte Sky, indem es eine neue digitale Verschlüsselung veröffentlichte, die es Skys HD-Kunden ermöglichte, auch alle frei empfangbaren Sender inklusive den Mediaset-Kanälen zu empfangen. Berlusconi bezeichnete Sky daraufhin als "Feind", während Sohn und Mediaset-Vizechef Pier von einem "Krieg" mit Sky sprach.
Engagement in Asien
China
Murdoch betont in seinen spärlichen Interviews gerne die Macht der internationalen Medien, Diktaturen und Unrechtsregime durch Information schlagen zu können – sobald es die Wirtschaftsinteressen von News Corp. erfordern, steht er aber selbst auf der Seite der Mächtigen: Als der chinesischen Staats- und Parteiführung das über Murdochs Asia2Sat in ganz Asien ausgestrahlte Nachrichtenprogramm von BBC World ein Dorn im Auge war und Konsequenzen für Murdochs Star TV drohten, nahm er die BBC einfach vom Satelliten. Diese Haltung ist bis heute Garant für Murdochs Erfolg im chinesischen Markt: Joint-Venture-Partner für die Online-Dienste ist die kommunistische Parteizeitung, seine Partner bei Phoenix Satellite Television sind in den Augen der Pekinger Führung wohlgelittene Geschäftsleute und Ex-Militärs. Als der chinesische Staatschef Jiang Zemin 1999 Großbritannien besuchte, berichtete die Murdoch-Presse übertrieben wohlwollend und sparte das Thema Menschenrechte aus.
Doch der Wachstumsmarkt China ist inzwischen ein schwieriges Terrain für Murdoch. Hatte ihm sein enges Verhältnis mit dem früheren Präsidenten Deng Xiaoping noch eine gewisse Vormachtstellung gesichert, engagieren sich mittlerweile Konzerne wie Yahoo, Google und Microsoft im Land der Mitte und arrangieren sich bestens mit den neuen Machthabern. Allerdings bleibt die News Corp. eines der wenigen Unternehmen, die in China per Satellit Fernsehen übertragen dürfen.
News Corp. setzt auch in Asien zunehmend auf die digitale Verbreitung von Inhalten, im September 2006 schloss man zudem eine strategische Partnerschaft mit China Mobile. Gemeinsam will man an der Entwicklung neuer Konzepte und Technologien für die drahtlose Verbreitung von Inhalten arbeiten. News Corp. erhofft sich damit einen besseren Zugang zu den 260 Millionen Kunden von China Mobile.
Rupert Murdochs Ehefrau Wendy Deng reiste im selben Jahr gemeinsam mit News Corp.-Managern nach China, um dort über eine chinesische Version von MySpace zu verhandeln. Umgesetzt wird seit Mai 2007 eine strategische Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, da China von Ausländern kontrollierten Unternehmen hohe Auflagen erteilt. Eine Mehrheitsbeteiligung chinesischer Partner hat für Murdoch den Vorteil, von deren Wissen bei der Entwicklung von Medieninhalten zu profitieren.
Menschenrechtsaktivisten weisen nach Begutachtung der Beta-Version der chinesischen MySpace-Site darauf hin, dass bereits umfangreiche Zensurmaßnahmen umgesetzt werden. Ein „Denunzianten-Button“ ermöglicht Meldungen über "die Gefährdung nationaler Sicherheit, den Verrat von Staatsgeheimnissen, die Untergrabung der Regierung und der nationalen Einheit sowie Verbreitung von Gerüchten und Störung der öffentlichen Ordnung".
Indien
In Indien hat News Corp. seit 1993 bereits mehr als zwei Milliarden US-Dollar investiert. Murdoch betreibt dort 13 Fernsehsender, darunter auch den Marktführer Star India Plus, der ein hindi-sprachiges Programm ausstrahlt. Mittlerweile stammen siebzig Prozent des Umsatzes, den News Corp. im asiatischen Raum generiert, aus den Aktivitäten in Indien. Deshalb wurde im September 2008 weiter kräftig investiert: fünf weitere Fernsehsender wurden gestartet, zwei davon in den Sprachen Marathi und Gujarati. Außerdem wurden die Fox Star Studios ins Leben gerufen, die Hollywoodfilme in Indien vertreiben und eigenständige Bollywood-Werke produzieren sollen.
Türkei
Auch für den türkischen Fernsehmarkt kann sich der medienmächtige Murdoch offenbar begeistern. Im Juli 2006 erwarb Murdoch mit seinem Geschäftspartner Achmet Ertegün für rund 77 Millionen Euro die Mehrheit an dem Privatsender TGRT. TGRT gehört zur Unternehmensgruppe Ihlas, die wiederum zu den größten Medien-Holdings der Türkei zählt.
