31. Gannett Co. Inc.

Umsatz 2010: $ 5,439 Mrd. (€ 4,103 Mrd.)

Überblick

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Gannett Co. Inc. ist Besitzer der größten Zeitungskette der USA, wichtigstes Produkt ist die USA Today. Auch 23 Fernsehkanäle sowie -produktionsfirmen und diverse werbefinanzierte Onlineangebote gehören zum Portfolio.

Basisdaten

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Hauptsitz: 7950 Jones Branch Drive, McLean, Virginia 22107-0910 , USA
Telefon: 001-703-854-6000
Telefax: 001-703-854-2046
Internet: www.gannett.com

Branche: Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenagentur, Druckbetriebe, Fernsehsender, TV-Produktion, Kabelnetze, Internet-Services
Rechtsform:  Aktiengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.
Gründungsjahr: 1906

Tab. I: Ökonomischen Basisdaten

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2004

Umsatz (in Mio. US-Dollar)

5.439

5.510

6.640

7.439

8.033

7.600

7.380

Gewinn (Verlust) nach Steuern (in Mio. US-Dollar)

588

355

(6,647)

1.055

1.160

1.244

1.32

Aktienkurs (in US-Dollar, Jahresende)

15,09

10,31

8,00

39,00

60,03

60,19

81,65

Dividende (pro Aktie in US-Dollar)

0,16

0,16

1,60

1,42

1,2

1,0

1,02

Beschäftigte

49.675

35.000

41.500

46.100

49.675

52.600

52.500

 

 

Geschäftsführung

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Vorstand/Verwaltungsrat:

 

Management:

  • Maryam Banikarim, Senior Vice President and Chief Marketing Officer
  • William Behan, Senior Vice President, Gannett Labor Relations
  • Paul Davidson, Chairman and CEO, Newsquest plc
  • Robert J. Dickey, President, U.S. Community Publishing
  • Roxanne V. Horning, Senior Vice President, Gannett Human Resources
  • David Hunke, President and Publisher, USA Today
  • Dave T. Lougee, President, Gannett Broadcasting Division
  • Todd A. Mayman, Senior Vice President, General Counsel and Secretary
  • David A. Payne, Senior Vice President and Chief Digital Officer
  • Paul N. Saleh, Senior Vice President and Chief Financial Officer
  • John A. Williams, President, Gannett Digital Ventures


Abteilungsleiter:

  • Sally K. Clurman, Vice President, Taxes
  • Daniel S. Ehrman, Jr., Vice President, Planning and Development
  • George R. Gavagan, Vice President, Controller
  • Michael A. Hart, Vice President, Treasurer
  • Karen R. Moreno, President, Gannett Supply
  • Barbara W. Wall, Vice President, Senior Associate General Counsel
  • Jane Ann Wimbush, Vice President, Internal Audit

 

Besitzverhältnisse: Private Capital Management, Inc. (5,4%), JP Morgan Chase & Company (5,2%), Bank of Ireland Asset Management (4,7%) Tukman Capital Management, Inc. (4,4%), Barclays Bank Plc (3,7%), Wellington Management Company, Llp (3,3%), State Street Corporation (3,3%), Rest Streubesitz.

Geschichte und Profil

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1906 gründete Frank Gannett das Unternehmen mit dem Kauf der Lokalzeitung "Elmira Gazette" im US-Bundesstaat New York. Schon dort war die wirtschaftliche Strategie erkennbar, durch die Gannett später zu Amerikas größtem Zeitungsverlag aufsteigen sollte, er erwarb die "Gazette" für 20.000 Dollar und das Verlust machende Konkurrenzblatt "Star" gleich mit. Die Bildung lokaler Zeitungsmonopole war seine Devise. Bis zu seinem Tod im Jahr 1957 hatte Gannett 21 Zeitungen gesammelt, vorwiegend Regionalblätter aus dem Staat New York. Sein Nachfolger Paul Miller expandierte in größere Städte, sogar bis nach Honolulu und Guam.
Mit dem Kauf der Firma Multimedia Inc. im Jahr 1995 für 2,3 Milliarden Dollar tätigte Gannett den bislang größten Abschluss seiner Firmengeschichte. Durch Multimedia Inc. verfügte Gannett über zehn weitere Lokal- und Regionalzeitungen, fünf TV-Stationen und zwei Radiosender. In fünf US-Bundesstaaten war Multimedia außerdem Betreiber von Kabelnetzen, diese wurden im Sommer 1999 für 2,7 Milliarden Dollar an Cox Communications verkauft. 1996 verkaufte Gannett sein Tochterunternehmen Louis Harris & Associates (Meinungsforschung) an die Gordon S. Black Corp. und veräußerte seine Außenwerbungs-Gesellschaften an Outdoor Systems für 690 Millionen Dollar. 2000 erwarb Gannett die Zeitungskette Central Newspapers Inc. für 2,6 Milliarden $ und 21 Zeitungen von der kanadischen Firma Thompson Corp.

