Online-Datenbank "Internationale Medienkonzerne"
Einige Medienkonzerne verfügen über Budgets in der Höhe von Nationalstaaten. Als Motoren und Moderatoren der Globalisierung haben sie wirtschaftliche und meinungsbildende Macht. Der aktuellen Herausforderung, ihre Geschäftssparten der Old Economy mit denen der New Economy zu verbinden, begegnen sie durch Umstrukturierungen, Kooperationen oder Fusionen mit Spezialanbietern (Werbevermarkter) oder gewachsenen Plattformen (MySpace, YouTube).
Technischer Fortschritt und Konkurrenzdruck treiben Großkonzerne an, ihre Geschäftsfelder auf nationalen und internationalen Märkten auszuweiten. Dazu gehen sie auch Partnerschaften mit Finanzinvestoren ein, deren Einfluss in einigen Medienkonzernen erheblich ist.
Wer steckt hinter den großen Medienunternehmen? Wie sind sie aufgestellt? Welchen Strategien folgen sie? Welche Rolle spielt der deutsche Markt bei den globalen Plänen? Welche Rolle spielen die Kapitalinvestoren?
Aufbauend auf der Studie „Wer beherrscht die Medien?“ von 2005 wurde vom Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) die Mediendatenbank mediadb.eu eingerichtet. Sie liefert umfassende und stets aktualisierte Strukturdaten zu internationalen Medienkonzernen sowie News-Meldungen zum medienökonomischen Geschehen.
Für das Ranking der weltweit größten Medienkonzerne werden Medienkonzerne als Unternehmen definiert, deren strategischer Fokus auf der Inhalte-Produktion in den Bereichen Print, TV, Film und Internet liegt. Da manche US-amerikanische Kabelnetzbetreiber maßgeblich auf die Verbreitung von Programminhalten einwirken und selbst als Inhalteproduzenten auftreten, finden diese sich im Ranking der Medienkonzerne wieder. Ein gesondertes Ranking berücksichtigt internationale Online-Konzerne. Datenbanken zu Distributoren wie Telekommunikations- und Infrastukturanbietern, Kabelnetzbetreibern und Finanzinvestoren sind im Aufbau.
Die Präsentation der Medien- und Onlinekonzerne erfolgt in Form von Rankings. Aufgeführt wird jeweils der Mutterkonzern (z. B. News Corporation), auch wenn ein Tochterunternehmen (z. B. BSkyB) für sich allein den Umsatz in der Größenordnung konkurrierender Konzerne aufweist. Die Größe eines Konzerns bemisst sich dabei am Medienumsatz des jeweils letzten Geschäftsjahres. Basis für die Umsatzzahlen ist der Betrag in Originalwährung. Zur Umrechnung in Euro wird der amtliche Jahresmittelkurs des jeweiligen Jahres herangezogen.
Neben der regelmäßigen Aktualisierung der Konzerndaten durch Wissenschaftler und Fachautoren erfolgt die schrittweise Erweiterung der Online-Datenbank.
Die Datenbank mediadb.eu ist international einzigartig. Ziel des Projektes ist es, aktuelle und differenzierte Informationen zum Mediengeschäft zu liefern, um eine qualifizierte Kommunikation über inhaltliche, ökonomische und technische Medienentwicklungen anzuregen und zu fundieren.
Thomas Schnedler, Dipl.-Journ.
Prof. Dr. Gisela Schmalz
Dr. Kai Burkhardt
Till Wäscher
Feedback zur Mediendatenbank an: info(at)medienpolitik.eu
Ranking - Top 50 (2008)
- Time Warner Inc.
- Walt Disney Corp.
- Comcast Corp.
- News Corp. Ltd.
- Viacom Inc./CBS Corp.
- Sony Entertainment
- Bertelsmann AG
- NBC Universal Inc.
- Vivendi S.A.
- Cox Enterprises Inc.
- Thomson Reuters Corporation
- Lagardère Media
- Dish Network Corporation
- Rogers Comm.
- Liberty Media Corp.
- Reed Elsevier PLC
- ARD
- Pearson plc
- BBC
- Advance Publications
- Virgin Media Inc.
- Cablevision Systems Corp.
- Gannett Co. Inc.
- Clear Channel Comm.
- Charter Comm. Inc.
- The McGraw-Hill Comp. Inc.
- Nippon Hoso Kyokai
- Mediaset SpA
- Grupo PRISA
- Bloomberg L.P.
- Fuji Media Holdings, Inc.
- Tribune Co.
- The Hearst Corporation
- The Nielsen Company
- Daily Mail & General Trust plc
- Wolters Kluwer nv
- RAI Radiotelevisione Italiana S.p.A.
- Bonnier AB
- ProSiebenSat.1
- The Washington Post Company
- Sanoma Group
- Grupo Televisa
- France Télévisions S.A.
- Axel Springer AG
- RCS Media Group
- TF1 S.A.
- Georg von Holtzbrinck GmbH
- ITV plc
- Hubert Burda Media Holding Gmbh & Co.
- Nippon Television Network Corporation