Saudi-Arabien
Im Dezember 2009 stand News Corp. kurz vor der Beteiligung an der Mediengruppe Rotana. Das Unternehmen des saudischen Multimilliardärs Prinz Alwaleed betreibt mehrere Fernsehsender und Plattenfirmen. Ein erfolgreicher Einstieg bei Rotana würde News Corp. den Zugang zu 300 Milliarden Menschen des mittleren Ostens erschließen. Endgültige Details über die Beteiligung sollen Ende Januar 2010 bekannt gegeben werden.
Aktuelle Entwicklung
Insgesamt fiel das Jahr 2009 für News Corp. durchwachsen aus. Die aus der Wirtschaftskrise resultierende Werbekrise macht dem Unternehmen nach wie vor insbesondere in den Segmenten Fernsehen und Zeitungen schwer zu schaffen. Die Einnahmen der Fernsehsparte lagen im ersten Quartal 2009/2010 (drittes Quartal des Kalenderjahres 2009) bei nur noch 38 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 45 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die News Corp-Zeitungen generierten im ersten Quartal 2009 einen Gewinn von 25 Millionen US-Dollar; 2008 waren es noch 136 Millionen US-Dollar. Besser stehen die Sparten Film und Buch da. Eine deutliche Gewinnsteigerung verzeichnete die Filmsparte, die im ersten Quartal 2009/2010 knapp 400 Millionen US-Dollar einnahm. Die Verlagstocher HarperCollins konnte ihren Gewinn ebenfalls von drei auf 20 Millionen US-Dollar steigern.
Außerdem bestimmten Personalwechsel auf der obersten Führungsebene das Konzerngeschehen. Ende Juni 2009 übernahm Chase Carey, ehemaliger Chef des Satelliten-TV-Anbieters DirecTV, das operative Tagesgeschäft des Konzerns. Man darf gespannt sein, ob er das erfolgreiche Wirken seines Vorgängers Peter Chernin weiterführen kann, der zwölf Jahre eng mit Rupert Murdoch zusammenarbeitete. Die Vorraussetzungen dafür hat Carey, da er in der Vergangenheit bereits Chef von Fox Television war, wo er sich als Experte für den Erwerb von wertvollen Sport-Übertragungsrechten profilierte. Zudem wurde Peter Levinsohn als Chef der Onlinesparte Fox Interactive durch die ehemalige AOL-Führungskraft Jonathan Miller ersetzt. Einer der ersten Amtshandlungen des neuen "Chief Digital Officer" bestand darin, den erfolglosen Myspace-Chef Chris DeWolfe vor die Tür zu setzen, sein Nachfolger Owen Van Natta musste nach nur knapp einem halben Jahr im Amt im Februar 2010 ebenfalls seinen Hut nehmen.
Rupert Murdoch, von der Wirtschaftspresse lange Jahre als genialer Geschäftsmann gepriesen, gerät für seine strategischen Entscheidungen immer mehr in die Kritik. Insbesondere sein Festhalten an einem sich im Sterben befindlichen Zeitungsgeschäft wird von Analysten als von Nostalgie geblendete Altersstarrheit interpretiert. Wenn sich News Corp. weiter an chronisch defizitäre Medien wie der "New York Post" festklammert, so die Sorge der Rating Agenturen, könnten die Verluste anhalten. Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass Murdoch alle selbst ernannten Experten getäuscht hätte, um am Ende als strahlender Sieger dazustehen.
Murdochs Strategie sieht vor, ab 2010 sämtliche Onlineausgaben der Zeitungen kostenpflichtig zu gestalten. Neben dem Webauftritt des Wall Street Journals, das bereits seit geraumer Zeit seine Leser zur Kasse bittet, soll im Frühjahr 2010 die Sonntagsausgabe der "Times of London" den Anfang machen. Deren Inhalte sollen auf einer separaten Website nur gegen Bezahlung abrufbar gemacht werden, wobei der Preis für einen 24-stündigen Zugriff genau so hoch ist, wie der der Printausgabe (im Moment 90 Pence).
Innerhalb eines Jahres sollen schrittweise alle Websiten von News Corps 175 Zeitungen ihren frei zugänglichen Content entfernt haben und stattdessen Bezahlabos anbieten. Der gewagte Plan kann jedoch im Prinzip nur funktionieren, wenn Murdochs Konkurrenten ebenfalls auf "paid content" umschalten, da ansonsten die Leser auf die kostenlosen Nachrichtenangebote der Konkurrenz zurückgreifen werden. Generell ist die Bereitschaft der Online-Leser Geld für Artikel zu zahlen, gering - seien sie noch so exklusiv und journalistisch hochwertig. "Times Select", das Experiment der New York Times, in dessem Rahmen besondere Texte und Kommentare von Celebrity-Kolumnisten gegen Bezahlung angeboten wurden, scheiterte vor zwei Jahren grandios. Jüngst kam eine Studie der Europäischen Kommission zu dem Ergebnis, das weniger als fünf Prozent aller Europäer bereit sind, für Onlineinhalte zu bezahlen.
