23. Gannett Co. Inc.

Umsatz 2008: $ 6,767 Mrd. (€ 4,601 Mrd.)

Überblick

einklappen

Gannett Co., Inc. ist Besitzer der größten Zeitungskette der USA, wichtigstes Produkt ist die USA Today. Auch 23 Fernsehkanäle sowie –Produktionsfirmen und diverse werbefinanzierte Onlineangebote gehören zum Portfolio.

Basisdaten

einklappen

Hauptsitz: 7950 Jones Branch Drive, McLean, Virginia 22107-0910 , USA
Telefon: 001-703-854-6000
Telefax: 001-703-854-2046
Internet: www.gannett.com

Branche: Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenagentur, Druckbetriebe, Fernsehsender, TV-Produktion, Kabelnetze, Internet-Services
Rechtsform:  Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.
Gründungsjahr: 1906

 

Tab. I: Ökonomischen Basisdaten

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

Umsatz (in Mio. US-Dollar)

6,767

7.439

8.033

7.600

7.380

6.711

6.422

6.344

Gewinn (Verlust) nach Steuern (in Mio. US-Dollar)

(6,647)

1.055

1.160

1.244

1.32

1.21

1.16

831

Aktienkurs (in US-Dollar, Jahresende)

8,00

39,00

60,03

60,19

81,65

89,05

72,22

67,93

Dividende (pro Aktie in US-Dollar)

1,60

1,42

1,2

ca 1,0

1,02

0,97

0,93

0,89

Beschäftigte

41.500

46.100

49.675

52.600

52.500

k.A.

k.A.

51.500

Geschäftsführung

einklappen

Geschäftsführung / Management:

  • Craig Dubow, Chairman, President and CEO (seit 15.7.2005)
  • Gracia C. Martore, Executive Vice President and CFO
  • Roxanne V. Horning, Senior Vice President, Gannett Human Resources
  • Paul Davidson, Chairman and CEO, Newsquest plc
  • David Hunke, President and Publisher, USA Today
  • Wendell J. Van Lare, Senior Vice President, Gannett Labor Relations
  • Robert J. Dickey, Senio Group President, U.S. Community Publishing
  • Chris Saridakis, Senior Vice President, Chief Digital Officer
  • Dave Lougee, President, Broadcasting Division
  • Kurt Wimmer, Senior vice president, general counsel
  • John A. Williams, President, Gannett Digital

 

Besitzverhältnisse:  
Private Capital Management, Inc. (5,4%), JP Morgan Chase & Company (5,2%), Bank of Ireland Asset Management (4,7%) Tukman Capital Management, Inc. (4,4%), Barclays Bank Plc (3,7%), Wellington Management Company, Llp (3,3%), State Street Corporation (3,3%), Rest Streubesitz.

Geschichte und Profil

einklappen

1906 gründete Frank Gannett das Unternehmen mit dem Kauf der Lokalzeitung "Elmira Gazette" im US-Bundesstaat New York. Schon dort war die wirtschaftliche Strategie erkennbar, durch die Gannett später zu Amerikas größtem Zeitungsverlag aufsteigen sollte, er erwarb die "Gazette" für 20.000 Dollar und das verlustmachende Konkurrenzblatt "Star" gleich mit. Die Bildung lokaler Zeitungsmonopole war seine Devise. Bis zu seinem Tod im Jahr 1957 hatte Gannett 21 Zeitungen gesammelt, vorwiegend Regionalblätter aus dem Staat New York. Sein Nachfolger Paul Miller expandierte in größere Städte, sogar bis nach Honolulu und Guam.
Mit dem Kauf der Firma Multimedia Inc. im Jahr 1995 für 2,3 Milliarden Dollar tätigte Gannett den bislang größten Abschluss seiner Firmengeschichte. Durch Multimedia Inc. verfügte Gannett über zehn weitere Lokal- und Regionalzeitungen, fünf TV-Stationen und zwei Radiosender. In fünf US-Bundesstaaten war Multimedia außerdem Betreiber von Kabelnetzen, diese wurden im Sommer 1999 für 2,7 Milliarden Dollar an Cox Communications (link auf unsere Seite zu Cox) verkauft. 1996 verkaufte Gannett sein Tochterunternehmen Louis Harris & Associates (Meinungsforschung) an die Gordon S. Black Corp. und veräußerte seine Außenwerbungs-Gesellschaften an Outdoor Systems für 690 Millionen Dollar. 2000 erwarb Gannett die Zeitungskette Central Newspapers Inc für 2,6 Milliarden $ und 21 Zeitungen von der kanadischen Firma Thompson Corp..

