10. Cox Enterprises Inc.
Umsatz 2008: $ 15,173 Mrd. (€ 10,316 Mrd.)
Überblick
Cox Communications ist mit über 6,6 Mio. Abonnenten einer der größten Kabel-TV-Anbieter in den USA. Zum Konzern Cox Enterprises gehören 17 Tageszeitungen (Cox Newspapers). Außerdem besitzt Cox 15 Fernsehstationen und zwei Kabelsender (Cox Television) und betreibt, ganz oder anteilig, mehr als 80 Radiostationen (Cox Radio). Zusätzlich ist der Konzern Telekommunikationsanbieter in den USA und in Großbritannien (Voice und Data). Cox Manheim Auctions sind der weltgrößte Betreiber von Automobil-Auktionshäusern.
Basisdaten
Hauptsitz: 1400 Lake Hearn Drive, Atlanta GA 30319, USA
Telefon: 001-404-843-5000
Telefax: 001-404-843-5109
Internet: www.coxenterprises.com
Branche: Kabelnetze, Fernsehsender, TV-Sendestationen, Radio, Zeitungen, Druckbetriebe, Internet-Services, Multimedia, Telekommunikation, Werbung, Automobil-Auktionen, Nischenpublikationen
Rechtsform: Personengesellschaft
Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.
Gründungsjahr: 1898
2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 | |
Umsatz Gesamt (in Mio. US-Dollar) | 15,173 | 15,033 | 13.200 | 12.034 | 11.552 | 10.750 | 9.882 | 8.693 |
Beschäftigte | 77.000 | 83.000 | 80.000 | 78.000 | 77.000 | 77.000 | 77.000 | 76.000 |
Jahr | Cox Communications | Manheim Auctions | Cox Newspapers | Cox Television | Cox Radio | AutoTrader.com |
2006 | 7.300 | 2.800 | 1.400 | 699 | 440 | 519 |
2007 | 8.300 | 3.300 | 1.400 | 670 | 445 | 918 |
2008 | 8.700 | 3.600 | 1.200 | 643 | 410 | 621 |
Geschäftsführung
Geschäftsführung / Vorstand:
- James C. Kennedy, Chairman
- Dennis G. Berry, Vice Chairman
- Jimmy W. Hayes, President & CEO
- John M. Dyer, EVP & CFO
- Patrick J. Esser, President, Cox Communications
- Dean H. Eisner, President Manheim
- Sanford H. Schwartz, President Cox Media Group
- Douglas E. Franklin, EVP Cox Newspapers
- Bruce R. Baker, EVP, Cox Television
- Robert F. Neil, President & CEO, Cox Radio
- James J. Monahan, President, Cox Reps
- Chip Perry, President & CEO, Cox AutoTrader.Com
Besitzverhältnisse:
Cox Enterprises: Familie Cox (98%, Anne Cox Chambers, Blair Parry-Okeden, Garner Anthony, James Cox Kennedy)
Cox Communications Inc.: bis 8.12.2004 börsennotiert (Cox Enterprises 62,2%, Bill Gates 5,7%, Rest Streubesitz), heute wieder unter privater Kontrolle.
Cox Radio Inc.: börsennotiert (Cox Enterprises Inc. hält 94,7% der stimmberechtigten Anteile)
Geschichte und Profil
Vom Lehrer über Tätigkeiten als Journalist und Politiker schließlich zum Medienmogul – die Lebensstationen des Firmengründers James M. Cox ergeben eine amerikanische Bilderbuchkarriere. Cox, Jahrgang 1870, wollte nach Beendigung der Schulzeit zunächst Lehrer werden, was er allerdings schon bald zu Gunsten seiner politischen und journalistischen Ambitionen aufgab. Er arbeitete zunächst als Sekretär eines Kongressabgeordneten, wurde dann Reporter beim Cincinnati Enquirer und kaufte 1898 für 26.000 $ den Dayton Evening. Sieben Jahre später kaufte er seine zweite Tageszeitung, den Springfield Press-Republican. Die Zeitungen gaben ihm das nötige Standbein für eine sehr erfolgreiche politische Karriere, zunächst als US-Kongessabgeordneter und später als dreimaliger Gouverneur von Ohio. 1920 kandidierte der Demokrat Cox sogar bei den Präsidentschaftswahlen (mit Franklin D. Roosevelt als Vize), unterlag aber seinem Rivalen Warren Harding, der zu der Zeit ebenfalls Verleger in Ohio war. Nach Beendigung seiner aktiven politischen Karriere machte sich Cox daran, seine Zeitungsunternehmen zu einem Medienkonzern auszubauen. Nach dem Kauf weiterer Tageszeitungen gründete Cox 1923 WHIO, Daytons erste Radiostation. 1948/49 kamen TV-Sender für Dayton und Atlanta hinzu. Seit 1950 gehört auch die Zeitung The Atlanta Constitution, das heutige Flaggschiff der Cox Newspapers, zu dem stetig expandierenden Unternehmen. Als James M. Cox 1957 starb, besaß seine Firma sieben Tageszeitungen, drei Fernsehstationen und zahlreiche Radiosender.