Um die "Paid Content"-Offensive effektiver zu gestalten, kündigte Rupert Murdoch im November 2009 zudem an, sämtliche Homepages seiner Zeitungen aus der Google-Suche zu entfernen. Google-Nutzer seien, so Murdoch, "Content-Kleptomanen", die es in Zukunft daran zu hindern gilt, kostenlos in den Genuss des hochwertigen News Corp.-Journalismus zu kommen. Ein Abkommen mit Googles Konkurrent Microsoft, die News Corp.-Seiten exklusiv in den Ergebnissen der Suchmaschine Bing erscheinen zu lassen, scheiterte jedoch.
Weiterführende Literatur
» Barthel, Nadine 2008: Murdoch, Keith Rupert. In: Hachmeister, Lutz (Hrsg.): Grundlagen der Medienpolitik. DVA, München, S. 272-277.
» Crainer, Stuart 2001: Big Shots. Business the Rupert Murdoch Way. Capstone, Mankato.
» Page, Bruce 2004: The Murdoch Archipelago. Pocket Books, London.
» Shawcross, William 1997: Murdoch. Simon & Schuster, New York.
» Wolff, Michael 2008: The Man Who Owns the News: Inside the Secret World of Rupert Murdoch. Broadway, New York.
Links
Unternehmenskommunikation:
» Pressemitteilungen der News Corporation
» Geschäftsberichte
Presseberichterstattung:
- Newser.com: Michael Wolff: Why MySpace and the Internet Could Kill Rupert Murdoch (15.02.2010)
- Berliner Zeitung: James Murdoch - Boss und Rebell (24.11.2009)
- Der Spiegel: James Murdoch im Interview – „Wir waren immer rebellisch“
(Heft 44/2009 vom 26.10.2009, S. 102-104)
- FAZ: Journalismus im Internet - Gratis war gestern (07.08.2009)
- Der Spiegel: Gratis-Journalismus - Murdoch will Geld für Newsseiten (06.08.2009)
- Der Spiegel: Murdochs Medienimperium macht Millionenminus (06.08.2009)
- epd medien: „News of the World“ - Skandal um illegale Presse-Praktiken (15.07.2009)
- Süddeutsche Zeitung: Der Krake Murdoch (13.07.2009)
- Handelsblatt: Aus Premiere wird Sky mit Rezepten aus Italien (03.07.2009)
- Handelsblatt: Kein Platz mehr bei MySpace (17.06.2009)
- taz: Murdoch prophezeit Tod der Zeitung (11.06.2009)
- Handelsblatt: Chase Carey - Murdochs Lückenfüller (3.6.2009)
» “Outfoxed: Rupert Murdoch’s War on Journalism” bei Google Video
News
19.02.10 / News Corp. Ltd.
Rupert Murdoch verkauft TV-Sender und Dow-Jones-Index
Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp. hat sich in den vergangenen Tagen Geld zum Abbau der Schulden verschafft: Der Konzern des Medienmoguls verkaufte zum einen den bulgarischen Privatsender bTV für 400 Millionen US-Dollar an...
» mehr04.02.10 / News Corp. Ltd., Time Warner Inc., Comcast Corp.
US-amerikanische Medienkonzerne schreiben schwarze Zahlen
Drei der größten Medienkonzerne der Welt haben ihre aktuellen Quartalszahlen vorgelegt. Demnach erwirtschafteten Time Warner, Rupert Murdochs News Corp. und der Kabelkonzern Comcast von Oktober bis Dezember 2009 jeweils Gewinn....
» mehr23.11.09 / News Corp. Ltd., Microsoft Corporation/MSN, Google Inc.
Microsoft und News Corp. wollen sich gegen Google verbünden
Der Medienkonzern News Corp. und Microsoft verhandeln nach Medienberichten derzeit über eine Kooperation. Demnach sollen Inhalte aus dem Medienimperium von Rupert Murdoch zukünftig nicht mehr bei der Google-Suche auftauchen,...
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- Liberty Media Corp.
- Reed Elsevier PLC
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- Pearson plc
- BBC
- Advance Publications
- Virgin Media Inc.
- Cablevision Systems Corp.
- Gannett Co. Inc.
- Clear Channel Comm.
- Charter Comm. Inc.
- The McGraw-Hill Comp. Inc.
- Nippon Hoso Kyokai
- Mediaset SpA
- Grupo PRISA
- Bloomberg L.P.
- Fuji Media Holdings, Inc.
- Tribune Co.
- The Hearst Corporation
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