Management

einklappen

Am 15. Juli 2005 übernahm Craig A. Dubrow die Doppelfunktion von President und CEO von Douglas H. McCorkindale, der bis Anfang 2007 Chairman bleibt. Der 50-jährige Dubrow gehört seit 2001 zum Top-Management, zuletzt war er für die 21 Fernsehstationen zuständig, von denen einige immerhin zu den führenden der USA zählen. Er ist bereits seit 24 Jahren für Gannett tätig. Seine Karriere begann er bei KPRC-TV in Houston, Texas, in Produktion und Werbung. 1981 kam er zu Gannett und verkaufte Werbezeiten beim TV-Sender K*USA-TV in Denver. Er stieg kontinuierlich auf; 1990 übernahm er erstmals die Leitung eines Senders in Austin, Texas. 1996 wurde er ins Management der ganzen Senderkette berufen, deren Gesamtleitung er 2000/2001 übernahm.

Das Unternehmen legt Wert auf Corporate Responsibility und die Außenwahrnehmung seiner Engagements. Ca. 11,2 Mrd.  $ investierte der Konzern 2005 in die Förderungen seiner Gannett Foundation. Die Stiftung fördert Erziehung und Ausbildung, Jugend- und Familienprogramme, Journalistenlehrgänge oder hilft bei Katastrophenfällen (Hurrikane Katrina 2005) mit Geschenken. Stolz verkündet das Unternehmen auf seiner Homepage, dass es von der Zeitschrift "Black Enterprise" als einer der "25 best Places for Blacks to Work" und vom "Working Mother Magazine" für seine Frauenfreundlichkeit ausgezeichnet worden sei. Zudem taucht Gannett in der Liste der "Best Companies for Women" auf. 45% der Mitarbeiter sind weiblich und jeder 4. ist kein Weißer. 1999 bekam USA Today mit Karen Jurgensen die erste Chefredakteurin einer nationalen US-Zeitung. Offenbar haben Frauen und Angehörige von Minderheiten (relativ) gute Karrierechancen im Konzern. Glaubt man den Aussagen aus dem Hause Gannett, so scheint sich hinter der Fassade des Großkonzerns, der für Blätter für die breite Masse steht, ein angenehmer Arbeitgeber zu verbergen.
Dass das Unternehmen keineswegs für oberflächlichen Massenjournalismus steht, beweisen 45 Pulitzerpreise für seine Mitarbeiter. Hinzu kommen, nach Gannett-Selbstdarstellung, 1237 professionelle Auszeichnungen, alleine für das Jahr 2004. Darüber hinaus hat sich Gannett mit der Verabschiedung eines ethischen Verhaltenskodex für Journalisten 1999 hervor getan. Auch bei der Verankerung journalistischer Standards hat die Gruppe ihre Anstrengungen in letzter Zeit verstärkt. All dieser Einsatz kann nicht darüber hinwegtäuschen, was die Ziele der Gruppe sind. Einen Preis für guten Journalismus zu gewinnen, sei "keine Priorität", sagte der ehemalige CEO Douglas McCorkindale. Er betonte: "Gannett wird die Analysten der Wall Street nie überraschen'".


Ende März 2008 gab Craig Moon bekannt sein Amt als Verleger der USA Today bis April niederlegen und Gannett nach 23 Jahren Zusammenarbeit verlassen zu wollen. Konkrete Gründe oder Pläne für die Zukunft nannte er nicht. Das Internet habe aber zusätzliche Möglichkeiten für die Entwicklung neuartiger "Business Models" geschaffen, die er mit seinen (zukünftigen) Partner erforschen wolle (O-Ton Moon). Als Nachfolger Moons wurde im April 2009 David Hunke benannt.

Geschäftsfelder

einklappen

Zeitungen/Zeitschriften:
Gannett besitzt 85 Tageszeitungen in den USA, darunter USA Today, The Cincinnati Enquirer, The Des Moines Register, Army Times und Navy Times und ist somit die größte Zeitungskette der USA mit einer täglichen, insgesamt verkauften Gesamtauflage von ca. 7,2 Millionen Exemplaren. Des Weiteren gibt Gannett 800 US-Zeitschriften heraus. Nach dem Zukauf der britischen Newsquest Media Group verlegt Gannett in England rund 300 Titel, darunter 18 Tageszeitungen.