Management

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Am 15. Juli 2005 übernahm Craig A. Dubrow die Doppelfunktion von President und CEO von Douglas H. McCorkindale, der bis Anfang 2007 Chairman blieb. Der 50-jährige Dubrow gehört seit 2001 zum Top-Management, zuletzt war er für die 21 Fernsehstationen zuständig, von denen einige immerhin zu den führenden der USA zählen. Er ist bereits seit 24 Jahren für Gannett tätig. Seine Karriere begann er bei KPRC-TV in Houston, Texas, in Produktion und Werbung. 1981 kam er zu Gannett und verkaufte Werbezeiten beim TV-Sender K*USA-TV in Denver. Er stieg kontinuierlich auf; 1990 übernahm er erstmals die Leitung eines Senders in Austin, Texas. 1996 wurde er ins Management der ganzen Senderkette berufen, deren Gesamtleitung er 2000/2001 übernahm. Im Oktober 2011 tratt Craig A. Dubrow aus gesundheitlichen Gründen von seinen Ämtern bei Gannett Co. Inc. zurück. Als neuer Chairman fungiert Marjorie Magner, während Gracia C. Martore (vormals COO) die Rolle des CEO übernimmt.

Das Unternehmen legt Wert auf Corporate Responsibility und die Außenwahrnehmung seiner Engagements. Ca. 11,2 Mrd.  $ investierte der Konzern 2005 in die Förderungen seiner Gannett Foundation. Die Stiftung fördert Erziehung und Ausbildung, Jugend- und Familienprogramme, Journalistenlehrgänge oder hilft bei Katastrophenfällen (Hurricane Katrina 2005) mit Geschenken. Stolz verkündet das Unternehmen auf seiner Homepage, dass es von der Zeitschrift "Black Enterprise" als einer der "25 best Places for Blacks to Work" und vom "Working Mother Magazine" für seine Frauenfreundlichkeit ausgezeichnet worden sei. Zudem taucht Gannett in der Liste der "Best Companies for Women" auf. 45% der Mitarbeiter sind weiblich und jeder 4. ist kein Weißer. 1999 bekam USA Today mit Karen Jurgensen die erste Chefredakteurin einer nationalen US-Zeitung. Offenbar haben Frauen und Angehörige von Minderheiten (relativ) gute Karrierechancen im Konzern. Glaubt man den Aussagen aus dem Hause Gannett, so scheint sich hinter der Fassade des Großkonzerns, der für Blätter für die breite Masse steht, ein angenehmer Arbeitgeber zu verbergen.
Dass das Unternehmen keineswegs für oberflächlichen Massenjournalismus steht, beweisen 45 Pulitzerpreise für seine Mitarbeiter. Hinzu kommen, nach Gannett-Selbstdarstellung, 1237 professionelle Auszeichnungen, allein für das Jahr 2004. Darüber hinaus hat sich Gannett mit der Verabschiedung eines ethischen Verhaltenskodex für Journalisten 1999 hervor getan. Auch bei der Verankerung journalistischer Standards hat die Gruppe ihre Anstrengungen in letzter Zeit verstärkt. All dieser Einsatz kann nicht darüber hinwegtäuschen, was die Ziele der Gruppe sind. Einen Preis für guten Journalismus zu gewinnen, sei "keine Priorität", sagte der ehemalige CEO Douglas McCorkindale. Er betonte: "Gannett wird die Analysten der Wall Street nie überraschen".


Ende März 2008 gab Craig Moon bekannt, sein Amt als Verleger der USA Today bis April niederlegen und Gannett nach 23 Jahren Zusammenarbeit verlassen zu wollen. Konkrete Gründe oder Pläne für die Zukunft nannte er nicht. Das Internet habe aber zusätzliche Möglichkeiten für die Entwicklung neuartiger "Business Models" geschaffen, die er mit seinen (zukünftigen) Partner erforschen wolle (O-Ton Moon). Als Nachfolger Moons wurde im April 2009 David Hunke benannt.