Während der späten 50er und frühen 60er Jahre unter James M. Cox Jr., der nach dem Tod seines Vaters die Leitung übernahm, engagierte sich Cox Enterprises weiter auf dem TV-Markt. Es war eines der ersten großen US-amerikanischen Fernsehunternehmen, das 1962 durch den Kauf eines Kabelnetzes in Pennsylvania ins Kabelfernsehen einstieg. Im selben Jahr arrangierte der spätere Vorstand der Cox Broadcasting Corporation, J. L. Reinsch, die geschichtsträchtige, erste TV-Präsidentschaftsdebatte zwischen John F. Kennedy und Richard M. Nixon. Die Rundfunkunternehmen der Cox Familie wurden 1964 zu einer Aktiengesellschaft zusammengefügt, während die Tageszeitungen unter Cox Enterprises in direktem Privatbesitz blieben. Die Kabel-TV-Sender wurden 1968 ebenfalls unter einer Aktiengesellschaft, der Cox Cable Communications, zusammengeführt. 1968 und 1969 erschloss sich Cox Broadcasting weitere Branchen, zunächst durch den Kauf der Auto-Auktionshäuser Manheim Services und Kansas City Automobil Auction. 1972 kam die TeleRep, eine Fernsehwerbefirma, hinzu. 1977 fusionierte Cox Cable mit Cox Broadcasting und wurde 1982 dann zu Cox Communications. 1985 wandelte die Familie Cox Communications wieder in eine Personengesellschaft um und verschmelzte das Unternehmen mit dem Mutterkonzern Cox Enterprises. 1987 übernahm der Gründerenkel James Kennedy die Leitung des Familienkonzerns. 1991 fusionierte Cox sein Auto-Auktionsgeschäft mit dem von Ford Motor Credit/GE Capital und kaufte die Direct Mail Kuponfirma Val Pak Direct Marketing. Außerdem gründete Cox zusammen mit der BBC und Thames Televsion den Sender UK Gold. 1994 rief Cox in Partnerschaft mit Sprint, TCI (heute ein Teil von AT&T) und Comcast die Sprint Spectrum LP ins Leben, um seine Telecommunikations-Dienstleistungen zu bündeln. 1995 kauft Cox Enterprises die Times Mirror Cable Television. Im Rahmen einer weiteren Umstrukturierung bringt der Konzern Cox Communications, Inc. vorübergehend wieder an die Börse, wobei rund 73 % der Anteile weiterhin im Besitz der Gründerfamilie blieben. Die lukrativen TV-Kabelaktivitäten sind vor den Automobil-Auktionshäusern heute einer der wichtigsten Geschäftsbereiche des früheren Zeitungskonzerns.