Zum Portfolio von Gannett gehört auch die einzige "echte" landesweite Zeitung der USA, deren internationale Ausgabe zu einem Stück Heimat für US-Bürger in aller Welt geworden ist, USA Today. USA Today, von Allen Neuharth 1982 mit dem Ziel gegründet, den farblosen, schlichten Blättern wie The Wall Street Journal oder The New York Times eine Alternative entgegenzusetzen, ist heute mit rund 2,3 Millionen Exemplaren die auflagenstärkste Tageszeitung der USA und damit größer als The Wall Street Journal. USA Today ist Fernsehen zum Lesen, oberflächlich, kurz und unaufdringlich. Das Blatt, grundsätzlich von einem pro-amerikanischen Optimismus geprägt, setzt oft eher auf "weiche" Nachrichten statt auf harte News, Motto: "Wichtig ist, was der Leser will". Schon in der ersten Ausgabe (14.09.1982) machte USA Today nicht mit dem Attentat auf den libanesischen Präsidenten Bashir Gemayel auf, sondern mit dem tödlichen Unfall von Monacos Fürstin Gracia Patricia, der früheren Grace Kelly.

Im März 2005 hat Gannett den Kauf von HomeTown Communications Network Inc abgeschlossen und damit 1 weitere Tageszeitung, 62 Wochenzeitungen sowie zweiwöchentlich erscheinende Blätter und Telephonverzeichnisse in Besitz genommen.

Gannett versucht trotz der Anzeigenkrise die Aktionäre mit Kostensenkungen zufrieden zu stellen. Das Unternehmen hat deshalb die Redaktion von USA Today um rund 5% (100 Personen) auf 1900 Mitarbeiter verkleinert. Um junge Leser bis 35 Jahren zu gewinnen, hat Gannett u. a. in Michigan, Idaho, Cincinatti und Louisville kostenlose Boulevardzeitungen wie Noise, Cin oder Insider gegründet, die den alternativen Wochenblättern Konkurrenz machen.
Die Auflage von USA Today hat sich über die vergangenen Jahren hinweg bis heute fast unverändert bei der heutigen von etwa 2,3 Mio. gehalten. Möglicherweise kann der Chefredakteur Ken Paulson, der im April 2004 auf Karen Jurgensen folgte, langfristig eine neue Dynamik entfalten. Nach dem Spott, der sich jahrelang über die inhaltliche Qualität von USA Today ergossen hat, verbesserte sich die Qualität in den Augen professioneller Beobachter zuletzt deutlich.

War zu Anfang der 90er Jahre der Begriff Auslandskorrespondent noch ein Fremdwort bei USA Today, besitzt das Blatt nun Büros in London, Paris und Hongkong. Allerdings wirkt die Zeitung noch oft wie das direkte Sprachrohr der US-Regierung. Das Blatt, das anfangs von Verlusten geprägt war, macht inzwischen immerhin einen moderaten Gewinn. Heute wird die US-Auflage von USA Today in den USA sowie in internationalen Druckereien produziert, u. a. Frankfurt/Main, London, Hongkong und Luzern. Unter dem Label USA Today wird auch USA Today Sports Weekly sowie USA Weekend publiziert. Seit April 1995 erscheint USATODAY.com. Für die Online-Ausgabe wird nicht einfach der Zeitungsinhalt ins Internet gestellt. Die Online-Zeitung entspricht vielmehr einem Nachrichtendienst, der von einer eigenen Redaktion mit 82 Mitarbeitern rund um die Uhr aktualisiert wird sowie diverse Services anbietet.

An seine Grenzen stieß Gannett beim Bieten um die Zeitungskette Pulitzer Inc.. Im Juni 2005 ging sie an Lee Enterprises zum Preis von 1,46 Mrd. $. Zwar gab Gannett das bessere Gebot ab. Der Konzern ging leer aus, weil Behörden eine Sondererlaubnis hätten erteilen müssen.
Craig A. Dubow verkündet im März 2007 den Kauf von Anteilen an der Southern Connecticut Newspapers Inc., einer Tochtergesellschaft der Tribune Company. Die Tageszeitungen aus der Region New York/Connecticut, darunter The Advocate (Stamford) und die Greenwich Time, bildeten eine hervorragende Ergänzung zum bisherigen Portfolio.