Geschäftsfelder

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Zeitungen/Zeitschriften:
Gannett besitzt 85 Tageszeitungen in den USA, darunter USA Today, The Cincinnati Enquirer, The Des Moines Register, Army Times und Navy Times und ist somit die größte Zeitungskette der USA mit einer täglichen, insgesamt verkauften Gesamtauflage von ca. 7,2 Millionen Exemplaren. Des Weiteren gibt Gannett 800 US-Zeitschriften heraus. Nach dem Zukauf der britischen Newsquest Media Group verlegt Gannett in England rund 300 Titel, darunter 18 Tageszeitungen.

Zum Portfolio von Gannett gehört auch die einzige "echte" landesweite Zeitung der USA, deren internationale Ausgabe zu einem Stück Heimat für US-Bürger in aller Welt geworden ist, USA Today. USA Today, von Allen Neuharth 1982 mit dem Ziel gegründet, den farblosen, schlichten Blättern wie The Wall Street Journal oder The New York Times eine Alternative entgegenzusetzen, ist heute mit rund 2,3 Millionen Exemplaren die auflagenstärkste Tageszeitung der USA und damit größer als The Wall Street Journal. USA Today ist Fernsehen zum Lesen, oberflächlich, kurz und unaufdringlich. Das Blatt, grundsätzlich von einem pro-amerikanischen Optimismus geprägt, setzt oft eher auf "weiche" Nachrichten statt auf harte News, Motto: "Wichtig ist, was der Leser will". Schon in der ersten Ausgabe (14.09.1982) machte USA Today nicht mit dem Attentat auf den libanesischen Präsidenten Bashir Gemayel auf, sondern mit dem tödlichen Unfall von Monacos Fürstin Gracia Patricia, der früheren Grace Kelly.

Gannett versucht trotz der Anzeigenkrise die Aktionäre mit Kostensenkungen zufrieden zu stellen. Das Unternehmen hat deshalb die Redaktion von USA Today um rund 5% (100 Personen) auf 1900 Mitarbeiter verkleinert. Um junge Leser bis 35 Jahren zu gewinnen, hat Gannett u. a. in Michigan, Idaho, Cincinatti und Louisville kostenlose Boulevardzeitungen wie Noise, Cin oder Insider gegründet, die den alternativen Wochenblättern Konkurrenz machen.
Die Auflage von USA Today hat sich über die vergangenen Jahren hinweg bis heute fast unverändert bei der heutigen von etwa 2,3 Mio. gehalten. Möglicherweise kann der Chefredakteur Ken Paulson, der im April 2004 auf Karen Jurgensen folgte, langfristig eine neue Dynamik entfalten. Nach dem Spott, der sich jahrelang über die inhaltliche Qualität von USA Today ergossen hat, verbesserte sich die Qualität in den Augen professioneller Beobachter zuletzt deutlich.

War zu Anfang der 90er Jahre der Begriff Auslandskorrespondent noch ein Fremdwort bei USA Today, besitzt das Blatt nun Büros in London, Paris und Hongkong. Allerdings wirkt die Zeitung noch oft wie das direkte Sprachrohr der US-Regierung. Das Blatt, das anfangs von Verlusten geprägt war, macht inzwischen immerhin einen moderaten Gewinn. Heute wird die US-Auflage von USA Today in den USA sowie in internationalen Druckereien produziert, u. a. Frankfurt/Main, London, Hongkong und Luzern. Unter dem Label USA Today wird auch USA Today Sports Weekly sowie USA Weekend publiziert. Seit April 1995 erscheint USATODAY.com. Für die Online-Ausgabe wird nicht einfach der Zeitungsinhalt ins Internet gestellt. Die Online-Zeitung entspricht vielmehr einem Nachrichtendienst, der von einer eigenen Redaktion mit 82 Mitarbeitern rund um die Uhr aktualisiert wird sowie diverse Services anbietet.


