Online-Datenbank Deutsche Medienkonzerne

Als 1997 die erste Studie über die 50 weltgrößten Medienkonzerne erschien („Wer beherrscht die Medien?“, Lutz Hachmeister/Günther Rager), war die Bertelsmann AG mit einem Umsatz von 20,3 Milliarden DM noch das zweitgrößte Medienunternehmen der Welt. Vor Bertelsmann lag damals nur Time Warner Inc. mit umgerechnet 25,3 Milliarden DM Umsatz. 16 Jahre später – im Geschäftsjahr 2012 – rangiert Bertelsmann nur noch auf Rang acht im Ranking der weltgrößten Medienkonzerne. Der Umsatz des größten europäischen Medienkonzerns aus dem beschaulichen Gütersloh lag 2012 bei 16,065 Milliarden Euro. Doch nicht alle Medienhäuser in Deutschland mussten 2012 sinkende Umsätze verkraften. Die Umsatzerlöse des Axel-Springer-Verlags stiegen auf Rekordniveau (3,310 Milliarden Euro). Stabil blieb hingegen die ARD, der größte öffentlich-rechtliche Medienverbund der Welt. Sie nimmt aus Gebühren und Werbung rund 6,27 Milliarden Euro ein und liegt damit auf Rang 19 der Top 50.

Für einen Platz in der Rangliste der 50 weltgrößten Medienkonzerne reicht es aber nicht bei allen großen Medienkonzernen Deutschlands. Einen im internationalen Vergleich zu geringen Umsatz erwirtschafteten das Familienunternehmen Georg von Holtzbrinck – das sich 2009 von wichtigen Teilen des Verlagsgeschäfts wie der Handelsblatt- und der Tagesspiegel-Gruppe trennte –, die Bauer Media Group, das ZDF, die Verlagsgruppe Weltbild und die WAZ-Mediengruppe.

Die auf mediadb.eu präsentierte Online-Datenbank bietet in ausführlichen Konzernporträts einen Überblick über die Geschichte, das ökonomische und publizistische Profil sowie die aktuellen Entwicklungen der größten deutschen Medienunternehmen.