Management
Ende der 90er Jahre ging der Konzern eine strategische Neuorientierung an. Zum einen stimmte Cox Enterprises Anfang 1999 dem Verkauf des Satellitengeschäfts Primestar an den Konkurrenten Hughes Electronics (Direct TV) zu. Cox war mit 10,4 Prozent an Primestar Inc. beteiligt. Eine zuvor geplante Fusion von Primestar und News Corp. wurde 1998 von den amerikanischen Aufsichtsbehörden verhindert. Zum anderen verabschiedete sich Cox Broadcasting 1999 endgültig aus der Produktionsbranche und liquidierte seine 100-prozentige Tochter Rysher Entertainment (Produktionen u.a. HBOs „Sex and the City“, CBSs „Nash Bridges“ und die Erfolgsshow „Entertainment Tonight“). Das verlustreiche Filmstudio Ryshers wurde bereits 1997 geschlossen. Die Rechte an Ryshers Film- und Fernsehbibliothek sowie die aktuellen Produktionen wurden von Paramount übernommen. Statt dessen investierte Cox Communications fleißig in die Erweiterung und Ausbau seiner Kabelsysteme. Heute ist Cox Communications einer der führenden US-Anbieter digitaler Telekommunikationsdienstleistungen über Kabelfernsehnetze. Ziel des Medienkonzerns ist es, sich auch langfristig als führender Anbieter digitaler Dienste zu etablieren. Insbesondere konzentriert sich Cox Communications darauf, ihren Kunden über 6 Mio. Kabel-TV gebündelte Dienste (Angebotspakete mit breitbandigem Internet-Zugang, digitalem Fernsehen und Telefonie) anzubieten.
Nachdem es in der Gerüchteküche immer hieß, Cox Communications stehe zum Verkauf, ging der Cox-Klan 2004 selber in die Offensive und übernahm für rund 8.5 Mrd. US-Dollar den Streubesitz. Damit fiel der umsatzstärkste Teil des Konzerns wieder unter private Kontrolle. Cox Radio verbleibt als einziges börsennotiertes Segment des Unternehmens. In der Presse spekuliert man jedoch darüber, dass der Konzern den letzten börsennotierten Teil von Cox Enterprises, die Cox Radio Inc., auch von der Börse holen werde. Die Reprivatisierung von Cox Communications erhielt einen fahlen Beigeschmack durch das von der amerikanischen Börsenaufsichtbehörde SEC eingeleitete Insiderhandelverfahren gegen Garner Anthony, ehemaliges Vorstandsmitglied und Ehemann von Unternehmensgründertochter Barbara Anthony Cox. Das Verfahren lief 2006 auf einen Vergleich ohne Schuldbekenntnis und eine Strafe von 100.000 US-Dollar für Anthony hinaus.
Im Gegensatz zu vielen börsennotierten Medienunternehmen scheint das sich immer noch in Privatbesitz der Cox-Familie befindliche Unternehmen in ruhigerem Fahrwasser zu befinden. Insbesondere das Angebot von digitalen Diensten über die Breitband-Kabelnetze sorgt für stabiles Wachstum. Das Jahr 2005 stand hauptsächlich für einen Generationswechsel in der obersten Führungsetage von Cox Enterprises. Außerdem baute man 2006 die Automobil Informationssparte weiter aus. Aus der Auflösung des Joint Venture ‚Trader Publishing Company’ (mit Landmark Communications) nahm man über 300 Auto und Truck Publikationen mit und legte diese mit dem Online Anzeigen Portal Auto-Trader unter dem Dach der Cox Auto Trader zusammen.
Anfang Juni 2007 verstarb Miteigentümerin Barbara Anne Cox (84), Tochter des Firmengründers James M. Cox. Ihr Sohn Jim Kennedy führte von 1988 bis 2008 den Konzern. Nach Angaben des Forbes Magazins wird ihr hinterlassenes Privatvermögen und das ihrer Schwester Anne Cox Chambers, auf jeweils 12,6 Mrd. US-Dollar geschätzt. Das Erbe geht an ihre in Australien lebende Tochter die Kinderbuchautorin Blair Parry-Okeden. Im Januar 2009 tritt Jimmy Hayes die Nachfolge des Gründerenkels Jim Kennedy an der Konzernspitze an. Hayes ist zwar kein Familienmitglied, aber bereits seit fast 30 Jahren im Konzern tätig. Kennedy wird weiterhin im Aufsichtrat fungieren.