Fernsehen:
Der Einstieg ins elektronische Mediengeschäft bedeutet auch eine neue Ausrichtung der Konzernstrategie. Immerhin gehört Gannett mit 23 TV-Stationen zu einer der zehn größten TV-Gruppen des Landes. Die 21 Fernsehstationen, die Gannett 1995 übernahm, verzeichneten dank der Olympischen Spiele und der Präsidentschaftswahl höchste Umsätze. Im Bereich TV-Produktionen ist Gannett vor allem auf Talkshows spezialisiert: Die mittlerweile eingestellten TV-Formate "Donahue", eine der ältesten Sendungen dieses Genres, und "Rush Limbaugh: The Television Show" des erzkonservativen Radio-Talkers Rush Limbaugh stammten von Gannett, ebenso die umstrittene "Jerry Springer"-Show. Nicht immer siegte bei Gannett Kommerz über Inhalt: Nach dem Bomben-Attentat von Oklahoma City 1998 ließ Gannett nach eigener Darstellung Mitarbeiter aller seiner Sender einfliegen, um seiner Lokal-Station vor Ort zu helfen. Die 21 TV-Sender erreichen nach Angaben von Gannett über 20% der amerikanischen Bevölkerung. Jeder Sender verfügt über lokal orientierte Online-Seiten mit News, Unterhaltung und Werbeinhalten, in Text und Video-Formaten.
Im April 2004 kaufte der Konzern die Firma Captivate Network Inc., die Fernsehgeräte in Aufzügen in mehr als 400 Gebäuden installiert hat und weitere 1000 Gebäude in Planung hat.

Internet:
Die Web-Angebote des „Gannett Online Network“ finanzieren sich über Werbeeinnahmen. Die von 99 Lokalzeitungsredaktionen und von 20 TV-Sendern in den USA erstellten Web-Inhalte verzeichnen im Oktober 2007, laut Nielsen/Net Ratings monatlich ca. 23 Mio. Einzelbesucher. Die 80 Online-Publikationen für Großbritannien verzeichnen ca. 3 Mio. Nutzer pro Monat.
1995 gründete Gannett zusammen mit acht anderen Verlagen, darunter Advance Publications, Cox Newspapers, Hearst, The New York Times und Tribune Company den Online-Zeitungsdienst "New Century Network". Zweck war die Bildung einer gemeinsamen Online-Werbeplattform und einer gemeinsamen News-Suchmaschine. Die Zusammenarbeit scheitete nach weniger als drei Jahren. Erneut setzte Gannett erst 1996 wieder auf ein Kooperationsmodell. Gannett entwickelte in Zusammenarbeit mit Knight Ridder und Landmark Communications ein eigenes Online-Publishing-System, InfiNet, das länger überlebte, aber 2003 ganz in die Obhut Gannetts überging. Gannett ist beteiligt an Spezial-Online-Programmen wie 4Info.net, einem Mobiltelefonie-Dienstleister oder der Plattform CareerBuilder.com.


Ende November 2006 schlossen 176 Zeitungsverlage, darunter Gannett und Cox Enterprises mit Yahoo einen umfassenden Vertrag nicht nur zur konzertierten Werbevermarktung via Internet ab. Die Kooperation bezieht auch die gemeinsame Nutzung von Content und neuer digitaler Technologien ein. Innerhalb der ersten Phase werden Stellenanzeigen der Zeitungen mit den entsprechenden Yahoo-Seiten verlinkt. Langfristig sollen die Zeitungsinhalte durch Yahoo mit Tags versehen und so die Suche optimiert werden.

Im Juli 2010 haben das Internet-Portal Yahoo und Gannett Co. Inc. ihre Kooperation ausgebaut und eine Werbepartnerschaft im Onlinebreich geschlossen. Über finanzielle Details der Partnerschaft wurde zunächst nichts bekannt. Der Deal besagt, dass alle 81 Zeitungsherausgeber sowie sieben Broadcasting Divisionen von Gannett Yahoo-Werbeplätze im Rahmen ihrer lokalen Werbedivisionen mit vermarkten und somit können Gannett-Werbekunden künftig ihre Zielgruppe auch auf digitalem Wege besser erreichen. Gracia Martore hierzu: "Working with Yahoo will allow us to offer targeted advertising messages with unmatched local audience reach". Außerdem wird Gannett das Targeting- und Werbesystem APT von Yahoo nutzen, um lokale Werbung zielgerichtet zu vermarkten.