Fernsehen:
Der Einstieg ins elektronische Mediengeschäft bedeutet auch eine neue Ausrichtung der Konzernstrategie. Immerhin gehört Gannett mit 23 TV-Stationen zu einer der zehn größten TV-Gruppen des Landes. Die 21 Fernsehstationen, die Gannett 1995 übernahm, verzeichneten dank der Olympischen Spiele und der Präsidentschaftswahl höchste Umsätze. Im Bereich TV-Produktionen ist Gannett vor allem auf Talkshows spezialisiert: Die mittlerweile eingestellten TV-Formate "Donahue", einer der ältesten Sendungen dieses Genres, und "Rush Limbaugh: The Television Show" des erzkonservativen Radio-Talkers Rush Limbaugh stammten von Gannett, ebenso die umstrittende "Jerry Springer"-Show. Nicht immer siegte bei Gannett Kommerz über Inhalt: Nach dem Bomben-Attentat von Oklahoma City 1998 ließ Gannett nach eigener Darstellung Mitarbeiter aller seiner Sender einfliegen, um seiner Lokal-Station vor Ort zu helfen. Die 21 TV-Sender erreichen nach Angaben von Gannett über 20% der amerikanischen Bevölkerung. Jeder Sender verfügt über lokal orientierte Online-Seiten mit News, Unterhaltung und Werbeinhalten, in Text und Video-Formaten.
Im April 2004 kaufte der Konzern die Firma Captivate Network Inc., die Fernsehgeräte in Aufzügen in mehr als 400 Gebäuden installiert hat und für weitere 1000 Gebäude in Planung hat.

Internet:
Die Web-Angebote des „Gannett Online Network“ finanzieren sich über Werbeeinnahmen. Die von 99 Lokalzeitungsredaktionen und von 20 TV-Sendern in den USA erstellten Web-Inhalte verzeichnen im Oktober 2007, laut Nielsen/Net Ratings monatlich ca. 23 Mio. Einzelbesucher. Die 80 Online-Publikationen für Großbritannien verzeichnen ca. 3 Mio. Nutzer pro Monat.
1995 gründete Gannett zusammen mit acht anderen Verlagen, darunter Advance Publications (Link auf unsere Seite), Cox Newspapers (Link auf unsere Seite), Hearst, The New York Times und Tribune Company (Link auf unsere Seite) den Online-Zeitungsdienst "New Century Network". Zweck war die Bildung einer gemeinsamen Online-Werbeplattform und einer gemeinsamen News-Suchmaschine. Die Zusammenarbeitet scheitete nach weniger als 3 Jahren. Erneut setzte Gannett erst 1996 wieder auf ein Kooperationsmodell. Gannett entwickelte in Zusammenarbeit mit Knight Ridder und Landmark Communications ein eigenes Online-Publishing-System, InfiNet, das länger überlebte, aber 2003 ganz in die Obhut Gannetts überging. Gannett ist beteiligt an Spezial-Online-Programmen wie 4Info.net, einem Mobiltelefonie-Dienstleister oder der Plattform CareerBuilder.com.
Ende November 2006 schlossen 176 Zeitungsverlage, darunter Gannett und Cox Enterprises (Link auf unsere Seite) mit Yahoo (link zu yahoo.com) einen umfassenden Vertrag nicht nur zur konzertierten Werbevermarktung via Internet ab. Die Kooperation bezieht auch die gemeinsame Nutzung von Content und neuer digitaler Technologien ein. Innerhalb der ersten Phase werden Stellenanzeigen der Zeitungen mit den entsprechenden Yahoo-Seiten verlinkt. Langfristig sollen die Zeitungsinhalte durch Yahoo mit Tags versehen und so die Suche optimiert werden.

Sonstige: Strategische Investitionen flossen in Online-Werbe- und in Such-Technologien. Partnerschaftsverträge wurden mit Online-Unternehmungen geschlossen, die in den Bereichen Stellenangebote, Automobil- und Immobilienhandel aktiv sind. Mit 4INFO, engagiert Gannet sich zudem im Feld der Mobilfunk-Informationsdienste.