Geschäftsfelder
Die Kerngeschäftsfelder von Cox verteilen sich auf vier Bereiche:
Fernsehen und Radio: 15 lokale TV-Stationen (u.a. KIRO Seattle, KTVU, San Francisco-Oakland, WFTV Orlando-FL, WHIO Dayton-OH, WPXI Pittsburgh, WSB-TV Atlanta, WSOC, Charlotte, NC); 80 Radiostationen (COX Radio). Cox Communications Inc. besitzt mehrere große Kabelnetze (ca. 6,6 Mio. Abonnenten) sowie Beteiligungen an mehreren US-Kabel-Spartensendern (über Discovery 25%).
Bei Cox Radio versucht man sich gegen ein weiteres Wegbrechen der Werbeinnahmen in den traditionelleren Medienformen zu rüsten. Mutterkonzern Cox Enterprises gab nach Pressestimmen im ersten Halbjahr 2007 ca. 2 Mio. USD für Lobbying zum Thema Vergütungen im Bereich Internet-Radio aus. Zusammen mit anderen großen Amerikanischen Radio-Anbietern entschloss man sich außerdem zur Einführung der „iTunes tagging technology“. Nutzern der digitalen Cox Radio- Angebote erlaubt das tool, Musikstücke zu markieren und beim Synchronisieren mit dem Computer diese auch direkt über iTunes zu erwerben.
Publikationen: 17 Tageszeitungen (u.a. The Atlanta-Journal Constitution, Austin American Statesman, The Palm Beach Post, Dayton Daily News), diverse Wochenzeitungen
Telekommunikation: Kabel-TV Netze, Breitband Internet Zugang, Telefondienste, z. B. Mobile Telefonie (Sprint PCS)
Autohandel: Manheim Auto Auctions (Automobil-Auktionshäuser an 83 Standorten in den USA, Kanada, Frankreich und Großbritannien). AutoTrader.com (Online Anzeigen Portal)
Engagement in Deutschland
In Europa engagiert sich der Konzern hauptsächlich mit seiner Automobil-Auktions-Sparte (Manheim Auctions). Bis Mai 2007 hielt Cox noch eine 25%-Beteiligung an Discovery Communications Inc. (Advance in der Mediendatenbank). Discovery Communications Inc. hält 100% an Discovery Germany LL.C, die in Deutschland die TV-Sender Animal Planet, Discovery Channel, Discovery Geschichte sowie Discovery HD betreibt und 100% an Discovery Communications Europe. Diese hält wiederum 98% an Discovery Beteiligungs-GmbH & Co. KG ,die in Deutschland den TV-Sender DMAX betreibt.
Aktuelle Entwicklungen
Mitte Mai 2007 trennte sich Cox von seiner 25% Beteiligung bei Discovery. Die erlöste Finanzspritze soll vor allem zur Reduzierung der durch die Reprivatisierung von Cox Communications im Jahr 2004 entstandenen Schuldenlast verwendet werden.
Im Juli 2007 honorierte die internationale Rating-Agentur Fitch die erfolgreichen Strategien von Cox Enterprises. Trotz der unsicheren Zeiten im Zeitungsgeschäft wertete die Agentur den Ausblick des gesamten Konzerns als positiv. Insbesondere die eher konservative Finanzpolitik wird gelobt. Fitch schätzt, dass circa 25 Prozent des Konzernumsatzes aus Werbeeinahmen und 75 Prozent aus Abonnenten und anderen Transaktionen stammt.
Um auch weiter erfolgreich im Werbegeschäft zu agieren, gründete Cox Television im September 2007 eine neue auf Online-Medien spezialisierte Agentur. Cox Cross Media soll die Werbeflächen der Internet-Seiten von Cox-Fernsehstationen vermarkten. Man kündigte auch an, sich stärker im Bereich mobiler Medienplattformen engagieren zu wollen. Cox Television hatte sich schon im Sommer der US-TV-Branchenallianz Open Mobile Video Coalition angeschlossen. Ziel dieser Interessengemeinschaft ist es, die Entwicklung im mobilen, digitalen TV-Bereich voranzutreiben. Hierbei werden vor allem einheitliche technische Standards eine zentrale Rolle spielen.