Mehrere große US-Zeitungen und Gannett Co. Inc. investierten Ende 2010 in ein bisher kaum bekanntes Internet- Nachrichtenportal, das im April gegründete Start-Up-Unternehmen Ongo. Das Unternehmen habe knapp zehn Millionen Euro von „New York Times“, „Washington Post“ und dem „USA Today“-Mutterkonzern erhalten. Ongo will eine Plattform für Nachrichten im Netz entwickeln, die dem Nachrichten-Aggregator Google News ähnelt. Innerhalb der Medienbranche wurden immer wieder Stimmen laut, die dem Internet-Konzern Google vorgeworfen hatten, anderen Medienkonzernen mit dem Dienst Werbeeinnahmen zu nehmen. Google kontert, man leite hingegen zusätzliche Nutzer auf die Zeitungswebsites und kündigt seit längerem ein spezielles Angebot an, das Medien das Geldverdienen im Internet erleichtern solle.

Anfang 2011 kaufte man Fantasy Sports Ventures, ein Onlinenetzwerk diverser Sport-Nachrichten-Websites.

Sonstige: Strategische Investitionen flossen in Online-Werbe- und in Such-Technologien. Partnerschaftsverträge wurden mit Online-Unternehmungen geschlossen, die in den Bereichen Stellenangebote, Automobil- und Immobilienhandel aktiv sind. Mit 4INFO engagiert sich Gannett zudem im Feld der Mobilfunk-Informationsdienste.

Aktuelle Entwicklungen

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Auch an Gannett Co. Inc. ging die Krise der Medienbranche nicht spurlos vorbei.Gannett Co. Inc. musste im Juni 2008 einen Einbruch im Bereich der gesamten Werbeeinnahmen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 14,3% auf 347,1 Millionen Dollar hinnehmen. Das Anzeigengeschäft verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von 18,8% auf 135,1 Millionen US-Dollar. Den stärksten Einbruch erlitt Gannett Co. Inc. im dritten Quartal 2008, als die Werbeeinahmen im Printsektor um 33% auf 158,1 Millionen Dollar zurückgingen. Als Reaktion auf die wirtschaftliche Misere trennte sich das Unternehmen bereits im Sommer 2008 von rund 1000 Mitarbeitern. Betroffen waren die Angestellten von 84 Tageszeitungen und rund 900 Zeitschriften. Nur das Flagschiff von Gannett, die "USA Today" blieb von Kündigungen verschont.

Im ersten Quartal 2009 kam es erneut zu Einbrüchen im finanziellen Sektor. Gannett Co. Inc. verzeichnete einen Gewinnrückgang um rund 60% zum Vorjahresergebnis. Der Gewinn des US-Zeitungsverlags reduzierte sich um gut 18% auf rund 1,4 Mrd. US-Dollar und der Nettogewinn lag damit nur noch bei 77,7 Millionen US-Dollar, im Vergleich zu 191,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Grund für die schlechten Zahlen seien der anhaltende Rückgang der Werbeumsätze. Dadurch verlor die USA Today ihre Stellung als meistverkaufte Zeitung der USA an das Wall Street Journal. Auf Grund des Umsatzverlustes wurden in jüngster Zeit zusätzlich 27 Stellen der USA Today und 11 Stellen der USA Weekend im Bereich Journalismus gestrichen. Trotz der anhaltenden Krise der Werbe- und Zeitungsindustrie kam es im Jahr 2009 zu Gehaltserhöhungen. So stieg die Bezahlung des ehemaligen Chairman und CEO Craig Dubrow um 17 Prozent auf 4,4 Millionen US-Dollar, während der Konzernumsatz im selben Zeitraum um 18 Prozent zurückging. 

Zuletzt kam es bei Gannett zu einer erneuten Massenentlassung. In einer internen Memo an alle Mitarbeiter teilte Bob Dickey, Leiter der US-amerikanischen Zeitungssparte von Gannett, die Streichung von 700 Stellen bzw. 2 Prozent der Belegschaft mit. Betroffen sind die Mitarbeiter der über 80 Tageszeitungen, wobei das Flagschiff des Verlagshauses, die USA Today, von den Entlassungen verschont blieb. Gründe für die Streichungen seien Einbrüche bei den nationalen und internationalen Werbeumsätzen, die schwierige Immobielienlage in den USA und Probleme bei der Schaffung von Stellen, wie die mediadb-Redaktion berichtet.

News

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15.11.11 / Bertelsmann AG, Gannett Co. Inc., Walt Disney Corp.

Neues Geschäftsmodell: Mütter-Blogs und Eltern-Zeitschriften

14.10.11 / Gannett Co. Inc., News Corp. Ltd., Axel Springer AG, Bertelsmann AG

Manipulation der Auflagenzahlen in der Zeitungsindustrie