Aktuelle Entwicklungen

einklappen

Im Juli 2008 erwarb Gannet einen Anteil am Online-Videoportal Mogulus. Das Unternehmen, das unter anderem die Tageszeitung „USA Today“ verlegt, verspricht sich von der Investition einen Zuwachs im Bereich des Online-Journalismus. Die bei Gannet beschäftigten Redakteure und Fotografen sollen über Mogulus ein zusätzliches News-Angebot schaffen. Das Konzept der Video-Plattform besteht darin, den Usern die Möglichkeit zu geben, einen eigenen Kanal zu starten und „sein eigener Medienmogul zu werden“ (O-Ton der Homepage von Mogulus).

Gannett musste im Juni 2008 einen Einbruch im Bereich der gesamten Werbeeinnahmen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 14,3% auf 347,1 Millionen Dollar hinnehmen. Das Anzeigengeschäft verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von 18,8% auf 135,1 Millionen US-Dollar. Den stärksten Einbruch erlitt Gannett im dritten Quartal 2008, als die Werbeeinahmen im Printsektor um 33% auf 158,1 Millionen Dollar zurückgingen. Als Reaktion auf die wirtschaftliche Misere trennte sich das Unternehmen bereits im Sommer 2008 von rund 1000 Mitarbeitern. Betroffen waren die Angestellten von 84 Tageszeitungen und rund 900 Zeitschriften. Nur das Flagschiff von Gannett, die "USA Today" blieb von Kündigungen verschont. Mittlerweile plant Gannett im Zuge der Finanz- und Zeitungskrise einen weiteren Stellenabbau von 10%. Davon wären mehr als 3.000 Mitarbeiter betroffen. Im ersten Quartal 2009 kam es erneut zu Einbrüchen im finanziellen Sektor. Gannett verzeichnete einen Gewinnrückgang um rund 60% zum Vorjahresergebniss. Der Gewinn des US-Zeitungsverlags reduzierte sich um gut 18% auf rund 1,4 Mrd. US-Dollar und der Nettogewinn lag damit nur noch bei 77,7 Millionen US-Dollar, im Vergleich zu 191,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Grund für die schlechten Zahlen seien der anhaltende Rückgang der Werbeumsätze. Dadurch verlor die USA Today ihre Stellung als meistverkaufte Zeitung der USA an das Wall Street Journal. Auf Grund des Umsatzverlustes wurden in jüngster Zeit zusätzlich 27 Stellen der USA Today und 11 Stellen der USA Weekend im Bereich Journalismus gestrichen.

Wie viele Zeitungen in den Usa sucht auch die USA Today nach neuen Einnahmequellen, da die gedruckte Auflage rückläufig ist und die Konkurrenz durch kostenlose Nachrichtenangebote im Internet immer größer wird. Deshalb testet die Tageszeitung derzeit an mehrern Universitäten des Landes die Akzeptanz einer elektronischen und für die Studenten kostenlosen Fassung der gedruckten Zeitungsausgabe. Die Ergebnisse der Testreihen stehen noch aus.

News

01.02.10 / Gannet Co. Inc.

Gannett: US-Zeitungskrise lässt Umsatz schrumpfen

Der Umsatz des US-amerikanischen Medienkonzerns Gannett ist im vergangenen Jahr um rund 17 Prozent auf 5,612 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Wie das Unternehmen mitteilte, waren dafür insbesondere die sinkenden...

» mehr

02.07.09 / Gannet Co. Inc.

USA: Gannett streicht mehr als 1000 Stellen

Der US-amerikanische Medienkonzern Gannett will einem Bericht des „Wall Street Journals“ zufolge mehr als 1000 Mitarbeiter entlassen. Grund dafür seien die schrumpfenden Erlöse aus dem Anzeigengeschäft. Im ersten Quartal 2009 war...

» mehr

17.04.09 / Gannet Co. Inc.

Gannett mit Gewinnrückgang um 60 Prozent

Der US-Zeitungsverlag Gannett hat für das erste Quartal 2009 einen Gewinnrückgang von 60 Prozent vermeldet. Grund für die schlechten Zahlen seien die anhaltend rückläufigen Werbeumsätze. Der Nettogewinn lag bei 77,4 Mio. Dollar,...

» mehr