Cox Communications verstärktes Engagement im mobilen Kommunikationsbereich äußert sich auch in einer neuen Partnerschaft mit Mobilfunkanbieter Sprint. Hierbei geht es darum, die bisher sehr erfolgreiche Triple-Play-Strategie (TV, Breitband-Internet und Festnetztelephonie im Paketangebot) zur Quad-Play-Strategie (plus Mobiltelephonie) auszubauen. Ende September 2007 wurde bekannt, dass Cox Communications zusammen mit NBC Universal (interner Link) während der Herbstsaison versuchsweise über einige seiner digitalen Kabelnetze NBC Serienhits on-demand gratis anbietet (z. B. Bionic Woman; 30 Rock; Friday Night Lights; Las Vegas), allerdings mit 24-stündiger Verzögerung nach der TV-Ausstrahlung und ohne Vorspulfunktion, also mit vollständigen Werbepausen.
Die Umsätze des Konzerns legten 2007 gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent zu. Dieses Wachstum geht hauptsächlich auf das Konto der Cox Communications Sparte zurück. Nach Konzernangaben versorgt Cox Ende 2007 mit seinen Kommunikationsnetzwerken etwa 2,4 Mio Kunden mit Telefondiensten, 3,7 Mio. Kunden mit Breitbandnetzwerkdiensten und 3,1 Mio. Kunden mit digitalem Kabelfernsehen. Etwa 60 Prozent aller Kunden beziehen diese Dienste im Rahmen von Paketangeboten, was für den Erfolg der Triple-Play Strategie spricht.
Der Ausbau und Erfolg der Cox Communications Sparte illustriert auch noch mal deutlich die zunehmende Fokussierung des Konzerns auf Geschäftsfelder jenseits der werbefinanzierten Medien. Nach Konzernangaben stammen zur Zeit nur noch 20 Prozent der Umsätze aus seinen klassischen Medienbereichen wie Tages- und Wochenzeitung, Fernsehen und Radio. Angesichts der anhaltenden Krise der Zeitungsbranche kam im Frühherbst 2008 die Ankündigung von Cox Enterprises, 28 Wochen- und Tageszeitungen, sowie zwei Direktwerbetochterunternehmen verkaufen zu wollen, auch wenig überraschend. Die erhofften Erlöse sollen vor allem dem Abbau von Schulden dienen. Von dem Verkauf betroffen sind hauptsächlich kleinere und einzelne mittelgroße Zeitungen in Texas, North Carolina und Colorado. Das Glanzstück zwischen den zum Verkauf angebotenen Publikationen ist die profitabel arbeitende Tageszeitung Austin American-Statesman. Man erhofft sich wohl einen Erlös für den Statesman der deutlich über der 500 Mio. US-Dollar Marke liegt. Wie sich die aktuelle Finanzkrise auf die geplanten Verkäufe auswirkt bleibt abzuwarten. Für den Statesman gibt es, so die Pressestimmen, nach wie vor einige ernsthafte Interessenten, wie z.B. den Senator und Medienunternehmer Patrick, und den ehemalige Statesman Chefredakteur Oppel.
Mit Sicht auf den Verkauf des größten Teils seiner Wochen- und Tageszeitungen kündigt Cox Enterprises Anfang Dezember 2008 auch eine signifikante Veränderung in ihrer Konzernstruktur an. Die verbleibenden klassischen Medienaktivitäten (Zeitung, TV und Radio) werden unter dem Dach einer Cox Media Group fusionieren. Auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage verzögert sich der Verkaufsprozess des Austin American Statesman und der anderen zum Verkauf stehenden Publikationen anscheinend. Nach Pressestimmen gibt es weniger ernste Kaufinteressenten als erwartet, bzw. es wurden auch Angebote wieder zurückgezogen. In Bezug auf den Austin American Statesman heißt von Konzernseite, dass man nicht für jeden Preis verkaufen würde.
Links
Literatur
Charles E. Glover, Journey through our Years: The Story of Cox Enterprises, Inc., 1999
Organigramm

- Quelle: www.coxenterprises.com/corp/aboutcox/at_aglance.htm?Vermenu=comp_overview&Hormenu=at_aglance
News
07.10.09 / Bloomberg L.P., Cox Enterprises Inc.
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